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44. Bibelbuch — Apostelgeschichte„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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11. Wie segnet Jehova das Predigtwerk?
11 Das Zeugnis nimmt zu (2:43—5:42). Jehova fährt fort, solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden. Vor dem Tempel treffen Petrus und Johannes einen Gelähmten, der noch nie in seinem Leben gehen konnte. „Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, geh umher!“ gebietet Petrus. Sogleich beginnt der Mann, ‘umherzugehen und zu springen und Gott zu preisen’. Danach fordert Petrus die Menschen auf, zu bereuen und umzukehren, „so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen“. Darüber verärgert, daß Petrus und Johannes die Auferstehung Jesu lehren, nehmen die religiösen Führer sie fest. Dennoch wachsen die Reihen der Gläubigen auf etwa 5 000 Männer an (3:6, 8, 19).
12. (a) Was antworten die Jünger, als man ihnen gebietet, mit dem Predigen aufzuhören? (b) Wofür werden Ananias und Sapphira bestraft?
12 Am nächsten Tag werden Petrus und Johannes vor die jüdischen Vorsteher gebracht und verhört. Petrus bezeugt freimütig, daß Rettung nur durch Jesus Christus kommt, und als man ihnen gebietet, ihre Predigttätigkeit einzustellen, erwidern Petrus und auch Johannes: „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben“ (4:19, 20). Sie werden freigelassen, und alle Jünger fahren fort, das Wort Gottes mit Freimut zu reden. Wegen der besonderen Umstände legen sie ihren materiellen Besitz zusammen und verteilen ihn gemäß den Bedürfnissen. Ein gewisser Ananias aber und Sapphira, seine Frau, verkaufen ein Stück Land und täuschen vor, den gesamten Erlös abzugeben, während sie insgeheim einen Teil des Preises zurückbehalten. Petrus stellt sie bloß, und sie fallen tot um, weil sie gegenüber Gott und dem heiligen Geist ein falsches Spiel getrieben haben.
13. Wessen werden die Apostel beschuldigt, was entgegnen sie, und womit fahren sie fort?
13 Erneut werfen die aufgebrachten religiösen Führer die Apostel ins Gefängnis, aber diesmal läßt Jehovas Engel sie frei. Am nächsten Tag werden sie wieder vor den Sanhedrin gebracht und beschuldigt, ‘Jerusalem mit ihrer Lehre zu erfüllen’. Sie entgegnen: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.“ Obwohl man sie auspeitscht und ihnen droht, weigern sie sich aufzuhören und ‘fahren jeden Tag im Tempel und von Haus zu Haus ununterbrochen fort, zu lehren und die gute Botschaft über den Christus, Jesus, zu verkündigen’ (5:28, 29, 42).
14. Wie kommt es zum Märtyrertod des Stephanus?
14 Märtyrertod des Stephanus (6:1—8:1a). Stephanus ist einer der sieben Männer, die durch heiligen Geist dazu ernannt werden, Speise an Tische auszuteilen. Überdies gibt er kraftvoll für die Wahrheit Zeugnis und verteidigt den Glauben mit einem solchen Eifer, daß seine wütenden Gegner ihn vor den Sanhedrin bringen lassen und ihn der Lästerung beschuldigen. In seiner Verteidigungsrede spricht Stephanus zunächst von der Langmut Jehovas gegenüber Israel. Furchtlos, redegewandt kommt er dann zum Kern der Sache: ‘Ihr Halsstarrigen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist, ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt’ (7:51-53). Das ist für sie unerträglich! Sie stürmen auf ihn los, treiben ihn aus der Stadt hinaus und steinigen ihn. Saulus schaut billigend zu.
15. Was wird durch die Verfolgung bewirkt, und welche Erfahrungen macht Philippus beim Predigen?
15 Verfolgung; Bekehrung des Saulus (8:1b—9:30). Durch die Verfolgung, die an jenem Tag gegen die Versammlung in Jerusalem einsetzt, werden alle, ausgenommen die Apostel, im ganzen Land zerstreut. Philippus geht nach Samaria, wo viele das Wort Gottes annehmen. Petrus und Johannes werden von Jerusalem dorthin gesandt, damit die Gläubigen „durch Händeauflegen der Apostel“ heiligen Geist empfangen (8:18). Darauf führt ein Engel den Philippus südwärts zur Straße von Jerusalem nach Gasa, wo er einen zum äthiopischen Königshof gehörenden Eunuchen trifft, der in seinem Wagen fährt und dabei im Buch Jesaja liest. Philippus erschließt ihm die Bedeutung der Prophezeiung und tauft ihn.
16. Wie geht die Bekehrung des Saulus vor sich?
16 Inzwischen macht sich Saulus, der „immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn“ schnaubt, auf, um diejenigen festzunehmen, die in Damaskus ‘zum WEG gehören’. Plötzlich umblitzt ihn ein Licht vom Himmel, und er fällt geblendet zu Boden. Eine Stimme aus dem Himmel sagt zu ihm: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Nachdem er drei Tage in Damaskus zugebracht hat, dient ihm ein Jünger namens Ananias. Saulus erhält das Augenlicht wieder, läßt sich taufen und wird mit heiligem Geist erfüllt, so daß er ein eifriger und fähiger Prediger der guten Botschaft wird (9:1, 2, 5). Mit dieser erstaunlichen Wende der Ereignisse wird der Verfolger zum Verfolgten und muß um seines Lebens willen zuerst aus Damaskus und dann aus Jerusalem fliehen.
