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  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1994
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Bauen, um dem schnellen Wachstum gerecht zu werden

      Wenn in einem Jahr 296 004 Personen getauft werden und 3 512 neue Versammlungen in einem einzigen Jahr gegründet werden (2 528 524 Täuflinge und 26 835 Versammlungsgründungen in den vergangenen zehn Jahren), muß viel getan werden, um für sie alle sorgen zu können. Dazu gehört unter anderem auch das Bauen. Und wie viel doch im vergangenen Jahr gebaut wurde!

      In den Vereinigten Staaten halfen 73 regionale Baukomitees beim Erstellen von Königreichssälen. In Zusammenarbeit mit Zehntausenden eifrigen Freiwilligen halfen sie, im Dienstjahr 1993 ungefähr 200 neue Königreichssäle zu bauen und weitere 200 umzubauen.

      In Japan, wo ebenfalls die Schnellbauweise angewandt wird, wurden 108 Königreichssäle fertiggestellt, allerdings mußten sie so konzipiert sein, daß sie Erdbeben und Taifunen standhalten. Die freiwilligen Helfer haben nicht nur ihr Können und ihre Arbeitskraft eingesetzt, sondern auch andere Mittel.

      Die Brüder in Argentinien haben sich zum Ziel gesetzt, dafür zu sorgen, daß jede der über 1 500 Versammlungen dort einen passenden Ort hat, an dem sie zur Anbetung zusammenkommen kann. Im letzten Jahr wurden 57 neue Säle vollendet. Doch es werden noch mehr benötigt. Dort werden neue Königreichssäle gewöhnlich in ungefähr drei oder vier Wochen gebaut.

      Auf den Philippinen wurden in den vergangenen sechs Jahren über 800 neue Königreichssäle gebaut. Aber es gibt 3 332 Versammlungen, von denen viele immer noch einen passenden Ort benötigen, an dem sie zusammenkommen können.

      In Brasilien, wo es während der letzten fünf Jahre eine Zunahme von 120 687 Zeugen gab, war es unmöglich, den steigenden Bedarf an neuen Königreichssälen zu decken. Doch im vergangenen Jahr wurden 93 neue Säle fertiggestellt, und 1 383 weitere befinden sich im Bau.

      Auch in Kolumbien werden noch mehr Königreichssäle benötigt, um dem schnellen Wachstum gerecht zu werden. Der Zweig bemüht sich, eine vereinfachte Baumethode zu entwickeln und Hilfe von besonderen, im Zweigbüro ausgebildeten Baumannschaften zu bieten.

      Einige Versammlungen in ländlichen Gebieten Südafrikas stellen selbst Betonblöcke her und können mit der Hilfe der Freiwilligen, die vom regionalen Baukomitee zugeteilt werden, in drei bis sechs Wochenenden einen geschmackvollen, erschwinglichen Saal fertigstellen. Der Einsatz gemischtrassischer Baugruppen in den von Kämpfen so zerrissenen Gebieten wie Soweto erfordert große Vorsicht, aber dadurch zeigt sich auch auf lebendige Weise die Liebe und Einheit unter Jehovas Volk.

      In Norwegen gibt es jetzt nördlich des Polarkreises 21 Königreichssäle. Einer davon befindet sich in Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas.

      In Übereinstimmung mit dem Text aus Jesaja 2:3, 4 haben die Brüder in Ungarn zwei ihrer neuen Königreichssäle auf einem Grundstück gebaut, auf dem sich früher ein großer russischer Militärstützpunkt befand.

      Die Opferbereitschaft der Brüder, die aus dem Ausland angereist kamen, um beim Bau des Zweigbüros und des Kongreßsaals auf den Salomoninseln mitzuhelfen, hat die Zeugen dort tief berührt. Das wurde offenkundig, als die Behörden den Brüdern ein ausgezeichnetes Stück Land in Munda für den Bau eines Königreichssaales zuwiesen. Doch die Versammlung war nur klein. Wer könnte die Arbeit ausführen? Die Brüder in Honiara sagten: „Wenn unsere Brüder aus Übersee ihr Geld und ihre Zeit verwenden konnten, um uns beim Bau eines Kongreßsaals und eines Zweigbüros zu helfen, warum können wir dann nicht nach Munda gehen und unseren Urlaub darauf verwenden, dort den Königreichssaal zu bauen?“ Und genau das taten sie. Brüder und Schwestern von 13 Inseln und Stämmen waren daran beteiligt, und der Saal wurde in nur 10 Tagen erbaut.

