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Jehovas Tag des Gerichts ist nahe!Der Wachtturm 2001 | 15. Februar
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Jehovas Tag des Gerichts ist nahe!
„Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr“ (ZEPHANJA 1:14).
1. Welche Warnung ließ Gott durch Zephanja ergehen?
JEHOVA GOTT ist im Begriff, gegen die Bösen anzustürmen. Man höre! Seine Warnung lautet: „Ich werde dem Erdenmenschen ... ein Ende machen. ... ich will die Menschen von der Oberfläche des Erdbodens wegtilgen“ (Zephanja 1:3). Diese Worte sprach der Souveräne Herr Jehova durch seinen Propheten Zephanja, der vielleicht ein Ururenkel des treuen Königs Hiskia war. Der prophetische Spruch, der in den Tagen des guten Königs Josia erging, ließ für die Bösen im Land Juda nichts Gutes ahnen.
2. Warum wurde Jehovas Tag des Gerichts nicht durch das abgewendet, was Josia unternahm?
2 Durch Zephanjas Prophezeiung wurde dem jungen Josia zweifellos noch bewußter, daß Juda von der unreinen Anbetung gereinigt werden mußte. Doch das, was der König unternahm, um das Land von falscher Religion zu säubern, beseitigte die Bosheit nicht restlos und sühnte auch nicht vollständig die Sünden seines Großvaters, König Manasse, der ‘Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllt hatte’ (2. Könige 24:3, 4; 2. Chronika 34:3). Deshalb würde Jehovas Tag des Gerichts ganz sicher kommen.
3. Wieso können wir sicher sein, daß man den „Tag des Zornes Jehovas“ überleben kann?
3 Dennoch gäbe es Überlebende jenes furchteinflößenden Tages. Gottes Prophet riet deshalb dringend: „Ehe die Satzung irgend etwas gebiert, ehe der Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt, sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zephanja 2:2, 3). Befassen wir uns jetzt einmal mit dem Bibelbuch Zephanja, und behalten wir dabei im Sinn, daß wir hoffen können, am Tag des Gerichts Jehovas am Leben zu bleiben. Das Buch wurde vor dem Jahr 648 v. u. Z. in Juda geschrieben und gehört zu Gottes ‘prophetischem Wort’, dem wir von ganzem Herzen unsere Aufmerksamkeit schenken sollten (2. Petrus 1:19).
Jehovas Hand ausgestreckt
4, 5. Wie erfüllte sich Zephanja 1:1-3 an den Bösen in Juda?
4 Das „Wort Jehovas“ an Zephanja wird mit der zuvor erwähnten Warnung eingeleitet. Gott erklärt: „ ‚Ich werde ganz bestimmt allem, was sich auf der Oberfläche des Erdbodens befindet, ein Ende machen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Ich werde dem Erdenmenschen und dem Tier ein Ende machen. Ich werde den fliegenden Geschöpfen der Himmel und den Fischen des Meeres ein Ende machen und den Ursachen zum Straucheln samt den Bösen; und ich will die Menschen von der Oberfläche des Erdbodens wegtilgen‘ ist der Ausspruch Jehovas“ (Zephanja 1:1-3).
5 Jehova hatte vor, der ungeheuren Schlechtigkeit im Land Juda ein Ende zu setzen. Wen würde Gott benutzen, um „allem, was sich auf der Oberfläche des Erdbodens befindet, ein Ende [zu] machen“? Da Zephanja offenbar zu Anfang der Herrschaft des Königs Josia prophezeite, die im Jahr 659 v. u. Z. begann, erfüllten sich diese prophetischen Worte, als Juda und seine Hauptstadt Jerusalem durch die Babylonier im Jahr 607 v. u. Z. verwüstet wurde. Zu dieser Zeit wurde den Bösen in Juda ein ‘Ende gemacht’.
6—8. Was wurde in Zephanja 1:4-6 vorhergesagt, und wie erfüllte sich diese Prophezeiung in alter Zeit in Juda?
6 Gottes Vorgehen gegen falsche Anbeter wird in Zephanja 1:4-6 wie folgt vorhergesagt: „Ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken, und ich will von diesem Ort die Übriggebliebenen des Baal wegtilgen, den Namen der Priester fremdländischer Götter samt den Priestern und diejenigen, die sich auf den Dächern vor dem Heer der Himmel niederbeugen, und diejenigen, die sich niederbeugen, wobei sie Jehova Eidschwüre leisten und bei Malkam Eidschwüre leisten, und diejenigen, die sich davon zurückziehen, Jehova zu folgen, und die Jehova nicht gesucht haben und ihn nicht befragt haben.“
7 Jehovas Hand war gegen die Bewohner Judas und Jerusalems ausgestreckt. Er war fest entschlossen, die Anbeter des kanaanitischen Fruchtbarkeitsgottes Baal zu Tode zu bringen. Verschiedene lokale Gottheiten wurden Baal genannt, weil ihre Anbeter dachten, bestimmte Orte seien in ihrem Besitz und seien ihrem Einfluß unterworfen. Da gab es zum Beispiel den Baal, den die Moabiter und die Midianiter am Berg Peor anbeteten (4. Mose 25:1, 3, 6). In ganz Juda würde Jehova die Baalspriester wegtilgen sowie die untreuen levitischen Priester, die sich mit ihnen zusammentaten und dadurch Gottes Gesetz übertraten (2. Mose 20:2, 3).
8 Gott würde auch die vernichten, die sich ‘vor dem Heer der Himmel niederbeugten’, offensichtlich Personen, die sich mit Astrologie beschäftigten und die Sonne anbeteten (2. Könige 23:11; Jeremia 19:13; 32:29). Der Zorn Gottes würde ferner gegen alle entbrennen, die die wahre Anbetung mit falscher Religion zu vermengen suchten, indem sie ‘Jehova Eidschwüre leisteten und bei Malkam Eidschwüre leisteten’. Malkam ist möglicherweise ein anderer Name für Molech, den Hauptgott der Ammoniter. Zur Anbetung des Molech gehörten auch Kinderopfer (1. Könige 11:5; Jeremia 32:35).
Das Ende der Christenheit ist nahe!
9. (a) Wessen hat sich die Christenheit schuldig gemacht? (b) Wozu sollten wir im Gegensatz zu den Treulosen Judas entschlossen sein?
9 All das erinnert uns vielleicht sehr an die Christenheit, die von falscher Anbetung und von Astrologie durchdrungen ist. Und wie abstoßend ist doch ihre Beteiligung an der Opferung von Millionen Menschenleben auf dem Altar der von Geistlichen unterstützten Kriege! Werden wir niemals wie die Untreuen von Juda, die ‘sich davon zurückzogen, Jehova zu folgen’, indem sie gleichgültig wurden und ihn nicht mehr suchten oder ihn nicht mehr um Rat fragten. Halten wir statt dessen an unserer Lauterkeit gegenüber Gott fest.
