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„Ich wollte für Jehova arbeiten“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2022 | November
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EHEMANN, VATER UND REISENDER AUFSEHER
Nach fünf Jahren im Reisedienst meldete sich ganz unerwartet Nachwuchs bei uns an. Ich freute mich sehr darüber, machte mir aber auch Gedanken, wie es jetzt mit uns weitergehen würde. Ethel und ich wollten wenn irgend möglich im Vollzeitdienst bleiben. Im Jahr 1976 wurde unser Sohn Ethniël geboren. Und zweieinhalb Jahre später kam noch Giovanni dazu.
Eine Taufe im Tapanahoni bei Godo Holo in Ostsuriname (1983)
Weil zu dieser Zeit in Suriname großer Bedarf herrschte, ermöglichte es mir das Zweigbüro, trotz Kindern weiter Kreisaufseher zu sein. Als die Jungs klein waren, wurde ich in Kreise mit weniger Versammlungen geschickt. So konnte ich normalerweise einen Teil des Monats reisen und den Rest der Zeit in der eigenen Versammlung Pionier sein. Lagen die Versammlungen in der Nähe, begleiteten mich Ethel und die Kinder. Doch zu den Versammlungen und Kongressen im Regenwald reiste ich immer allein.
Im Kreisdienst war ich oft mit dem Boot unterwegs, um abgelegene Versammlungen zu erreichen
Um allen meinen Verpflichtungen nachkommen zu können, musste ich gut planen. Ich stellte sicher, dass unser Familienstudium jede Woche stattfand. Wenn ich im Regenwald unterwegs war, übernahm Ethel das Studium. Doch wir machten als Familie so viel wie möglich gemeinsam. Auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Wir spielten mit den Jungs und machten kleine Ausflüge. Oft blieb ich bis spät in die Nacht wach, um mich auf meine Aufgaben vorzubereiten. Und Ethel, eine tüchtige Ehefrau, stand, wie in Sprüche 31:15 beschrieben, schon vor dem Morgengrauen auf. So konnten wir gemeinsam den Tagestext besprechen und zusammen frühstücken, bevor die Jungs in die Schule mussten. Ich bin wirklich dankbar, eine so selbstlose Frau zu haben, die mich immer unterstützt.
Wir strengten uns sehr an, in unseren Kindern die Liebe zu Jehova und zum Predigtdienst zu fördern. Unser Wunsch war, dass sie den Vollzeitdienst zu ihrem Lebensweg machen, aber nicht, weil wir es wollten, sondern sie selbst. Immer wieder erzählten wir ihnen, wie glücklich es macht, sich so für Jehova einzusetzen. Wir verschwiegen ihnen nicht, dass es manchmal auch schwer sein kann. Doch vor allem sprachen wir darüber, wie sehr uns Jehova als Familie geholfen und gesegnet hatte. Wir sorgten auch dafür, dass unsere Söhne oft mit Brüdern und Schwestern zusammen waren, für die Jehova an erster Stelle kam.
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„Ich wollte für Jehova arbeiten“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2022 | November
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MEIN FAZIT
Von links nach rechts: Ethel und ich
Unser älterer Sohn Ethniël mit seiner Frau Natalie
Unser Sohn Giovanni mit seiner Frau Christal
In all den Jahren durften wir immer wieder erleben, dass Jehova sich um uns kümmert. Wir haben tiefe Zufriedenheit und echtes Glück verspürt. Unsere Kinder sind ein Riesengeschenk für uns, und es hat uns große Freude gemacht, sie auf den Weg Jehovas zu bringen. Dass sie sich auch für den Vollzeitdienst entschieden haben, begeistert uns sehr. Sowohl Ethniël als auch Giovanni haben theokratische Schulen besucht und sind jetzt zusammen mit ihren Frauen im Zweigbüro von Suriname.
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