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  • „Gegenstand des Hasses aller Nationen“
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • Die Geistlichen kämpfen weiter

      Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren die Geistlichen im östlichen Teil der Tschechoslowakei fort, zur Verfolgung der Zeugen Jehovas anzustiften. Während der nationalsozialistischen Herrschaft hatten sie die Zeugen beschuldigt, Kommunisten zu sein; jetzt behaupteten sie, die Zeugen seien gegen die kommunistische Regierung. Wenn Jehovas Zeugen an den Türen der Menschen vorsprachen, forderten manchmal die Priester Lehrer auf, Hunderte von Kindern aus der Schule zu schicken, damit sie die Zeugen mit Steinen bewarfen.

      Ähnlich agitierten katholische Priester 1947 in Santa Ana (El Salvador) gegen die Zeugen. Als die Brüder ihr wöchentliches Wachtturm-Studium durchführten, warfen Jungen Steine durch die offene Tür. Dann zog eine von Priestern angeführte Prozession vorbei. Einige trugen Fackeln, andere Heiligenbilder. Sie riefen: „Lang lebe die Jungfrau!“ und: „Möge Jehova sterben!“ Ungefähr zwei Stunden lang wurde das Gebäude mit Steinen beworfen.

      Mitte der 40er Jahre wurden Jehovas Zeugen in Quebec (Kanada) ebenfalls schrecklich mißhandelt, und zwar vom katholischen Pöbel und von Beamten gleichermaßen. Tag für Tag sprachen Abordnungen vom Bischofspalast bei der Polizei vor und verlangten, man solle dafür sorgen, daß die Zeugen Jehovas verschwinden. Häufig war zu beobachten, daß Polizisten Verhaftungen vornahmen, nachdem sie aus der Hintertür der Kirche gekommen waren. 1949 wurden Missionare der Zeugen Jehovas von aufgebrachten Katholiken aus Joliette (Quebec) vertrieben.

  • „Gegenstand des Hasses aller Nationen“
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • In Sucre in Bolivien kam es ebenfalls zu Ausschreitungen. 1955, während Jehovas Zeugen einen Kongreß abhielten, umringte eine Gruppe Jungen aus der katholischen Schule Sagrado Corazón die Zusammenkunftsstätte, grölte und warf mit Steinen. Von der Kirche auf der anderen Straßenseite aus wurden alle Katholiken durch einen starken Lautsprecher aufgefordert, die Kirche und die „Jungfrau“ gegen die „protestantischen Ketzer“ zu verteidigen. Der Bischof und die Priester versuchten persönlich, die Zusammenkunft zu sprengen, wurden jedoch von der Polizei aus dem Saal gewiesen.

      Als Jehovas Zeugen im Jahr zuvor in Riobamba (Ecuador) einen Kongreß abhielten, stand auf ihrem Programm der öffentliche Vortrag „Ist Liebe in einer selbstsüchtigen Welt praktisch?“ Doch ein Jesuitenpriester hatte unter der katholischen Bevölkerung feindselige Gefühle entfacht und sie aufgefordert, die Zusammenkunft zu verhindern. Daher konnte man während des Vortrags eine aufgewiegelte Menge rufen hören: „Lang lebe die katholische Kirche!“ und: „Nieder mit den Protestanten!“ Mit gezückten Schwertern hielten Polizisten die Menschenmenge lobenswerterweise zurück. Doch der Pöbel schleuderte Steine gegen die Zusammenkunftsstätte und später auch gegen das Gebäude, in dem die Missionare wohnten.

      Die römisch-katholische Geistlichkeit kämpfte bei der Verfolgung an vorderster Front, doch nicht nur sie. Die griechisch-orthodoxe Geistlichkeit kämpfte genauso heftig und wandte in ihrem kleineren Einflußbereich die gleiche Taktik an. Außerdem haben viele protestantische Geistliche, wo sie meinten, damit durchzukommen, eine ähnliche Haltung gezeigt. In Indonesien zum Beispiel haben sie Pöbelaktionen angeführt, bei denen Bibelstudien in Privatwohnungen aufgelöst und die anwesenden Zeugen Jehovas brutal geschlagen wurden.

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