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Glaube und Gottesfurcht machen mutigDer Wachtturm 2006 | 1. Oktober
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Glaube und Gottesfurcht machen mutig
„Sei mutig und stark. . . . Jehova, dein Gott, ist mit dir“ (JOSUA 1:9).
1, 2. (a) Wie groß war, menschlich gesehen, Israels Aussicht, die Kanaaniter zu besiegen? (b) Welche Zusicherung erhielt Josua?
IM Jahr 1473 v. u. Z. standen die Israeliten bereit, in das Land der Verheißung einzuziehen. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen ermahnte Moses die Nation: „Höre, o Israel, du überschreitest heute den Jordan, um einzuziehen und Nationen zu enteignen, die größer und mächtiger sind als du, Städte, groß und bis an die Himmel befestigt, ein Volk, groß und hochgewachsen, die Söhne der Enakiter, von denen du . . . hast sagen hören: ‚Wer kann vor den Söhnen Enaks standhalten?‘ “ (5. Mose 9:1, 2). Jene riesenhaften Krieger waren tatsächlich zum Sprichwort geworden. Außerdem verfügten einige kanaanitische Völker über ein gut gerüstetes Heer mit Pferden und Kriegswagen, die an den Rädern eiserne Sicheln hatten (Richter 4:13).
2 Die Israeliten waren dagegen ein Sklavenvolk gewesen und hatten anschließend 40 Jahre in der Wildnis gelebt. Menschlich gesehen war ihre Chance, Siege zu erringen, nicht sehr groß. Doch Moses hatte Glauben; er konnte Jehova, der sie führte, „sehen“ (Hebräer 11:27). „Jehova, dein Gott, [zieht] vor dir hinüber“, spornte er Israel an. „Er wird sie vertilgen, und er selbst wird sie vor dir unterwerfen“ (5. Mose 9:3; Psalm 33:16, 17). Nach Moses’ Tod versprach Jehova Josua, ihn zu unterstützen: „Steh auf, zieh über diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Söhnen Israels, gebe. Niemand wird vor dir standhalten alle Tage deines Lebens. So, wie es sich erwiesen hat, dass ich mit Moses war, so wird es sich erweisen, dass ich mit dir bin“ (Josua 1:2, 5).
3. Wie stärkte Josua seinen Glauben und seinen Mut?
3 Damit Josua von Jehova unterstützt und geleitet würde, musste er Gottes Gesetz lesen, darüber nachsinnen und sich daran halten. „Dann wirst du deinen Weg zum Erfolg machen, und dann wirst du weise handeln“, sagte Jehova. „Habe ich dir nicht geboten? Sei mutig und stark. Entsetz dich nicht, und erschrick nicht, denn Jehova, dein Gott, ist mit dir, wohin du auch gehst“ (Josua 1:8, 9). Josua hörte auf Gott und war daher mutig, stark und erfolgreich. Die meisten seiner Zeitgenossen hörten jedoch nicht auf Gott. Deshalb waren sie nicht erfolgreich und mussten in der Wildnis sterben.
Ein ungläubiges, mutloses Volk
4, 5. (a) Wie waren die zehn Kundschafter im Vergleich zu Josua und Kaleb eingestellt? (b) Wie reagierte Jehova auf den Unglauben des Volkes?
4 Vierzig Jahre zuvor, als Israel zum ersten Mal vor den Toren Kanaans stand, hatte Moses zwölf Männer ausgesandt, das Land auszukundschaften. Zehn von ihnen kamen angsterfüllt zurück. „Alle Leute, die wir in seiner Mitte sahen, sind Menschen von außergewöhnlicher Größe“, jammerten sie. „Wir sahen dort die Nephilim, die Söhne Enaks, die von den Nephilim stammen; sodass wir in unseren eigenen Augen wie Grashüpfer wurden.“ Waren tatsächlich „alle Leute“ — nicht nur die Enakiter — riesengroß? Nein. Handelte es sich bei den Enakitern um Nachkommen der vorsintflutlichen Nephilim? Natürlich nicht! Sie übertrieben also; dennoch verbreitete sich im ganzen Lager Furcht. Das Volk wollte sogar nach Ägypten, dem Land seiner Sklaverei, zurückkehren (4. Mose 13:31 bis 14:4).
5 Doch zwei der Kundschafter, Josua und Kaleb, brannten darauf, in das Land der Verheißung einzuziehen. ‘Sie sind unser Brot’, sagten sie von den Kanaanitern. „Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und Jehova ist mit uns. Fürchtet sie nicht“ (4. Mose 14:9). War der Optimismus der beiden unvernünftig? Nicht im Geringsten! Zusammen mit der ganzen Nation hatten sie erlebt, wie Jehova das mächtige Ägypten und seine Götter durch zehn Plagen demütigte. Anschließend hatten Josua und Kaleb gesehen, wie Jehova den Pharao und seine Streitmacht im Roten Meer vernichtete (Psalm 136:15). Die Furcht der zehn Kundschafter und aller, die von ihnen beeinflusst worden waren, war völlig unentschuldbar. „Wie lange werden sie keinen Glauben in mich setzen bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?“, sagte Jehova, der sich tief verletzt fühlte (4. Mose 14:11).
6. In welcher Hinsicht ist Mut mit Glauben verwandt, und wie zeigt sich das in unserer Zeit?
6 Jehova sprach das Problem direkt an: Durch seine Feigheit verriet das Volk, dass es keinen Glauben hatte. Ja, Glaube und Mut sind eng miteinander verwandt, und zwar so eng, dass der Apostel Johannes mit Bezug auf die Christenversammlung und ihren geistigen Krieg schreiben konnte: „Das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube“ (1. Johannes 5:4). Ein Glaube, wie ihn Josua und Kaleb hatten, hat in unserer Zeit dazu geführt, dass weltweit über sechs Millionen Zeugen Jehovas — junge und alte, starke und schwache — die gute Botschaft vom Königreich verkündigen. Kein Feind kann dieses mächtige und mutige Heer zum Schweigen bringen (Römer 8:31).
Nicht „zurückweichen“!
7. Was bedeutet es, zurückzuweichen?
7 Das mutige Predigen der Diener Jehovas heute ist auf dieselbe Einstellung zurückzuführen, wie sie der Apostel Paulus hatte. Er schrieb: „Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele“ (Hebräer 10:39). Mit dem Wort „zurückweichen“ deutete Paulus keine vorübergehende Furchtsamkeit an, denn es gab mehrere treue Diener Gottes, die sich mitunter fürchteten (1. Samuel 21:12; 1. Könige 19:1-4). Der Ausdruck bedeutet auch „sich zurückziehen“ oder „die Wahrheit vernachlässigen“, wie ein biblisches Wörterbuch erklärt. Es könnte sich um den metaphorischen Gebrauch eines Ausdrucks handeln, der hier in Bezug auf den Dienst für Gott gebraucht wird und eigentlich das Reffen eines Segels bezeichnet, eine Maßnahme, durch die die Fahrt verlangsamt wird. Wer einen starken Glauben hat, denkt natürlich bei Schwierigkeiten — sei es Verfolgung, schwache Gesundheit oder eine andere Prüfung — nicht daran, langsamer zu machen. Er drängt im Dienst für Jehova voran und weiß, dass Jehova liebevoll um ihn besorgt ist und seine Grenzen kennt (Psalm 55:22; 103:14). Hast du diesen Glauben?
