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„Siehe, ich bin bei euch alle Tage“Der Wachtturm 2013 | 15. Juli
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2. (a) Was veranschaulichen die Ereignisse auf dem Feld des Landwirts? (b) Welchen Teil des Gleichnisses werden wir betrachten?
2 Was auf dem Feld des Landwirts geschieht, veranschaulicht, wie und wann Jesus die gesamte Weizenklasse — gesalbte Christen, die mit ihm in seinem Königreich herrschen werden — aus der Menschheit heraussammeln würde. Das Säen begann zu Pfingsten 33 u. Z. Das Einsammeln endet, wenn die Gesalbten, die am Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge am Leben sind, endgültig versiegelt und dann in den Himmel aufgenommen werden (Mat. 24:31; Offb. 7:1-4).
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„Siehe, ich bin bei euch alle Tage“Der Wachtturm 2013 | 15. Juli
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4. (a) Was sagt uns die Antwort des Herrn Jesus? (b) Wann wurde der „Weizen“ erkennbar?
4 Über den Weizen und das Unkraut sagte Jesus: „Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte.“ Das verrät, dass es vom 1. Jahrhundert bis heute immer einige gesalbte Christen („Weizen“) auf der Erde gegeben hat. Jesus bestätigte diese Schlussfolgerung, als er später seinen Jüngern versicherte: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge“ (Mat. 28:20). Gesalbte Christen wurden somit von Jesus beschützt, alle Tage bis hin zur Zeit des Endes. Da jedoch der „Weizen“ von „Unkraut“ (Scheinchristen) überwuchert war, wissen wir nicht genau, wer in dieser langen Zeitspanne dazu gehörte. Doch einige Jahrzehnte vor Beginn der Erntezeit wurde der „Weizen“ erkennbar. Wie kam es dazu?
EIN BOTE BAHNT DEN WEG
5. Wie erfüllte sich Maleachis Prophezeiung im 1. Jahrhundert?
5 Jahrhunderte bevor Jesus das Gleichnis vom Weizen und Unkraut erzählte, ließ Jehova durch Maleachi Ereignisse ankündigen, auf die Jesus in dem Gleichnis hindeutete. (Lies Maleachi 3:1-4.) Der Bote, der den Weg bereitete, war Johannes der Täufer (Mat. 11:10, 11). Als er 29 u. Z. kam, stand der Nation Israel eine Zeit des Gerichts bevor. Der zweite Bote war Jesus. In Jerusalem reinigte er zweimal den Tempel — das erste Mal zu Beginn und das zweite Mal gegen Ende seines Dienstes (Mat. 21:12, 13; Joh. 2:14-17). Jesus nahm also innerhalb einer Zeitspanne Reinigungen vor.
6. (a) Worin besteht die größere Erfüllung der Prophezeiung Maleachis? (b) In welcher Zeitspanne inspizierte Jesus den geistigen Tempel? (Siehe auch Endnote.)
6 Worin besteht die größere Erfüllung der Prophezeiung Maleachis? In den Jahrzehnten vor 1914 verrichteten C. T. Russell und seine Gefährten eine Tätigkeit, die mit der von Johannes dem Täufer vergleichbar ist. Dabei ging es darum, biblischen Wahrheiten wieder Geltung zu verschaffen. Die Bibelforscher lehrten die wahre Bedeutung des Loskaufsopfers Christi, deckten die Lüge vom Höllenfeuer auf und kündigten das Ende der Heidenzeiten an. Es gab noch zahlreiche andere religiöse Gruppierungen, die sich als Nachfolger Christi verstanden. Es musste also die wichtige Frage geklärt werden: Wer von diesen Gruppierungen war der „Weizen“? Zur Klärung begann Jesus 1914 den geistigen Tempel zu inspizieren. Die Inspektion und die Reinigungen umfassten eine Zeitspanne — von 1914 bis in die erste Jahreshälfte von 1919.c
JAHRE DER INSPEKTION UND REINIGUNG
7. Was fand Jesus bei seiner Inspektion 1914 zunächst vor?
7 Was fand Jesus bei seiner Inspektion zunächst vor? Wenige eifrige Bibelforscher, die gemeinsam weit über 30 Jahre ihre Kraft und ihr Vermögen eingesetzt hatten, um einen kraftvollen Predigtfeldzug durchzuführen.d Wie müssen sich Jesus und die Engel über die wenigen, aber kräftigen Weizenhalme gefreut haben, die Satans Unkraut nicht erstickt hatte! Dennoch war es nötig, die Gesalbten, „die Söhne Levis[, zu] reinigen“ (Mal. 3:2, 3; 1. Pet. 4:17). Warum?
