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Die Auferstehung – eine sichere HoffnungDer Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Dezember
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Paulus geht auf dieses Thema in 1. Korinther, Kapitel 15 ein. Was er schrieb, machte den Christen im 1. Jahrhundert bestimmt Mut. Dieses Kapitel kann auch uns Mut machen und uns in einer Hoffnung bestärken, die wir vielleicht schon lange hegen.
4. Was gibt uns die Sicherheit, dass geliebte Verstorbene wieder leben können?
4 Jesu Auferweckung gibt uns die Sicherheit, dass geliebte Verstorbene auferstehen können. Sie gehörte zur „guten Botschaft“, die Paulus den Korinthern verkündete (1. Kor. 15:1, 2). Wie er sogar sagte, wäre der Glaube eines Christen, der Jesu Auferstehung leugnet, nutzlos (1. Kor. 15:17). Der Glaube an Jesu Auferstehung ist für unsere christliche Hoffnung zentral.
5, 6. Was bedeutet 1. Korinther 15:3, 4 für uns?
5 Zu Beginn seiner Abhandlung über die Auferstehung nennt Paulus drei Tatsachen, nämlich dass Christus 1. „für unsere Sünden starb“, 2. „begraben wurde“ und 3. „gemäß den Schriften am dritten Tag auferweckt wurde“. (Lies 1. Korinther 15:3, 4.)
6 Was bedeuten Jesu Tod, Begräbnis und Auferstehung für uns? Wie der Prophet Jesaja voraussagte, würde der Messias „aus dem Land der Lebenden“ ausgelöscht werden und „eine Grabstätte bei den Bösen“ erhalten. Aber das sollte nicht alles sein. Jesaja fügte hinzu, dass der Messias „die Sünde vieler“ tragen würde. Das tat Jesus, als er sein Leben als Lösegeld gab (Jes. 53:8, 9, 12; Mat. 20:28; Röm. 5:8). Jesu Tod, Begräbnis und Auferstehung bilden demnach eine solide Grundlage für unsere Hoffnung, von Sünde und Tod befreit zu werden und unsere lieben Verstorbenen wiederzusehen.
DURCH VIELE ZEUGEN BESTÄTIGT
7, 8. Warum können Christen überzeugt sein, dass Jesus auferweckt wurde?
7 Unsere Hoffnung auf eine Auferstehung ist eng mit Jesu Auferstehung verbunden. Wir müssen also davon überzeugt sein, dass Jesus von Jehova auferweckt wurde. Welche Beweise haben wir dafür?
8 Für Jesu Auferstehung gibt es viele Augenzeugen (1. Kor. 15:5-7). Der erste, den Paulus nennt, ist Petrus (Kephas). Dass Petrus den auferweckten Jesus gesehen hatte, wurde von mehreren Jüngern bestätigt (Luk. 24:33, 34). Auch „die Zwölf“, also die Apostel, sahen Jesus nach seiner Auferstehung. Später „erschien er mehr als 500 Brüdern auf einmal“. Das geschah vielleicht bei dem freudigen Treffen in Galiläa, das in Matthäus 28:16-20 erwähnt wird. „Danach erschien er Jakobus“, offensichtlich Jesu Halbbruder, der vorher nicht geglaubt hatte, dass Jesus der Messias ist (Joh. 7:5). Nachdem er jedoch den auferstandenen Jesus gesehen hatte, war er überzeugt. Als Paulus um das Jahr 55 diesen Brief schrieb, waren interessanterweise viele Augenzeugen noch am Leben. Wer also Zweifel hatte, konnte sich Jesu Auferstehung von glaubwürdigen Zeugen bestätigen lassen.
9. Wie zeigt Apostelgeschichte 9:3-5, dass auch Paulus Jesu Auferstehung bezeugen konnte?
9 Später erschien Jesus auch Paulus selbst (1. Kor. 15:8). Auf dem Weg nach Damaskus hörte Paulus (Saulus) die Stimme des auferstandenen Jesus und sah ihn in einer Vision in himmlischer Herrlichkeit. (Lies Apostelgeschichte 9:3-5.) Was Paulus erlebte, war ein weiterer Beleg dafür, dass Jesus tatsächlich auferstanden war (Apg. 26:12-15).
