Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g91 8. 2. S. 11-13
  • Welchen Trost gibt es für die Leidtragenden?

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Welchen Trost gibt es für die Leidtragenden?
  • Erwachet! 1991
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • Was ist wirklich vonnöten?
  • Trost aus Gottes Wort
  • Eine schöne Zukunft
  • Eine neue Welt ohne Leid
    Erwachet! 1990
  • Die wunderschöne von Gott geschaffene neue Welt
    Kümmert sich Gott wirklich um uns?
  • Wie werde ich mit Tragödien fertig?
    Erwachet! 2003
  • Aus der Kraft Jehovas Trost schöpfen
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2000
Hier mehr
Erwachet! 1991
g91 8. 2. S. 11-13

Welchen Trost gibt es für die Leidtragenden?

WER einen geliebten Menschen durch einen Autounfall zufolge von Alkohol am Steuer verloren hat, der hatte „keine Zeit ... zum Abschiednehmen ... oder zu sagen: ,Ich liebe dich‘“, schrieb Janice Lord, Verfasserin des Buches Survivor Grief Following a Drunk-Driving Crash.

Wie wir gesehen haben, müssen die Hinterbliebenen vieles verarbeiten: Schock, Grauen, Zorn und Verzweiflung. Der Tod eines Angehörigen aufgrund eines solchen Geschehens verursacht eine schreckliche Leere. Die Hinterbliebenen haben womöglich das Empfinden, der Schmerz könne nie überwunden werden.

Da man sich des Schmerzes bewußt ist, den ein solcher Verlust verursacht, arbeitet man auf Gesetze oder Bedingungen hin, die die schockierend hohe Zahl der Unfalltoten vermindern könnten. Ein Experte beispielsweise wies auf die Charakterschwächen alkoholisierter Fahrer hin und regte an, Zentren einzurichten, wo sie durch Aufklärung sowie durch Berufs- und Drogenberatung bei der Überwindung ihrer Schwächen unterstützt werden könnten.

Was ist wirklich vonnöten?

So wünschenswert das auch wäre, kann doch kein Mensch und keine menschliche Organisation den Schmerz auslöschen, und kein Mensch kann die Toten wieder zum Leben zurückbringen. Um all den Schaden wiedergutzumachen, ist weit mehr nötig als das, was Menschen erreichen können. Was wirklich vonnöten ist, ist eine völlig andere Weltordnung ohne die heutigen selbstsüchtigen und zerstörerischen Vorstellungen von „Vergnügen um jeden Preis“, das so viele Menschenleben kostet.

Gibt es eine vernünftige Grundlage für die Hoffnung auf eine bessere Welt, wo solche tragischen Unfälle der Vergangenheit angehören? Ja, es gibt sie. Tatsächlich besteht die sichere Hoffnung auf eine neue Welt, in der diese traurigen Geschehnisse nicht mehr vorkommen werden, eine Welt, in der Unfallopfer sogar zum Leben zurückgebracht werden. Es wird unbeschreibliche Freude herrschen, wenn sie mit ihren Angehörigen wieder vereint werden. Dann werden mit der Zeit die traurigen Erinnerungen an vergangene tragische Vorfälle für immer ausgelöscht werden.

Diese Hoffnung auf eine neue Welt ist in Gottes inspiriertem Wort, der Bibel, zu finden, wo es heißt: „[Gott] wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ (Jesaja 25:8). Dazu gehört, daß die Toten aus den Gräbern auferweckt werden. Der Apostel Paulus schrieb: „Ich habe die Hoffnung zu Gott ..., daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“ (Apostelgeschichte 24:15). Jesus und die Apostel demonstrierten das, indem sie Tote auferweckten (Lukas 7:11-16; 8:40-42, 49-56; Johannes 11:1, 14, 38-45; Apostelgeschichte 9:36-42; 20:7-12).

Das Leben auf der Erde in einer neuen Welt, in der auch die Verstorbenen wieder leben, wird von menschlicher Vollkommenheit gekrönt sein. Durch Gottes Heilkraft werden dann alle Lebenden geistig und körperlich völlig gesund gemacht: „Kein Bewohner wird sagen: ,Ich bin krank.‘“ „Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln“ (Jesaja 33:24; 35:5, 6; siehe auch Matthäus 15:30, 31).

Die Bibel beschreibt den künftigen Zustand der Menschheit auf der Erde mit den Worten: „[Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:4). Derjenige, der diese wunderbaren Segnungen und glücklich stimmenden Zustände herbeiführen wird, erklärt: „Die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen. Doch frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe“ (Jesaja 65:17, 18).

Durch wessen Macht wird sich all das verwirklichen? Durch die gewaltige Macht Jehovas, des Schöpfers des Universums, der uns diese großartige Hoffnung verleiht. Er gibt uns in seinem Wort die Gewähr, daß ein neues System, in dem „Gerechtigkeit wohnen“ wird, das gegenwärtige selbstsüchtige und gewalttätige System ersetzen wird, dessen „letzte Tage“ bald abgelaufen sind (2. Petrus 3:13; 2. Timotheus 3:1-5, 13; Sprüche 2:21, 22).