      Eine Versammlung in der Slowakei, die zur Hälfte aus Pionieren besteht, bekundete Findigkeit. Familien pflückten und verkauften Beeren, um Geld für den Bau zu erhalten. Zur Reduktion der Kosten holten sie sich außerdem Sand und Steine aus einem Bachbett.

      In Korea nahmen sechs Familienoberhäupter Bankkredite auf und spendeten dann das Geld für den neuen Königreichssaal ihrer Versammlung. Die Rückzahlung dieser Kredite war ihr persönlicher Beitrag zu dem Projekt.

      In Nigeria wandten sich vier Brüder einer kleinen Versammlung an den Onojie, den traditionellen Herrscher in dem Gebiet, mit der Bitte, Land für einen neuen Königreichssaal kaufen zu dürfen. Aber sie konnten die von ihm geforderte Summe nicht aufbringen. Einige Monate später lieh einer der Ältesten dem Onojie das Video Jehovas Zeugen — Die Organisation, die hinter dem Namen steht. Er war tief beeindruckt. Nachdem er es sich fünfmal angesehen hatte, stellte er den Brüdern das benötigte Land für ihren neuen Königreichssaal zur Verfügung.

      An vielen Orten hat es sich auch als praktisch erwiesen, eigene Kongreßsäle zu haben. Solche Säle wurden im vergangenen Jahr in Kolumbien und in den Vereinigten Staaten gebaut. Zwei weitere wurden in Brasilien, zwei in Costa Rica und einer in Jamaika eingeweiht. In Peru wurde im Februar 1993 ein Kongreßsaal eingeweiht, der so groß ist, daß dort Bezirkskongresse mit 10 000 Besuchern durchgeführt werden können. Der Saal ist an allen Seiten offen, was gute Ventilation gewährleistet, und an beiden Längsseiten reicht die Dachkonstruktion bis auf drei Meter herunter. Der leicht abfallende Betonboden ermöglicht der gesamten Zuhörerschaft einen freien Blick auf die Bühne. Die Brüder in Frankreich haben im vergangenen Jahr ihren fünften und größten Kongreßsaal gebaut. Viele Helfer und ihre Familien haben gern ihren Urlaub eingesetzt, so daß das Projekt in nur vier Monaten fertiggestellt werden konnte. In Italien wurde ein neuer Kongreßsaal in der Provinz Catanzaro fertiggestellt, und die Brüder in Spanien übergaben ihren vierten Kongreßsaal seiner Bestimmung.

      Natürlich macht die wachsende Zahl der Zeugen auch die Vergrößerung von Zweigeinrichtungen erforderlich, um die nötige Literatur zur Verfügung stellen und die Aufsicht gewährleisten zu können. In Polen, Puerto Rico, Sambia, in der Dominikanischen Republik, in Ecuador, Frankreich, Mexiko und auf Taiwan befanden sich im vergangenen Jahr große Zweigeinrichtungen im Bau. In den Vereinigten Staaten wurden die Einrichtungen in Brooklyn weiterhin in großem Stil erweitert und am Wachtturm-Schulungszentrum in Patterson sind ausgezeichnete Fortschritte zu verzeichnen. Große Erweiterungsarbeiten waren auch in Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Korea, Neuseeland, Spanien und Südafrika im Gange. Etwas kleinere neue Zweiggebäude wurden in Jamaika, Mosambik, Paraguay, Sri Lanka, Suriname, Tahiti, Ungarn und Westsamoa gebaut. Viele tausend Brüder und Schwestern haben sich zur Verfügung gestellt, um an diesem Werk einen Anteil zu haben. Welch ein Jahr das war!

      Einweihung von Zweigbüros

      Nach der Einweihung des Tempels Jehovas in Jerusalem in den Tagen Salomos kehrten die Israeliten in ihre Häuser zurück, ‘erfreut und frohen Herzens wegen all des Guten, das Jehova für sein Volk vollbracht hatte’ (1. Kö. 8:66). In der Neuzeit ist es genauso, es herrscht große Freude in Verbindung mit der Bestimmungsübergabe von Zweigbüros der Watch Tower Society, die ebenfalls der Förderung der wahren Anbetung dienen. Wo wurden im vergangenen Dienstjahr neue Zweigeinrichtungen der Bestimmung übergeben?