10. Wozu bewog Paulus der Glaube an Jesu Auferstehung?
10 Dass Paulus Jesu Auferstehung bezeugte, war für manche vielleicht besonders interessant, weil er die Christen verfolgt hatte. Sobald für ihn jedoch feststand, dass Jesus auferweckt worden war, tat er sein Möglichstes, um auch andere davon zu überzeugen. Dafür nahm er Schläge, Haft und Schiffbruch in Kauf (1. Kor. 15:9-11; 2. Kor. 11:23-27). Paulus war von Jesu Auferstehung so überzeugt, dass er bereit war, für seinen Glauben zu sterben. Sind all diese Aussagen nicht klare Belege dafür, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde? Stärken sie nicht unseren Glauben an die Auferstehung?
FALSCHE ANSICHTEN WIDERLEGT
11. Warum hatten manche in Korinth vielleicht falsche Ansichten über die Auferstehung?
11 In Korinth gab es manche, die falsche Ansichten über die Auferstehung hatten. Sie behaupteten sogar, es gäbe gar „keine Auferstehung der Toten“ (1. Kor. 15:12). Philosophen in Athen hatten sich über die Vorstellung, Jesus sei auferstanden, lustig gemacht. Dieses Denken hatte manche in Korinth vielleicht beeinflusst (Apg. 17:18, 31, 32). Andere fassten die Auferstehung möglicherweise sinnbildlich auf, so als sei man in Sünde „tot“ gewesen und als Christ „lebendig“ geworden. Warum auch immer sie die Auferstehung ablehnten, ihr Glaube war sinnlos. Wenn Jesus nicht auferweckt wurde, ist kein Lösegeld bezahlt worden und niemand war frei von Sünden. Wer die Auferstehung leugnete, hatte demnach keine echte Hoffnung (1. Kor. 15:13-19; Heb. 9:12, 14).
12. Wie unterschied sich Jesu Auferstehung laut 1. Petrus 3:18, 22 von früheren?
12 Paulus wusste aus eigener Erfahrung, dass „Christus ... von den Toten auferweckt worden“ war. Diese Auferstehung war besser als die Auferstehung aller, die zuvor auferweckt worden waren, denn sie mussten wieder sterben. Wie Paulus sagte, war Jesus „der Erstling von denen, die gestorben sind“. Wie ist das zu verstehen? Er war der Erste, der als Geistwesen zum Leben erweckt wurde, und der Erste unter den Menschen, der in den Himmel auffuhr (1. Kor. 15:20; Apg. 26:23; lies 1. Petrus 3:18, 22).
DIEJENIGEN, DIE „LEBENDIG GEMACHT WERDEN“
13. Was sagte Paulus über den Unterschied zwischen Adam und Jesus?
13 Wie konnte der Tod eines Menschen für Millionen andere Leben bedeuten? Paulus liefert eine logische Antwort. Er stellt das, was Adam über die Menschheit brachte, dem gegenüber, was durch Jesus möglich wurde. Mit Bezug auf Adam sagt er, dass „der Tod durch einen Menschen“ kam. Als Adam sündigte, stürzte er sich und seine Nachkommen ins Unglück. Unter den tragischen Folgen seines Ungehorsams leiden wir noch heute. Doch da Jehova seinen Sohn auferweckt hat, haben wir eine echte Perspektive. „Auch die Auferstehung der Toten [kommt] durch einen Menschen“, Jesus. Denn „wie in Adam alle sterben, so werden auch im Christus alle lebendig gemacht werden“ (1. Kor. 15:21, 22).
14. Wird Adam auferweckt? Erkläre es.
14 Was meinte Paulus damit, dass „in Adam alle sterben“? Er dachte an Adams Nachkommen, die Sünde und Unvollkommenheit geerbt haben und deswegen sterben (Röm. 5:12). Adam gehört nicht zu denen, die „lebendig gemacht werden“. Ihm kommt Jesu Lösegeld nicht zugute, weil er ein vollkommener Mensch war und Gott bewusst nicht gehorchte. Für ihn gilt dasselbe Urteil wie für diejenigen, die „der Menschensohn“ als „Ziegen“ einstuft – „ewige Abschneidung“ (Mat. 25:31-33, 46; Heb. 5:9).
