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  • Der Tod eines Kindes — Warum läßt Gott das zu?
  • Erwachet! 1991
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Erwachet! 1991
g91 8. 3. S. 26-27

Was sagt die Bibel?

Der Tod eines Kindes — Warum läßt Gott das zu?

VIELE Eltern, die ein Kind verloren haben, sind erleichtert, wenn sie erfahren, daß Gott ihnen nicht ihr Kind weggenommen hat, wie einige Religionen lehren.a Doch die nüchterne Tatsache bleibt: Gott hat die Macht, den Tod zu verhindern, läßt ihn aber weiter zu.

Eltern, deren Kind gestorben ist, mögen daher verzweifelt fragen: „Warum hat Gott das zugelassen?“ Der Tod, ob nun durch Unfall, Krankheit oder Gewalttat, erscheint einem fast immer grausam und ungerecht, und das erst recht bei einem Kind. Der Stein auf einem Kindergrab trägt folgenden verzweifelten Protest: „So klein, so niedlich, so früh“.

Der Schöpfer hat Mitgefühl

Wie kann Gott solches Leid zulassen? Keine Erklärung, wie vernünftig sie auch ist, wird den Kummer der Eltern, die gerade ein Kind verloren haben, einfach verschwinden lassen. In biblischen Zeiten litten selbst Männer, die einen starken Glauben hatten, unter ungerechten Unglücksfällen und fragten Gott, warum er so etwas zugelassen habe. (Vergleiche Habakuk 1:1-3.) Doch die Bibel enthält Antworten, die uns mit der Zeit trösten können.

Zuerst sollte man sich bewußt werden, daß Gott den Tod eines Kindes nicht will. Gott hat nicht einmal Freude an der Vernichtung eines Bösen, wieviel weniger am Tod eines Kindes. (Vergleiche 2. Petrus 3:9.) Der Tod eines Kindes schmerzt ihn zweifellos sehr. Wir fühlen die Tragik des Todes ja nur, weil wir lieben und Mitgefühl zeigen können. Und wir sind nur deswegen in der Lage zu lieben, weil wir in Gottes Bild gemacht sind. Wir spiegeln, wenn auch bestenfalls sehr unvollkommen, Gottes vollkommene Fähigkeit zu lieben wider (1. Mose 1:26; 1. Johannes 4:8). Die Bibel versichert uns, daß Gott die innersten Gefühle unseres Herzens kennt, daß er selbst die Haare auf unserem Kopf gezählt hat und es sogar weiß, wenn ein Sperling von einem Baum fällt. Daher wird er der „Vater inniger Erbarmungen“ genannt (2. Korinther 1:3; Matthäus 10:29-31).

Gott möchte offensichtlich keines seiner intelligenten Geschöpfe sterben sehen. Er hat vor, dem Tod ein Ende zu bereiten, ja ihn für immer zu verschlingen (Jesaja 25:8). Aber warum hat er dann den Tod, insbesondere den von Kindern, zugelassen, wenn er doch so empfindet?

Wann der Tod seinen Anfang nahm

Gott läßt den Tod von Kindern aus dem gleichen Grund zu wie den von Erwachsenen. Adam und nicht Gott hat den Tod erwählt. Schon bevor Adam und Eva in Eden gegen ihren Schöpfer rebellierten, wußten sie sehr gut, daß Gott für Sünde die Todesstrafe festgelegt hatte. Hätten sie es sich nicht erwählt, Gott gegenüber illoyal zu sein, könnten sie heute noch leben. Törichterweise warfen sie das Kostbarste weg, was sie ihren Nachkommen hätten vererben können — das Recht auf vollkommenes, ewiges Leben auf der Erde. Sobald sie gesündigt hatten, waren sie nicht mehr vollkommen. Alles, was sie an ihre Nachkommen weitergeben konnten, waren Sünde und Tod (1. Mose 3:1-7; Römer 5:12).