10. Wie würden wir die prophetische Bedeutung von Zephanja 1:7 erklären?
10 Was der Prophet dann sagt, paßt sowohl auf die Missetäter Judas als auch auf alle Bösen heute. In Zephanja 1:7 heißt es: „Bewahre Schweigen vor dem Souveränen Herrn Jehova; denn der Tag Jehovas ist nahe, denn Jehova hat ein Schlachtopfer zubereitet; er hat seine Geladenen geheiligt.“ Diese „Geladenen“ waren offenbar die chaldäischen Feinde Judas. Das „Schlachtopfer“ war Juda selbst mitsamt seiner Hauptstadt. Zephanja verkündete somit Gottes Vorsatz, Jerusalem zu zerstören, und diese Prophezeiung wies auch auf die künftige Vernichtung der Christenheit hin. Da Gottes Tag des Gerichts so nahe ist, sollte die ganze Welt ‘vor dem Souveränen Herrn Jehova Schweigen bewahren’ und auf das hören, was er durch die „kleine Herde“ gesalbter Nachfolger Jesu und durch ihre Gefährten, die „anderen Schafe“, sagt (Lukas 12:32; Johannes 10:16). Allen, die nicht darauf hören werden und sich dadurch der Herrschaft des Königreiches Gottes entgegenstellen, steht Vernichtung bevor (Psalm 2:1, 2).
Bald ein Tag des Geheuls!
11. Was wird in Zephanja 1:8-11 im wesentlichen gesagt?
11 Über den Tag Jehovas heißt es in Zephanja 1:8-11 weiter: „ ‚Es soll geschehen am Tag des Schlachtopfers Jehovas, daß ich die Aufmerksamkeit auf die Fürsten richten will und auf die Söhne des Königs und alle, die fremdländische Kleidung tragen. Und ich will die Aufmerksamkeit auf einen jeden richten, der an jenem Tag auf die Plattform steigt, diejenigen, die das Haus ihrer Herren mit Gewalttat und Trug füllen. Und es soll an jenem Tag geschehen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß ein Geschrei vom Fischtor her erschallt und ein Geheul vom zweiten Stadtteil her und ein großes Krachen von den Hügeln her. Heult, ihr Bewohner von Machtesch, denn alles Volk der Händler ist zum Schweigen gebracht worden; alle, die Silber darwiegen, sind weggetilgt worden.‘ “
12. Wie kommt es, daß manche „fremdländische Kleidung“ tragen?
12 König Josia würden Jehoahas, Jojakim und Jojachin folgen. Dann käme die von der Zerstörung Jerusalems gekennzeichnete Herrschaft Zedekias. Obwohl ein solches Unheil drohte, trugen einige offenbar „fremdländische Kleidung“, um die Anerkennung von Nachbarnationen zu erlangen. Ebenso lassen heute viele auf unterschiedliche Weise erkennen, daß sie nicht zur Organisation Jehovas gehören. Weil sie nachweislich der Organisation Satans angehören, werden sie bestraft werden.
13. Was sollte gemäß der Prophezeiung Zephanjas beim Angriff der Babylonier auf Jerusalem geschehen?
13 ‘Jener Tag’ der Abrechnung mit Juda entspricht dem Tag Jehovas, an dem er an seinen Feinden das Urteil vollstreckt, um der Bosheit ein Ende zu machen und seine Überlegenheit zu beweisen. Beim Angriff der Babylonier auf Jerusalem würde ein Aufschrei vom Fischtor her erschallen. Das Tor hieß wahrscheinlich so, weil es in der Nähe des Fischmarktes stand (Nehemia 13:16). Die babylonischen Truppen würden in den sogenannten zweiten Stadtteil eindringen, und das „Krachen von den Hügeln her“ könnte sich auf den Lärm der heranrückenden Chaldäer beziehen. Die Bewohner von Machtesch — vielleicht das obere Tyropöontal — würden ‘heulen’. Warum würden sie heulen? Weil dort kein Handel getrieben würde, auch nicht von Händlern, die „Silber darwiegen“.
14. Wie eingehend würde Gott diejenigen überprüfen, die sich als seine Anbeter bezeichnen?
14 Wie eingehend würde Jehova diejenigen überprüfen, die sich als seine Anbeter bezeichnen? In der Prophezeiung heißt es weiter: „Es soll geschehen zu jener Zeit, daß ich Jerusalem sorgfältig mit Leuchten durchsuchen werde, und ich will den Männern Aufmerksamkeit schenken, die auf ihren Hefen erstarren und die in ihrem Herzen sprechen: ‚Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun.‘ Und ihr Vermögen soll zum Raub werden und ihre Häuser zu einer wüsten Einöde. Und sie werden Häuser bauen, aber sie werden sie nicht bewohnen; und sie werden Weingärten pflanzen, aber sie werden nicht den Wein davon trinken“ (Zephanja 1:12, 13).
15. (a) Was sollte den abtrünnigen Priestern Jerusalems widerfahren? (b) Was steht denjenigen bevor, die heute die falsche Religion ausüben?
15 Die abtrünnigen Priester Jerusalems vermischten die Anbetung Jehovas mit falscher Religion. Sie wähnten sich sicher, aber Jehova würde sie wie mit hellen Leuchten ausfindig machen, deren Licht die geistige Finsternis durchdringen würde, in die sie sich geflüchtet hatten. Keiner würde der Vollstreckung des von Gott verkündeten Urteils entkommen. Diese selbstgefälligen Abtrünnigen hatten sich gemütlich niedergelassen wie die Hefen am Boden einer Weinkufe. Sie wollten mit der Ankündigung eines göttlichen Eingriffs in die Angelegenheiten des Menschen nicht behelligt werden, aber sie würden der Vollstreckung des Urteils Gottes nicht entgehen. Ebensowenig wird es ein Entrinnen für Menschen geben, die heute die falsche Religion ausüben. Zu ihnen gehören auch die Angehörigen der Christenheit und diejenigen, die von der Anbetung Jehovas abgefallen sind. Sie leugnen, daß wir in den „letzten Tagen“ leben, und sprechen in ihrem Herzen: „Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun.“ Doch da irren sie sich! (2. Timotheus 3:1-5; 2. Petrus 3:3, 4, 10).
16. Was sollte geschehen, wenn das göttliche Urteil an Juda vollstreckt würde, und wie sollte uns die Kenntnis dessen berühren?
16 Die Abtrünnigen in Juda wurden davor gewarnt, daß die Babylonier ihren Reichtum plündern, ihre Häuser verwüsten und ihnen den Ertrag ihrer Weingärten wegnehmen würden. Materielle Güter wären wertlos, wenn Gottes Strafgericht an Juda vollstreckt würde. Das gilt auch, wenn Jehovas Tag des Gerichts über das gegenwärtige System der Dinge kommt. Seien wir daher geistig gesinnt, und ‘häufen wir uns Schätze im Himmel auf’, indem wir den Dienst für Jehova in unserem Leben weiterhin allem voranstellen (Matthäus 6:19-21, 33).
„Der große Tag Jehovas ist nahe“
17. Wie nahe ist gemäß Zephanja 1:14-16 Jehovas Tag des Gerichts?
17 Wie nahe ist Jehovas Tag des Gerichts? Gemäß Zephanja 1:14-16 sichert uns Gott folgendes zu: „Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr. Der Schall des Tages Jehovas ist bitter. Da stößt ein starker Mann einen Schrei aus. Jener Tag ist ein Tag des Zornausbruchs, ein Tag der Bedrängnis und Angst, ein Tag des Sturms und der Verödung, ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und dichten Dunkels, ein Tag des Horns und des Alarmsignals gegen die befestigten Städte und gegen die hohen Ecktürme.“
18. Warum sollten wir nicht meinen, Jehovas Tag des Gerichts käme noch lange nicht?
18 Die sündigen Priester Judas und seine Fürsten sowie das sündige Volk wurden darauf aufmerksam gemacht, daß ‘der große Tag Jehovas nahe war’. Für Juda würde Jehovas Tag ‘sehr eilen’. Auch heute glaube niemand, Jehova vollstrecke sein Strafgericht an den Bösen erst in ferner Zukunft. Genauso, wie Gott in Juda schnell handelte, wird er sich auch mit dem Tag der Vollstreckung beeilen (Offenbarung 16:14, 16). Wie schlecht es doch all denen ergehen wird, die Jehovas Warnungen, die er durch seine Zeugen ergehen läßt, in den Wind schlagen und sich nicht zur wahren Anbetung bekennen!
19, 20. (a) Wie wirkte es sich aus, als sich Gottes Zorn über Juda und Jerusalem entlud? (b) Welche Fragen erheben sich angesichts der gezielten Vernichtung, die dem gegenwärtigen System der Dinge droht?
19 Als sich Gottes Zorn über Juda und Jerusalem entlud, brach „ein Tag der Bedrängnis und Angst“ an. Die babylonischen Angreifer fügten den Bewohnern Judas viel Leid zu, was quälende Angst angesichts von Zerstörung und Tod einschloß. Dieser „Tag des Sturms und der Verödung“ war ein Tag der Finsternis, des Gewölks und dichten Dunkels, womöglich nicht nur sinnbildlich, sondern wegen des allgegenwärtigen Gemetzels und Rauchs auch buchstäblich. Es war „ein Tag des Horns und des Alarmsignals“, aber die Warnungen erschollen vergebens.
20 Jerusalems Wächter konnten nichts ausrichten, als die Babylonier mit Rammböcken die „hohen Ecktürme“ umstießen. Die Festungsanlagen des gegenwärtigen Systems der Dinge werden gegen die Waffen aus Gottes himmlischem Arsenal, die zum baldigen Einsatz für eine gezielte Vernichtung bereitstehen, ebenfalls nichts ausrichten können. Hoffen wir, verschont zu werden? Treten wir standhaft für Jehova ein, der ‘alle behütet, die ihn lieben, aber alle Bösen vertilgen wird’? (Psalm 145:20).
21, 22. Wie wird sich Zephanja 1:17, 18 in unserer Zeit erfüllen?
21 Was für ein grauenvoller Tag des Gerichts doch in Zephanja 1:17, 18 vorhergesagt wird! „Ich will die Menschen in Bedrängnis bringen“, sagt Jehova Gott, „und sie werden gewiß wie Blinde einhergehen; denn gegen Jehova haben sie gesündigt. Und ihr Blut wird tatsächlich verschüttet werden wie Staub und ihre Eingeweide wie Dung. Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können; sondern durch das Feuer seines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden, denn er wird eine Ausrottung aller Bewohner der Erde, ja eine schreckliche, herbeiführen.“
22 Wie in den Tagen Zephanjas wird Jehova bald ‘alle Bewohner der Erde’, die seine Warnung nicht beachten wollen, in Bedrängnis bringen. Weil sie gegen Gott sündigen, werden sie wie Blinde umhertappen und nirgendwo Befreiung finden können. An Jehovas Tag des Gerichts ‘wird ihr Blut tatsächlich wie Staub verschüttet werden’, wie etwas Nichtswürdiges. Sie werden ein schändliches Ende finden, denn Gott wird die Leichname — ja sogar die Eingeweide — dieser Bösen „wie Dung“ auf der Erde verstreuen.
23. Worauf läßt die Prophezeiung Zephanjas hoffen, auch wenn Missetäter „am Tag des Zornausbruchs Jehovas“ nicht entrinnen werden?
23 Niemand kann die retten, die gegen Jehova und sein Volk kämpfen. Weder Silber noch Gold konnte die Missetäter in Juda befreien. Wenn der „Tag des Zornausbruchs Jehovas“ über die Christenheit und den übrigen Teil des bösen Systems der Dinge hereinbricht, wird weder gehorteter Reichtum Schutz bieten, noch wird man durch Bestechungsgelder davonkommen. Das Feuer des Eifers Gottes wird „die ganze Erde“ verzehren, wenn Jehova an diesem Tag der Entscheidung die Bösen ausrottet. Auf Grund unseres Glaubens an das prophetische Wort Gottes sind wir überzeugt, daß wir in einer späten Phase der „Zeit des Endes“ leben (Daniel 12:4). Gottes Tag des Gerichts ist nahe, und Jehova wird bald an seinen Feinden Rache üben. Die Prophezeiung Zephanjas läßt jedoch auf Befreiung hoffen. Was wird von uns erwartet, wenn wir am Tag des Zornes Jehovas geborgen bleiben wollen?
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Sucht Jehova vor dem Tag seines ZornesDer Wachtturm 2001 | 15. Februar
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Sucht Jehova vor dem Tag seines Zornes
„Sucht Jehova ... Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ (ZEPHANJA 2:3).
1. In welchem geistigen Zustand befand sich Juda, als Zephanja seine Tätigkeit als Prophet aufnahm?
ZEPHANJA nahm seine Tätigkeit als Prophet in einer kritischen Phase der Geschichte Judas auf. Geistig gesehen hatte das Land einen Tiefstand erreicht. Die Bewohner befragten heidnische Priester und Astrologen, statt auf Jehova zu vertrauen. Der Baalskult mit seinen Fruchtbarkeitsriten war landesweit verbreitet. Die weltlichen Oberen — die Fürsten, die Edlen und die Richter — unterdrückten ihre Schutzbefohlenen (Zephanja 1:9; 3:3). Kein Wunder, daß Jehova beschloß, ‘seine Hand gegen Juda und Jerusalem auszustrecken’, um sie zu vernichten! (Zephanja 1:4).
2. Welche Hoffnung bestand für Gottes treue Diener in Juda?
2 Trotz der schlimmen Lage blieb ein Hoffnungsschimmer. Josia, der Sohn Amons, hatte den Thron bestiegen. Er war zwar bloß ein Junge, aber er liebte Jehova wirklich. Wie ermutigt wären doch die wenigen, die dem wahren Gott treu dienten, wenn der neue König die reine Anbetung in Juda wiederherstellen würde! Andere würden sich vielleicht veranlaßt fühlen, sich ihnen anzuschließen, und könnten am Tag des Zornes Jehovas auch verschont werden.
Erfordernisse für die Verschonung
3, 4. Welche drei Voraussetzungen mußten erfüllt werden, damit jemand am „Tag des Zornes Jehovas“ verschont würde?
3 Könnten einzelne am Tag des Zornes Jehovas wirklich verschont werden? Wenn sie die drei Bedingungen erfüllten, die in Zephanja 2:2, 3 genannt werden, dann schon. Beim Lesen der Verse wollen wir besonders auf diese Voraussetzungen achten. Zephanja schrieb: „Ehe die Satzung irgend etwas gebiert, ehe der Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt, sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“
4 Um bewahrt zu werden, mußte man also 1. Jehova suchen, 2. Gerechtigkeit suchen und 3. Sanftmut suchen. Diese Voraussetzungen sind für uns heute sehr von Interesse. Warum? Weil so, wie einst Juda und Jerusalem im siebten Jahrhundert v. u. Z. auf einen Tag der Abrechnung zusteuerten, auch die Nationen der Christenheit, ja, alle Bösen, auf eine Kraftprobe mit Jehova Gott zusteuern — die „große Drangsal“ (Matthäus 24:21). Wer dann geborgen sein möchte, muß jetzt entschlossen handeln. Was ist zu tun? Er muß, ehe es zu spät ist, Jehova suchen, Gerechtigkeit suchen und Sanftmut suchen.
5. Was gehört heute dazu, ‘Jehova zu suchen’?
5 Vielleicht sagen wir uns: „Ich bin doch ein getaufter Diener Gottes, ein Zeuge Jehovas. Erfülle ich nicht bereits diese Voraussetzungen?“ Tatsächlich geht es um mehr, als sich Jehova hinzugeben. Israel war eine Gott hingegebene Nation, aber in den Tagen Zephanjas lebte man in Juda nicht entsprechend dieser Hingabe. Deshalb wurde die Nation schließlich verworfen. ‘Jehova zu suchen’ bedeutet heute, in Gemeinschaft mit seiner irdischen Organisation eine innige, persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Es bedeutet, Jehovas Ansichten kennenzulernen und seine Empfindungen zu berücksichtigen. Wir suchen Jehova, wenn wir sein Wort sorgfältig studieren, darüber nachsinnen und uns im Leben davon leiten lassen. Wenn wir außerdem Jehova im innigen Gebet um Leitung bitten und uns von seinem Geist leiten lassen, wird unser Verhältnis zu ihm vertieft, und wir werden den inneren Drang verspüren, ihm ‘mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Seele und unserer ganzen Tatkraft’ zu dienen (5. Mose 6:5; Galater 5:22-25; Philipper 4:6, 7; Offenbarung 4:11).
6. Wie suchen wir Gerechtigkeit, und warum ist das selbst in der Welt von heute möglich?
6 Die zweite Voraussetzung, die in Zephanja 2:3 erwähnt wird, ist, ‘Gerechtigkeit zu suchen’. Die meisten haben wichtige Änderungen vorgenommen, um sich taufen lassen zu können, aber wir müssen weiterhin, unser Leben lang, für Gottes gerechte Maßstäbe eintreten. Manche, die in dieser Hinsicht einen guten Anfang machten, haben sich von der Welt besudeln lassen. Gerechtigkeit zu suchen ist nicht leicht, denn wir leben unter Menschen, für die sexuelle Unmoral, Lügen und andere Missetaten normal sind. Jehova unbedingt gefallen zu wollen kann aber jede Neigung bezwingen, die Anerkennung der Welt dadurch zu erlangen, daß man sich ihr angleicht. Juda verlor Gottes Gunst, als es seine gottlosen Nachbarnationen nachahmte. Statt es der Welt gleichzutun, wollen wir „Nachahmer Gottes“ sein und an der ‘neuen Persönlichkeit’ arbeiten, „die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist“ (Epheser 4:24; 5:1).
7. Wie suchen wir Sanftmut?
7 Drittens wird in Zephanja 2:3 darauf hingewiesen, daß man ‘Sanftmut suchen’ muß, um am Tag des Zornes Jehovas geborgen zu sein. Tag für Tag kommen wir mit Männern, Frauen und Jugendlichen in Berührung, die alles andere als sanftmütig sind. Milde ist für sie ein Makel. Unterwürfigkeit gilt bei ihnen als ernsthafte Schwäche. Sie sind fordernd, egoistisch und rechthaberisch, und sie meinen, andere hätten sich ihren persönlichen „Rechten“ und Vorlieben um jeden Preis zu beugen. Wie bedauerlich wäre es, wenn solche Verhaltensweisen auf uns abfärbten! Heute gilt es, ‘Sanftmut zu suchen’. Wie? Unterordnen wir uns Gott, nehmen wir demütig Zucht von ihm an, und fügen wir uns seinem Willen.
Warum „wahrscheinlich“ geborgen?
8. Was wird in Zephanja 2:3 durch den Gebrauch des Wortes „wahrscheinlich“ angedeutet?
8 Beachten wir, daß es in Zephanja 2:3 heißt: „Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“ Warum gebrauchte Zephanja das Wort „wahrscheinlich“, als er sich an die Sanftmütigen der Erde richtete? Nun, die Sanftmütigen hatten bereits positive Schritte unternommen, aber sie durften keinesfalls selbstsicher werden. Noch hatten sie ihr Leben nicht in Treue beendet. Es war vorstellbar, daß einige von ihnen in Sünde verfallen würden. Das trifft auch auf uns zu. Jesus sagte: „Wer ... bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24:13). Ob wir am Tag des Zornes Jehovas gerettet werden, hängt davon ab, daß wir weiterhin tun, was in Gottes Augen recht ist. Haben wir uns das fest vorgenommen?
9. Welche rechtschaffenen Schritte unternahm der junge König Josia?
9 Allem Anschein nach fühlte sich König Josia auf die Worte des Propheten Zephanja hin veranlaßt, ‘Jehova zu suchen’. In der Bibel heißt es: „Im achten Jahr seiner Regierung, während ... [Josia] noch ein [etwa 16jähriger] Knabe war, begann er, den Gott Davids, seines Vorvaters, zu suchen“ (2. Chronika 34:3). Josia fuhr auch fort, ‘Gerechtigkeit zu suchen’, denn wir lesen: „Im zwölften Jahr [als Josia um die 20 war] fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den heiligen Pfählen und den gehauenen Bildern und den gegossenen Standbildern zu reinigen. Ferner riß man vor ihm die Altäre der Baale nieder“ (2. Chronika 34:3, 4). Josia suchte auch „Sanftmut“, indem er demütig handelte und Jehova dadurch zu gefallen suchte, daß er das Land von Götzendienst und von anderen Bräuchen der falschen Religion reinigte. Wie sehr sich andere Sanftmütige doch über diese Entwicklungen gefreut haben müssen!
10. Was geschah in Juda im Jahr 607 v. u. Z., aber wer blieb verschont?
10 Während der Herrschaft Josias kehrten viele Juden zu Jehova um. Nicht lange nach dem Tod des Königs war bei den meisten allerdings wieder alles beim alten — ihr Verhalten war für Gott völlig unannehmbar. Wie von Jehova angeordnet, überrannten die Babylonier im Jahr 607 v. u. Z. das Land Juda und zerstörten dessen Hauptstadt Jerusalem. Doch die Lage war nicht völlig aussichtslos. Der Prophet Jeremia, der Äthiopier Ebed-Melech, Nachkommen Jonadabs und andere, die Gott treu waren, blieben an jenem „Tag des Zornes Jehovas“ geborgen (Jeremia 35:18, 19; 39:11, 12, 15-18).
Feinde Gottes — nehmt es zur Kenntnis!
11. Warum ist es heute schwierig, Gott treu zu bleiben, doch was sollten die Feinde des Volkes Jehovas berücksichtigen?
11 Während wir den Tag des Zornes Jehovas erwarten, der über das gegenwärtige System der Dinge kommen wird, geraten wir „in mancherlei Prüfungen“ (Jakobus 1:2). In einer Reihe von Ländern, in denen man vorgibt, dem Recht auf freie Religionsausübung einen hohen Wert beizumessen, haben gewisse Manipulatoren, sprich Geistliche, durch ihren Einfluß auf die weltliche Obrigkeit bewirkt, daß Gottes Volk erbittert verfolgt wird. Skrupellose Menschen verleumden Jehovas Zeugen und stigmatisieren sie als „gefährliche Sekte“. Gott nimmt ihre Taten zur Kenntnis, und sie werden nicht ungestraft davonkommen. Diese Feinde Gottes sollten bedenken, wie es den Feinden des Volkes Gottes in alter Zeit ergangen ist, zum Beispiel den Philistern. Die Prophezeiung lautet: „Was Gasa betrifft, eine verlassene Stadt wird es werden; und Askalon soll eine wüste Einöde sein. Was Aschdod betrifft, am hellen Mittag wird man es vertreiben; und was Ekron betrifft, es wird entwurzelt werden.“ Die Philisterstädte Gasa, Askalon, Aschdod und Ekron sollten verwüstet werden (Zephanja 2:4-7).
12. Was widerfuhr Philistäa, Moab und Ammon?
12 Die Prophezeiung lautet weiter: „Ich habe die Schmähung Moabs und die Schimpfworte der Söhne Ammons gehört, mit denen sie mein Volk geschmäht und ständig großgetan haben gegen sein Gebiet“ (Zephanja 2:8). Ägypten und Äthiopien hatten durchaus unter den babylonischen Eindringlingen zu leiden. Aber welches Urteil sprach Gott über Moab und Ammon, Nationen, die von Lot, dem Neffen Abrahams, abstammten? Jehova kündigte ihnen folgendes an: „Moab selbst [wird] so wie Sodom werden und die Söhne Ammons wie Gomorra.“ Im Gegensatz zu ihren Vorfahrinnen — den beiden Töchtern Lots, die die Vernichtung von Sodom und Gomorra überlebten — sollten die stolzen Nationen Moab und Ammon nicht vor Gottes Strafgerichten geborgen bleiben (Zephanja 2:9-12; 1. Mose 19:16, 23-26, 36-38). Wo ist Philistäa heute, und wo sind seine Städte? Was ist aus den einst so stolzen Nationen Moab und Ammon geworden? Man wird vergeblich danach suchen.
13. Welche archäologische Entdeckung wurde in Ninive gemacht?
13 Zu Lebzeiten Zephanjas war das assyrische Weltreich auf dem Gipfel seiner Macht angelangt. Der Archäologe Austen Layard schrieb über einen Teil des Königspalastes, den er in der assyrischen Hauptstadt Ninive freigelegt hatte: „Das Täfelwerk ... war in Gevierte eingetheilt, auf welche Blumen oder Thierfiguren gemalt waren. Einige waren mit Elfenbein ausgelegt; jede Abtheilung aber umgaben elegante Ränder und Eckzierrathen. Die Balken sowohl wie die Seiten der Zimmer mögen vergoldet oder mit Gold und Silber plattirt gewesen sein, und die seltensten Hölzer, worunter die Ceder hervortrat, wurden zum Holzwerk verwendet.“ Doch wie in Zephanja 2:13 aufgezeichnet, sollte Assyrien zerstört und dessen Hauptstadt Ninive „zu einer wüsten Einöde“ werden.
14. Wie erfüllte sich Zephanjas Prophezeiung an Ninive?
14 Nur 15 Jahre nachdem Zephanja diese Prophezeiung verkündet hatte, wurde das mächtige Ninive zerstört und der Königspalast in Schutt und Asche gelegt. Ja, die stolze Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Das Ausmaß der Verwüstung wurde mit folgenden Worten anschaulich geschildert: „Sowohl Pelikan als auch Stachelschwein werden direkt zwischen ihren [heruntergefallenen] Säulenkapitellen die Nacht verbringen. Eine Stimme wird fortwährend im Fenster singen. Verwüstung wird auf der Schwelle sein“ (Zephanja 2:14, 15). Die imposanten Bauten Ninives würden nur noch als Aufenthaltsort für Stachelschweine und Pelikane taugen. In den Straßen der Stadt sollten der Lärm der Händler, die Schreie der Krieger und der Gesang der Priester verstummen. In den einst belebten Durchgangsstraßen wäre nur eine schaurige Stimme im Fenster zu hören, vielleicht das Klagelied eines Vogels oder das Heulen des Windes. Mögen alle Feinde Gottes ein gleiches Ende finden!
