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Sichtbarer Beweis für den HolocaustErwachet! 1993 | 8. November
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Joseph Schön, geboren 1910, war in Österreich im Untergrund mit dem Drucken und Verbreiten biblischer Literatur sehr beschäftigt und war der Gestapo immer einen Schritt voraus — bis zum Jahr 1940, als man ihn verhaftete. Von 1943 bis 1945 war er ständig vom Tod bedroht. 1943 hatte der Lagerleiter vor versammelter Mannschaft Joseph Schön herausgepickt und ihn angeschrien: „Hältst du immer noch zu dem Gott Jehova?“
„Ja, das tue ich!“ war seine Antwort.
„Dann wird dein Kopf rollen!“
Im Jahr 1945 mußte Joseph Schön mit auf den Todesmarsch nach Dachau. „Physisch gesehen war ich ein Wrack“, erinnert er sich. „Doch ich war in meinem Glauben noch nie so stark gewesen wie auf diesem Marsch.“
Beim Rundgang durch das Museum gehen seine Gedanken zurück zu den Tagen seiner Inhaftierung, und er sagt: „Ich hatte überhaupt keine Angst. Jehova gibt dir, was du brauchst, wenn du es brauchst. Du mußt lernen, dich auf Jehova zu verlassen, und sehen, wie real er ist, wenn es zum Schlimmsten kommt. Alle Ehre gebührt ihm. Keiner von uns war ein Held. Wir haben uns einfach auf Jehova verlassen.“
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Sichtbarer Beweis für den HolocaustErwachet! 1993 | 8. November
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[Bild auf Seite 17]
Franz Wohlfahrt (links) und Joseph Schön, Überlebende des Holocausts, mit der Historikerin Dr. Christine King in der Ausstellung „Die Opfer“
[Bild auf Seite 17]
Viehwagen wie dieser brachten Franz Wohlfahrt und Joseph Schön ins Konzentrationslager
[Bild auf Seite 18]
Oben: Die Überlebenden Franz Wohlfahrt (links) und Joseph Schön vor der historischen Videopräsentation „Staatsfeinde“, in der auch über Jehovas Zeugen gesprochen wird
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