8, 9. (a) Wie stärkte Jehova den Glauben der ersten Christen? (b) Wodurch können wir unseren Glauben stärken?
8 Die Apostel hatten einmal den Eindruck, dass es ihnen an Glauben fehlte, weshalb sie Jesus baten: „Gib uns mehr Glauben“ (Lukas 17:5). Ihre Bitte wurde erfüllt, besonders zu Pfingsten 33 u. Z., als der versprochene heilige Geist auf die Jünger ausgegossen wurde und sie Gottes Wort und Vorsatz besser verstanden (Johannes 14:26; Apostelgeschichte 2:1-4). Im Glauben gestärkt, begannen sie zu predigen. Trotz Widerstand verkündigten sie die gute Botschaft „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist“ (Kolosser 1:23; Apostelgeschichte 1:8; 28:22).
9 Auch wir müssen Gottes Wort studieren, darüber nachsinnen und um heiligen Geist bitten, damit unser Glaube gestärkt wird und wir im Predigtdienst vorandrängen können. Wie Josua, Kaleb und die ersten Christen müssen wir die von Gott geoffenbarte Wahrheit in Herz und Sinn verankern. Nur dann haben wir Glauben und damit den nötigen Mut, in unserem geistigen Krieg bis zum Sieg auszuharren (Römer 10:17).
Der Glaube an die Existenz Gottes genügt nicht
10. Was schließt wahrer Glaube alles ein?
10 Mut und Ausharren setzt mehr voraus als Glauben an die Existenz Gottes. Das lehrt uns das Beispiel derer, die in alter Zeit die Lauterkeit bewahrten (Jakobus 2:19). Man muss Jehova als Person kennen lernen und ihm völlig vertrauen (Psalm 78:5-8; Sprüche 3:5, 6). Dazu gehört die felsenfeste Überzeugung, dass das Beachten der Gesetze und Grundsätze Gottes unserem Wohl dient (Jesaja 48:17, 18). Zu glauben heißt auch, die volle Gewissheit zu haben, dass Jehova alle seine Verheißungen wahr macht und „denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebräer 11:1, 6; Jesaja 55:11).
11. Wie wurden Josua und Kaleb für ihren Glauben und Mut gesegnet?
11 Ein solcher Glaube bleibt nicht unverändert. Er nimmt zu, wenn wir nach der Wahrheit leben, die daraus resultierenden Segnungen „schmecken“, die Erhörung unserer Gebete erleben und auch sonst in unserem Leben die Leitung Jehovas verspüren (Psalm 34:8; 1. Johannes 5:14, 15). Zweifellos wurde der Glaube von Josua und Kaleb umso stärker, je mehr sie Gottes Güte schmeckten (Josua 23:14). Denken wir an Folgendes: Wie Gott ihnen versprochen hatte, überlebten sie die 40-jährige Wanderung in der Wildnis (4. Mose 14:27-30; 32:11, 12). Sie durften sich an der sechs Jahre dauernden Eroberung des Landes Kanaan beteiligen. Schließlich erfreuten sie sich eines langen Lebens und guter Gesundheit und erhielten sogar ein eigenes Erbe. Wie sehr Jehova doch seine treuen und mutigen Diener belohnt! (Josua 14:6, 9-14; 19:49, 50; 24:29).
12. Wie macht Jehova ‘sein Wort groß’?
12 Gottes liebende Güte gegenüber Josua und Kaleb erinnert an die Worte des Psalmisten: „Du hast dein Wort groß gemacht selbst über all deinen Namen“ (Psalm 138:2). Wenn Jehova eine Verheißung mit seinem Namen verknüpft, macht er sie dadurch „groß“, dass ihre Verwirklichung alle Erwartungen übertrifft (Epheser 3:20). Menschen, die „Wonne an Jehova“ haben, werden niemals von ihm enttäuscht (Psalm 37:3, 4).
Ein Mann, der ‘Gott wohlgefiel’
13, 14. Warum benötigte Henoch Glauben und Mut?
13 Das Beispiel eines anderen vorchristlichen Zeugen, nämlich Henochs, lehrt uns viel über Glauben und Mut. Schon vor seiner Tätigkeit als Prophet wusste Henoch, dass sein Glaube und sein Mut erprobt würden. Wieso? Weil Jehova in Eden gesagt hatte, es werde Feindschaft herrschen zwischen seinen Dienern und denen, die Satan, dem Teufel, dienen (1. Mose 3:15). Dieser Hass hatte sich bereits zu Beginn der Menschheitsgeschichte einmal entladen, als Kain seinen Bruder Abel ermordete. Henoch wusste davon, denn Adam, der Vater von Kain und Abel, und er waren nahezu 310 Jahre lang Zeitgenossen (1. Mose 5:3-18).
14 Henoch war dennoch mutig. Er ‘wandelte weiterhin mit dem wahren Gott’ und verurteilte die „anstößigen Dinge“, die Menschen gegen Jehova redeten (1. Mose 5:22; Judas 14, 15). Da er furchtlos für die Wahrheit eintrat, hatte er offenbar viele Feinde; sie waren eine Gefahr für sein Leben. Doch Jehova ersparte diesem Propheten einen qualvollen Tod. Nachdem Henoch offenbart worden war, „dass er Gott wohlgefallen habe“, beendete Jehova sein Leben wahrscheinlich in einem Zustand prophetischer Trance (Hebräer 11:5, 13; 1. Mose 5:24).
15. Worin gab Henoch Jehovas Dienern von heute ein großartiges Beispiel?
15 Paulus erwähnte, dass Henoch „entrückt“ wurde, und betonte anschließend, wie wichtig Glaube ist: „Ohne Glauben . . . ist es unmöglich, ihm [Gott] wohlzugefallen“ (Hebräer 11:6). Ja, Glaube gab Henoch den Mut, mit Jehova zu wandeln und einer gottlosen Welt das Strafgericht anzukündigen. Darin gab uns Henoch ein großartiges Beispiel. Wir erfüllen eine vergleichbare Aufgabe in einer Welt, die der wahren Anbetung widersteht und in der das Böse in allen seinen Formen überhand nimmt (Psalm 92:7; Matthäus 24:14; Offenbarung 12:17).
