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Wer wird die Welt regieren?Die Prophezeiung Daniels — Achte darauf!
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DER ALTE AN TAGEN HÄLT GERICHT
33. (a) Wer ist der Alte an Tagen? (b) Was waren die „Bücher“, die im himmlischen Gerichtssaal ‘geöffnet wurden’?
33 Nachdem Daniel die vier Tiere vorgestellt hat, richtet er seinen Blick von dem vierten Tier weg auf eine Szene im Himmel. Er sieht den Alten an Tagen, der sich als Richter auf einen prächtigen Thron setzt. Es ist niemand anders als Jehova Gott (Psalm 90:2). Als sich das Gericht im Himmel setzt, bemerkt Daniel, daß ‘Bücher geöffnet werden’ (Daniel 7:9, 10). Da Jehovas Dasein in die unendliche Vergangenheit zurückreicht, kennt er die ganze Menschheitsgeschichte so, als sei sie in einem Buch festgehalten worden. Er hat alle vier sinnbildlichen Tiere beobachtet und kann sie auf Grund dessen, was er aus eigener Erfahrung über sie weiß, richten.
34, 35. Was geschieht mit dem „kleinen“ Horn und den anderen mit Tieren vergleichbaren Mächten?
34 Daniel fährt fort: „Ich schaute weiter zur selben Zeit wegen des Schalls der großtönenden Worte, die das Horn redete; ich schaute weiter, bis das Tier getötet und sein Leib vernichtet war und es dem brennenden Feuer hingegeben wurde. Was aber die übrigen der Tiere betrifft, ihre Herrschaft wurde weggenommen, und es wurde ihnen eine Verlängerung des Lebens für eine Zeit und einen Zeitabschnitt gewährt“ (Daniel 7:11, 12). Der Engel sagt zu Daniel: „Das Gericht selbst setzte sich dann, und seine eigene Herrschaft nahm man schließlich weg, um ihn zu vertilgen und ihn gänzlich zu vernichten“ (Daniel 7:26).
35 Auf Anordnung des großen Richters, Jehova, wird dem Horn, das Gott lästerte und seine „Heiligen“ befehdete, dasselbe widerfahren wie dem römischen Weltreich, das die ersten Christen verfolgte. Seine Herrschaft wird ebensowenig fortdauern wie diejenige der geringeren mit Hörnern verglichenen „Könige“, die aus dem römischen Weltreich hervorgingen. Was ist indes von den Herrschaftsformen zu sagen, die aus den früheren mit Tieren vergleichbaren Mächten hervorgingen? Wie vorausgesagt, wurde ihr Leben „für eine Zeit und einen Zeitabschnitt“ verlängert. Ihre Territorien sind bis heute bevölkert. Irak nimmt beispielsweise das Gebiet des alten Babylon ein. Auch Persien (Iran) und Griechenland gibt es immer noch. Überreste dieser ehemaligen Weltmächte sind Mitglieder der Vereinten Nationen. Diese Reiche werden mit der Vernichtung der letzten Weltmacht ebenfalls verschwinden. Alle menschlichen Regierungen werden im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, beseitigt werden (Offenbarung 16:14, 16). Wer wird aber dann die Erde regieren?
EINE NICHT ENDENDE HERRSCHAFT STEHT BEVOR!
36, 37. (a) Wer ist mit der Bezeichnung „einer wie ein Menschensohn“ gemeint, und wann und zu welchem Zweck erschien er vor dem Gericht im Himmel? (b) Was wurde 1914 aufgerichtet?
36 Daniel rief aus: „Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn nahe heran, ja vor IHN“ (Daniel 7:13). Auf der Erde bezeichnete sich Jesus Christus als „Menschensohn“ und betonte dadurch seine Verwandtschaft mit der Menschheit (Matthäus 16:13; 25:31). Vor dem Sanhedrin, dem höchsten jüdischen Gericht, sagte er: „Ihr [werdet] den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ (Matthäus 26:64). Bei demjenigen, der in Daniels Vision für Menschenaugen unsichtbar kam und Zutritt zu Jehova Gott erlangte, handelt es sich somit um den auferweckten, verherrlichten Jesus Christus. Von welchem Zeitpunkt ist hier die Rede?
37 Wie mit König David, so hat Gott auch mit Jesus Christus einen Bund für ein Königreich geschlossen (2. Samuel 7:11-16; Lukas 22:28-30). Als 1914 u. Z. die „bestimmten Zeiten der Nationen“ abliefen, konnte Jesus Christus als Davids königlicher Erbe rechtmäßig die Königsherrschaft antreten. Daniels prophetischer Bericht lautet: „Ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird“ (Daniel 7:14). So wurde 1914 das messianische Königreich im Himmel aufgerichtet. Doch auch anderen wird Herrschaft gegeben.
38, 39. Wem wird die ewige Herrschaft über die Welt übertragen?
38 Der Engel sagte: „Die Heiligen des Allerhöchsten werden das Königreich empfangen“ (Daniel 7:18, 22, 27). Jesus Christus ist der oberste Heilige (Apostelgeschichte 3:14; 4:27, 30). Die anderen „Heiligen“, die an der Herrschaft teilhaben, sind die 144 000 treuen geistgesalbten Christen, die zusammen mit Christus das Königreich erben (Römer 1:7; 8:17; 2. Thessalonicher 1:5; 1. Petrus 2:9). Sie werden als unsterbliche Geistgeschöpfe vom Tod auferweckt, damit sie mit Christus auf dem himmlischen Berg Zion regieren können (Offenbarung 2:10; 14:1; 20:6). Christus Jesus und die auferweckten gesalbten Christen werden also über die Menschenwelt herrschen.
39 Was die Herrschaft des Menschensohnes und der anderen auferweckten „Heiligen“ betrifft, sagte der Engel Gottes: „Das Königreich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter allen Himmeln wurden dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben. Ihr Königreich ist ein auf unabsehbare Zeit dauerndes Königreich, und alle Herrschaften werden selbst ihnen dienen und gehorchen“ (Daniel 7:27). Wie sehr doch die gehorsame Menschheit unter diesem Königreich gesegnet werden wird!
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Wer wird die Welt regieren?Die Prophezeiung Daniels — Achte darauf!
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[Ganzseitiges Bild auf Seite 147]
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