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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    • „Das Fieber ist noch nicht abgekühlt“

      In der Hafenstadt Buenaventura am Pazifik lebte ein junger Katholik namens Óscar, ein ausgezeichneter Schüler in seinem letzten Jahr an einer weiterführenden Schule. Der Bischof gehörte zu seinen persönlichen Freunden. Óscars Mutter fing an, mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren. Óscar willigte ebenfalls in ein Bibelstudium ein, weil er den jungen Pionier, der das Studium mit seiner Mutter durchführte, verwirren wollte. Die Bibelbetrachtungen arteten in hitzige Diskussionen aus; es ging dabei um verschiedene Themen — die Dreieinigkeit, die Seele, die Hölle, die Unfehlbarkeit des Papstes.

      Óscar suchte den Bischof auf, damit dieser ihm half, Argumente für seinen katholischen Glauben an die Dreieinigkeit zu finden. Welch eine Enttäuschung, als er von ihm keine Hilfe erhielt! Als nächstes fragte er den Priester im Religionsunterricht. Der Priester erwiderte: „Ich weiß, daß die Dreieinigkeit keine biblische Stütze hat, Óscar, aber ich habe 13 Jahre lang bis spät in die Nacht studiert und muß mich mit dem zufriedengeben, was man mir beigebracht hat.“ Auch von dieser Seite keine Hilfe.

      Schließlich war Óscar davon überzeugt, daß Jehovas Zeugen die Wahrheit haben, und begann, ernsthaft zu studieren. Innerhalb von sechs Monaten ließ er sich taufen und gab seine Pläne auf, ein Biologiestudium an der Universität anzustreben. Die kritischen Zeiten, in denen wir leben, und die biblische Chronologie überzeugten ihn von der Dringlichkeit, statt dessen den Pionierdienst aufzunehmen. Seine ehemaligen Schulkameraden sagten, sein Fieber werde bald abkühlen, und in fünf oder sechs Jahren, wenn sie alle im Beruf erfolgreich Karriere gemacht hätten, werde Óscar zu ihnen kommen und sie um Arbeit bitten.

      In der Ölraffineriestadt Barrancabermeja führte Óscar den Pionierdienst durch, diente in dem schwierigen Kreis von Córdoba vier Jahre als Kreisaufseher und dann in anderen Kreisen — insgesamt 12 Jahre. Heute sind Óscar Rivas und seine Frau Otilia Glieder der Bethelfamilie in Bogotá. Wenn er daran zurückdenkt, wie ihn seine ehemaligen Schulkameraden verspotteten, sagt er: „Einundzwanzig Jahre sind vergangen, und das Fieber ist noch nicht abgekühlt. Tatsächlich wird der glühende Eifer, den ich in meinem Herzen für Jehovas Wahrheit empfinde, immer stärker.“

  • Kolumbien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    • [Bild auf Seite 116]

      Óscar Rivas schlug eine Laufbahn als Vollzeitdiener ein und dient heute im Bethel

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