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18. (a) Was geschieht danach in Antiochia? (b) Wie kommt plötzlich Verfolgung auf, aber wird ihr Zweck erreicht?
18 Während sich die gute Botschaft weiterhin schnell ausbreitet, lehren Barnabas und Saulus in Antiochia eine ziemlich große Volksmenge, ‘und es ist zuerst in Antiochia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt werden’ (11:26). Wieder bricht Verfolgung aus. Herodes Agrippa I. läßt Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert töten. Außerdem läßt er Petrus ins Gefängnis werfen, aber der Engel Jehovas befreit Petrus ein weiteres Mal, und der böse Herodes hat das Nachsehen. Weil er es versäumt, Gott die Ehre zu geben, wird er von Würmern zerfressen und stirbt. Das Wort Jehovas indessen ‘wächst weiterhin und breitet sich aus’ (12:24).
19. Wohin führt die erste Missionsreise den Apostel Paulus, und was wird erreicht?
19 Die erste Missionsreise des Paulus mit Barnabas (13:1—14:28).d Barnabas und „Saulus, der auch Paulus heißt“, werden durch heiligen Geist ausgesondert und von Antiochia weggesandt (13:9). Auf der Insel Zypern werden viele gläubig, einschließlich des Prokonsuls Sergius Paulus. Dann machen sie eine Rundreise durch sechs oder mehr Städte auf dem kleinasiatischen Festland, und überall geschieht in etwa dasselbe: Eine deutliche Spaltung entsteht zwischen denen, die die gute Botschaft freudig annehmen, und den halsstarrigen Gegnern, die mit Steinen werfende Pöbelrotten gegen Jehovas Boten hetzen. Nachdem Paulus und Barnabas in den neugegründeten Versammlungen Ernennungen älterer Männer vorgenommen haben, kehren sie nach Antiochia in Syrien zurück.
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21. (a) Wer begleitet Paulus auf seiner zweiten Missionsreise? (b) Von welchen Ereignissen ist der Besuch in Mazedonien gekennzeichnet?
21 Erweiterter Dienst während der zweiten Reise des Paulus (15:36—18:22).e „Nach einigen Tagen“ segeln Barnabas und Markus nach Zypern ab, während Paulus und Silas sich aufmachen und durch Syrien und Kleinasien ziehen (15:36). In Lystra gesellt sich der junge Timotheus zu Paulus, und sie reisen weiter nach Troas am Ägäischen Meer. Hier sieht Paulus in einer Vision einen Mann, der ihn inständig bittet: „Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns!“ (16:9). Lukas schließt sich Paulus an, und sie nehmen ein Schiff nach Philippi, der bedeutendsten Stadt Mazedoniens, wo Paulus und Silas ins Gefängnis geworfen werden. Das führt dazu, daß der Gefängnisaufseher gläubig wird und sich taufen läßt. Nach ihrer Freilassung geht es weiter nach Thessalonich, und dort bilden die eifersüchtigen Juden eine Pöbelrotte gegen sie. Daher senden die Brüder Paulus und Silas nachts nach Beröa weg. Hier offenbaren die Juden eine edle Gesinnung, indem sie ‘das Wort mit der größten Bereitwilligkeit aufnehmen und täglich in den Schriften sorgfältig forschen’, um Bestätigungen für das Gehörte zu finden (17:11). Paulus läßt Silas und Timotheus bei dieser neuen Versammlung, so wie er Lukas in Philippi zurückgelassen hat, und begibt sich weiter südwärts nach Athen.
22. Welche Wirkung hat die meisterhafte Rede des Paulus auf dem Areopag?
22 In dieser Stadt der Götzen verspotten hochmütige epikureische und stoische Philosophen Paulus als einen „Schwätzer“ und als einen „Verkündiger ausländischer Gottheiten“, und sie bringen ihn zum Areopag oder Marshügel hinauf. In meisterhafter Rede führt Paulus Gründe dafür an, warum man den wahren Gott suchen sollte, den ‘Herrn des Himmels und der Erde’, der mit Gewißheit ein gerechtes Gericht herbeiführen wird durch den, den er von den Toten auferweckt hat. Als er auf die Auferstehung zu sprechen kommt, spaltet sich seine Zuhörerschaft; einige werden jedoch gläubig (17:18, 24).
23. Wie verläuft die Tätigkeit in Korinth?
23 Der nächste Aufenthalt ist Korinth. Paulus wohnt bei Aquila und Priscilla und übt mit ihnen das Zeltmacherhandwerk aus. Weil man sich seinem Predigen widersetzt, sieht er sich gezwungen, die Synagoge zu verlassen und seine Zusammenkünfte nebenan in der Wohnung des Titius Justus abzuhalten. Krispus, der Synagogenvorsteher, wird gläubig. Nachdem Paulus 18 Monate in Korinth zugebracht hat, reist er mit Aquila und Priscilla nach Ephesus; dort trennt er sich von ihnen, erreicht Antiochia in Syrien und beendet damit seine zweite Missionsreise.
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