      Kolumbien

      In Facatativá (Kolumbien), fast 2 700 Meter hoch in den Anden Südamerikas, besitzt La Torre del Vigía (Der Wachtturm) jetzt neue Gebäude, in denen die Büros und die Druckerei untergebracht sind, sowie Wohngebäude für die freiwilligen Mitarbeiter. Die Gebäude wurden am 1. November 1992 eingeweiht. Sie liegen in wunderschöner Umgebung, 42 Kilometer nordwestlich von Bogotá, am Ende des Plateaus, auf dem die kolumbianische Hauptstadt liegt. Dort werden die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! im Vierfarbendruck in Spanisch hergestellt, und zwar für die Länder Kolumbien, Venezuela, Panama, Ecuador und Peru.

      Als mit dem Bau dieser neuen Zweigeinrichtungen begonnen wurde, gab es in Kolumbien 34 261 Zeugen Jehovas. Während der 5jährigen Bauzeit stieg die Zahl der Zeugen um 63 Prozent auf 55 693. Es werden jetzt 100 927 Heimbibelstudien mit Einzelpersonen oder Familien durchgeführt. 1993 waren bei der Feier zur Erinnerung an den Tod Christi 249 271 Personen zugegen. Kolumbien erlebt jetzt wirklich eine freudige Zeit geistiger Ernte.

      Den Kern der Baumannschaft bildeten 400 Zeugen aus Kolumbien und 100 International Servants, die aus einer früheren Geflügelfarm ein Zentrum für theokratische Bildung machten. Weitere 3 000 Freiwillige aus den umliegenden Versammlungen halfen an Feiertagen und Wochenenden, und aus dem Ausland kamen auf eigene Kosten ungefähr 1 500 Helfer — einige für ein paar Wochen, andere für einige Monate. Die Geschäftsleute am Ort konnten das kaum glauben, und einer von ihnen fragte persönlich Zeugen sowohl aus Kolumbien als auch aus dem Ausland, um sich zu vergewissern, ob das wirklich der Fall war. Ein anderer Geschäftsmann, der von dem, was er sah und hörte, tief beeindruckt war, willigte in ein Bibelstudium ein. Jetzt sind er und seine Frau getaufte Zeugen.

      Zum Einweihungsprogramm waren 1 500 Gäste aus 14 Ländern gekommen. Unter ihnen waren Milton Henschel und Daniel Sydlik von der leitenden Körperschaft. Welch freudiges Wiedersehen das war! Und wie glücklich alle waren über die geistige Wohlfahrt, die Jehova seinen Dienern in Kolumbien zuteil werden ließ!

      Polen

      Am 28. November, also im gleichen Monat, wurde ein anderes Zweigbüro der Bestimmung übergeben, und zwar in Nadarzyn bei Warschau (Polen). Theodore Jaracz von der leitenden Körperschaft, der bei diesem Anlaß zugegen war, sagte: „Diese Bestimmungsübergabe ist wirklich historisch. ... Es ist das erste neue Zweigbüro, das in dem früher als ‚hinter dem Eisernen Vorhang‘ bekannten Gebiet gebaut wurde und das jetzt eingeweiht wird. Aber der sogenannte Eiserne Vorhang konnte Jehovas Organisation auf ihrem Vormarsch nicht aufhalten. Und den Beweis dafür haben wir hier.“

      Einige der Gäste hatten Jahrzehnte auf eine solche Gelegenheit gewartet. Darunter waren Zeugen, die Jehova trotz schwerer Prüfungen 45, 50 oder mehr Jahre treu gedient hatten. Eine Anzahl von ihnen hatte im Untergrund über 40 Jahre Bethelarbeit geleistet. Ihr Herz war tief bewegt, als Zygfryd Adach, der Koordinator des Zweigkomitees, sagte: „Ihr lieben Brüder habt euch sehr angestrengt, um bei der Arbeit der Organisation Gottes mitzuwirken, nämlich in schwierigen, ja außergewöhnlich schwierigen Zeiten geistige Speise auszuteilen. Nach Jahren im Gefängnis habt ihr euch oft bereitwillig zur Verfügung gestellt, um das Werk fortzusetzen. Manche kamen vier- oder fünfmal oder sogar noch öfter ins Gefängnis. Wir alle erinnern uns an jene Zeit; daher zitieren wir die Worte aus Psalm 124 mit absoluter Überzeugung: ‚Hätte es sich nicht erwiesen, daß Jehova mit uns war, als Menschen gegen uns aufstanden, dann hätten sie uns sogar lebendig verschlungen ... Gesegnet sei Jehova, der uns nicht ihren Zähnen zum Raub gegeben hat. Unsere Seele ist wie ein Vogel, der entronnen ist der Falle der Vogelsteller. Die Falle ist zerbrochen, und wir selbst sind entronnen‘ “ (Ps. 124:2-7).