Jesus war der Erste von vielen, die zu Leben im Himmel auferweckt wurden (Siehe Absatz 15, 16)b
15. Wer gehört dazu, wenn es heißt, dass „alle lebendig gemacht werden“?
15 Wie Paulus sagte, würden „im Christus alle lebendig gemacht werden“ (1. Kor. 15:22). Paulus schrieb an gesalbte Christen in Korinth, die zu Leben im Himmel auferweckt würden. Sie waren „durch die Verbindung mit Christus Jesus geheiligt und zu Heiligen berufen“ worden. Außerdem erwähnte Paulus diejenigen, die „in Christus gestorben sind“ (1. Kor. 1:2; 15:18; 2. Kor. 5:17). In einem anderen inspirierten Brief schrieb er, dass diejenigen, die wie Jesus „gestorben sind und so mit ihm vereint“ wurden, auch wie Jesus „auferstehen und so mit ihm vereint werden“ (Röm. 6:3-5). Jesus wurde als Geist auferweckt und kam in den Himmel. Das wird auch mit allen geschehen, die mit ihm verbunden sind, also den gesalbten Christen.
16. Was deutet Paulus mit dem Wort „Erstling“ an?
16 Wie Paulus schrieb, wurde Jesus als „der Erstling von denen, die gestorben sind“, auferweckt. Es gab natürlich schon Menschen, wie zum Beispiel Lazarus, die auf der Erde auferweckt worden waren. Doch Jesus war der Erste, der als Geist auferweckt wurde und ewiges Leben erhielt. Er war mit dem ersten Ertrag der Ernte vergleichbar, den die Israeliten Gott darbrachten. Mit dem Wort „Erstling“ deutet Paulus zudem an, dass nach Jesus noch weitere zu Leben im Himmel auferweckt würden. Die Apostel und andere, die mit Jesus verbunden sind, würden Jesus folgen und schließlich eine Auferstehung erleben, die seiner gleicht.
17. Wann würden diejenigen, die mit Christus verbunden sind, ihren Lohn bekommen?
17 Als Paulus an die Korinther schrieb, hatte die Auferstehung derer, die mit Christus verbunden waren und im Himmel leben würden, noch nicht begonnen. Er bezog sich auf eine Zeit in der Zukunft, als er schrieb: „Jeder ... nach einer bestimmten Reihenfolge: Christus, der Erstling, danach die, die zum Christus gehören, während seiner Gegenwart“ (1. Kor. 15:23; 1. Thes. 4:15, 16). Wir leben heute in dieser vorausgesagten „Gegenwart“. Die Apostel und andere gesalbte Christen mussten auf diese Gegenwart warten. Erst dann würden sie ihren Lohn im Himmel bekommen und wie Jesus „auferstehen und so mit ihm vereint werden“.
WIR HABEN EINE SICHERE HOFFNUNG
18. (a) Warum können wir davon ausgehen, dass nach der Auferstehung zu Leben im Himmel eine weitere Auferstehung folgt? (b) Was wird im Himmel passieren, wie in 1. Korinther 15:24-26 angedeutet wird?
18 Was ist mit all den treuen Christen, die nicht die Aussicht haben, im Himmel zu leben? Auch sie können auf eine Auferstehung hoffen. Wie die Bibel sagt, haben Paulus und die anderen, die in den Himmel kommen, an der Auferstehung teil, die „früher“ stattfindet (Phil. 3:11). Das lässt darauf schließen, dass es eine weitere Auferstehung gibt. Und das wiederum passt zu dem, was Hiob über seine Zukunft sagte (Hiob 14:15). Diejenigen, die „zum Christus gehören“ und während seiner Gegenwart auferstehen, werden bei ihm im Himmel sein, wenn er jede Art Regierung und alle Autorität und Macht beseitigt. „Als letzter Feind“ wird sogar „der Tod beseitigt“. Alle, die in den Himmel kommen, werden nie mehr zu sterben brauchen. Aber was ist mit den anderen? (Lies 1. Korinther 15:24-26.)
19. Was erwartet die, die nicht im Himmel leben werden?
19 Was erwartet die, die nicht im Himmel leben werden? Ihnen können die Worte von Paulus Zuversicht geben: „Ich setze meine Hoffnung auf Gott ..., dass es eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten geben wird“ (Apg. 24:15). Natürlich kommen Ungerechte nicht in den Himmel, also müssen diese Worte auf eine künftige Auferstehung auf der Erde hindeuten.