Mut, der auf Gottesfurcht beruht
16, 17. Wer war Obadja, und in welcher Lage befand er sich?
16 Außer Glauben benötigen wir auch Ehrfurcht vor Gott, damit wir mutig sind. Sehen wir uns das außergewöhnliche Beispiel eines gottesfürchtigen Mannes an, der in den Tagen des Propheten Elia und des Königs Ahab, des Herrschers im Nordreich Israel, lebte. Während Ahabs Herrschaft hatte sich der Baalskult im Nordreich in beispiellosem Ausmaß verbreitet. Am Tisch Isebels, der Frau Ahabs, aßen tatsächlich 450 Baalspropheten und 400 Propheten des heiligen Pfahls (1. Könige 16:30-33; 18:19).
17 Isebel, eine ruchlose Feindin Jehovas, wollte die wahre Anbetung ausrotten. Sie ließ einige Propheten Jehovas ermorden und versuchte auch Elia umzubringen. Doch er konnte entkommen, weil er auf Anweisung Gottes auf die andere Seite des Jordan floh (1. Könige 17:1-3; 18:13). Können wir uns vorstellen, wie schwierig es damals im Nordreich gewesen sein muss, für die reine Anbetung einzutreten? Noch dazu, wenn man im Königspalast arbeitete! Das traf auf den gottesfürchtigen Obadjaa zu, der als Verwalter über das Haus Ahabs gesetzt war (1. Könige 18:3).
18. Was machte Obadja zu einem außergewöhnlichen Anbeter Jehovas?
18 Zweifellos ging Obadja bei der Anbetung Jehovas vorsichtig und besonnen vor. Er machte jedoch keine Zugeständnisse. In 1. Könige 18:3 heißt es: „Obadja seinerseits [hatte sich] als jemand erwiesen, der Jehova sehr fürchtete.“ Ja, Obadja war außergewöhnlich gottesfürchtig. Diese gesunde Furcht flößte ihm erstaunlichen Mut ein. Das zeigte sich, gleich nachdem Isebel die Propheten Jehovas hatte ermorden lassen.
19. Wodurch zeigte sich Obadjas Mut?
19 Der Bericht lautet: „Es [geschah], als Isebel Jehovas Propheten vom Leben abschnitt, dass Obadja dann hundert Propheten nahm und sie, je fünfzig in einer Höhle, versteckte, und er versorgte sie mit Brot und Wasser“ (1. Könige 18:4). Wie wir uns denken können, war es ein sehr gefährliches Unterfangen, hundert Männer im Geheimen zu versorgen. Weder Ahab noch Isebel durften davon etwas merken. Außerdem musste sich Obadja auch vor den 850 falschen Propheten in Acht nehmen, die im Palast aus und ein gingen. Darüber hinaus hätten die zahlreichen Baalsanbeter — vom Bauern bis zum Fürsten — zweifellos jede Gelegenheit genutzt, Obadja zu verraten und sich so beim Königspaar einzuschmeicheln. Obwohl er von all diesen Götzendienern umgeben war, bewies er Mut und versorgte die Propheten Jehovas. Wie mächtig die Gottesfurcht doch sein kann!
20. Wie half die Gottesfurcht Obadja, und inwiefern ist sein Beispiel für uns eine Hilfe?
20 Die Gottesfurcht machte Obadja mutig. Deshalb schützte ihn Jehova offensichtlich vor seinen Feinden. In Sprüche 29:25 heißt es: „Vor Menschen zu zittern ist das, was eine Schlinge legt, wer aber auf Jehova vertraut, wird beschützt werden.“ Obadja war kein Übermensch; er fürchtete sich genauso, entdeckt und getötet zu werden, wie wir uns davor fürchten würden (1. Könige 18:7-9, 12). Doch Gottesfurcht verlieh ihm den Mut, mit dem er alle Menschenfurcht überwand. Obadja ist für uns alle ein gutes Beispiel, besonders für diejenigen, die Jehova selbst auf die Gefahr hin dienen, ihre Freiheit oder sogar ihr Leben zu verlieren (Matthäus 24:9). Ja, seien wir alle bestrebt, Jehova „mit Gottesfurcht und Scheu“ zu dienen (Hebräer 12:28).
21. Was wird im folgenden Artikel behandelt?
21 Aber nicht nur Glaube und Gottesfurcht machen mutig; eine noch größere Kraft ist die Liebe. „Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit gegeben, sondern den der Kraft und der Liebe und des gesunden Sinnes“, schrieb Paulus (2. Timotheus 1:7). Der folgende Artikel zeigt, wie uns Liebe helfen kann, in den kritischen letzten Tagen mutig Jehova zu dienen (2. Timotheus 3:1).
[Fußnote]
a Nicht der Prophet Obadja.
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Mut wird durch Liebe gestärktDer Wachtturm 2006 | 1. Oktober
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Mut wird durch Liebe gestärkt
„Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit gegeben, sondern den der Kraft und der Liebe und des gesunden Sinnes“ (2. TIMOTHEUS 1:7).
1, 2. (a) Wozu ist jemand aus Liebe fähig? (b) Wieso war Jesu Mut außergewöhnlich?
ES GESCHAH in der Nähe eines Ortes an der australischen Ostküste. Ein frisch vermähltes Paar befand sich auf einem Tauchgang. Die beiden wollten gerade wieder an die Wasseroberfläche, als die Frau von einem großen Weißen Hai angegriffen wurde. Mutig stieß der Mann seine Frau weg und nahm es selbst mit dem Hai auf. „Er opferte sein Leben für mich“, erklärte die Witwe später bei der Begräbnisfeier.
2 Tatsächlich bringen Menschen aus Liebe oft erstaunlichen Mut auf. Jesus Christus sagte: „Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe“ (Johannes 15:13). Weniger als 24 Stunden nach diesem Ausspruch gab Jesus sein Leben hin — nicht nur für einen Menschen, sondern für viele (Matthäus 20:28). Er tat es auch nicht aus einer spontanen Opferbereitschaft heraus. Lange im Voraus wusste er, dass man ihn verspotten, misshandeln, zu Unrecht verurteilen und an einem Marterpfahl zu Tode bringen würde. Er bereitete seine Jünger sogar auf all das vor, als er ihnen erklärte: „Seht, wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Menschen der Nationen ausliefern, und sie werden Spott mit ihm treiben und werden ihn anspeien und ihn geißeln und ihn töten“ (Markus 10:33, 34).
3. Was trug zu Jesu außergewöhnlichem Mut bei?
3 Warum war Jesus so außergewöhnlich mutig? Eine große Rolle spielten Glaube und Gottesfurcht (Hebräer 5:7; 12:2). Vor allem aber war sein Mut auf die Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen zurückzuführen (1. Johannes 3:16). Denselben Mut können auch wir aufbringen, wenn wir außer Glauben und Gottesfurcht die gleiche Liebe entwickeln (Epheser 5:2). Wie ist uns das möglich? Wir müssen den Urquell der Liebe anerkennen.