      Als angekündigt wurde, daß ein Zweigbüro gebaut werden sollte, gab es eine spontane Reaktion. Versammlungen brachten Kohlen und Holz, Kühlschränke, Nahrungsmittel und Werkzeuge. Brüder und Schwestern, die verschiedene Handwerke und Berufe beherrschten, stellten eifrig ihre Dienste zur Verfügung. Es waren Ältere darunter, die Jahre im Gefängnis verbracht hatten. Auch viele Junge boten sich bereitwillig an. Aus zehn Ländern kamen International Servants. Immer wieder waren die Arbeiter begeistert, wenn sie die Führung Jehovas und seinen Segen verspürten. Eine Anordnung des Gemeinderats, die Arbeit einzustellen, wurde aufgehoben. Scheinbar nicht erhältliche Artikel wurden zur Verfügung gestellt. In nur zwei Jahren und sechs Monaten nach Erteilung der Baugenehmigung wurde das Gelände eines geplünderten Motels in einen reizvollen Gebäudekomplex für den polnischen Zweig umgewandelt.

      Neuseeland

      In den sechs Jahren seit der Bestimmungsübergabe eines neuen Zweigbüros in Neuseeland ist die Zahl der Königreichsverkündiger um über 30 Prozent gestiegen. Damit für ihre Bedürfnisse gesorgt werden konnte, mußten die Einrichtungen erweitert werden. Doch es ging um mehr. Wie im Einweihungsprogramm erklärt wurde, wird über die Hälfte der neuen Büros für Übersetzungsarbeiten gebraucht werden, weil hier die Literatur zum Nutzen der Menschen auf verschiedenen Inseln des Südpazifiks in die Sprachen Samoanisch, Maori, Rarotonga und Niue übersetzt wird. Am 27. Februar 1993 wurden also die Anbauten an das Bürogebäude und an das Wirtschaftsgebäude sowie weitere Wohngebäude eingeweiht.

      Aus diesem Anlaß war Lloyd Barry, ein Mitglied der leitenden Körperschaft, zugegen, der in Neuseeland aufgewachsen ist und dort seinen Dienst für Jehova begonnen hat. Alle Mitglieder der Bethel- und der Baufamilie sowie die reisenden Aufseher und ihre Frauen waren anwesend. Es waren auch Gäste da aus benachbarten südpazifischen Inselstaaten. Die Mehrzahl waren jedoch Einwohner Neuseelands, die sich vor 1955 haben taufen lassen. Wie einer der Sprecher betonte, waren es diese Älteren, die durch ihre Arbeit die Grundlage dafür gelegt hatten, daß es überhaupt eine Einweihung geben konnte. Doch sie schätzen die ausgezeichnete Unterstützung und harte Arbeit der Neueren, die mit ihnen in den Lobpreis Jehovas eingestimmt haben.

      Puerto Rico

      Die Zweigeinrichtungen, die vor 24 Jahren in Puerto Rico erstellt wurden, waren seit langem überfüllt. Die Zahl der Verkündiger auf dieser Insel ist von 5 400 im Jahr 1969 auf über 25 000 zum Zeitpunkt der Bestimmungsübergabe des neuen Zweigbüros am 17. April 1993 angestiegen. In vier Jahren harter Arbeit haben Tausende von Brüdern und Schwestern einen schönen Gebäudekomplex in einer paradiesischen Umgebung errichtet.

      Die bei dem Programm Anwesenden empfanden es als ein besonderes Vorrecht, zu diesem Anlaß Karl Klein und Albert Schroeder von der leitenden Körperschaft sowie andere Vertreter aus Brooklyn als Redner zu haben. In der Woche vor der Einweihung waren die neuen Einrichtungen bereits für ein Seminar benutzt worden, das von Vertretern aus 14 Zweigen besucht worden war. Nach der Bestimmungsübergabe zog die spanische Übersetzungsabteilung mit ihrem internationalen Mitarbeiterstab von Brooklyn in diese neuen Einrichtungen um.

      Sambia

      Eine Woche nach der Bestimmungsübergabe in Puerto Rico wurde in Sambia, am Stadtrand von Lusaka, ein neuer Zweigkomplex, bestehend aus 13 Gebäuden, eingeweiht. Warum dort?

      Schon 1911 waren in diesem Land Samen biblischer Wahrheit gesät worden. Bis 1924 hatte man kleine Studiengruppen gebildet. Heute sind 80 488 Verkündiger mit 1 993 Versammlungen in Sambia verbunden, und beim Gedächtnismahl 1993 waren 362 204 Personen anwesend. Es ist ein fruchtbares Gebiet für die Ausdehnung des Königreichswerkes.

