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  • Kongo (Brazzaville)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
    • Beherzte Brüder aus Brazzaville, wie Louis-Noël Motoula, Jean-Marie Lubaki und Symphorien Bakeba, boten sich an, nach vermissten Brüdern zu suchen und den Brüdern zu helfen, die sich noch in Brazzaville befanden. Das bedeutete, dass sie in einem kleinen Boot der starken Strömung des mächtigen Kongoflusses trotzen mussten, um die kleinen Inseln und das Ufer abzusuchen. Es bedeutete, dass sie sich in die Gefahrenzone in Brazzaville hineinbegaben, wo die Gräueltaten anhielten. Es bedeutete, dass sie ihr Leben für ihre Brüder riskierten.

      Symphorien, der den Fluss oft überquert hatte und ihn sehr gut kannte, pendelte während des Bürgerkriegs oft hin und her. Manchmal fuhr er hinüber, um die Brüder in Brazzaville zu unterstützen. Einmal machte er sich zum Beispiel mit zehn Säcken Reis auf den Weg, die er Brüdern in einer verhältnismäßig sicheren Ecke Brazzavilles bringen wollte. Natürlich war es schon einmal kein Kinderspiel, den Fluss zu überqueren, aber noch viel schwieriger war es, den Reis sicher zu den Brüdern zu bringen, ohne dass Plünderer sich daran vergriffen. Bei dieser Fahrt hatte Symphorien einen vornehm gekleideten Passagier dabei, der ihn fragte, wohin der Reis denn gehen solle. Symphorien erklärte ihm, was er vorhatte, und nahm die Gelegenheit beim Schopf, ihm von seiner biblischen Hoffnung zu erzählen. Als er das Boot drüben festmachte, gab sich der Herr als hochrangiger Beamter zu erkennen. Er rief ein paar Soldaten herbei und befahl ihnen, den Reis zu bewachen, bis Symphorien ein Auto beschafft hatte, mit dem er den Reis zu den Brüdern transportieren konnte.

      In der Regel setzte Symphorien aber auf die andere Flussseite über, um Brüdern zu helfen, aus Brazzaville zu fliehen. Vor allem eine Überfahrt wird er nie vergessen. Er erzählt rückblickend: „Die Strömungen im Kongo sind sehr stark, aber die meisten Bootsfahrer hier wissen, wie man sicher durchkommt, ohne von ihnen flussabwärts mitgerissen zu werden und in die tückischen Stromschnellen zu geraten. Wir verließen Brazzaville mit sieben Brüdern und fünf weiteren Personen an Bord. Mitten im Fluss ging uns der Treibstoff aus. Wir schafften es, das Boot zu einer kleinen Insel zu dirigieren, wo wir uns gerade so festklammern konnten. Zu unserer großen Erleichterung kam ein kleines Boot vorbei und der Bootsführer versprach uns, in Kinshasa Treibstoff zu kaufen und damit zurückzukommen. Es vergingen lange, sehr bange 90 Minuten, bis er dann mit dem Treibstoff ankam.“

  • Kongo (Brazzaville)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
    • [Bilder auf Seite 158]

      Louis-Noël Motoula, Jean-Marie Lubaki und Symphorien Bakeba

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