Wenn wir fest an die Auferstehung glauben, können wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken (Siehe Absatz 20)c
20. Wie wurde dein Glaube an die Auferstehung gestärkt?
20 Es gibt keinen Zweifel, „dass es eine Auferstehung ... geben wird“. Wer auf der Erde auferweckt wird, hat die Aussicht, ewig auf ihr zu leben. Auf dieses Versprechen kannst du dich verlassen. Diese Hoffnung kann dich trösten, wenn du an geliebte Verstorbene denkst. Sie können auferstehen, wenn Christus und andere „während der 1 000 Jahre als Könige ... regieren“ (Offb. 20:6). Und solltest du vor Beginn der Tausendjahrherrschaft sterben, kannst auch du die sichere Hoffnung haben, auferweckt zu werden. Diese „Hoffnung führt nicht zur Enttäuschung“ (Röm. 5:5). Sie kann dir Kraft geben und dir im Dienst für Gott Freude schenken. Im nächsten Artikel geht es darum, was wir aus 1. Korinther, Kapitel 15 noch lernen können.
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„Wie werden die Toten auferweckt werden?“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Dezember
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Aus der Bibel erfahren wir nicht alle Details über die Auferstehung der Gesalbten, aber der Apostel Paulus liefert uns einige Informationen darüber. Die Gesalbten werden bei Jesus sein, „wenn er jede Art Regierung und alle Autorität und Macht beseitigt“. Dazu gehört „als letzter Feind“ auch „der Tod“. Schließlich werden Jesus und seine Mitregenten sich selbst und alles andere Jehova unterwerfen (1. Kor. 15:24-28). Wie wunderschön diese Zeit sein wird!b
3. Wozu war Paulus gemäß 1. Korinther 15:30-32 wegen seines Glaubens an die Auferstehung in der Lage?
3 Der Glaube an die Auferstehung war Paulus eine Hilfe in verschiedenen Gefahren. (Lies 1. Korinther 15:30-32.) „Täglich sehe ich dem Tod ins Auge“, schrieb er an die Korinther. Weiter erklärte er, er habe „in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft“. Damit bezog er sich womöglich auf Kämpfe mit echten Tieren im Theater von Ephesus (2. Kor. 1:8; 4:10; 11:23). Oder er meinte damit gegnerische Juden und andere, die wie „wilde Tiere“ waren (Apg. 19:26-34; 1. Kor. 16:9). Wie dem auch sei, Paulus war großen Gefahren ausgesetzt, und trotzdem sah er optimistisch in die Zukunft (2. Kor. 4:16-18).
Eine Familie in einer Gegend, wo das Predigtwerk eingeschränkt ist: Sie setzen ihren Dienst treu fort und vertrauen fest darauf, dass Gott ihnen eine wunderbare Zukunft schenken wird (Siehe Absatz 4)
4. Wieso ist die Auferstehungshoffnung für Christen eine Kraftquelle? (Siehe Titelbild.)
4 Wir leben heute in gefährlichen Zeiten. Manche unserer Brüder und Schwestern sind Opfer von Verbrechen geworden. Andere leben in Kriegsgebieten, wo sie sich alles andere als sicher fühlen. Wieder andere dienen Jehova in Ländern, in denen unsere Predigttätigkeit eingeschränkt oder sogar verboten ist, und riskieren dafür sogar ihr Leben oder ihre Freiheit. Dennoch machen sie alle mutig weiter und geben uns ein hervorragendes Beispiel. Sie sind sicher: Selbst wenn sie ihr Leben jetzt verlieren, hält Jehova etwas viel Besseres für sie bereit.
5. Welche Einstellung könnte unseren Glauben an die Auferstehung schwächen?
5 Paulus warnte seine Brüder vor einer gefährlichen Einstellung. Manche dachten: „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann ‚lasst uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben‘ .“ Diese Sichtweise gab es, schon lange bevor Paulus gelebt hatte. Vielleicht zitierte er Jesaja 22:13, wo die Haltung der Israeliten beschrieben wird. Statt Gottes Nähe zu suchen, lebten sie für das Vergnügen. Sie handelten quasi nach dem immer noch gängigen Motto „Lebe heute – wer weiß, was morgen ist!“. Die schlimmen Folgen ihrer Denkweise sind in der Bibel gut belegt (2. Chr. 36:15-20).
6. Wie sollte sich unser Glaube an die Auferstehung auf die Wahl unseres Umgangs auswirken?
6 Die Tatsache, dass Jehova die Toten auferwecken kann, sollte sich auf die Wahl unseres Umgangs auswirken. Die Brüder in Korinth mussten sich davor hüten, mit Menschen Gemeinschaft zu pflegen, die die Auferstehung leugneten. Die Lehre für uns: Es führt zu nichts Gutem, regelmäßig mit Leuten Umgang zu haben, die nur für den Moment leben. Kontakt mit ihnen zu pflegen kann sich verheerend auf die Einstellung und Gewohnheiten echter Christen auswirken, sodass sie vielleicht sogar Dinge tun, die Gott hasst. Deswegen fordert Paulus nachdrücklich dazu auf: „Kommt zur Besinnung, handelt gerecht und treibt nicht Sünde“ (1. Kor. 15:33, 34).
