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  • Werdet „voll zarten Erbarmens“
    Der Wachtturm 2007 | 15. Dezember
    • Mitgefühl zu zeigen fällt einem allerdings nicht von Natur aus leicht. Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Kolossä: „Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab, und kleidet euch mit der neuen Persönlichkeit, die durch genaue Erkenntnis erneuert wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat . . . Kleidet euch somit als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, mit der innigen Zuneigung des Erbarmens“ (Kolosser 3:9, 10, 12).

      Eine Einstellung, die von Mitgefühl und Erbarmen zeugt, muss man sich also erarbeiten. Sie gehört zu der „neuen Persönlichkeit“, die von Christen erwartet wird. Paulus, der in der verrohten Welt des alten Rom lebte, ermutigte seine Glaubensbrüder, intensiv an sich zu arbeiten mit dem Ziel, verständnisvoller und mitfühlender zu werden.

  • Werdet „voll zarten Erbarmens“
    Der Wachtturm 2007 | 15. Dezember
    • Christen, die ein Herz für andere haben, ahmen Jesus nach. Er nahm sich immer Zeit, wenn jemand materiell oder geistig Hilfe brauchte. Sah er jemand in Not, suchte er mitfühlend Abhilfe zu schaffen.

      Ein schönes Beispiel dafür war Jesu Reaktion gegenüber einer geistig völlig vernachlässigten Volksmenge: „Als er die Volksmengen sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9:36). Das hier mit „empfand er Mitleid“ wiedergegebene Wort bezeichnet gemäß einem Bibelgelehrten „ein Gefühl, das den Menschen bis ins tiefste Innere erschüttert“. Dieses Wort wurde sogar als das stärkste griechische Wort für Mitgefühl bezeichnet.

      Christen reagieren ebenfalls schnell und von Herzen, wenn sie materielle und geistige Bedürfnisse erkennen. Der Apostel Petrus schrieb: „Seid alle gleich gesinnt, bekundet Mitgefühl, habt brüderliche Zuneigung, zartes Erbarmen“ (1. Petrus 3:8). Dazu ein Beispiel: Eine bedürftige Familie musste aus gesundheitlichen Gründen umziehen. An ihrem neuen Wohnort durften sie sechs Monate mietfrei in einem Haus von Mitchristen wohnen. Der Mann erzählt: „Sie kamen jeden Tag vorbei und schauten nach uns, und sie waren so freundlich und positiv, dass wir uns wie zu Hause fühlten.“

      Echte Christen haben auch ein Auge für die Bedürfnisse Fremder. Sie wenden gern Zeit, Kraft und finanzielle Mittel für Menschen auf, die sie nicht kennen. Die im vorigen Artikel erwähnten Freiwilligen, die völlig unbekannten Menschen zu Hilfe kamen, waren Zeugen Jehovas.

      Die Versammlungen der Zeugen Jehovas sind von Mitgefühl, Liebe und Güte durchdrungen. Die Liebe wirkt wie eine Energiequelle, die sie antreibt, nach Möglichkeiten zum Helfen Ausschau zu halten. Vielleicht sind in der Versammlung Waisen und Witwen, die verschiedene persönliche Probleme haben und denen Einfühlsamkeit und Fürsorge guttäten. Könnten wir ihnen helfen, mit Armut, Krankheit, Wohnungssorgen oder anderen Schwierigkeiten zurechtzukommen?

      Ein Ehepaar in Griechenland erhielt eine solche Hilfe. Der Mann hatte einen Schlaganfall und wurde Hunderte Kilometer weit entfernt in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Frau war bei ihm. Die beiden verdienten nicht viel. Sie hatten nur eine kleine Orangenpflanzung, auf der die Früchte gerade reif waren. Doch wer sollte sie jetzt pflücken? Die Versammlung vor Ort legte Hand an. Sie ernteten die Früchte, verkauften sie und so hatte das bedürftige Ehepaar Geld zum Leben und war beruhigt.

      Mitgefühl hat viele Gesichter. Ein einfühlsamer Christ ist sich zum Beispiel bewusst, dass manchmal in erster Linie ein lieber Besuch, Mitgefühl, ein offenes Ohr und Trost aus der Bibel nötig sind, um Bedrückten Erleichterung zu bringen (Römer 12:15).

      Eine Atmosphäre voller Mitgefühl erleben

      Die weltumspannende Christenversammlung hat sich als Oase des Friedens erwiesen, als ein Ort des Zuspruchs, wo man mitfühlend und freundlich miteinander umgeht. Echte Christen wissen sehr gut, dass Mitgefühl anziehend wirkt, während Rücksichtslosigkeit abstößt. Deshalb nehmen sie sich an ihrem himmlischen Vater ein Beispiel und bemühen sich, im täglichen Miteinander „voll zarten Erbarmens“ zu sein.

      Jehovas Zeugen laden Sie herzlich ein, die Atmosphäre des Mitgefühls, der Liebe und Fürsorge in ihrer Gemeinschaft zu erleben. Sie werden sich bestimmt wohlfühlen und das Gefühl haben, willkommen zu sein (Römer 15:7).

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