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      15. Wann ist das, was wir sagen, „zur Erbauung gut“?

      15 Wie können wir Jehovas Geschenk in seinem Sinn gebrauchen? Gottes Wort legt uns nahe, so zu reden, dass es zur „Erbauung gut ist“ (Epheser 4:29). Jehova freut sich, wenn wir andere durch das, was wir sagen, aufbauen und ihnen Mut machen. Die richtigen Worte dafür fliegen einem aber nicht einfach so zu; man muss da schon gut nachdenken. In der Bibel wird uns nämlich nicht vorformuliert, was „gesunde Rede“ ist und was man wie zu sagen hat (Titus 2:8). Wenn wir mit Worten Gutes tun wollen, müssen sie drei ganz einfache, aber wichtige Kriterien erfüllen: Sie müssen wahr, liebevoll und positiv sein. Das im Sinn, sehen wir uns jetzt einmal an, wie man anderen mit Worten guttun und ihnen weiterhelfen kann. (Dazu auch der Kasten „Tun meine Worte gut?“.)

      TUN MEINE WORTE GUT?

      Eine Schwester lobt eine jüngere Schwester

      Leitprinzip: „Eure Rede sei stets gefällig“ (Kolosser 4:6).

      Leitfragen:

      • Wann habe ich das letzte Mal jemand konkret gelobt? (1. Korinther 11:2; Offenbarung 2:1-3).

      • Bin ich zu anderen respektvoll und hören sie von mir Wörter wie „bitte“ und „danke“? (1. Mose 13:14; Johannes 11:41).

      • Rede ich nur über mich selbst oder interessiert mich auch, was in anderen vor sich geht? (Philipper 2:3, 4; Jakobus 1:19).

      • Verwende ich das, was ich über andere weiß, um sie aufzubauen oder herunterzureißen? (Sprüche 15:1, 2).

      • Wie denke ich über eine vulgäre und ordinäre Sprache? Was verrät das über mein Herz? (Lukas 6:45; Jakobus 3:10, 11).

      16, 17. (a) Warum sollten wir andere loben? (b) Welche Gelegenheiten bieten sich dazu in der Versammlung? Und in der Familie?

      16 Echtes Lob. Jehova und Jesus wissen, wie wichtig es ist, andere zu loben und ihnen Anerkennung zu geben (Matthäus 3:17; 25:19-23; Johannes 1:47). Als Christen suchen deshalb auch wir immer Gelegenheiten zum Loben. Warum? In Sprüche 15:23 heißt es: „Ein Wort zur rechten Zeit, o wie gut!“ Wie ist das, wenn dich jemand ehrlich lobt? Geht dir das nicht runter wie Öl und fühlst du dich nicht beflügelt? Du weißt, dass jemand Notiz von dir nimmt, sich für dich interessiert und du dich nicht umsonst angestrengt hast. So ein Lob stärkt das Selbstvertrauen und gibt dir einen richtigen Motivationsschub. Wenn Lob dir selber schon so guttut, dann lob doch du auch andere, wo es nur geht (Matthäus 7:12).

      17 Gewöhn dir an, in anderen das Gute zu sehen und sie dafür zu loben. Vielleicht hörst du in der Versammlung einen schönen Vortrag oder dir fällt auf, dass sich ein Jugendlicher gut macht. Oder du siehst die Älteren, die trotz ihres Alters immer da sind. Bestimmt freuen sie sich über ein echtes Lob und es gibt ihnen Kraft zum Weitermachen. Auch Ehepartner sollten immer ein liebes Wort füreinander übrig haben und sich gegenseitig sagen, wie viel sie einander bedeuten (Sprüche 31:10, 28). Besonders Kinder blühen auf, wenn man sie wahrnimmt und lobt. Für sie ist das so wichtig wie Sonne und Wasser für eine Pflanze. Deshalb ein Wort an alle Eltern: Habt immer ein Auge dafür, was ihr an euren Kindern loben könnt, zum Beispiel ihre guten Seiten oder wenn sie sich bei etwas besonders angestrengt haben. Eure Anerkennung gibt ihnen Sicherheit und ein Wertgefühl und motiviert sie, sich noch mehr Mühe zu geben, auf dem richtigen Weg weiterzugehen.

      18, 19. Warum sollten wir keine Gelegenheit auslassen, unsere Brüder zu trösten? Wie können wir ihnen Trost und Zuspruch geben?

