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Der Holocaust — Es gab ihn wirklich!Erwachet! 1989 | 8. April
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Gewisse Geschichtsrevisionisten leugnen diese Ereignisse. Sie sagen, daß höchstens wenige tausend Juden umkamen, wohingegen die meisten in andere Länder evakuiert wurden.
Ein Prozeß in Kanada rückte diese Kontroverse kürzlich ins Rampenlicht. Ein deutscher Immigrant war, wie die Zeitung The Globe and Mail (Toronto) berichtet, angeklagt, „wissentlich Unwahrheiten verbreitet zu haben, die für die Toleranz zwischen den sozialen Schichten und zwischen den Rassen schädlich sein dürften“. Er hatte behauptet, der Holocaust hätte nie stattgefunden. Das Gericht verurteilte ihn zu 15 Monaten Haft, und die Publikation, in der er seine Ansichten über den Holocaust äußerte, wurde verboten.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde 1985 der Beleidigungsparagraph dahin gehend abgeändert, daß auch ein Nichtjude jemanden anzeigen kann, der „Tote, die ihr ‚Leben als Opfer der nationalsozialistischen oder einer anderen Gewalt- und Willkürherrschaft verloren haben‘, beleidigt, verleumdet oder verunglimpft“. „Damit ist ... das Leugnen der Ermordung von Juden in Konzentrationslagern während der Nazi-Diktatur ... ohne Antrag als Offizialdelikt zwangsläufig unter Strafe gestellt“, hieß es im Hamburger Abendblatt.
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Der Holocaust — Es gab ihn wirklich!Erwachet! 1989 | 8. April
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[Kasten auf Seite 6]
Belohnung für Beweis
„Einem Überlebenden von Auschwitz müssen aufgrund einer Gerichtsentscheidung 50 000 Dollar gezahlt werden, wie dessen Anwältin heute erklärte. Diese Summe war vom Institute for Historical Review für den Beweis ausgesetzt worden, daß die Nazis in KZs jüdische Opfer vergast haben.
Richter Robert Wenke vom Berufungsgericht [von Los Angeles] bestätigte die Entscheidung, die das Institut zur Zahlung an den Auschwitz-Überlebenden Mel Mermelstein verurteilte. ...
Das Institut, das behauptet, der Holocaust habe nie stattgefunden, muß Herrn Mermelstein außerdem 100 000 Dollar Schmerzensgeld zahlen, weil ihm, wie die Anwältin darlegte, durch das Angebot Leid und Schmerz zugefügt worden seien. ...
‚Herrn Mermelsteins Sieg in diesem Prozeß wird [wie seine Anwältin Gloria Allred sagte] in der ganzen Welt all denen, die versuchen, die Geschichte zu fälschen und den Juden Leid und Schmerz zuzufügen, ein unmißverständliches Zeichen sein: Die Überlebenden des Holocaust werden auf dem Rechtsweg dagegen ankämpfen — zu ihrem eigenen Schutz und um die Wahrheit über ihr Leben zu verteidigen‘“ (The New York Times, 25. Juli 1985).
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