      Die Erstellung der neuen Zweiggebäude in Sambia wurde möglich durch die internationale Zusammenarbeit, die für Jehovas Organisation so typisch ist. Die Pläne und Entwürfe wurden in den Büros der Gesellschaft in den Vereinigten Staaten, in Europa und Japan angefertigt. Brüder aus Amerika spendeten Kräne. Eine Funkanlage, die den Anschluß an das Telefonnetz ermöglichte, kam als Geschenk aus Neuseeland. Die einzigen am Ort verfügbaren Baumaterialien waren Sand, Zement, Steine und Holz. Aber jede Woche kamen durchschnittlich zwei große Lkws, beladen mit anderen Gütern aus Südafrika, die hin und zurück 3 500 Kilometer fuhren. Und auch die sambischen Zeugen setzten ihre Zeit, Kraft und Erfahrung sowie ihre Mittel ein, um die Arbeit zu bewältigen. Beim Einweihungsprogramm waren Milton Henschel und Theodore Jaracz von der leitenden Körperschaft anwesend, um dieses beglückende Ereignis zusammen mit den sambischen Brüdern zu erleben.

      Ungarn

      Der 31. Juli war für unsere Brüder in Ungarn ein besonders glücklicher Tag, weil Lyman Swingle von der leitenden Körperschaft ihr neues Gebäude, das Platz für zusätzliche Wohnräume und für die Übersetzungsabteilung bietet, der Bestimmung übergab. Es wurde mit der Hilfe von einheimischen Versammlungen und Zeugen aus acht anderen Ländern in nur fünf Monaten errichtet, und seine Fertigstellung wurde von der ungarischen Nachrichtenagentur bekanntgemacht.

      Nach Jahrzehnten heftiger Verfolgung wurden Jehovas Zeugen 1989 rechtlich anerkannt. In jenem Jahr betrug die Höchstzahl der Verkündiger, die sich am Predigtdienst beteiligt hatten, 9 990. Seither haben Jehovas Zeugen in Ungarn über 8 300 000 Stunden dem Predigtdienst gewidmet, und die Zahl der Königreichsverkündiger ist auf 14 347 gestiegen.

      Großbritannien

      Das erste Zweigbüro der Watch Tower Society wurde 1900 in London eingerichtet. Es mußte mehrmals vergrößert werden. Am 7. August 1993 wurde der letzte Erweiterungsbau eingeweiht, ein Druckerei- und Verwaltungskomplex von 18 600 Quadratmetern.

      Die Druckereigebäude auf dem hinteren Teil des Grundstücks wurden in nur 17 Monaten gebaut, und zwar mit Richtaufbetontafeln. Ungefähr 5 000 Freiwillige haben dabei mitgeholfen. Der Verwaltungsteil ist ein Klinkerbau. Etwa 133 000 Klinker wurden vermauert. Wie viele Maurer waren für diese Arbeit erforderlich? Nur sieben Schwestern und zwei Brüder, die die Aufsicht hatten. Ein Bauunternehmer, der die Baustelle besichtigte, schüttelte ungläubig den Kopf, als ihm gesagt wurde, wer die Arbeit geleistet hatte.

      Albert Schroeder von der leitenden Körperschaft war anwesend, um beim Einweihungsprogramm mitzuwirken. Er erfreute die Zuhörer, indem er Einzelheiten erzählte über das Wachstum des Königreichswerkes in Großbritannien seit 1937; damals wurde er dorthin gesandt, um das Werk zu beaufsichtigen und um wenigstens 1 000 Brüder zu ermuntern, sich als Pioniere zu melden. Welch eine Freude, zu sehen, daß es in Großbritannien jetzt 127 395 Königreichsverkündiger gibt und daß im Durchschnitt 12 803 von ihnen jeden Monat im Pionierdienst stehen!

  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1994
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • [Bild auf Seite 15]

      Kürzlich erbauter Königreichssaal in Igieduma (Nigeria)

      [Bilder auf Seite 17]

      Neuer Kongreßsaal der Zeugen Jehovas in Rio de Janeiro (Brasilien)

      [Bild auf Seite 19]

      Die neuen Gebäude in Facatativá (Kolumbien)

      [Bild auf Seite 20]

      Erweiterte Zweigeinrichtungen in Neuseeland

      [Bilder auf Seite 21]

      Oben: Sambia; Mitte oben: Puerto Rico; rechts: Ungarn

      [Bild auf Seite 22]

      Das polnische Zweigbüro in Nadarzyn bei Warschau

      [Bild auf Seite 27]

      Zusätzliche Zweigeinrichtungen in London (England)

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