WAS FÜR EIN KÖRPER?
7. Welche Frage über die Auferstehung stellten manche womöglich, wie aus 1. Korinther 15:35-38 hervorgeht?
7 Lies 1. Korinther 15:35-38. Manche, die die Auferstehung in Zweifel ziehen wollten, fragten womöglich: „Wie werden die Toten auferweckt werden?“ Da heute viele ihre persönlichen Ansichten über das Leben nach dem Tod haben, ist es gut, sich anzusehen, wie Paulus diese Frage beantwortete. Was lehrt die Bibel?
Paulus veranschaulichte mit einem Samenkorn und einer Pflanze, dass Gott Menschen, die er auferweckt, einen geeigneten Körper geben kann (Siehe Absatz 8)
8. Welcher Vergleich kann uns helfen, die Auferstehung zu Leben im Himmel zu verstehen?
8 Wenn Menschen sterben, zerfällt ihr Körper. Doch der, der das Universum aus dem Nichts erschaffen hat, kann sie mit einem geeigneten Körper auferwecken (1. Mo. 1:1; 2:7). Um zu veranschaulichen, dass Gott nicht denselben Körper wiederherstellen muss, sprach Paulus von einem „bloßen Korn“ oder einem Pflanzensamen. Wenn ein Samenkorn ausgesät wird, keimt es und entwickelt sich zu einer neuen Pflanze. Diese unterscheidet sich sehr von dem kleinen Samenkorn. Wie der Vergleich zeigt, kann unser Schöpfer Menschen, die er auferweckt, „nach seinem Belieben einen Körper“ geben.
9. Wie unterscheiden sich Körper laut 1. Korinther 15:39-41?
9 Lies 1. Korinther 15:39-41. Wie Paulus schrieb, gibt es in der Schöpfung eine große Vielfalt. Zum Beispiel haben Landtiere, Vögel und Fische unterschiedliche physische Körper. Am Himmel erkennt man Unterschiede zwischen der Sonne und dem Mond. Und „ein Stern unterscheidet sich vom anderen an Pracht“. Auch wenn es mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, existieren nach Aussage von Wissenschaftlern sogenannte Rote Riesen, Weiße Zwerge sowie Gelbe Zwerge, wie etwa unsere Sonne. Außerdem erklärte Paulus, dass „es himmlische Körper und irdische Körper“ gibt. Was meinte er damit? Auf der Erde gibt es physische Körper, im Himmel dagegen geistige, wie sie zum Beispiel die Engel haben.
10. Was für einen Körper bekommen die, die zu Leben im Himmel auferstehen?
10 Als Nächstes schrieb Paulus: „So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit.“ Nach dem Tod verwest der Körper und wird wieder zu Staub (1. Mo. 3:19). Wie kann er dann „in Unverweslichkeit“ auferweckt werden? Paulus bezog sich nicht auf Menschen, die zu Leben auf der Erde auferweckt werden, wie diejenigen, die von Elia, Elisa und Jesus auferweckt wurden. Er meinte Menschen, die bei ihrer Auferweckung einen „geistigen Körper“ erhalten, der im Himmel leben kann (1. Kor. 15:42-44).
11, 12. Was veränderte sich bei Jesus, als er auferweckt wurde, und inwiefern wird es bei den Gesalbten ähnlich sein?
11 Als Jesus auf der Erde lebte, hatte er einen physischen Körper. Bei seiner Auferweckung wurde er jedoch „ein lebengebender Geist“ und kehrte in den Himmel zurück. Auch die Gesalbten werden mit einem Körper auferweckt, mit dem sie im Himmel leben können. Paulus erklärte: „So, wie wir das Ebenbild dessen sind, der aus Staub gemacht wurde, so werden wir auch das Ebenbild des Himmlischen sein“ (1. Kor. 15:45-49).
12 Es ist wichtig, im Sinn zu behalten, dass Jesus nicht mit einem menschlichen Körper auferweckt wurde. Paulus nennt gegen Ende seiner Ausführungen den Grund: „Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht erben“ (1. Kor. 15:50). Die Apostel und andere Gesalbte würden nicht mit verweslichen Körpern aus Fleisch und Blut zu Leben im Himmel auferweckt. Wann würde ihre Auferstehung stattfinden? Paulus betonte, dass sie nicht gleich nach ihrem Tod auferstehen würden, sondern in der Zukunft. Als er den ersten Korintherbrief schrieb, waren einige Jünger, wie zum Beispiel der Apostel Jakobus, bereits gestorben (Apg. 12:1, 2). Andere Apostel und Gesalbte würden später sterben (1. Kor. 15:6).
