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Abtrünnigkeit — Der Weg zu Gott blockiertDie Suche der Menschheit nach Gott
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27. (a) Wodurch versuchte Konstantin die Debatte um die Natur Jesu zu beendigen? (b) War die Kirche auf dem Konzil von Nizäa gut vertreten? (c) Waren mit der Formulierung des Nizäischen Glaubensbekenntnisses die Streitigkeiten um die sich entwickelnde Dreieinigkeitslehre zu Ende?
27 Konstantin wollte, daß in seinem Reich Einheit herrschte. Deshalb berief er im Jahre 325 u. Z. ein Konzil nach Nizäa ein — die Stadt lag im östlichen, griechischsprachigen Teil seines Reiches, von der neuen Stadt Konstantinopel aus auf der anderen Seite des Bosporus. Es heißt, daß zwischen 250 und 318 Bischöfe, nur eine Minderheit, am Konzil teilnahmen und daß die meisten aus dem griechischsprachigen Gebiet kamen. Selbst Papst Silvester I. war nicht anwesend.d Nach heftigen Debatten wurde auf diesem nicht repräsentativen Konzil das Nizäische Glaubensbekenntnis formuliert, das sehr von trinitarischem Gedankengut beeinflußt war. Die Streitigkeiten um die Dreieinigkeitslehre waren aber damit nicht zu Ende. Die Rolle des heiligen Geistes Gottes in dieser Lehre war noch immer nicht klar. Die hitzigen Debatten hielten jahrzehntelang an, und um schließlich in dieser Hinsicht Einigkeit zu erzielen, waren die Einberufung weiterer Konzilien, die Autorität verschiedener Kaiser und die Verbannung als Strafmaßnahme erforderlich. Die Theologie gewann einen Sieg, während diejenigen, die sich an die Bibel hielten, eine Niederlage hinnehmen mußten (Römer 3:3, 4).
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[Bilder auf Seite 275]
Auf dem Konzil von Nizäa wurde für die spätere Dreieinigkeitslehre die Grundlage gelegt
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