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Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
it-2 „Witwe“

WITWE

Eine Frau, deren Mann tot ist und die nicht wieder geheiratet hat. Die Ehe wird durch den Tod des Mannes gelöst, und der Witwe steht es frei, sich wieder zu verheiraten (Ru 1:8-13; Rö 7:2, 3; 1Ko 7:8, 9). Sowohl in patriarchalischer Zeit als auch später, unter dem mosaischen Gesetz, sollte der Bruder eines kinderlos verstorbenen Mannes die Witwe seines Bruders zur Frau nehmen und ein Kind mit ihr haben, damit die Geschlechtslinie ihres verstorbenen Mannes erhalten blieb (1Mo 38:8; 5Mo 25:5-10; Ru 4:3-10; siehe SCHWAGEREHE).

Nach dem Tod ihres Mannes konnte eine Witwe in ihr Elternhaus zurückkehren (1Mo 38:11). Für die Tochter eines Priesters, deren Mann starb oder die von ihrem Mann entlassen wurde, gab es im Gesetz eine besondere Bestimmung. Für den Unterhalt seiner Familie erhielt der Priester den Zehnten, was auch der Tochter zugutekam. So wurde vermieden, dass sie verarmte und die Priesterschaft dadurch in Verruf kam (3Mo 22:13). Den Witwen, die nicht unterstützt wurden oder für die nicht gesorgt war, sicherte Gottes Gesetz die Nachlese in Feldern, Olivenhainen und Weingärten zu (5Mo 24:19-21) sowie einen Anteil an den alljährlich gefeierten üppigen Festen (5Mo 16:10-14) und am Zehnten jedes dritten Jahres, den das Volk entrichtete (5Mo 14:28, 29; 26:12, 13).

Witwen erfreuen sich der Fürsorge Jehovas und Christi. Jehova sagte von sich, er sei der Gott, der ‘dem vaterlosen Knaben und der Witwe Recht schaffe’ (5Mo 10:18). Im Gesetz wird ausdrücklich befohlen, der Witwe zu ihrem vollen Recht zu verhelfen (2Mo 22:22-24; 5Mo 24:17). Verflucht wurde, wer das Recht der Witwe beugte (5Mo 27:19); die Propheten setzten sich in ihren Schriften nachdrücklich für eine angemessene Behandlung der Witwen ein (Jes 1:17, 23; 10:1, 2; Jer 22:3; Hes 22:7; Sach 7:9, 10; Mal 3:5).

Jesus bekundete sein Interesse am Wohl der Witwen in Israel, als er den Schriftgelehrten vorwarf, sie würden „die Häuser der Witwen verzehren“ (Mar 12:38-40; Luk 20:46, 47).

Unterstützung der Witwen in der Christenversammlung. Als man in der Christenversammlung kurz nach Pfingsten 33 u. Z. bemüht war, durch tägliche Speiseausteilung einem Notstand abzuhelfen, wurden dabei die Griechisch sprechenden Witwen übersehen. Als die Apostel davon unterrichtet wurden, war die Sache ihnen so wichtig, dass sie ‘sieben Männer aussuchten, die ein gutes Zeugnis hatten, mit Geist und Weisheit erfüllt waren’ und die sie dann mit der Aufgabe betrauten, darüber zu wachen, dass die Speise unparteiisch ausgeteilt wurde (Apg 6:1-6).

In 1. Timotheus 5:3-16 gab der Apostel Paulus umfassende Anweisungen für die liebevolle Versorgung der Witwen in der Christenversammlung. Die Versammlung sollte für mittellose Witwen sorgen. Wenn eine Witwe jedoch Kinder oder Enkel hatte, sollten diese die Verantwortung übernehmen, für die Bedürfnisse der Witwe zu sorgen; ferner gab er die Anweisung: „Wenn irgendeine gläubige Frau Witwen hat [d. h. verwitwete Angehörige], so möge sie ihnen Hilfe leisten, und die Versammlung werde nicht damit belastet. Dann kann sie denen Hilfe leisten, die wirklich Witwen sind [d. h. wirklich verlassen und hilflos].“ Eine Witwe wurde in die Liste derer eingetragen, die von der Versammlung unterstützt wurden, „wenn sie nicht weniger als sechzig Jahre alt“ war, wenn man ihr das Zeugnis ausstellte, moralisch einwandfrei gelebt zu haben, Jehova in Treue und Liebe ergeben zu sein und anderen Gastfreundschaft und Liebe erwiesen zu haben. Der Apostel empfiehlt aber auch, dass junge Witwen wieder heiraten, Kinder gebären und einen Haushalt führen, weil sie das davor bewahrt, dass ihre sexuellen Regungen ihnen zur Schlinge werden und sie Gefahr laufen, „unbeschäftigt“, „Schwätzer und solche [zu sein], die sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen“.

Jakobus, Jesu Halbbruder, betonte die Wichtigkeit, nach Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sehen, indem er es mit der Pflicht, sich von der Welt ohne Flecken zu bewahren, auf eine Stufe stellte, als Voraussetzung für die Anbetung, die vom Standpunkt Gottes aus rein und unbefleckt ist (Jak 1:27).

Witwen von bemerkenswertem Glauben waren Tamar (1Mo 38:6, 7), Noomi und Ruth (Ru 1:3-5), Abigail (1Sa 25:37, 38, 42), die Witwe von Zarephath (1Kö 17:8-24) und die Prophetin Anna (Luk 2:36, 37; vergleiche das, was Lukas über Anna schreibt, mit den Anforderungen, die eine der Unterstützung würdige Witwe gemäß dem erfüllen musste, was Paulus in 1. Timotheus 5:3-16 schrieb). Eine nicht namentlich genannte Witwe wurde von Jesus sehr gelobt, weil sie alles, was sie besaß, für den Tempel spendete (Mar 12:41-44).

Übertragene Bedeutung. Eine von Gott verworfene Stadt, die verwüstet wurde, wird mit einer Witwe verglichen (Klg 1:1; vgl. Jer 51:5). Babylon die Große, „die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde“, brüstet sich wie ihr Vorbild, das alte Babylon, dass sie nie Witwe werde. Doch wie das alte Babylon, so wird auch das neuzeitliche Babylon, Babylon die Große, „Witwe“ werden (Jes 47:8, 9; Off 17:18; 18:7, 8).

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