‘Die Liebe ist aus Gott’
4. Wieso kann man sagen, Jehova sei der Urquell der Liebe?
4 Der Inbegriff und Urquell der Liebe ist Jehova. Der Apostel Johannes schrieb: „Geliebte, lasst uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennen gelernt, weil Gott Liebe ist“ (1. Johannes 4:7, 8). Liebe, wie Gott sie hat, kann sich nur entwickeln, wenn man Gott durch genaue Erkenntnis näher kommt und dieser entsprechend von Herzen gehorcht (Philipper 1:9; Jakobus 4:8; 1. Johannes 5:3).
5, 6. Was half Jesu ersten Nachfolgern, die Art Liebe zu entwickeln, wie er sie hatte?
5 In dem letzten Gebet, das Jesus in Gegenwart seiner 11 treuen Apostel sprach, zeigte er, welche Beziehung zwischen der Erkenntnis Gottes und zunehmender Liebe besteht. Er sagte: „Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gegeben und werde ihn bekannt geben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen“ (Johannes 17:26). Jesus half seinen Jüngern, die Art Liebe zu entwickeln, wie sie zwischen ihm und seinem Vater besteht. In Worten und durch sein Beispiel machte er ihnen klar, wofür Gottes Name steht, nämlich für die wunderbaren Eigenschaften Gottes. Jesus konnte daher sagen: „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen“ (Johannes 14:9, 10; 17:8).
6 Liebe, wie Christus sie hat, entsteht durch Gottes heiligen Geist (Galater 5:22). Als die ersten Christen zu Pfingsten 33 u. Z. den versprochenen heiligen Geist erhielten, erinnerten sie sich nicht nur an die vielen Dinge, die Jesus sie gelehrt hatte, sondern sie verstanden auch die Schriften besser. Dieses bessere Verständnis stärkte ihre Liebe zu Gott (Johannes 14:26; 15:26). Wozu führte das? Selbst unter Lebensgefahr verkündigten sie mutig und eifrig die gute Botschaft (Apostelgeschichte 5:28, 29).
Mut und Liebe in Tätigkeit
7. Was mussten Paulus und Barnabas auf ihrer Missionsreise durchmachen?
7 Der Apostel Paulus schrieb: „Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit gegeben, sondern den der Kraft und der Liebe und des gesunden Sinnes“ (2. Timotheus 1:7). Paulus sprach aus Erfahrung. Beachten wir, was er und Barnabas auf einer gemeinsamen Missionsreise erlebten. Sie predigten in mehreren Städten, wie Antiochia, Ikonion und Lystra. In jeder Stadt wurden einige Menschen gläubig, andere erwiesen sich dagegen als feindselige Gegner (Apostelgeschichte 13:2, 14, 45, 50; 14:1, 5). In Lystra wurde Paulus sogar von einem aufgebrachten Pöbel gesteinigt, und man ließ ihn liegen, weil man ihn für tot hielt. „Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt hinein. Und am nächsten Tag ging er mit Barnabas fort nach Derbe“ (Apostelgeschichte 14:6, 19, 20).
8. Wieso war der Mut von Paulus und Barnabas ein Beweis für ihre tiefe Liebe zu Menschen?
8 Versetzte dieser Mordversuch Paulus und Barnabas derart in Schrecken, dass sie aufgaben? Im Gegenteil! Nachdem sie in Derbe „ziemlich viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und nach Ikonion und nach Antiochia zurück“. Warum? Um die Neuen zu ermuntern, im Glauben stark zu bleiben. „Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen“, sagten Paulus und Barnabas. Ihr Mut war wirklich auf ihre tiefe Liebe zu Christi „Schäflein“ zurückzuführen (Apostelgeschichte 14:21-23; Johannes 21:15-17). Die beiden setzten in jeder neu gegründeten Versammlung Älteste ein, beteten und „vertrauten . . . sie Jehova an, an den sie gläubig geworden waren“.
9. Wie reagierten die Ältesten von Ephesus auf die Liebe von Paulus?
9 Paulus war so liebevoll und mutig, dass viele der ersten Christen ihn sehr liebten. Denken wir nur an das, was bei einer Zusammenkunft geschah, die Paulus mit den Ältesten von Ephesus abhielt, wo er drei Jahre zugebracht und viel Widerstand erlebt hatte (Apostelgeschichte 20:17-31). Er ermunterte sie, die ihnen anvertraute Herde Gottes zu hüten, und kniete dann mit ihnen nieder und betete. Danach „brachen alle in ziemlich starkes Weinen aus, und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn zärtlich, denn das Wort, das er geredet hatte, dass sie sein Angesicht nicht mehr sehen würden, hatte sie besonders schmerzlich berührt“. Wie sehr diese Brüder Paulus doch liebten! Als es Zeit war, aufzubrechen, mussten sich Paulus und seine Reisegefährten von den ansässigen Ältesten geradezu losreißen, so sehr hingen sie an ihm (Apostelgeschichte 20:36 bis 21:1).
10. Wie haben Jehovas neuzeitliche Zeugen Mut und Liebe zueinander bekundet?
10 Heute werden reisende Aufseher, Versammlungsälteste und viele andere sehr geliebt, weil sie im Interesse der Schafe Jehovas mutig handeln. In Ländern, in denen Bürgerkrieg tobt oder das Predigtwerk verboten ist, setzen beispielsweise reisende Aufseher und ihre Frauen ihr Leben oder ihre Freiheit aufs Spiel, um Versammlungen zu besuchen. Viele Zeugen Jehovas haben unter hasserfüllten Machthabern und deren Unterstützern zu leiden gehabt, weil sie ihre Mitzeugen nicht verraten oder nicht sagen wollten, woher sie geistige Speise bezogen. Tausende weitere sind verfolgt, gefoltert oder sogar getötet worden, weil sie nicht aufhörten, die gute Botschaft zu predigen und sich mit ihren Glaubensbrüdern zu versammeln (Apostelgeschichte 5:28, 29; Hebräer 10:24, 25). Nehmen wir uns an dem Glauben und der Liebe dieser mutigen Brüder und Schwestern ein Beispiel! (1. Thessalonicher 1:6).
Die Liebe nicht erkalten lassen
11. Auf welche Weise führt Satan einen geistigen Krieg gegen Jehovas Diener, und was erfordert das von ihnen?
11 Als Satan zur Erde hinabgeschleudert wurde, war er entschlossen, seine Wut an Jehovas Dienern auszulassen, weil sie „die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben“ (Offenbarung 12:9, 17). Eine Taktik des Teufels ist Verfolgung. Oft schlägt diese Strategie jedoch fehl, weil Gottes Diener unter Verfolgung in christlicher Liebe näher zusammenrücken und viele von ihnen zu größerem Eifer angespornt werden. Eine andere Taktik Satans besteht darin, an sündige Neigungen des Menschen zu appellieren. Auf diesen Trick nicht hereinzufallen erfordert in gewisser Weise auch Mut, weil es um einen inneren Kampf geht, einen Kampf gegen unrechte Begierden in unserem ‘verräterischen und heillosen’ Herzen (Jeremia 17:9; Jakobus 1:14, 15).
