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KolumbienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
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Die Freundlichkeit des Mannes beeindruckte sie
Auch unter den Reicheren gab es freundliche Menschen, die darauf warteten, die Wahrheit zu erkennen. Im Distrikt von El Prado lebte beispielsweise eine verzweifelte Witwe, Inez Wiese. Sie wurde in Jamaika geboren und hatte in Kolumbien ihre Kindheit verbracht. Ihre Eltern waren Briten. Später heiratete sie und zog nach Deutschland, wo sie während des Zweiten Weltkriegs ihren deutschen Mann und ihre beiden Adoptivsöhne verlor. Nach dem Krieg kehrte sie nach Kolumbien zurück. 1947 klopfte eines Tages Olaf Olson an ihre Tür und bot ihr das Wachtturm-Abonnement an. Später erzählte sie: „Ich hatte noch nichts von Jehovas Zeugen gehört und wußte sehr wenig von der Bibel. Doch ich entschloß mich, die Zeitschrift zu abonnieren, weil der Mann so freundlich und rücksichtsvoll war.“ Zwei Jahre später nahm Inez im Alter von 59 Jahren den Pionierdienst auf.
Sie machte großzügige Spenden für das Königreichswerk, u. a. schenkte sie dem Missionarheim einen Kühlschrank und eine Waschmaschine — dringend benötigte Gegenstände. Dem Zweigbüro schenkte sie einen großen neuen Kombiwagen, Baujahr 1953. All die Jahre ist sie außerdem eine gute Spanischlehrerin für die neuen Missionare gewesen. Bis zu ihrem Tod 1977 gab Inez ein ausgezeichnetes Beispiel. Ihr Sinn für Humor und ihre Wertschätzung für die Wahrheit waren sowohl für die Missionare als auch für die einheimischen Brüder eine Ermunterung.c
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KolumbienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
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c Ihr Lebensbericht ist in der Wachtturm-Ausgabe vom 15. Oktober 1969, S. 635—638 zu finden.
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