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BrasilienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1997
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José Vertematti, der in den 70er Jahren als Kreisaufseher in Maranhão diente, schreibt: „Um zu den Versammlungen in Sítio Ceará und Guimarães zu gelangen, mußten meine Frau Mazolina und ich zwei Stunden mit dem Boot fahren und dann warten, bis sich irgendeine Mitfahrgelegenheit bot, da es keinerlei Busverbindung gab. Mehrere Male wurden wir von einem Lkw mitgenommen; Mazolina saß im Führerhaus, und ich hockte hinten auf der Ladung, die aus Schweinen, Hühnern und Ziegen oder Mehl-, Reis- und Bohnensäcken bestand. Wenn sich der Lkw im Schlamm festfuhr, hieß es absteigen und anschieben. Ging alles gut, dann dauerte dieser Teil der Reise ungefähr fünf Stunden. Dann folgte noch ein 4stündiger Fußmarsch zum Königreichssaal.“ Die Zeugen am Ort schätzten diese Besuche sehr.
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BrasilienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1997
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Manche Kreise umfassen riesige Gebiete, die nur dünn besiedelt sind. In den 80er Jahren bildeten die Bundesstaaten Acre, Rondônia und Teile von Mato Grosso und Amazonas einen Kreis — ein Gebiet, das ungefähr der Größe Spaniens entspricht. Als Adenir Almeida in diesem Kreis diente, besuchte er auch die Versammlung in Lábrea (Amazonas), einem Ort, wo viele an der Hansen-Krankheit (Lepra) litten. Um dorthin zu kommen, war er vier Stunden mit dem Bus unterwegs, übernachtete in einer Pension und saß am nächsten Morgen mit acht Mitfahrern auf der Ladefläche eines Lkws, der alkoholische Getränke geladen hatte. Nach stundenlanger Fahrt in der Hitze hatten alle einen Riesendurst. Die einzige zur Verfügung stehende Flüssigkeit befand sich in den bewußten Flaschen. Bruder Almeida gesteht, daß es ihm unter diesen Umständen schwerfiel, das Angebot auszuschlagen, mit den anderen die Flaschen zu leeren, die sie von der Ladung geklaut hatten. Nachdem sie zehn Stunden in der glühendheißen Sonne unterwegs gewesen waren, die Bekanntschaft mit viel Staub und zu guter Letzt auch noch mit Regen gemacht hatten, kamen sie schließlich in Lábrea an. Dort wurde er schon von der gesamten Versammlung erwartet: von zwei Sonderpionieren und zwei ungetauften Verkündigern! Am Sonntag erlebte er die Freude, diese beiden Verkündiger taufen zu dürfen.
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