Man mag sich jedoch fragen: „Warum ließ Gott Adam und Eva sündigen, wenn doch der Preis so hoch war? Oder warum hat er nicht die Rebellion niedergeschlagen, bevor die Menschen Tod und Unglück an ihre — und unsere — Kinder weitergeben konnten?“

Eine universelle Streitfrage

Gott ließ zu, daß unsere Ureltern ungehorsam waren, weil er nie die Absicht hatte, eine Welt von Robotern zu erschaffen, Wesen, die ihm allein deshalb dienten, weil sie so programmiert worden wären. Wie es bei allen Eltern der Fall ist, wollte auch Gott, daß seine menschlichen Kinder ihm aus Vertrauen und aus Liebe gehorchten, nicht aus Zwang. Er hatte Adam und Eva alle Ursache gegeben, ihm zu vertrauen und ihn zu lieben, aber sie waren ungehorsam und lehnten seine Herrschaft ab (1. Mose 1:28, 29; 2:15-17).

Warum hat Gott die Rebellen nicht gleich an Ort und Stelle hingerichtet? Er hatte bereits vorher seinen Vorsatz bekanntgemacht, daß die ganze Erde eines Tages von den Nachkommen Adams und Evas bevölkert sein sollte. Und Gott verwirklicht seine Vorsätze immer und ohne Ausnahme (Jesaja 55:10, 11). Doch was noch wichtiger war: In Eden war eine entscheidende Frage aufgeworfen worden. Hat Gott das Recht, über den Menschen zu regieren, und ist sein Weg der beste, oder kann der Mensch sich besser selbst regieren?

Der einzig richtige Weg, diese Frage ein für allemal zu beantworten, bestand darin, den Menschen sich selbst regieren zu lassen. Die Geschichte hat eine bittere Antwort gegeben. Die jämmerlichen Ergebnisse der Menschenherrschaft sind überall um uns herum zu sehen — eine Welt, in welcher der Tod von unschuldigen Kindern etwas Normales ist, etwas, was in all dem anderen Leid fast untergeht. Sechstausend Jahre Menschenherrschaft haben zumindest eines bewiesen: Der Gedanke, der Mensch könne sich ohne Gott selbst regieren, ist mehr als nur eine traurige Täuschung — es ist eine gewaltige Lüge. Solange der Mensch ohne Gott herrscht, wird der Mensch mit Kummer und Leid leben und sterben.

Jehova, der liebevolle, gerechte Gott, weiß einen besseren Weg. Ähnlich, wie Eltern zulassen, daß an ihrem geliebten Kind um seiner glücklichen und gesunden Zukunft willen eine schmerzhafte Operation durchgeführt wird, hat Gott zugelassen, daß der Mensch um seiner ewigen Zukunft willen die mit der Selbstherrschaft verbundenen Leiden durchmachen muß. Und so, wie die Schmerzen, die bei einer Operation auftreten, nicht für immer anhalten, so wird auch die Menschenherrschaft mitsamt ihrer Ungerechtigkeit bald ein Ende haben.

Wenn Gottes Königreich ohne Gegnerschaft über die Erde herrscht, wird man Millionen von Kindern bei ihrer Auferstehung von den Toten willkommen heißen können. Gleich den Eltern, deren Kinder Jesus damals im ersten Jahrhundert u. Z. zum Leben zurückbrachte, werden dann viele „außer sich vor Entzücken“ sein (Markus 5:42; Lukas 8:56; Johannes 5:28, 29). Und wenn die gesamte Menschheit schließlich zu dem vollkommenen Zustand zurückgebracht sein wird, den Adam und Eva verloren haben, wird nie wieder irgend jemand sterben — auch kein Kind mehr (Offenbarung 21:3, 4).

[Fußnote]

a Siehe „Was sagt die Bibel? ‚Warum hat Gott mein Kind zu sich genommen?‘“ in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. Februar 1991.

[Herausgestellter Text auf Seite 27]

Millionen von Kindern werden auferweckt und willkommen geheißen werden

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