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KolumbienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
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Nehmen wir einmal Elbert Moore und Stephania Payne Moore, Absolventen der dritten Klasse der Gileadschule (1944), die in Paraguay bzw. Chile als Missionare gedient hatten. Nach ihrer Heirat zogen sie später mit ihrer Tochter und ihrem kleinen Sohn wieder in die Vereinigten Staaten. Das Ehepaar gehörte zu den ersten, die dem Ruf folgten, in Kolumbien zu dienen, wo Hilfe dringender benötigt wurde. Elbert traf im Januar 1958 zunächst allein in Barranquilla ein. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt kam er durch ein Armenviertel. Zweifel stiegen in ihm auf, und er fragte sich: „Was um alles in der Welt mache ich an solch einem Ort?“ Rund 15 Minuten danach wurde er von begeisterten Missionaren im Zweigbüro herzlich empfangen, wodurch sich seine Einstellung völlig änderte. „Ich habe nie wieder bezweifelt, daß es weise war, nach Kolumbien zu ziehen“, sagte er.
Am nächsten Tag fand er eine Anstellung als Englischlehrer, so daß das Problem, eine Arbeit zu finden, gelöst war. Also ließ er seine Familie kommen. Nach einem Jahr in der Küstenstadt Barranquilla packten die Moores ihre Habseligkeiten in einen alten kleinen Studebaker-Wagen und fuhren auf staubigen Straßen 1 300 km durch malerische Gegenden mit Bergen und Tälern — in denen sich auch Guerillas und Banditen aufhielten — nach Cali, wo Hilfe noch dringender benötigt wurde. Bruder Moore bekam sogleich Arbeit in der Versammlung in Cali übertragen und fand auch eine Anstellung an der sprachlichen Fakultät der dortigen Universität (Universidad del Valle), wo er 20 Jahre bis zu seiner Pension blieb.
Die Kinder der Moores sind nun beide verheiratet und leben immer noch in Kolumbien. Der Sohn und der Schwiegersohn sind Älteste. Nachdem Bruder Moore das Rentenalter erreicht hatte, diente er mehrere Jahre im Kreis- und Bezirksdienst. Heute dient er im Bethel als eines der fünf Glieder des kolumbianischen Zweigkomitees und ist mehr denn je davon überzeugt, daß es weise war, vor über 30 Jahren nach Kolumbien zu ziehen. Seine Frau Stephania starb im November 1988.
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KolumbienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
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[Bild auf Seite 110]
Elbert S. Moore war einer der ersten, die mit ihrer Familie dem Ruf folgten, in Kolumbien zu dienen. Heute ist er ein Glied des Zweigkomitees.
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