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GolgothaEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Bei der Identifizierung mit dem Ort, wo heute die Grabeskirche steht, werden zwar archäologische Feststellungen berücksichtigt, aber sie beruht zum großen Teil auf der Tradition, die bis ins 4. Jahrhundert zurückgeht. Hierüber hieß es in der Biblical Archaeology Review (Mai/Juni 1986, S. 38): „Wir können nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass die Stelle, an der die Grabeskirche steht, die Stelle ist, an der sich das Grab Jesu befand, aber wir haben tatsächlich kaum eine Alternative.“ Die Identifizierung ist und bleibt also eine Vermutung.
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GolgothaEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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An der Stelle, wo gemäß der Tradition Golgotha und das Grab Jesu gewesen sein sollen, steht heute die Grabeskirche. Im 4. Jahrhundert u. Z. beauftragte Kaiser Konstantin Bischof Makarius, herauszufinden, wo Jesus an den Pfahl gebracht worden war und wo sich sein Grab befand. Bischof Makarius stellte fest, dass die gesuchte Stelle der Ort war, an dem damals der von Hadrian errichtete Tempel der Aphrodite (Venus) stand. Konstantin befahl deshalb, diesen Tempel abzureißen und eine Basilika (heute die Grabeskirche oder Kirche des Heiligen Grabes) zu errichten, die später vergrößert und umgebaut wurde. Ausgrabungen, die seit 1960 durchgeführt wurden, deuten an, dass dieses Gebiet als Begräbnisstätte diente, und zwar vermutlich schon im ersten Jahrhundert u. Z. Heute befindet sich die Stelle innerhalb der gegenwärtigen Mauer Jerusalems, aber man nimmt an, dass sie in den Tagen Jesu außerhalb der Stadtmauer lag.
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