12. Wie versucht Satan durch den „Geist der Welt“ unsere Liebe zu Gott zu schwächen?
12 Satan verfügt noch über eine andere wirksame Waffe: den „Geist der Welt“, das heißt ihre vorherrschende Neigung oder Motivation, die in direktem Gegensatz zu Gottes heiligem Geist steht (1. Korinther 2:12). Der Geist der Welt fördert Habgier und Materialismus — „die Begierde der Augen“ (1. Johannes 2:16; 1. Timotheus 6:9, 10). Gegen materielle Dinge und Geld an sich ist zwar nichts einzuwenden, wenn aber unsere Liebe dazu die Liebe zu Gott verdrängt, dann hat Satan gesiegt. Die Macht oder „Gewalt“ des Geistes der Welt liegt in dem Reiz, den dieser Geist auf raffinierte Weise auf das sündige Fleisch ausübt. Er ist hartnäckig und allgegenwärtig. Lassen wir unser Herz nicht von dem Geist der Welt infizieren! (Epheser 2:2, 3; Sprüche 4:23).
13. Wodurch kann unsere Charakterstärke erprobt werden?
13 Mut oder Charakterstärke ist nötig, um dem Geist der Welt entschieden zu widerstehen. Es erfordert beispielsweise Mut, bei anstößigen Filmszenen oder Bildern das Kino zu verlassen oder das auf dem Computer- oder Fernsehbildschirm Gezeigte wegzuschalten. Mut ist auch erforderlich, um negativem Gruppenzwang die Stirn zu bieten und schlechten Umgang aufzugeben. Trotz Spott von Mitschülern, Arbeitskollegen, Nachbarn oder Verwandten für Gottes Gesetze und Grundsätze einzutreten erfordert ebenfalls Mut (1. Korinther 15:33; 1. Johannes 5:19).
14. Was sollten wir tun, falls wir von dem Geist der Welt infiziert sind?
14 Deshalb ist es wichtig, die Liebe zu Gott und unseren Glaubensbrüdern und -schwestern zu stärken. Nimm dir die Zeit, deine Ziele und deine Lebensweise unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden, ob du nicht irgendwie von dem Geist der Welt infiziert bist. Sollte das der Fall sein — wenn auch nur geringfügig —, dann bitte Jehova um die mutige Entschlossenheit, dieses Übel auszumerzen und nicht rückfällig zu werden. Jehova wird deine aufrichtigen Bitten nicht ignorieren (Psalm 51:17). Außerdem ist sein Geist viel mächtiger als der Geist der Welt (1. Johannes 4:4).
Prüfungen mutig begegnen
15, 16. Wie kann uns die Liebe, die Christen auszeichnet, helfen, mit Prüfungen fertig zu werden? Führe ein Beispiel an.
15 Zu weiteren Widrigkeiten, die Jehovas Diener zu ertragen haben, zählen die Auswirkungen von Unvollkommenheit und Alter: Krankheiten, Behinderungen, Niedergeschlagenheit und vieles mehr (Römer 8:22). In diesen Prüfungen kann uns die Liebe, die Christen auszeichnet, eine Hilfe sein. Nehmen wir zum Beispiel Namangolwa, die Tochter von Zeugen Jehovas in Sambia. Seit ihrem dritten Lebensjahr ist sie behindert. „Ich fühlte mich unter Menschen nicht wohl, weil ich dachte, mein Äußeres würde auf sie abstoßend wirken“, sagt sie. „Aber die Brüder in der Versammlung halfen mir, meine Hemmungen zu überwinden, und schließlich ließ ich mich taufen.“
16 Namangolwa hat zwar einen Rollstuhl, aber auf sandigen Straßen kommt sie damit oft nicht weiter und muss sich auf den Händen und Knien fortbewegen. Dennoch beteiligt sie sich am Predigtdienst und ist mindestens zwei Monate im Jahr als Hilfspionier tätig. Einmal kamen einer Frau die Tränen, als Namangolwa ihr Zeugnis gab. Warum? Weil sie von dem Glauben und dem Mut unserer Schwester tief beeindruckt war. Jehova hat Namangolwa reich gesegnet, denn fünf Personen, mit denen sie ein Bibelstudium durchführte, haben sich taufen lassen. Ein Getaufter dient inzwischen als Ältester. „Oft habe ich schreckliche Schmerzen in den Beinen“, sagt sie, „aber ich lass mich nicht unterkriegen.“ Diese Schwester ist nur eine von vielen Zeugen auf der Erde, die körperlich schwach, aber glaubensstark sind, weil sie Gott und den Nächsten lieben. Wie begehrenswert doch all diese Menschen in den Augen Jehovas sind! (Haggai 2:7).
17, 18. Was hilft vielen, Krankheiten oder andere Prüfungen zu ertragen? Führe Beispiele aus deiner Umgebung an.
17 Auch eine chronische Krankheit kann entmutigen und deprimieren. Ein Ältester berichtet: „In der Buchstudiengruppe, der ich angehöre, leidet eine Schwester an Diabetes und Nierenversagen, eine andere ist krebskrank, zwei haben schwere Arthritis und eine hat außer Lupus auch Fibromyalgie. Manchmal sind sie niedergeschlagen. Aber Zusammenkünfte versäumen sie nur, wenn sie sehr krank sind oder im Krankenhaus liegen. Alle sind regelmäßig im Predigtdienst tätig. Sie erinnern mich an Paulus, der sagte: ‚Wenn ich schwach bin, dann bin ich machtvoll.‘ Ich bewundere ihre Liebe und ihren Mut. Vielleicht ist ihnen stärker bewusst, worauf es im Leben ankommt und was wirklich zählt“ (2. Korinther 12:10).
18 ‘Bete unablässig’, damit du nicht der Entmutigung zum Opfer fällst, falls du mit Gebrechlichkeit, einer Krankheit oder einem anderen Problem zu kämpfen hast (1. Thessalonicher 5:14, 17). Höchstwahrscheinlich erlebst du Höhen und Tiefen, versuche jedoch, dich auf positive, geistige Dinge zu konzentrieren, insbesondere auf die wertvolle Königreichshoffnung. „Für mich ist der Predigtdienst Therapie“, sagte eine Schwester. Mit anderen über die gute Botschaft zu sprechen verhilft ihr zu einer positiven Haltung.
