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Wie wird alles finanziert?Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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Anfang der 80er Jahre unternahm zum Beispiel der spanische Zweig Schritte, um seine Einrichtungen bedeutend zu vergrößern. Der Zweig bat die leitende Körperschaft, die notwendigen Gelder zur Verfügung zu stellen. Doch wegen großer Ausgaben auf anderen Gebieten konnte diese Hilfe damals nicht gewährt werden. Könnten die Zeugen in Spanien mit ihrem verhältnismäßig niedrigen Einkommen für ein solches Unternehmen genügend Geld zusammenbringen, wenn sie die Gelegenheit hätten?
Die Situation wurde ihnen erklärt. Gern brachten sie ihre Edelsteine, Ringe und Armbänder, damit diese zu Geld gemacht werden konnten. Als eine ältere Schwester, die ein schweres goldenes Armband hergab, gefragt wurde, ob sie es wirklich spenden wolle, antwortete sie: „Bruder, es wird als Beitrag für das neue Bethel viel mehr Gutes bewirken, als wenn ich es an meinem Handgelenk trage.“ Eine betagte Schwester zog ein Bündel modriger Geldscheine hervor, das sie jahrelang unter dem Fußboden ihres Hauses versteckt hatte. Ehepaare steuerten das Geld bei, das sie für Reisen gespart hatten. Kinder schickten ihre Ersparnisse. Ein Jugendlicher, der für eine Gitarre gespart hatte, spendete das Geld für das Zweigprojekt. Wie die Israeliten zu der Zeit, als die Stiftshütte in der Wildnis erstellt wurde, so erwiesen sich auch die spanischen Zeugen als großzügig und willigen Herzens; sie spendeten alles, was in materieller Hinsicht benötigt wurde (2. Mo. 35:4-9, 21, 22). Außerdem legten sie bei der Arbeit selbst mit Hand an — die ganze Zeit über, im Urlaub oder an den Wochenenden. Tausende kamen aus ganz Spanien. Andere Zeugen aus Deutschland, Schweden, Großbritannien, Griechenland und den Vereinigten Staaten, um nur einige Länder zu nennen, vollendeten gemeinsam mit ihnen die Arbeit, die anfangs als eine nicht zu bewältigende Aufgabe erschien.
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Wie wird alles finanziert?Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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[Kasten auf Seite 347]
Nicht immer wurde in Form von Geld gespendet
Hoch im Norden von Queensland (Australien) fällten Zeugen Jehovas Bäume, zersägten die Stämme und ließen das erstklassige Holz mit vier Sattelzügen nach Sydney transportieren, wo das neue Zweigbüro gebaut wurde. Das Holz hatte einen Schätzwert von 60 000 bis 70 000 australischen Dollar.
Als die Druckerei in Elandsfontein (Südafrika) vergrößert wurde, rief ein indischer Bruder an und bat darum, daß die Brüder 500 gespendete Säcke Zement (je 50 Kilo) abholten, und das zu einer Zeit, als Zement in diesem Land sehr knapp war. Andere boten der Gesellschaft an, daß sie ihre Lastwagen benutzen könnte. Eine afrikanische Schwester bezahlte eine Firma dafür, daß sie 15 Kubikmeter Bausand auslieferte.
Während des Baus der neuen Zweiggebäude in Emmen (Niederlande) wurden Unmengen von Werkzeug und Arbeitskleidung gespendet. Eine Schwester strickte trotz schwerer Krankheit für jeden Mitarbeiter ein Paar Wollsocken für den Winter.
Für ein neues Zweigbüro mit Druckerei in Lusaka (Sambia) stellten Zeugen aus anderen Ländern finanzielle Mittel zum Kauf von Baustoffen bereit. Materialien und Ausrüstungsgegenstände, die am Ort nicht erhältlich waren, wurden als Spende mit Lastwagen nach Sambia gefahren.
Ein Zeuge in Ecuador spendete 1977 ein 34 Hektar großes Stück Land. Dort wurden ein Kongreßsaal und neue Zweiggebäude errichtet.
In Panama beherbergten einheimische Brüder freiwillige Helfer in ihrer Wohnung; einige, die Busse besaßen, sorgten für Fahrgelegenheiten; andere beteiligten sich an der Zubereitung der 30 000 Mahlzeiten, die auf der Baustelle ausgegeben wurden.
Eine Versammlung in Schweden backte 4 500 Brötchen für die Arbeiter auf der Baustelle in Arboga. Andere schickten Honig, Früchte und Marmelade. Obwohl selbst kein Zeuge, spendete ein Landwirt, der in der Nähe der Baustelle wohnte, zwei Tonnen Karotten.
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