-
Jehova — ein Gott der OrganisationDer Wachtturm 2014 | 15. Mai
-
-
11, 12. (a) Was beweist, dass Jehova im ersten Jahrhundert eine andere Organisation als die jüdische Nation segnete? (b) Wer gehörte zu der neuen, in Gottes Gunst stehenden Organisation?
11 Jehova verwarf zwar im ersten Jahrhundert das untreue Israel, doch er hatte weiterhin eine Organisation loyaler Diener auf der Erde. Er gab einer dynamischen neuen Organisation seinen Segen, in deren Mittelpunkt Jesus Christus und seine Lehren standen. Sie wurde Pfingsten 33 u. Z. gegründet. Damals waren in Jerusalem ungefähr 120 Jünger Jesu versammelt. „Plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus. . . . Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern“ (Apg. 2:1-4). Dieses erstaunliche Ereignis war ein unübersehbarer Beweis für den Rückhalt, den Jehova dieser neuen, aus Christi Jüngern bestehenden Organisation bot.
12 An diesem aufregenden Tag wurden zu Jesu Nachfolgern „ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan“. Und Jehova fuhr fort, „täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden“ (Apg. 2:41, 47). Infolge der Predigttätigkeit im ersten Jahrhundert „wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr“. Sogar „eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein“ (Apg. 6:7). Viele aufrichtige Menschen nahmen die Wahrheit an, die die Mitglieder der neuen Organisation verkündigten. Auch später, als „Leute aus den Nationen“ in die Christenversammlung gebracht wurden, war Jehovas Unterstützung deutlich zu erkennen. (Lies Apostelgeschichte 10:44, 45.)
13. Was war die Aufgabe der neuen Organisation?
13 Es bestand kein Zweifel daran, was Gott von Christi Nachfolgern getan haben wollte. Jesus selbst gab das Beispiel und begann bald nach seiner Taufe, das „Königreich der Himmel“ zu verkündigen (Mat. 4:17). Er lehrte seine Jünger, dasselbe zu tun, und sagte zu ihnen: „Ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apg. 1:8). Die ersten Nachfolger Christi hatten bestimmt verstanden, was von ihnen erwartet wurde. Zum Beispiel sagten Paulus und Barnabas in Antiochia in Pisidien mutig zu jüdischen Gegnern: „Es war notwendig, dass das Wort Gottes zuerst zu euch geredet wurde. Da ihr es von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, siehe, so wenden wir uns den Nationen zu. In der Tat, Jehova hat uns in diesen Worten geboten: ‚Ich habe dich zu einem Licht der Nationen gesetzt, damit du zur Rettung seist bis zum äußersten Ende der Erde‘ “ (Apg. 13:14, 45-47). Seit dem ersten Jahrhundert macht der irdische Teil der Organisation Gottes bekannt, wie Menschen von Jehova gerettet werden können.
-
-
Jehova — ein Gott der OrganisationDer Wachtturm 2014 | 15. Mai
-
-
16. Was musste jeder Christ für sein geistiges Wohl tun?
16 Jeder Christ musste selbst etwas für sein geistiges Wohl tun. Fleißiges Studieren der Schriften, regelmäßiger Zusammenkunftsbesuch und eifriges Verkündigen des Königreichs waren wichtig. Das trug damals wie heute dazu bei, geistig gesund und mit Gottes Volk vereint zu sein. Aufseher und Dienstamtgehilfen unterstützten bereitwillig die Brüder und Schwestern in den gut organisierten Versammlungen des ersten Jahrhunderts (Phil. 1:1; 1. Pet. 5:1-4). Und was für eine Freude es gewesen sein muss, wenn reisende Aufseher wie Paulus die Versammlungen besuchten! (Apg. 15:36, 40, 41). Die Parallelen zwischen den Christen des ersten Jahrhunderts und uns heute sind bemerkenswert. Wie dankbar wir sind, dass Jehova seine Diener organisiert — früher und auch heute!a
-