Trost aus Gottes Wort

Wie alle anderen Menschen sind auch Jehovas Zeugen von den tragischen Vorfällen unserer Zeit nicht ausgenommen. Außerdem erwarten sie in der heutigen gefährlichen Welt keinen göttlichen Schutz vor dem Unfalltod oder dem Tod überhaupt. Sie wissen, daß dies nicht Gottes Wille für die Gegenwart ist. In Prediger 9:11 heißt es: „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle.“ Doch Jehovas Zeugen machen seit langem auf die Bibel aufmerksam, weil Gottes Verheißungen denen, die sie annehmen, bleibenden Trost schenken.

Eine Zeugin Jehovas war fassungslos, als ein betrunkener Fahrer einen Unfall verursachte, bei dem ihr Schwager umkam. Dessen Frau (ihre Schwester) trug eine schwere Kopfverletzung davon, so daß sie nun geistig behindert und ein Pflegefall ist. Auch die beiden waren Zeugen Jehovas. Sie erzählt:

„Fast ein Jahr lang brach ich immer wieder in Tränen aus und war zornig. Ich war wütend auf den jungen Mann, der den furchtbaren Unfall verursacht hatte, und wütend auf seine Eltern, weil sie nicht besser auf ihn aufgepaßt hatten. Mitunter richtete sich diese Wut sogar gegen Gott und die Engel, da sie das Geschehnis nicht verhindert hatten. Welch ein Verlust! Zwei wertvolle Menschen, die Gott dienten!

Zwar wußte ich, daß Gott nicht direkt dafür verantwortlich war und nicht will, daß so etwas passiert. Doch ich hatte gedacht, daß er jeden unserer Schritte lenkt und uns vor solchem Schaden schützt. Dann erkannte ich, daß ich eine ausgewogenere Ansicht erlangen mußte, und ich begann, nach Antworten zu suchen.

Es dauerte eine Weile, bis ich den Schmerz ausschalten und vernünftig über den Vorfall nachdenken konnte. Ich hatte wie Asaph empfunden, der gemäß Psalm 73 erklärte, daß die Bösen im Vorteil zu sein scheinen. Aber in demselben Psalm wird ausgeführt, daß es nicht so ist, daß Gott die Bösen nicht begünstigt und daß sie zur gegebenen Zeit vernichtet werden.

Mir wurde klar, daß mein Denken — nicht Gottes Denken — falsch war. Ich wandte Bibeltexte verkehrt an. Gott hat nicht versprochen, daß wir in der jetzigen Zeit von Unfall, Krankheit und Tod verschont werden, sondern er verheißt solche Segnungen für die Zukunft, für seine neue Welt. Als ich verstand, daß uns die Bibel in Wirklichkeit göttlichen Schutz in geistiger, nicht in körperlicher Hinsicht zusagt, ebbte meine Wut allmählich ab. Mir war nun auch deutlich bewußt, wer tatsächlich das Elend verursacht, nämlich Satan, der Teufel, der seit seiner Auflehnung gegen Gott ein Totschläger und Lügner ist. Die Bibel zeigt, daß Satan der Gott unserer von Leid erfüllten Welt ist (Johannes 8:44; 2. Korinther 4:4).

Als ich besser verstand, warum es Leiden gibt, warum Gott sie zuläßt und wie er sie beseitigen wird, wurde mir klar, daß Gott nicht gegen uns ist, sondern daß er unsere Rettung ist.

Außerdem war es ein großer Trost, zu wissen, daß Jehova seine Diener durch seinen heiligen Geist stützt. Die Bibel versichert uns, daß er uns durch den heiligen Geist ‚Kraft, die über das Normale hinausgeht‘, gibt. Er verleiht uns die Kraft, das Unerträgliche zu ertragen. Und er tröstet uns mit der Hoffnung, unsere Angehörigen durch die Auferstehung wiederzusehen. So können wir über das Unglück triumphieren“ (2. Korinther 4:7).

Eine schöne Zukunft

Im Laufe der Jahre hatten viele, Zeugen Jehovas eingeschlossen, tragische Erlebnisse. Dadurch bestätigen sich die Worte der Bibel, daß Zeit und unvorhergesehenes Geschehen alle trifft (Prediger 9:11). Doch die Erfahrungen der Diener Gottes bestätigen auch die biblische Zusicherung, daß Jehova sein Volk in Notzeiten tröstet und stützt. Außerdem gibt er die Gewähr für eine schöne Zukunft in seiner neuen Welt, wo solche Unglücke der Vergangenheit angehören werden.

Es ist wirklich ein Trost, zu wissen, daß es in Gottes gerechter neuer Welt wahre Liebe unter den Menschen und Achtung vor der kostbaren Gabe des Lebens geben wird. Diese guten Eigenschaften werden an die Stelle von Selbstsucht und profitgieriger Ausnutzung menschlicher Schwächen treten, wovon unsere Welt durchtränkt ist. Vorbei wird es auch mit den Sorgen, Belastungen und Ängsten sein, die viele zu erhöhtem Alkoholkonsum oder zum Mißbrauch anderer Drogen treiben.

Schon heute bilden Jehovas Zeugen eine weltweite Bruderschaft, die durch die einigende Kraft der Liebe zusammengehalten wird (Johannes 13:34, 35). Diese Bruderschaft kann Personen, die über den Verlust eines geliebten Menschen trauern, eine große Stütze sein. Jehovas Zeugen geben an jeden, der den Wunsch hat, gern den Trost weiter, den sie selbst erlangt haben (2. Korinther 1:3, 4).

[Bild auf Seite 13]

Die Bibel verheißt, daß es eine Auferstehung der Toten geben wird

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen