Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Die christliche Ansicht über Bestattungsbräuche
    Der Wachtturm 1998 | 15. Juli
    • Der Brauch nächtlicher Totenwachen

      In vielen Ländern versammeln sich die Trauernden im Haus des Verstorbenen und bleiben die ganze Nacht wach. Zu diesen Totenwachen gehört oft ein Festmahl und laute Musik. Man erhofft sich davon, die Toten zu beschwichtigen und den Rest der Familie vor magischen Kräften zu schützen. Um die Gunst des Verstorbenen zu erlangen, werden oft Lobreden gehalten. Nachdem der erste seine Rede beendet hat, singen die Trauernden gewöhnlich ein religiöses Lied, bevor der nächste eine Rede hält. Das Ganze kann bis zum Morgengrauen dauern.b

      Ein wahrer Christ wird sich nicht an dem Brauch der nächtlichen Totenwachen beteiligen, weil die Toten, wie die Bibel zeigt, den Lebenden weder helfen noch ihnen Schaden zufügen können (1. Mose 3:19; Psalm 146:3, 4; Johannes 11:11-14). In der Bibel werden spiritistische Bräuche verurteilt (Offenbarung 9:21; 22:15). Für eine verwitwete Christin ist es sicher schwer, andere davon abzuhalten, spiritistische Bräuche zu pflegen. Eventuell bestehen sie darauf, nächtliche Totenwachen in ihrem Haus durchzuführen. Wie können Glaubensbrüder einem Christen helfen, der seinen Ehepartner verloren hat und mit solchen zusätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert wird?

      Oftmals konnten Versammlungsälteste den Hinterbliebenen einer christlichen Familie dadurch helfen, daß sie mit den Verwandten und Nachbarn eindringlich sprachen. Vielleicht sind die Betreffenden nach einer solchen Unterredung bereit, das Haus friedlich zu verlassen und am Tag der Beerdigung wiederzukommen. Doch was ist zu tun, wenn einige aggressiv werden? Wiederholte Versuche, mit ihnen zu argumentieren, könnten bewirken, daß sie gewalttätig werden. ‘Ein Sklave des Herrn aber hat es nicht nötig zu streiten, sondern muß sich unter üblen Umständen beherrschen’ (2. Timotheus 2:24). Wenn also Verwandte nicht kooperativ sind und aggressiv die Sache an sich reißen, kann ein solches Verhalten von einer verwitweten Christin und ihren Kindern wohl kaum verhindert werden. Sie würden sich aber an keinem mit der falschen Religion verbundenen Brauch beteiligen, der in ihrem Haus praktiziert würde, weil sie dem biblischen Gebot gehorchen möchten: „Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen“ (2. Korinther 6:14).

  • Die christliche Ansicht über Bestattungsbräuche
    Der Wachtturm 1998 | 15. Juli
    • b In einigen Sprachräumen und Kulturkreisen versteht man unter einer „Totenwache“ einen kurzen Besuch, um die Hinterbliebenen zu trösten. Dabei würde man wahrscheinlich nicht in unbiblische Bräuche verwickelt werden. Siehe Erwachet! vom 22. August 1979, Seite 27—29.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen