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54. Bibelbuch — 1. Timotheus„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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9. (a) Welche Gebete sollen dargebracht werden, und warum? (b) Was wird über die Frauen in der Versammlung gesagt?
9 Anweisungen für die Anbetung und die Organisation in der Versammlung (2:1—6:2). Gebete sollen in bezug auf Menschen von allen Arten dargebracht werden, auch in bezug auf die, die in hoher Stellung sind, damit die Christen friedlich und in Gottergebenheit leben können. Es ist der Wille Gottes, des Retters, daß „alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat“ (2:4-6). Paulus wurde zum Apostel und Lehrer dieser Dinge eingesetzt. Er will, daß die Männer beten und dabei loyal sind und daß die Frauen sich bescheiden und vernünftig kleiden, wie es sich für die, die Gott verehren, ziemt. Eine Frau soll in Stille lernen und darf nicht Gewalt über einen Mann ausüben, „denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva“ (2:13).
10. Welches sind die Voraussetzungen für Aufseher und Dienstamtgehilfen, und warum schreibt Paulus diese Dinge?
10 Der Mann, der danach strebt, ein Aufseher zu werden, begehrt vortreffliche Arbeit. Paulus zählt nun die Voraussetzungen für Aufseher und Dienstamtgehilfen auf. Ein Aufseher muß „untadelig sein, Mann e i n e r Ehefrau, mäßig in den Gewohnheiten, gesunden Sinnes, ordentlich, gastfreundlich, lehrfähig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, sondern vernünftig, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, ein Mann, der seinem eigenen Haushalt in vortrefflicher Weise vorsteht, der die Kinder mit allem Ernst in Unterwürfigkeit hält ...; nicht ein Neubekehrter, ... er [muß] auch ein vortreffliches Zeugnis von Außenstehenden haben“ (3:2-7). Ähnliche Erfordernisse gelten für Dienstamtgehilfen; diese sollen zuerst auf ihre Eignung geprüft werden und erst dann dienen. Paulus schreibt diese Dinge, damit Timotheus weiß, wie er sich in der Versammlung Gottes, die „eine Säule und Stütze der Wahrheit“ ist, zu benehmen hat (3:15).
11. (a) Welche Schwierigkeiten werden später auftreten? (b) Worauf soll Timotheus achtgeben, und warum?
11 In späteren Zeiten werden die Lehren von Dämonen bewirken, daß einige vom Glauben abfallen. Heuchlerische Menschen, die Lügen reden, werden verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit man sie mit Danksagung genieße. Als vortrefflicher Diener muß Timotheus unwahre Geschichten und „Altweibergeschwätz“ zurückweisen. Andererseits soll er sich üben mit Gottergebenheit als seinem Ziel. „Dafür arbeiten wir hart und strengen uns an“, schreibt Paulus, „weil wir unsere Hoffnung auf einen lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Arten von Menschen ist, besonders von treuen.“ Timotheus muß daher fortfahren, dieses zu gebieten und zu lehren. Keiner soll auf seine Jugend herabblicken; er soll vielmehr ein Vorbild im Wandel und in gottgefälligem Dienst werden. In diesen Dingen soll er aufgehen, auch soll er ständig auf sich selbst und auf sein Lehren achtgeben, denn dadurch, daß er bei diesen Dingen bleibt, wird er ‘sowohl sich selbst als auch die retten, die auf ihn hören’ (4:7, 10, 16).
12. Wie lautet die Ermahnung in bezug auf das Verhalten gegenüber Witwen und anderen in der Versammlung?
12 Paulus ermahnt Timotheus zu richtigem Verhalten gegenüber Einzelpersonen: Ältere Männer soll er wie Väter behandeln, jüngere Männer wie Brüder, ältere Frauen wie Mütter, jüngere Frauen wie Schwestern. Die wirklichen Witwen sollen angemessen unterstützt werden. Wenn es jedoch möglich ist, soll die Familie einer Witwe für sie sorgen. Das nicht zu tun würde bedeuten, den Glauben zu verleugnen. Wenn eine Witwe wenigstens 60 Jahre alt ist, kann sie in die Liste eingetragen werden, vorausgesetzt, man gibt ihr „das Zeugnis vortrefflicher Werke“ (5:10). Dagegen sollen jüngere Witwen, die sich von ihren sexuellen Regungen beherrschen lassen, abgewiesen werden. Anstatt umherzulaufen und zu schwatzen, sollen sie heiraten und Kinder gebären und dem Gegner keinen Anlaß zur Beschimpfung geben.
13. Wie sollen die älteren Männer behandelt werden, wie ist mit Personen, die Sünde treiben, zu verfahren, und welche Verantwortung haben die Sklaven?
13 Die älteren Männer, die in vortrefflicher Weise als Vorsteher dienen, sollen doppelter Ehre für würdig gehalten werden, „besonders die, die hart arbeiten in Wort und Lehre“ (5:17). Eine Anklage gegen einen älteren Mann darf nicht angenommen werden, außer aufgrund der Aussage von zwei oder drei Zeugen. Personen, die Sünde treiben, sollen vor den Augen aller zurechtgewiesen werden, doch das muß ohne Vorurteil oder Voreingenommenheit geschehen. Die Sklaven müssen ihre Besitzer achten und ihnen guten Dienst leisten, besonders Brüdern, die „Gläubige und Geliebte“ sind (6:2).
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54. Bibelbuch — 1. Timotheus„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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18. Welche Ordnung in der Versammlung wird klar umrissen, und was zeigt, daß Paulus die Hebräischen Schriften als Autorität anerkannte?
18 Dieser inspirierte Brief flößt Wertschätzung für göttliche Anordnungen ein. Er zeigt, wie sowohl Männer als Frauen zur Aufrechterhaltung der theokratischen Ordnung in der Versammlung beitragen können (2:8-15). Ferner spricht er über die Voraussetzungen, die Aufseher und Dienstamtgehilfen erfüllen müssen. Somit zeigt der heilige Geist an, welche Anforderungen diejenigen erfüllen müssen, die in besonderen Stellungen dienen. In dem Brief werden zudem alle getauften männlichen Diener Gottes ermuntert, sich zu bemühen, diesem Maßstab zu entsprechen, heißt es doch darin: „Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit“ (3:1-13). Auf passende Weise wird auch das richtige Verhalten des Aufsehers gegenüber den verschiedenen Altersgruppen und gegenüber beiden Geschlechtern in der Versammlung besprochen, ebenso das Behandeln von Anklagen aufgrund von Zeugenaussagen. Paulus, der nachdrücklich betont, daß die älteren Männer, die in Wort und Lehre hart arbeiten, doppelter Ehre für würdig zu halten seien, beruft sich dabei zweimal auf die Hebräischen Schriften als Autorität: „Denn das Schriftwort sagt: ‚Du sollst einem Stier, wenn er das Getreide ausdrischt, das Maul nicht verbinden‘ und: ‚Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig‘ “ (1. Tim. 5:1-3, 9, 10, 19-21, 17, 18; 5. Mo. 25:4; 3. Mo. 19:13).
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