Liebe hilft Missetätern, zu Jehova zurückzukehren
19, 20. (a) Was kann jemandem helfen, der gesündigt hat, allen Mut zusammenzunehmen und zu Jehova zurückzukehren? (b) Was wird im folgenden Artikel behandelt?
19 Vielen, die geistig schwach geworden oder von einer Sünde übermannt worden sind, fällt es nicht leicht, zu Jehova zurückzukehren. Wenn sie aber aufrichtig bereuen und ihre Liebe zu Gott wieder entfachen, erhalten sie den nötigen Mut. Nehmen wir Mario, der in den Vereinigten Staaten lebt.a Er verließ die Christenversammlung, wurde alkohol- und drogensüchtig und kam 20 Jahre später ins Gefängnis. „Schließlich begann ich eingehend über meine Zukunft nachzudenken und las wieder in der Bibel“, sagt Mario. „Ich lernte Jehovas Eigenschaften immer mehr schätzen, besonders seine Barmherzigkeit, um die ich ihn oftmals bat. Nach der Haftentlassung ging ich meinen alten Kumpanen aus dem Weg, besuchte die Zusammenkünfte und wurde schließlich wieder in die Christenversammlung aufgenommen. Körperlich ernte ich, was ich gesät habe, doch habe ich jetzt wenigstens eine wunderbare Hoffnung. Ich kann Jehova gar nicht genug danken, dass er so barmherzig und zum Vergeben bereit ist“ (Psalm 103:9-13; 130:3, 4; Galater 6:7, 8).
20 Wer sich in einer vergleichbaren Lage wie Mario befindet, muss sich natürlich sehr anstrengen, zu Jehova zurückzukehren. Aber wenn er seine Liebe durch Bibelstudium, Gebet und Nachsinnen wieder entfacht, wird er den nötigen Mut und die erforderliche Entschlossenheit aufbringen. Mario wurde auch durch die Königreichshoffnung gestärkt. Tatsächlich kann die Hoffnung zusammen mit Liebe, Glauben und Gottesfurcht in unserem Leben eine machtvolle Kraft zum Guten sein. Der folgende Artikel geht näher auf dieses wertvolle Geschenk ein.
[Fußnote]
a Der Name wurde geändert.
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Hoffe auf Jehova und sei mutigDer Wachtturm 2006 | 1. Oktober
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Hoffe auf Jehova und sei mutig
„Hoffe auf Jehova; sei mutig, und dein Herz sei stark. Ja, hoffe auf Jehova“ (PSALM 27:14).
1. Wie wichtig ist Hoffnung, und was bezeichnet der Ausdruck in der Bibel?
ECHTE Hoffnung gleicht einem hellen Licht. Sie hilft, über Prüfungen hinauszuschauen und mutig und freudig in die Zukunft zu blicken. Nur Jehova kann uns eine zuverlässige Hoffnung bieten, und zwar durch sein inspiriertes Wort (2. Timotheus 3:16). In der Bibel ist viele Male von „hoffen“ und „Hoffnung“ die Rede. Als „Hoffnung“ wird sowohl das sehnsüchtige und zuversichtliche Erwarten von etwas Gutem bezeichnet als auch das Erwartete selbst.a Eine solche Hoffnung ist etwas ganz anderes als ein unrealistischer Wunsch, der vielleicht niemals in Erfüllung geht.
2. Von welcher Bedeutung war die Hoffnung im Leben Jesu?
2 Jesus hoffte auf Jehova und schaute in Prüfungen und schwierigen Situationen über den Augenblick hinaus. „Für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt“ (Hebräer 12:2). Nie war Jesus Jehova ungehorsam, ganz gleich, was es ihn kostete, denn er konzentrierte sich völlig darauf, Jehovas Souveränität zu rechtfertigen und seinen Namen zu heiligen.
3. Von welcher Bedeutung ist Hoffnung im Leben von Dienern Gottes?
3 König David deutete eine Verbindung zwischen Hoffnung und Mut an, als er sagte: „Hoffe auf Jehova; sei mutig, und dein Herz sei stark. Ja, hoffe auf Jehova“ (Psalm 27:14). Wenn unser Herz stark sein soll, darf unsere Hoffnung nicht vage sein, sondern muss stets für uns wertvoll sein und uns deutlich vor Augen stehen. Dann können wir in dem Werk, das Jesus seinen Jüngern aufgetragen hat, mutig und eifrig sein, wie er es war (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Tatsächlich wird Hoffnung neben Glauben und Liebe in der Bibel als ein unverzichtbares und dauerhaftes Attribut angeführt, durch das sich Diener Gottes auszeichnen (1. Korinther 13:13).
Bist du voller Hoffnung?
4. Worauf freuen sich gesalbte Christen, und worauf die „anderen Schafe“?
4 Gottes Volk steht eine wunderbare Zukunft in Aussicht. Gesalbte Christen erwarten sehnsüchtig, mit Christus im Himmel vereint zu werden, und die „anderen Schafe“ hoffen darauf, „von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht [zu] werden . . . zur herrlichen Freiheit der [irdischen] Kinder Gottes“ (Johannes 10:16; Römer 8:19-21; Philipper 3:20). Diese „herrliche Freiheit“ schließt ein, von der Sünde und ihren schrecklichen Folgen befreit zu sein. Kein geringeres Geschenk als das macht Jehova seinen Loyalgesinnten, denn von ihm stammt „jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk“ (Jakobus 1:17; Jesaja 25:8).
5. Wie können wir ‘an Hoffnung überströmen’?
5 Wie wichtig sollte in unserem Leben als Christen die Hoffnung sein? In Römer 15:13 lesen wir: „Möge der Gott, der Hoffnung gibt, euch dadurch, dass ihr glaubt, mit aller Freude und mit Frieden erfüllen, damit ihr mit der Kraft des heiligen Geistes an Hoffnung überströmt.“ Die Hoffnung ist nicht mit einer Kerze in der Dunkelheit zu vergleichen, sondern mit den hellen Strahlen der Morgensonne, weil sie dem Leben Sinn gibt und den Christen mit Freude, Frieden und Mut erfüllt. Er wird ‘an Hoffnung überströmen’, wenn er an Gottes geschriebenes Wort glaubt und Gottes heiligen Geist empfängt. In Römer 15:4 heißt es: „Alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.“ Fragen wir uns also: Bewahre ich mir eine lebendige Hoffnung, indem ich mich intensiv mit der Bibel befasse und täglich darin lese? Bete ich häufig um Gottes Geist? (Lukas 11:13).