8. Wie ging es nach 1914 weiter?
8 In den letzten Monaten des Jahres 1914 gab es Bibelforscher, die entmutigt waren, weil sie nicht in den Himmel kamen. 1915 und 1916 behinderte Widerstand von außen das Predigtwerk. Schlimmer noch, nach dem Tod von Bruder Russell im Oktober 1916 kam innerhalb der eigenen Reihen Widerstand auf. Vier der sieben Vorstandsmitglieder der Watch Tower Bible and Tract Society lehnten sich gegen die Entscheidung auf, Bruder Rutherford die Leitung zu übertragen. Sie versuchten, die Brüder zu entzweien, verließen aber im August 1917 das Bethel. Welch eine Reinigung! Außerdem erlagen einige der Menschenfurcht. Insgesamt gesehen begrüßten jedoch die Bibelforscher die Reinigungsmaßnahmen Jesu und nahmen die nötigen Änderungen vor. Daher erachtete Jesus sie als echten Weizen. Er verwarf aber den Scheinweizen, wozu alle in den Kirchen der Christenheit gehören (Mal. 3:5; 2. Tim. 2:19).
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„Siehe, ich bin bei euch alle Tage“Der Wachtturm 2013 | 15. Juli
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16, 17. (a) Wovon spricht Jesus in seinem Gleichnis zuletzt? (b) Warum muss das erst noch geschehen?
16 Fünftens: Hell leuchten. Die Prophezeiung Jesus schließt mit den Worten ab: „Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters“ (Mat. 13:43). Wann wird das sein, und wo? Diese Worte haben sich noch nicht erfüllt. Was Jesus vorhersagte, geht nicht jetzt auf der Erde vor sich, sondern geschieht künftig im Himmel.f Dafür gibt es zwei Gründe.
17 Zuerst die Frage nach der Zeit. Jesus sagte: „Zu jener Zeit werden die Gerechten . . . hell leuchten.“ Damit bezog sich Jesus offenbar auf das, wovon er gerade gesprochen hatte: Das Unkraut wird in den Feuerofen geworfen. Das geschieht im Schlussteil der großen Drangsal. Daher müssen die Gesalbten auch in dieser künftigen Zeit „hell leuchten“. Zweitens die Frage nach dem Ort. Wie Jesus sagte, werden die Gerechten „im Königreich“ leuchten. Was meinte er damit? Alle treuen Gesalbten, die nach dem ersten Teil der großen Drangsal noch auf der Erde sind, sind dann schon endgültig versiegelt. Dann werden sie, wie in Jesu Prophezeiung über die große Drangsal angedeutet, in den Himmel versammelt (Mat. 24:31). Dort leuchten sie „im Königreich ihres Vaters“ und nehmen kurz nach der Schlacht von Harmagedon als Jesu freudige Braut an der „Hochzeit des Lammes“ teil (Offb. 19:6-9).
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„Siehe, ich bin bei euch alle Tage“Der Wachtturm 2013 | 15. Juli
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Besonders wodurch unterschieden sich wahre Christen von Scheinchristen? Durch das Predigen. Die Verantwortlichen unter den Bibelforschern betonten immer mehr, wie wichtig es ist, die gute Botschaft vom Königreich selbst zu verkündigen. In einer 1919 veröffentlichten Broschüre betitelt To Whom the Work Is Entrusted (Wem das Werk anvertraut ist) wurden zum Beispiel alle gesalbten Christen aufgefordert, von Haus zu Haus zu predigen. Es hieß darin: „Das Werk erscheint gewaltig, aber es ist das des Herrn und in seiner Kraft werden wir es schaffen. Ihr dürft euch daran beteiligen.“ Wie war die Reaktion? Der Wacht-Turm berichtete (englisch: 1922; deutsch: 1923), dass die Bibelforscher von jener Zeit an ihre Predigttätigkeit steigerten. Schon bald wurde das Predigen von Haus zu Haus zu einem Erkennungszeichen dieser treuen Christen — und ist es heute noch.
12. Seit wann wird der Weizen eingesammelt?
12 Zweitens: Den Weizen sammeln. Jesus befahl den Engeln: „Geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus“ (Mat. 13:30). Seit 1919 werden Gesalbte in die wieder bestehende Christenversammlung eingesammelt. Für die gesalbten Christen, die am Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge am Leben sein werden, wird die endgültige Einsammlung stattfinden, wenn sie ihren himmlischen Lohn erhalten (Dan. 7:18, 22, 27).
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f Absatz 16: In Daniel 12:3 heißt es: „Die, die Einsicht haben [gesalbte Christen], werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung.“ Solange sie auf der Erde sind, leuchten sie durch die Beteiligung am Predigtwerk. In Matthäus 13:43 ist jedoch von der Zeit die Rede, wenn sie im himmlischen Königreich hell leuchten. Bisher dachten wir, in beiden Schriftstellen sei von ein und demselben die Rede — vom Predigtwerk.
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