      18 Trost und Zuspruch. Jehova fühlt mit den „Erniedrigten“ und den „Zerschlagenen“ (Jesaja 57:15). Er legt uns in seinem Wort ans Herz, „einander zu trösten“, und rät uns: „Redet bekümmerten Seelen tröstend zu“ (1. Thessalonicher 5:11, 14). Jehova registriert es ganz bestimmt und freut sich, wenn wir Brüder und Schwestern, die bedrückt und traurig sind, aufrichten und trösten.

      Ein Ältester ermuntert ein Ehepaar

      Jehova freut sich, wenn wir anderen mit Worten Gutes tun

      19 Aber was kannst du jemandem sagen, der deprimiert und entmutigt ist? Denk nicht, du müsstest sein Problem lösen. Oft sind einfache Worte schon eine große Hilfe. Lass ihn spüren, dass er dir wichtig ist und du für ihn da bist. Biete ihm an, mit ihm zu beten, und bitte Jehova dann inständig darum, ihn sehen zu lassen, wie sehr Gott und seine Brüder ihn doch lieben (Jakobus 5:14, 15). Vermittle ihm das Gefühl, dass er gebraucht wird und zur Versammlung einfach dazugehört (1. Korinther 12:12-26). Lies ihm einen schönen Text aus der Bibel vor, aus dem Jehovas Liebe zu ihm persönlich spricht (Psalm 34:18; Matthäus 10:29-31). Nimm dir genügend Zeit für ein „gutes Wort“. Durch deine Herzlichkeit fühlt er sich bestimmt geliebt und geschätzt (Sprüche 12:25).

      20, 21. Wann ist ein Rat wirklich ein guter Rat?

      20 Guter Rat, der weiterhilft. Als unvollkommene Menschen brauchen wir alle hin und wieder einen guten Rat. In der Bibel heißt es: „Hör auf Rat, und nimm Zucht an, damit du weise wirst in deiner Zukunft“ (Sprüche 19:20). Jemand auf etwas aufmerksam zu machen ist nicht nur Sache der Ältesten. Eltern müssen manchmal ihre Kinder korrigieren (Epheser 6:4). Und reife Schwestern sprechen vielleicht jüngere auf etwas an (Titus 2:3-5). Weil wir andere lieben, reden wir immer so mit ihnen, dass es sie nicht fertigmacht, sondern sie unseren Rat leicht annehmen können. Aber wie stellt man das an? Drei Dinge müssen dabei stimmen: die Einstellung und der Beweggrund für den Rat; die Grundlage, auf die er sich stützt; und die Art und Weise, wie er gegeben wird.

      21 Ein Rat steht und fällt mit der Einstellung dessen, der ihn gibt. Überlege einmal: Wann ist es für dich leicht, dir von jemandem etwas sagen zu lassen? Dann, wenn derjenige nicht einfach seinen Frust abladen, sondern dir ohne Hintergedanken wirklich helfen will. Sollte das nicht auch für dich gelten, wenn du einen Rat gibst? Damit ein Rat die richtige Wirkung hat, muss er sich außerdem immer auf die Bibel stützen, ob man nun direkt daraus zitiert oder nicht (2. Timotheus 3:16). Älteste achten deshalb ganz besonders darauf, anderen nicht ihre eigene Meinung aufzudrängen und Bibelstellen nicht nach ihrem Geschmack zurechtzubiegen. Ein Rat kommt zudem besser an, wenn er auf die richtige Art und Weise rübergebracht wird. Ist er mit Freundlichkeit „gewürzt“, lässt er sich leichter verdauen und die Würde des anderen wird nicht verletzt (Kolosser 4:6).

      22. Wie möchtest du Gottes Geschenk gebrauchen?

      22 Jehova hat uns mit der Sprache wirklich ein wertvolles Geschenk gemacht. Aus Liebe zu ihm sollten wir immer behutsam damit umgehen und sie nicht missbrauchen. Was wir zu anderen sagen, hat unwahrscheinliche Kraft — es kann aufbauen oder herunterreißen. Verwenden wir Jehovas Geschenk also nur so, wie es von ihm gedacht ist: um Gutes zu tun. Dann fühlen sich andere bei uns wohl und wir können in Gottes Liebe bleiben.

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