SIEG ÜBER DEN TOD
13. Woran würde die Gegenwart Jesu zu erkennen sein?
13 Sowohl Jesus als auch Paulus wiesen auf eine besondere Zeit in der Geschichte hin – die Gegenwart Christi. Sie würde an Kriegen, Erdbeben, Seuchen und anderen weltweiten Entwicklungen zu erkennen sein. Diese biblische Prophezeiung erfüllt sich seit 1914 vor unseren Augen. Zu dem Zeichen würde ein weiteres wichtiges Element gehören. Wie Jesus sagte, würde die gute Botschaft, dass Gottes Königreich regiert, „auf der ganzen bewohnten Erde bekannt gemacht werden als Zeugnis für alle Völker“, und dann würde „das Ende kommen“ (Mat. 24:3, 7-14). Wie Paulus schrieb, wäre die „Gegenwart des Herrn“ auch eine Zeit, in der gesalbte Christen, „die im Tod schlafen“, auferweckt werden (1. Thes. 4:14-16; 1. Kor. 15:23).
14. Was geschieht mit Gesalbten, die während der Gegenwart Christi sterben?
14 Gesalbte, die heute sterben, werden sofort zu Leben im Himmel auferweckt. Das geht aus 1. Korinther 15:51, 52 hervor, wo Paulus schrieb: „Wir werden nicht alle im Tod schlafen, aber wir werden alle verwandelt werden, in einem Moment, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Trompete.“ Das erfüllt sich in unserer Zeit. Diese Brüder Christi erleben nach ihrer Auferstehung die große Freude, „immer beim Herrn [zu] sein“ (1. Thes. 4:17).
Diejenigen, die „in einem Augenblick“ verwandelt werden, werden zusammen mit Jesus die Völker zerschmettern (Siehe Absatz 15)
15. Welche Aufgabe werden diejenigen haben, die „in einem Augenblick“ verwandelt werden?
15 Aus der Bibel erfahren wir, welche Aufgabe diejenigen im Himmel erwartet, die „in einem Augenblick“ verwandelt werden. Jesus sagt zu ihnen: „Wer siegt und bis zum Ende so handelt, wie ich es vorgelebt habe, dem werde ich Macht über die Völker geben, und er wird die Menschen mit einem eisernen Stab hüten, sodass sie wie Tongefäße zerschmettert werden – so wie auch ich von meinem Vater Macht empfangen habe“ (Offb. 2:26, 27). Sie werden ihrem Befehlshaber folgen und die Völker mit einem eisernen Stab hüten (Offb. 19:11-15).
16. Wie werden viele Menschen über den Tod siegen?
16 Die Gesalbten werden eindeutig über den Tod siegen (1. Kor. 15:54-57). Dank ihrer Auferstehung können sie im Krieg von Armageddon einen Anteil am Sieg über das Böse auf der ganzen Welt haben. Millionen andere Christen – Männer und Frauen – werden „aus der großen Drangsal kommen“ und in Gottes neuer Welt leben (Offb. 7:14). Sie werden dann auf der Erde Augenzeugen von einem weiteren Sieg über den Tod sein: der Auferstehung von Milliarden Menschen, die in der Vergangenheit gestorben sind. Stellen wir uns vor, was für eine Freude dann herrschen wird! (Apg. 24:15). Alle, die Jehova völlig treu bleiben, werden sogar über den von Adam geerbten Tod siegen. Sie werden für immer leben können.
17. Wozu fordert uns 1. Korinther 15:58 auf?
17 Wir können für die tröstenden Worte über die Auferstehung, die Paulus an die Korinther schrieb, wirklich dankbar sein. Wir haben allen Grund, seiner Aufforderung zu folgen: „Seid ... reichlich beschäftigt im Werk des Herrn.“ (Lies 1. Korinther 15:58.) Wenn wir in diesem Werk unser Bestes geben, erwartet uns eine Zukunft voller Freude. Sie wird schöner sein als alles, was wir uns vorstellen können. Es wird kein Zweifel bestehen, dass unsere harte Arbeit in Verbindung mit dem Herrn nicht vergeblich war.
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