-
UkraineJahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
-
-
Im Jahre 1949 gab ein Baptistenführer in der Stadt Saporoschje dem Geheimdienst Auskünfte über fünf unserer Schwestern, die dann verhaftet wurden. Ihnen wurde antisowjetische Propaganda vorgeworfen, wofür jede Schwester zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt wurde. Ihr ganzes Eigentum wurde beschlagnahmt. 7 Jahre brachten sie bis zur Begnadigung im hohen Norden Russlands zu. Lidija Kurdas, eine jener Schwestern, erinnert sich: „Wir durften nur zweimal im Jahr nach Hause schreiben, und die Briefe wurden gründlich zensiert. Die ganze Zeit über hatten wir keine Literatur.“ Doch sie blieben Jehova treu und fuhren fort, das Königreich zu verkündigen.
-
-
UkraineJahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
-
-
Geistliche leisten den Behörden Beihilfe
Im Jahre 1949 beschwerte sich in Transkarpatien ein Baptistenführer beim zuständigen Amt, Jehovas Zeugen würden Mitglieder seiner Kirchengemeinde bekehren. Daraufhin wurde Michailo Tilnjak, ein Versammlungsältester, festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt. Seine Frau stand mit zwei kleinen Kindern zu Hause allein da.
Ein solches Vorgehen von Geistlichen öffnete aufrichtigen Menschen die Augen für das wertvolle Werk der Zeugen Jehovas. 1950 erfuhr Wasilina Biben, eine junge Baptistin aus Transkarpatien, dass der Prediger ihrer Gemeinde zwei Zeugen aus ihrem Ort wegen ihrer Tätigkeit angezeigt hatte. Die Zeugen wurden verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Als sie entlassen wurden und nach Hause zurückkehrten, verhielten sie sich aber nicht feindlich gegenüber dem Prediger. Wasilina erkannte, dass diese Zeugen es mit der Nächstenliebe wirklich ernst nahmen. Beeindruckt davon, studierte sie mit den Zeugen die Bibel und ließ sich taufen. Sie sagt: „Ich bin Jehova dankbar, dass ich den Weg zu ewigem Leben gefunden habe.“
-