15. Was können wir aus dem lernen, was Philistäa, Moab, Ammon und Assyrien widerfuhr?
15 Was können wir aus dem lernen, was Moab, Ammon, Philistäa und Assyrien widerfuhr? Daß wir als Diener Jehovas von unseren Feinden nichts zu befürchten haben. Gott sieht, was diejenigen tun, die seinem Volk widerstehen. Jehova ging in der Vergangenheit gegen seine Feinde vor, und auch heute wird er an den Bewohnern der ganzen Erde das Urteil vollstrecken. Doch es wird Überlebende geben: ‘eine große Volksmenge aus allen Nationen’ (Offenbarung 7:9). Wir können dazugehören, aber nur, wenn wir weiterhin Jehova suchen, Gerechtigkeit suchen und Sanftmut suchen.
Wehe den frechen Missetätern!
16. Was wurde in Zephanjas Prophezeiung über Judas Fürsten und seine geistlichen Würdenträger gesagt, und warum passen diese Worte auf die Christenheit?
16 Zephanjas Prophezeiung richtet sich erneut an Juda und Jerusalem. In Zephanja 3:1, 2 heißt es: „Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht.“ Wie tragisch, daß Jehovas Zuchtmaßnahmen bei seinem Volk unbeachtet blieben! Die Rücksichtslosigkeit der Fürsten, der Edlen und der Richter war wirklich beklagenswert. Zephanja verurteilte die Schamlosigkeit der geistlichen Würdenträger mit den Worten: „Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz Gewalt an“ (Zephanja 3:3, 4). Was er sagte, paßt nur zu gut auf die Propheten und Priester der Christenheit von heute. Sie haben es sich angemaßt, den Gottesnamen aus ihren Bibelübersetzungen zu entfernen, und haben Lehren verbreitet, die den Gott, den sie angeblich anbeten, falsch darstellen.
17. Warum sollten wir ungeachtet dessen, ob die Menschen die gute Botschaft hören wollen oder nicht, mit der Verkündigung fortfahren?
17 Jehova machte sein Volk in alter Zeit rücksichtsvollerweise auf das aufmerksam, was er bald unternehmen würde. Er sandte seine Diener, die Propheten — unter anderem Zephanja und Jeremia —, um das Volk zur Reue zu bewegen. Ja, „Jehova ... übte keine Ungerechtigkeit. Morgen für Morgen gab er fortwährend seine eigene richterliche Entscheidung aus. Am lichten Tag fehlte sie sicherlich nicht.“ Wie war die Reaktion? „Doch der Ungerechte kannte keine Scham“, sagte Zephanja (Zephanja 3:5). Eine ähnliche Warnung ergeht auch heute. Als Verkündiger der guten Botschaft beteiligen wir uns an dieser Warnungstätigkeit. Verkündigen wir deshalb die gute Botschaft ohne Unterlaß! Ob man uns zuhört oder nicht — unser Predigtdienst ist aus Gottes Sicht ein Erfolg, solange wir treu damit fortfahren; wir brauchen uns nicht dafür zu schämen, daß wir das Werk Gottes mit Eifer verrichten.
18. Wie wird sich Zephanja 3:6 erfüllen?
18 Die Vollstreckung des göttlichen Urteils wird sich nicht auf die Verwüstung der Christenheit beschränken. Jehova erweitert seine Strafankündigung auf alle Nationen der Erde: „Ich tilgte Nationen weg; ihre Ecktürme wurden verödet. Ich verwüstete ihre Straßen, so daß niemand hindurchzog. Ihre Städte wurden verwüstet“ (Zephanja 3:6). Jehovas Worte sind so verläßlich, daß er von der Vernichtung spricht, als hätte sie bereits stattgefunden. Wie erging es den Städten Moabs, Ammons und Philistäas? Und wie verhielt es sich mit der assyrischen Hauptstadt Ninive? Ihre Vernichtung dient den Nationen von heute als Warnung. Gott läßt sich nicht verspotten.
Jehova weiterhin suchen
19. Welche zum Nachdenken anregenden Fragen könnten wir uns stellen?
19 In den Tagen Zephanjas entbrannte der Zorn Gottes gegen diejenigen, die bestrebt waren, auf schändliche Weise „all ihre Taten verderbt zu machen“ (Zephanja 3:7). Dasselbe wird in unserer Zeit geschehen. Sehen wir die Beweise dafür, daß der Tag Jehovas nahe ist? Suchen wir weiterhin Jehova, indem wir regelmäßig — täglich — sein Wort lesen? Suchen wir Gerechtigkeit, indem wir in Übereinstimmung mit den Maßstäben Gottes ein moralisch einwandfreies Leben führen? Und suchen wir Sanftmut, indem wir gegenüber Gott und dem, was er zu unserer Rettung vorgesehen hat, sanftmütig und unterwürfig eingestellt sind?
20. Welche Fragen werden im letzten Artikel der Reihe über Zephanjas Prophezeiung betrachtet?
20 Wenn wir weiterhin treu Jehova, Gerechtigkeit und Sanftmut suchen, können wir damit rechnen, schon jetzt große Segnungen zu erhalten — ja, sogar schon in den gegenwärtigen „letzten Tagen“, in denen unser Glaube erprobt wird (2. Timotheus 3:1-5; Sprüche 10:22). Aber wir werden uns wahrscheinlich fragen: Auf welche Weise werden wir als Diener Jehovas heute gesegnet, und welche künftigen Segnungen stehen gemäß der Prophezeiung Zephanjas für die bereit, die an dem eilends herannahenden Tag des Zornes Jehovas geborgen bleiben werden?
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Jehova wird von seinem wiederhergestellten Volk weltweit gepriesenDer Wachtturm 2001 | 15. Februar
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Jehova wird von seinem wiederhergestellten Volk weltweit gepriesen
„Ich [werde] die Sprache der Völker in eine reine Sprache umwandeln, damit sie alle den Namen Jehovas anrufen“ (ZEPHANJA 3:9).
1. Warum kam über Juda und über andere Nationen das angekündigte Unheil?
WAS für eindringliche Gerichtsbotschaften Zephanja doch auf Veranlassung Jehovas übermittelte! Diese unheilvollen Worte erfüllten sich an Juda und seiner Hauptstadt Jerusalem, weil weder das Volk als Ganzes noch dessen Führung den Willen Jehovas tat. Auch Nationen in der näheren Umgebung, wie Philistäa, Moab und Ammon, sollten den Zorn Jehovas zu spüren bekommen. Weshalb? Weil sie Gottes Volk jahrhundertelang unbarmherzig bekämpft hatten. Aus demselben Grund sollte die Weltmacht Assyrien vernichtet werden und niemals wiedererstehen.