6. Wovor müssen wir uns hüten, damit unsere Hoffnung lebendig bleibt?
6 Jesus, unser Vorbild, wurde durch Gottes Wort gestärkt. Wenn wir ihn genau betrachten, wird uns das helfen, nicht ‘müde zu werden und in unseren Seelen zu ermatten’ (Hebräer 12:3). Es ist nur logisch: Wenn die Hoffnung, die uns Gott gibt, in Herz und Sinn immer schwächer wird oder wir unseren Blick auf etwas anderes richten — vielleicht auf materielle Dinge oder weltliche Ziele —, können wir bald geistig ermüden und schließlich unsere moralische Stärke und unseren Mut einbüßen. In diesem Zustand können wir sogar ‘an unserem Glauben Schiffbruch erleiden’ (1. Timotheus 1:19). Echte Hoffnung dagegen stärkt unseren Glauben.
Hoffnung — für den Glauben unerlässlich
7. Wieso ist Hoffnung für den Glauben unerlässlich?
7 „Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“, heißt es in der Bibel (Hebräer 11:1). Hoffnung ist daher keine nebensächliche Beigabe zum Glauben, sondern ein wesentlicher Bestandteil davon. Betrachten wir zum Beispiel Abraham. Als Jehova ihm einen Erben versprach, konnte seine Frau Sara nach menschlichem Ermessen keine Kinder mehr bekommen (1. Mose 17:15-17). Wie reagierte Abraham darauf? „Obwohl nichts mehr zu hoffen war, gab er die Hoffnung nicht auf und glaubte, dass Gott ihn zum Vater vieler Völker machen würde“ (Römer 4:18, Neue evangelistische Übertragung). Gott hatte ihm einen Nachkommen versprochen. Diese Hoffnung untermauerte seinen Glauben. Dieser wiederum stärkte seine Hoffnung und ließ sie noch heller erstrahlen. Abraham und Sara entschlossen sich sogar, von ihren Verwandten wegzuziehen und bis an ihr Lebensende in einem fremden Land in Zelten zu wohnen!
8. Wieso stärkt treues Ausharren die Hoffnung?
8 Abraham ließ seine Hoffnung durch nichts trüben und gehorchte Jehova in allem, obwohl das nicht immer leicht war (1. Mose 22:2, 12). Wenn wir im Dienst für Jehova gehorsam ausharren, können auch wir darauf vertrauen, belohnt zu werden. Wie Paulus schrieb, ‘bewirkt Ausharren einen bewährten Zustand’, dieser wiederum bewirkt Hoffnung und „die Hoffnung führt nicht zur Enttäuschung“ (Römer 5:4, 5). Deshalb schrieb Paulus auch: „Wir begehren . . ., dass jeder von euch denselben Fleiß zeige, um die volle Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende zu haben“ (Hebräer 6:11). Mit einer solchen positiven Einstellung, die auf einem vertrauten Verhältnis zu Jehova beruht, können wir mutig, ja sogar freudig jeder Schwierigkeit begegnen.
„Freut euch in der Hoffnung“
9. Was müssen wir öfter tun, damit wir uns in der Hoffnung freuen können?
9 Die Hoffnung, die Gott uns gibt, ist unendlich besser als alles, was die Welt zu bieten hat. In Psalm 37:34 heißt es: „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen. Wenn die Bösen weggetilgt werden, wirst du es sehen.“ Ja, wir haben allen Grund, uns ‘in der Hoffnung zu freuen’ (Römer 12:12). Allerdings müssen wir unsere Hoffnung stets deutlich vor Augen haben. Denken wir öfter darüber nach? Können wir uns vorstellen, wie wir im Paradies leben — wie wir vor Gesundheit strotzend und ohne Sorgen inmitten von lieben Menschen in wirklich erfüllender Arbeit aufgehen? Warum nicht hin und wieder über die Paradiesszenen in unseren Schriften nachdenken? Auf diese Weise halten wir sozusagen die Scheiben eines Fensters sauber, durch das wir eine traumhafte Aussicht genießen. Sonst würde der Blick auf die reizvolle Landschaft bald durch Schmutz getrübt werden. Vielleicht nimmt dann etwas anderes unsere Augen gefangen. Aber so weit sollte es nie kommen!
10. Inwiefern wirft es Licht auf unser Verhältnis zu Jehova, wenn wir den Blick auf die Belohnung gerichtet halten?
10 Natürlich dienen wir Jehova hauptsächlich aus Liebe (Markus 12:30). Dennoch sollten wir unseren Blick auf die Belohnung gerichtet halten. Jehova erwartet das sogar von uns, denn in Hebräer 11:6 heißt es: „Ohne Glauben . . . ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird.“ Warum möchte Jehova, unser himmlischer Vater, dass wir ihn als einen Belohner sehen? Weil er daran ablesen kann, dass wir ihn gut kennen. Er ist großzügig und liebt seine Kinder. Wie unglücklich und leicht zu entmutigen wären wir doch ohne ‘Zukunft und Hoffnung’! (Jeremia 29:11).
11. Wieso konnte Moses aufgrund der Hoffnung, die Gott ihm gegeben hatte, weise Entscheidungen treffen?
11 Ein herausragendes Beispiel für einen Menschen, der sich in vorbildlicher Weise auf die Hoffnung konzentrierte, die Jehova ihm gab, haben wir in Moses. Als „Sohn der Tochter Pharaos“ hatte er Macht, war angesehen und verfügte über den Reichtum Ägyptens. Was würde ihn mehr reizen: die Insignien der Bessergestellten oder der Dienst für Jehova? Moses entschied sich ohne zu zögern für seinen Gott. Warum? Weil er „seinen Blick auf die Belohnung gerichtet [hielt]“ (Hebräer 11:24-26). Moses war die Hoffnung, die ihm Jehova gegeben hatte, bestimmt nicht gleichgültig.
12. Warum gleicht die Hoffnung eines Christen einem Helm?
12 Der Apostel Paulus verglich die Hoffnung mit einem Helm. Dieser sinnbildliche Helm behütet unsere Denkkraft und befähigt uns, weise Entscheidungen zu treffen, vernünftige Prioritäten zu setzen und die Lauterkeit zu bewahren (1. Thessalonicher 5:8). Trägst du diesen Helm jederzeit? Wenn ja, dann setzt du wie Moses und Paulus deine Hoffnung „nicht auf unsicheren Reichtum . . ., sondern auf Gott, der uns alle Dinge reichlich darbietet zum Genuss“. Natürlich erfordert es Mut, sich gegen populäre Trends zu wehren und sich nicht zu einem selbstsüchtigen Lebensstil verleiten zu lassen, doch es lohnt sich. Warum sollten wir uns mit weniger als dem „wirklichen Leben“ begnügen? Darauf dürfen sich letztendlich alle freuen, die auf Jehova hoffen und ihn lieben (1. Timotheus 6:17, 19).
