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„Die Gerechten werden so hell leuchten wie die Sonne“Der Wachtturm 2010 | 15. März
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Die lang erwartete Erntezeit
10, 11. (a) Wann ist die Erntezeit? (b) Wie wird der sinnbildliche Weizen in Jehovas Vorratshaus gebracht?
10 Jesus lässt uns wissen: „Die Ernte ist ein Abschluss eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel“ (Mat. 13:39). In den letzten Tagen des gegenwärtigen bösen Systems findet eine Trennung statt. Die Söhne des Königreiches müssen eingesammelt und von allem „Unkraut“ getrennt werden. Dazu erklärt der Apostel Petrus: „Es ist die bestimmte Zeit, dass das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen?“ (1. Pet. 4:17).
11 Kurz nachdem die letzten Tage (der „Abschluss eines Systems der Dinge“) angebrochen waren, begann das Gericht für alle, die sich Christen nannten — ob „Söhne des Königreiches“ oder „Söhne dessen, der böse ist“. „Zuerst“, am Anfang der Ernte, fiel Babylon die Große; „dann“ wurden die Söhne des Königreiches eingesammelt (Mat. 13:30). Doch wie wird dieser sinnbildliche Weizen heute in Jehovas Vorratshaus gebracht? Diejenigen, die „geerntet“ werden, werden entweder in die reorganisierte Christenversammlung gebracht, wo Gott sie schützt und behütet, oder sie empfangen ihren himmlischen Lohn.
12. Wie lange dauert die Ernte?
12 Wie lange dauert das Gericht? Da Jesus von einer Erntezeit sprach, muss er an einen längeren Zeitraum gedacht haben (Offb. 14:15, 16). Das Richten der einzelnen Gesalbten erstreckt sich über die ganze Zeit des Endes und wird erst mit ihrer endgültigen Versiegelung abgeschlossen sein (Offb. 7:1-4).
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„Die Gerechten werden so hell leuchten wie die Sonne“Der Wachtturm 2010 | 15. März
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Sie „werden so hell leuchten wie die Sonne“
16, 17. Was sagte Maleachi über den Tempel Gottes, und wie erfüllten sich seine Worte?
16 Wann werden diejenigen, die durch den Weizen dargestellt werden, „so hell leuchten wie die Sonne“? (Mat. 13:43). Maleachi prophezeite, dass der Tempel Gottes gereinigt würde: „ ‚Plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der wahre Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, an dem ihr Gefallen habt. Siehe! Er wird gewiss kommen‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. ‚Doch wer wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird wie das Feuer eines Läuterers sein und wie die Lauge von Wäschern. Und er soll als Läuterer und Reiniger von Silber sitzen und soll die Söhne Levis reinigen; und er soll sie läutern wie Gold und wie Silber, und sie werden bestimmt für Jehova solche werden, die eine Opfergabe in Gerechtigkeit darbringen‘ “ (Mal. 3:1-3).
17 In unserer Zeit erfüllt sich diese Prophezeiung offenbar seit 1918; damals inspizierten Jehova und Jesus Christus, der „Bote des Bundes“, den geistigen Tempel. Von Maleachi erfahren wir, was nach dieser Reinigung geschehen sollte: „Ihr werdet bestimmt wieder den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat“ (Mal. 3:18). Damals gingen die wahren Christen mit neuem Schwung ans Werk, was darauf hinweist, dass die Erntezeit gekommen war.
18. Was sollte nach Daniels Worten in der heutigen Zeit geschehen?
18 Daniel sprach über unsere Zeit, als er prophezeite: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Dan. 12:3). Wer sind diese, die so hell leuchten? Niemand anders als gesalbte Christen — der echte Weizen, von dem Jesus in seinem Gleichnis vom Weizen und Unkraut sprach. Immer mehr Menschen, die für die biblische Wahrheit offen sind, erkennen deutlich, wer mit dem „Unkraut“ gemeint ist, das „herausgelesen“ wird. Diese voraussichtlichen Untertanen des Königreiches halten sich eng an den Überrest des geistigen Israel und lassen ihr Licht im Dunkel der heutigen Welt hell leuchten (Sach. 8:23; Mat. 5:14-16; Phil. 2:15).
19, 20. Was erwarten „die Söhne des Königreiches“ sehnsüchtig, und worum geht es im nächsten Artikel?
19 „Die Söhne des Königreiches“ erwarten heute sehnsüchtig ihren herrlichen Lohn im Himmel (Röm. 8:18, 19; 1. Kor. 15:53; Phil. 1:21-24). Bis dahin müssen sie allerdings treu bleiben, allezeit hell leuchten und sich deutlich von den „Söhnen dessen, der böse ist“, abgrenzen (Mat. 13:38; Offb. 2:10).
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„Die Gerechten werden so hell leuchten wie die Sonne“Der Wachtturm 2010 | 15. März
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Das Gleichnis vom Weizen und Unkraut
3. Vor welchem Problem steht der Mann in dem Gleichnis, und wie geht er damit um?
3 Hier das Gleichnis im Wortlaut: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. Als die Saat sprosste und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. Da traten die Sklaven des Hausherrn herzu und sagten zu ihm: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen?‘ Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus‘ “ (Mat. 13:24-30).
4. (a) Wer ist der Mann in dem Gleichnis? (b) Wann und wodurch begann Jesus den Samen zu säen?
4 Wer ist der Mann, der den vortrefflichen Samen auf sein Feld säte? Die Antwort gab Jesus etwas später seinen Jüngern: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn“ (Mat. 13:37). Während Jesus, „der Menschensohn“, dreieinhalb Jahre auf der Erde lehrte, bereitete er das Feld für die Aussaat vor (Mat. 8:20; 25:31; 26:64). Pfingsten 33 u. Z. fing er dann an, den vortrefflichen Samen zu säen — „die Söhne des Königreiches“. Dieses Aussäen begann offenbar, als Jesus im Auftrag Jehovas den heiligen Geist auf seine Jünger ausgoss und sie dadurch zu Söhnen Gottes salbte (Apg. 2:33).b Der vortreffliche Same wuchs zu reifem Weizen heran. Er wurde also ausgesät, weil im Lauf der Zeit die vollständige Zahl derer eingesammelt werden sollte, die als Jesu Miterben in seinem Königreich regieren würden.
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