2. An wen war das in Zephanja 3:8 Gesagte anscheinend gerichtet?
2 Einige Bewohner Judas waren dagegen richtig eingestellt. Sie freuten sich darauf, daß Gott sein Urteil an den Bösen vollstrecken würde, und offensichtlich galten ihnen die Worte: „ ‚Darum harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚auf den Tag, an dem ich aufstehe zur Beute, denn meine richterliche Entscheidung ist, Nationen zu sammeln, daß ich Königreiche zusammenbringe, um meine Strafankündigung über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zorns; denn durch das Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden‘ “ (Zephanja 3:8).
„Eine reine Sprache“ — Für wen?
3. Welche inspirierte Botschaft der Hoffnung sollte Zephanja ausrichten?
3 Zephanja überbrachte Jehovas Unglücksbotschaften. Doch der Prophet wurde durch Inspiration auch veranlaßt, eine Botschaft über eine wunderbare Hoffnung mit einzuschließen — eine tröstliche Hoffnung für alle, die Jehova weiterhin treu blieben. Jehova erklärte gemäß Zephanja 3:9: „Dann werde ich die Sprache der Völker in eine reine Sprache umwandeln, damit sie alle den Namen Jehovas anrufen, um ihm Schulter an Schulter zu dienen.“
4, 5. (a) Was sollte Ungerechten widerfahren? (b) Wem käme es zugute, und warum?
4 Bestimmten Menschen würde die reine Sprache allerdings vorenthalten werden. In der Prophezeiung werden sie wie folgt beschrieben: „Ich [werde] aus deiner Mitte deine hochmütig Frohlockenden entfernen“ (Zephanja 3:11). Die Hochmütigen, die Gottes Gesetze verachteten und Ungerechtigkeit trieben, sollten also entfernt werden. Und wem würde es zugute kommen? In Zephanja 3:12, 13 heißt es: „Ich [Jehova] werde gewiß in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden wirklich Zuflucht nehmen zum Namen Jehovas. Was die Übriggebliebenen Israels betrifft, sie werden keine Ungerechtigkeit tun noch Lügen reden, noch wird in ihrem Mund eine trügerische Zunge gefunden werden; denn sie selbst werden weiden und tatsächlich lagern, und niemand wird dasein, der sie aufschreckt.“
5 Ein treuer Überrest im alten Juda sollte daraus Nutzen ziehen. Warum? Weil er nach den Worten gehandelt hatte: „Sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zephanja 2:3).
6. Was geschah in der ersten Erfüllung der Prophezeiung Zephanjas?
6 Als sich die Prophezeiung Zephanjas das erste Mal erfüllte, strafte Gott das treulose Juda, indem er zuließ, daß die Weltmacht Babylon Juda besiegte und dessen Bevölkerung 607 v. u. Z. gefangen wegführte. Manche, darunter der Prophet Jeremia, wurden verschont, und andere blieben Jehova in der Gefangenschaft treu. Im Jahr 539 v. u. Z. wurde Babylon von den Medern und den Persern unter König Cyrus gestürzt. Etwa zwei Jahre später gab Cyrus einen Erlaß heraus, der besagte, daß die übriggebliebenen Juden in ihre Heimat zurückkehren durften. Nach einiger Zeit wurde der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut, und die Priesterschaft konnte das Volk wie früher im Gesetz unterrichten (Maleachi 2:7). Jehova segnete also den zurückgeführten Überrest — solange er treu blieb.
7, 8. Wem galten die prophetischen Worte in Zephanja 3:14-17, und womit ist die Antwort zu begründen?
7 Über diejenigen, die diese Wiederherstellung erleben sollten, sagte Zephanja voraus: „Juble, o Tochter Zion! Brich in Freudenrufe aus, o Israel! Freue dich, und frohlocke mit ganzem Herzen, o Tochter Jerusalem! Jehova hat die auf dir lastenden Gerichte entfernt. Er hat deinen Feind weggeschafft. Der König Israels, Jehova, ist in deiner Mitte. Du wirst kein Unglück mehr fürchten. An jenem Tag wird zu Jerusalem gesagt werden: ‚Fürchte dich nicht, o Zion. Mögen deine Hände nicht erschlaffen. Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten. Er wird mit Freuden über dich frohlocken. Er wird schweigen in seiner Liebe. Er wird sich über dich freuen mit Jubelrufen‘ “ (Zephanja 3:14-17).
8 Diese prophetische Aussage bezog sich auf den zusammengebrachten Überrest, der aus der Babylonischen Gefangenschaft in das Land seiner Vorfahren zurückgeführt wurde. Das geht aus Zephanja 3:18-20 hervor, wo es heißt: „ ‚Die in ihrer Abwesenheit von deiner Festzeit Bekümmerten werde ich [Jehova] gewiß versammeln; von dir fern waren sie, weil sie ihretwegen Schmach ertrugen. Siehe, ich handle gegen alle, die dich niederdrücken zu jener Zeit; und ich will die Hinkende retten, und die Versprengte werde ich zusammenbringen. Und ich will sie zum Lobpreis und zum Namen setzen im ganzen Land ihrer Schande. Zu jener Zeit werde ich euch herbeiführen, ja zu der Zeit, da ich euch zusammenbringe. Denn ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich eure Gefangenen vor euren Augen zurückkehren lasse‘, hat Jehova gesprochen.“
9. Inwiefern machte sich Jehova in Verbindung mit Juda einen Namen?
9 Stellen wir uns vor, wie entsetzt die Angehörigen umliegender Nationen gewesen sein müssen, die Feinde des Volkes Gottes waren! Die Bewohner Judas waren von dem mächtigen Babylon gefangengenommen worden ohne eine erkennbare Hoffnung auf Rückkehr. Überdies lag ihr Land verödet da. Durch Gottes Macht wurden sie jedoch nach 70 Jahren in ihre Heimat zurückgebracht, wohingegen die feindlichen Nationen auf den Untergang zusteuerten. Was für einen Namen sich Jehova dadurch machte, daß er den treuen Überrest zurückführte! Er machte ihn „zum Namen und zum Lobpreis ... unter allen Völkern“. Wie sehr doch diese Rückführung Jehova und denen, die seinen Namen trugen, zum Lobpreis gereichte!
Die Anbetung Jehovas erhöht
10, 11. Wann sollte die größere Erfüllung der Wiederherstellungsprophezeiung Zephanjas stattfinden, und wieso wissen wir das?
10 Eine weitere Wiederherstellung ereignete sich im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, als Jesus einen Überrest Israels zur wahren Anbetung versammelte. Das wies auf Künftiges hin, denn die Verwirklichung der Wiederherstellung im großen stand noch aus. Im Bibelbuch Micha wurde prophezeit: „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage, daß der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen Völker strömen“ (Micha 4:1).