„Ich will dich keineswegs im Stich lassen“
13. Welche Zusicherung gibt Jehova seinen treuen Dienern?
13 Wer seine Hoffnung auf das heutige System der Dinge setzt, muss wegen der ständig zunehmenden „Bedrängniswehen“ der Welt unweigerlich böse Vorahnungen haben (Matthäus 24:8). Doch wer auf Jehova hofft, kennt diese Furcht nicht. „Er wird in Sicherheit weilen und nicht beunruhigt sein wegen des Unglücks Schrecken“ (Sprüche 1:33). Er vertraut nicht auf das gegenwärtige System; deshalb hält er sich gern an die Aufforderung des Paulus: „Eure Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: ‚Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen‘ “ (Hebräer 13:5).
14. Weshalb brauchen sich Christen nicht ungebührlich Sorgen um ihre materiellen Bedürfnisse zu machen?
14 Dieses Bibelwort lässt keinen Zweifel daran, dass sich Gott um uns kümmert. Auch Jesus sichert uns Gottes liebevolle Fürsorge zu, wenn er sagt: „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden. Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben“ (Matthäus 6:33, 34). Jehova weiß, wie schwierig es für uns ist, uns fleißig für das Königreich einzusetzen und gleichzeitig für alle materiellen Bedürfnisse aufzukommen. Vertrauen wir deshalb völlig darauf, dass Jehova für unsere Bedürfnisse sorgen kann und es auch will (Matthäus 6:25-32; 11:28-30).
15. Wie bewahren Christen ein „lauteres Auge“?
15 Unser Vertrauen auf Jehova zeigt sich darin, dass wir ein „lauteres Auge“ bewahren (Matthäus 6:22, 23). Wer ein „lauteres Auge“ hat, ist ehrlich, hat reine Beweggründe und ist völlig frei von Habgier und egoistischem Ehrgeiz. Das soll nicht heißen, dass er in bitterer Armut leben muss oder sich nicht mehr um materielle Bedürfnisse zu kümmern braucht. Es bedeutet vielmehr, „gesunden Sinnes“ zu sein und den Dienst für Jehova an die erste Stelle zu setzen (2. Timotheus 1:7).
16. Warum brauchen wir Glauben und Mut, um ein „lauteres Auge“ zu bewahren?
16 Um ein „lauteres Auge“ zu bewahren, braucht man Glauben und Mut. Bist du beispielsweise mutig genug, als Christ an deinen Prioritäten festzuhalten, falls dein Arbeitgeber von dir verlangt, regelmäßig zu einer Zeit zu arbeiten, zu der Zusammenkünfte stattfinden? Zweifelt jemand daran, dass Jehova sein Versprechen wahr macht, für seine Diener zu sorgen, dann braucht Satan nur noch den Druck zu verstärken, und der Betreffende geht vielleicht überhaupt nicht mehr in die Zusammenkünfte. Wenn es uns an Glauben fehlt, könnte es sein, dass wir unsere Prioritäten nicht von Jehova, sondern von Satan bestimmen lassen. Wäre das nicht verhängnisvoll? (2. Korinther 13:5).
„Hoffe auf Jehova“
17. Wie wird jemand, der auf Jehova vertraut, heute schon gesegnet?
17 Auf Jehova zu hoffen und auf ihn zu vertrauen ist, wie die Bibel wiederholt zeigt, nie vergeblich (Sprüche 3:5, 6; Jeremia 17:7). Man muss sich vielleicht manchmal mit weniger begnügen, doch das ist nur ein kleines Opfer im Vergleich zu den Segnungen, die in Aussicht stehen. So beweist man, dass man ‘auf Jehova hofft’ und darauf vertraut, dass er seinen Loyalgesinnten letztendlich alle rechten Herzenswünsche gewähren wird (Psalm 37:4, 34). Man ist daher heute schon wirklich glücklich. „Die Erwartung der Gerechten ist Freude, aber selbst die Hoffnung der Bösen wird zugrunde gehen“ (Sprüche 10:28).
18, 19. (a) Was sichert uns Jehova liebevoll zu? (b) Wie können wir Jehova immer zu unserer „Rechten“ haben?
18 Ein kleiner Junge, den sein Vater an der Hand führt, fühlt sich sicher und geborgen. Dasselbe trifft auf uns zu, wenn wir mit unserem himmlischen Vater wandeln. „Fürchte dich nicht“, sagte Jehova zu Israel, „denn ich bin mit dir. . . . Ich will dir wirklich helfen. . . . Denn ich, Jehova, dein Gott, ergreife deine Rechte, der zu dir spricht: ‚Fürchte dich nicht. Ich selbst will dir helfen‘ “ (Jesaja 41:10, 13).
19 Das ist wirklich ein zu Herzen gehendes Bild: Jehova nimmt dich an die Hand! „Ich habe Jehova beständig vor mich gestellt“, schrieb David. „Weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht zum Wanken gebracht werden“ (Psalm 16:8). Wie können wir Jehova immer zu unserer „Rechten“ haben? Zumindest auf zweierlei Weise: Zum einen lassen wir uns in jedem Lebensbereich von seinem Wort leiten und zum anderen richten wir unseren Blick auf den herrlichen Preis, den uns Jehova in Aussicht stellt. Der Psalmist Asaph schrieb: „Ich aber bin beständig bei dir; du hast meine Rechte erfasst. Mit deinem Rat wirst du mich leiten, und danach wirst du mich sogar zu Ehren führen“ (Psalm 73:23, 24). Eine solche Zusicherung lässt uns vertrauensvoll in die Zukunft blicken.
„Eure Befreiung naht“
20, 21. Was steht allen in Aussicht, die auf Jehova hoffen?
20 Mit jedem Tag wird es dringender, alles zu tun, damit Jehova zu unserer Rechten bleibt. Beginnend mit der Vernichtung der falschen Religion wird Satans Welt bald eine noch nie da gewesene Drangsal erleben (Matthäus 24:21). In jener chaotischen Zeit wird die gottlose Menschheit von Furcht ergriffen werden. Jehovas mutige Diener werden hingegen hoffnungsvoll und freudig sein. „Wenn . . . diese Dinge zu geschehen anfangen“, sagte Jesus, „dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht“ (Lukas 21:28).
21 Freuen wir uns daher in der Hoffnung, die Gott uns gegeben hat, und lassen wir uns nicht durch die schlauen Ablenkungsversuche Satans täuschen oder verlocken. Bemühen wir uns, unseren Glauben, unsere Liebe und unsere Gottesfurcht zu vertiefen. Dann werden wir den nötigen Mut haben und Jehova unter allen Umständen gehorchen, dem Teufel aber widerstehen (Jakobus 4:7, 8). Ja, „seid mutig, und euer Herz sei stark, ihr alle, die ihr auf Jehova harrt“ (Psalm 31:24).
[Fußnote]
a In den Christlichen Griechischen Schriften bezieht sich das Wort „Hoffnung“ zwar häufig auf den himmlischen Lohn gesalbter Christen, doch in diesem Artikel ist von der Hoffnung im allgemeinen Sinn die Rede.
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