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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2013
    • Zyklon Nargis

      Am 2. Mai 2008 fegte der Zyklon Nargis mit einer Geschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde über Myanmar hinweg und hinterließ vom Irawadi-Delta bis an die thailändische Grenze eine Schneise der Verwüstung und des Todes. Von der Katastrophe waren mehr als 2 Millionen Menschen betroffen und es gab etwa 140 000 Tote oder Vermisste.

      In dem betroffenen Gebiet wohnten Tausende Zeugen Jehovas, doch nicht ein einziger wurde verletzt. Viele überlebten, weil sie sich in die neu gebauten Königreichssäle retten konnten. In dem Dorf Bothingone, das im Irawadi-Delta an der Küste liegt, drängten sich 20 Zeugen und 80 andere in den Deckenhohlraum eines Königreichssaals. Sie harrten dort 9 Stunden auf den Balken aus, während das Wasser bedrohlich stieg, dann aber wieder zurückging.

      May Sin Oo vor ihrem Elternhaus, das gerade wieder aufgebaut wird

      Ein Team von Helfern mit Bruder und Schwester Htun Khin vor ihrem wieder aufgebauten Haus, das vom Zyklon Nargis zerstört worden war

      Das Zweigbüro schickte sofort ein Hilfsteam in das Mündungsgebiet des Deltas, wo der Sturm am heftigsten gewütet hatte. Ausgerüstet mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten, machten sich die Helfer auf zu ihren Brüdern nach Bothingone. Ihr Weg führte sie durch verwüstetes Gebiet, in dem überall Leichen lagen. Sie waren die ersten Helfer, die dort eintrafen. Zunächst verteilten sie die Hilfsgüter und dann machten sie ihren Brüdern und Schwestern durch Vorträge Mut. Sie hatten auch Bibeln und Literatur mitgebracht, denn den Brüdern war durch den Zyklon alles genommen worden.

      Um den immensen Arbeitsaufwand bewältigen zu können, setzte das Zweigbüro Katastrophenhilfskomitees in Rangun und Pathein ein. Von da aus wurden Hunderte von Freiwilligen organisiert, die Wasser, Reis und andere Hilfslieferungen verteilten. Außerdem wurden Teams gebildet, die in den Katastrophengebieten herumreisten und dort halfen, die Häuser der Zeugen zu reparieren oder wieder aufzubauen.

      Tobias Lund, der damals mithalf, erzählt: „Meine Frau Sofia und ich fanden die 16-jährige May Sin Oo, die mitten in den Ruinen ihres Elternhauses ihre Bibel in der Sonne trocknete. Sie war die einzige Zeugin in ihrer Familie. Als sie uns sah, lächelte sie, aber es kullerte ihr auch eine Träne über die Wange. Schon bald traf eins der Wiederaufbauteams mit seinen Werkzeugen, Schutzhelmen und Baumaterialien ein und baute für die Familie ein nagelneues Haus. Die Nachbarn kamen aus dem Staunen nicht heraus. Tagelang hockten die Leute um die Baustelle herum. Das war die Attraktion! Manche sagten: ‚So etwas haben wir noch nicht gesehen! Eure Organisation vereint wirklich und kümmert sich so liebevoll um euch. Wir würden auch gern Zeugen Jehovas werden.‘ May Sin Oos Eltern und Geschwister kommen inzwischen zu den Zusammenkünften und machen gute Fortschritte.“

      Die Hilfsmaßnahmen dauerten Monate. Von den Brüdern wurden tonnenweise Hilfsgüter verteilt und 160 Häuser und 8 Königreichssäle wieder aufgebaut oder repariert. Der Zyklon Nargis brachte viel Leid und Elend mit sich, aber durch ihn kam auch etwas überaus Kostbares ans Tageslicht — das Band der Liebe, das Jehovas Volk vereint, wodurch sein Name verherrlicht wird.

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