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  • Krokodile — Unsere Freunde?
    Erwachet! 2005 | 8. März
    • Das große saltie

      Das Leistenkrokodil ist das größte lebende Reptil. Es kann über 7 Meter lang und bis zu einer Tonne schwer werden. Es lebt nur im Salz- oder Brackwasser und man findet es in Flussmündungen, im Meer und in Mangrovensümpfen entlang den Küsten vom Osten Indiens bis nach Fidschi. Auf dem Speisezettel dieser Fleischfresser stehen Ratten, Frösche, Fische, Schlangen, Krabben, Schildkröten und Wild. Sie fressen im Durchschnitt nur kleine Mengen — ausgewachsene Männchen kommen meist nur auf 500 bis 700 Gramm täglich. Durch das geruhsame Leben — sich sonnen oder sich im Wasser treiben lassen — und die gründliche Verdauung ist ihr Energiebedarf gering. Ein großes saltie kann unter Umständen einen unachtsamen Menschen angreifen. Zum Schwimmen bewegen salties den Schwanz seitlich hin und her, wobei nur ihre Nasenöffnungen und die Augen aus dem Wasser ragen. An Land bewegen sie sich auf ihren kurzen Beinen vorwärts. Sie können hochschnellen, um Beute zu fangen, und manchmal galoppieren sie hinter Beutetieren her. Wie alle anderen Krokodile können sie gut riechen, sehen und hören. Weibliche salties wachen genauso erbittert über ihr Gelege, wie die männlichen Tiere in der Paarungszeit über ihr Territorium.

      Hingebungsvolle Mütter

      Ein Krokodilweibchen baut ihr Nest nahe am Wasser; meistens einen Hügel aus Schlamm und verrottenden Pflanzen. Es legt bis zu 100 hartschalige ovale Eier, die es abdeckt und vor Räubern beschützt. Außerdem spritzt es Wasser auf den Nisthügel. Das fördert die Fäulnis der Pflanzen in der Abdeckung, und durch die entstehende Wärme werden die Eier bebrütet.

      Dann kommt es zu etwas Faszinierendem. Die Temperatur im Nest bestimmt das Geschlecht der Jungen. Stellen wir uns das vor! Bei einer Bruttemperatur zwischen 28 und 31 Grad Celsius schlüpfen nach etwa 100 Tagen Weibchen, wohingegen nach etwa 64 Tagen Männchen schlüpfen, wenn die Temperatur 32,5 Grad Celsius beträgt. Bei 32,5 bis 33 Grad Celsius im Nest können Junge beiderlei Geschlechts schlüpfen. Liegt eine Seite vom Nest am Wasser und ist die andere Seite der Sonne ausgesetzt, können auf der wärmeren Seite Männchen und auf der kühleren Seite Weibchen schlüpfen.

      Sobald die Mutter quäkende Rufe hört, entfernt sie die Abdeckung vom Nest. Dabei bricht sie manchmal die Eier auf, falls die Jungen das nicht bereits mit ihrer eigens dafür vorgesehenen Eischwiele getan haben. Ganz vorsichtig nimmt sie die Jungen mit ihren großen Kiefern auf und trägt sie in einer Tasche unter der Zunge zum Wasser. Die Jungen sind gleich nach dem Schlüpfen selbstständig und beginnen sofort, nach Insekten, Fröschen und kleinen Fischen zu stöbern. Es gibt jedoch fürsorgliche Mütter, die mehrere Monate in der Nähe bleiben und im Sumpf eine Kinderstube einrichten, wo auch der Vater die Kleinen beaufsichtigen und beschützen kann.

  • Krokodile — Unsere Freunde?
    Erwachet! 2005 | 8. März
    • [Bild auf Seite 11]

      Ein großes „saltie“

      [Bild auf Seite 12]

      Ein Leistenkrokodilweibchen trägt seine Jungen im Maul

      [Bildnachweis]

      © Adam Britton, http://crocodilian.com

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