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46. Bibelbuch — 1. Korinther„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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6. Mit welchen Problemen hatte die Versammlung in Korinth zu kämpfen, und woran war Paulus besonders interessiert?
6 Durch den ersten Brief des Paulus an die Korinther erhalten wir einen Einblick in die Versammlung in Korinth. Diese Christen hatten mit Problemen zu kämpfen, und aufgeworfene Fragen mußten geklärt werden. Innerhalb der Versammlung herrschte Zwietracht, denn einige folgten Menschen nach. Ein unerhörter Fall von sexueller Unmoral war vorgekommen. Mehrere lebten in religiös geteilten Hausgemeinschaften. Sollten sie bei ihrem ungläubigen Ehegefährten bleiben, oder sollten sie sich trennen? Und was war zu dem Essen von Fleisch zu sagen, das Götzen geopfert worden war? Konnte man davon essen? Die Korinther benötigten Rat, wie sie ihre Zusammenkünfte — auch die Feier des Abendmahls des Herrn — durchführen sollten. Welche Stellung sollten die Frauen in der Versammlung einnehmen? Dann befanden sich unter den Korinther Christen noch diejenigen, die die Auferstehung leugneten. Es gab also Probleme genug. Der Apostel Paulus war besonders daran interessiert, die Korinther in geistiger Hinsicht wiederherzustellen.
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46. Bibelbuch — 1. Korinther„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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8. (a) Wie stellt Paulus die Torheit des Sektierertums in der Versammlung bloß? (b) Was ist gemäß den Worten des Paulus notwendig, um die Dinge Gottes zu verstehen?
8 Paulus stellt Sektierertum bloß, ermahnt zur Einheit (1:1—4:21). Paulus bringt den Korinthern gegenüber gute Wünsche zum Ausdruck. Doch was sagt er über die Spaltungen und die Streitigkeiten unter ihnen? „Der Christus besteht geteilt“ (1:13). Der Apostel ist dankbar, daß er nur wenige von ihnen getauft hat, so daß sie nicht sagen können, sie seien in seinem Namen getauft worden. Paulus predigt Christus am Pfahl, was den Juden eine Ursache zum Straucheln ist und den Nationen Torheit. Aber Gott hat das Törichte und das Schwache der Welt auserwählt, um die Weisen und das Starke zu beschämen. Daher bedient sich Paulus nicht einer übertriebenen Redekunst, sondern durch seine Worte läßt er die Brüder den Geist und die Kraft Gottes erkennen, damit ihr Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe. Wir reden die von Gottes Geist geoffenbarten Dinge, sagt Paulus, „denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes“. Diese können von dem physischen Menschen nicht verstanden werden, sondern nur von dem Geistesmenschen (2:10).
9. Durch welche Beweisführung zeigt Paulus, daß sich niemand der Menschen rühmen sollte?
9 Die Korinther folgen Menschen nach — einige Apollos, einige Paulus. Wer aber sind diese? Nur Diener, durch die die Korinther gläubig geworden sind. Weder die Pflanzenden sind etwas noch die Begießenden, denn „Gott ... hat es fortwährend wachsen lassen“, und sie sind seine „Mitarbeiter“. Die Feuerprobe wird zum Vorschein bringen, wessen Werke dauerhaft sind. Paulus sagt zu den Korinthern: „Ihr [seid] Gottes Tempel“, in dem sein Geist wohnt. „Die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott.“ Deshalb soll sich niemand der Menschen rühmen, denn alle Dinge gehören tatsächlich Gott (3:6, 9, 16, 19).
10. Warum haben die Korinther keinen Grund, sich zu rühmen, und welche Schritte unternimmt Paulus, um die Angelegenheit in Ordnung zu bringen?
10 Paulus und Apollos sind demütige Verwalter der heiligen Geheimnisse Gottes, und Verwalter sollten als treu erfunden werden. Wer sind die Brüder in Korinth, daß sie sich rühmen, und was haben sie, das sie nicht empfangen haben? Sind sie reich geworden, haben sie als Könige zu herrschen begonnen, und sind sie verständig und stark geworden, während die Apostel, die sowohl Engeln als auch Menschen ein Schauspiel geworden sind, noch töricht und schwach, der Abschaum aller Dinge, sind? Paulus schickt Timotheus, damit dieser ihnen hilft, sich an die Methoden des Apostels in Verbindung mit Christus zu erinnern und seine Nachahmer zu werden. Wenn Jehova es will, wird Paulus selbst binnen kurzem kommen und nicht nur die Reden derer kennenlernen, die aufgeblasen sind, sondern auch ihre Kraft.
11. Welcher Fall von Unsittlichkeit ist unter den Korinthern vorgekommen, was muß unternommen werden, und wieso?
11 Die Versammlung rein erhalten (5:1—6:20). Ein empörender Fall von Unsittlichkeit unter den Korinthern ist berichtet worden. Ein Mann hat die Frau seines Vaters genommen. Er muß dem Satan übergeben werden, weil ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert. Sie sollen keinen Umgang mit jemand haben, der zwar Bruder genannt wird, aber böse ist.
12. (a) Was sagt Paulus darüber, daß man einander vor Gericht bringt? (b) Warum äußert er die Worte: „Flieht vor der Hurerei.“?
12 Die Korinther haben sich sogar gegenseitig vor Gericht gebracht. Wäre es nicht besser, übervorteilt zu werden? Sind sie angesichts dessen, daß sie die Welt und Engel richten werden, nicht in der Lage, jemand unter sich zu finden, der zwischen Brüdern richten kann? Außerdem sollten sie rein sein, denn Hurer, Götzendiener und ähnliche werden Gottes Königreich nicht erben. Einige von ihnen gehörten zu dieser Art Personen, aber sie sind reingewaschen und geheiligt worden. „Flieht vor der Hurerei“, sagt Paulus. „Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Auf jeden Fall verherrlicht Gott in dem aus euch bestehenden Leibe“ (6:18, 20).
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