11 Wann sollte das geschehen? Gemäß der Prophezeiung „im Schlußteil der Tage“ — ja, in den gegenwärtigen „letzten Tagen“ (2. Timotheus 3:1). Dazu sollte es vor dem Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge kommen, während die Nationen noch falsche Götter anbeten würden. In Micha 4:5 heißt es: „Alle Völker ihrerseits werden wandeln, jedes im Namen seines Gottes.“ Und wie verhält es sich mit den wahren Anbetern? Die Antwort in Michas Prophezeiung lautet: „Wir aber unsererseits werden im Namen Jehovas, unseres Gottes, wandeln auf unabsehbare Zeit, ja immerdar.“
12. Inwiefern ist die wahre Anbetung in den gegenwärtigen letzten Tagen hoch erhoben worden?
12 In den heutigen letzten Tagen ist also „der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet ... über dem Gipfel der Berge“. Die erhabene wahre Anbetung Jehovas ist wiederhergestellt, fest gegründet und über jede andere Religionsform erhöht worden. Wie in der Prophezeiung Michas ferner gesagt wurde, sollten ‘Völker dorthin strömen’. Alle, die die wahre Anbetung ausüben, werden ‘im Namen Jehovas, ihres Gottes, wandeln auf unabsehbare Zeit, ja immerdar’.
13, 14. Wann brach für die gegenwärtige Welt der „Schlußteil der Tage“ an, und was ist seither im Hinblick auf die wahre Anbetung geschehen?
13 Das, was sich in Erfüllung biblischer Prophezeiungen ereignet hat, beweist, daß die Welt im Jahr 1914 in den „Schlußteil der Tage“, das heißt in ihre letzten Tage, eintrat (Markus 13:4-10). Die Geschichte zeigt, daß Jehova zunächst einen treuen Überrest Gesalbter mit der himmlischen Hoffnung zur wahren Anbetung versammelte. Später folgte die Einsammlung der „großen Volksmenge“ aus „allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“, die die Hoffnung hat, für immer auf der Erde zu leben (Offenbarung 7:9).
14 Vom Ersten Weltkrieg bis zum heutigen Tag hat die Anbetung Jehovas, ausgeübt von denen, die seinen Namen tragen, unter seiner Führung enorme Fortschritte gemacht. Ausgehend von ein paar Tausend nach dem Ersten Weltkrieg, zählen die Anbeter Jehovas inzwischen etwa 6 Millionen, und sie gehören rund 91 000 Versammlungen in 235 Ländern und Territorien an. Jedes Jahr setzen sie weit über eine Milliarde Stunden dafür ein, Gott öffentlich zu preisen. Es ist eindeutig, daß Jehovas Zeugen die prophetischen Worte Jesu erfüllen: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14).
15. Wie erfüllt sich Zephanja 2:3 heute?
15 In Zephanja 3:17 lesen wir: „Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten.“ Der geistige Wohlstand der Diener Jehovas in den gegenwärtigen letzten Tagen ist eine direkte Folge davon, daß Jehova als ihr allmächtiger Gott ‘in ihrer Mitte’ ist. Das ist heute nicht anders als bei der Wiederherstellung des alten Juda im Jahr 537 v. u. Z. Wir können also sehen, wie sich Zephanja 2:3 heute im großen erfüllt, denn es heißt: „Sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde.“ Im Jahr 537 v. u. Z. stand das Wort „alle“ für den Überrest der Juden, der aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückkehrte. Heute steht es für die Sanftmütigen aller Nationen der Erde, für alle, die auf das weltweite Königreichspredigtwerk positiv reagieren und die zum „Berg des Hauses Jehovas“ strömen.
Die wahre Anbetung gedeiht
16. Wie reagieren die Gegner wahrscheinlich auf das Gedeihen des Volkes Jehovas in der Neuzeit?
16 Nach 537 v. u. Z. waren viele in den umliegenden Nationen erstaunt, daß Gottes Diener die wahre Anbetung in ihrer Heimat wiederaufnahmen. Doch das war eine Wiederherstellung in verhältnismäßig kleinem Maßstab. Können wir uns vorstellen, was in der heutigen Zeit einige sagen, selbst manche Gegner, wenn sie beobachten, wie erstaunlich Jehovas Volk an Zahl zunimmt, Gedeihen hat und vorankommt? Höchstwahrscheinlich werden manche dieser Gegner wie die Pharisäer empfinden, als sie sahen, wie sich die Leute um Jesus scharten. Sie riefen: „Seht! Die Welt ist ihm nachgelaufen“ (Johannes 12:19).
17. Was schrieb ein Autor über Jehovas Zeugen, und welches Wachstum haben sie erlebt?
17 Professor Charles S. Braden schrieb: „Jehovas Zeugen haben mit ihrer Zeugnistätigkeit buchstäblich die ganze Erde umspannt. ... Es kann wirklich gesagt werden, daß keine einzige Religionsgemeinschaft der Welt das Evangelium vom Reiche Gottes eifriger und beharrlicher verkündigt hat als die Zeugen Jehovas. ... Diese Bewegung wird sehr wahrscheinlich immer stärker werden“ (These Also Believe). Wie recht er doch hatte! Als er das vor rund 50 Jahren schrieb, predigten auf der ganzen Welt nur etwa 300 000 Zeugen Jehovas! Was würde er wohl heute sagen, wo ungefähr 20mal so viele — etwa 6 Millionen — die gute Botschaft predigen?
18. Was ist die reine Sprache, und wem hat Gott sie gegeben?
18 Durch seinen Propheten verhieß Gott: „Dann werde ich die Sprache der Völker in eine reine Sprache umwandeln, damit sie alle den Namen Jehovas anrufen, um ihm Schulter an Schulter zu dienen“ (Zephanja 3:9). In den jetzigen letzten Tagen sind es Jehovas Zeugen, die den Namen Jehovas anrufen und ihm, vereint durch ein unzerreißbares Band der Liebe, „Schulter an Schulter“ dienen. Sie sind es, denen Jehova die reine Sprache gegeben hat. Zu dieser reinen Sprache gehört das richtige Verständnis der Wahrheit über Gott und seine Vorsätze. Dieses Verständnis vermittelt nur Jehova, und zwar durch seinen heiligen Geist (1. Korinther 2:10). Wem gibt Jehova seinen Geist? Nur denen, „die ihm als dem Herrscher gehorchen“ (Apostelgeschichte 5:32). Allein Jehovas Zeugen sind bereit, Gott als dem Herrscher in allem zu gehorchen. Deshalb erhalten sie den Geist Gottes und sprechen die reine Sprache — die Wahrheit über Jehova und seine herrlichen Vorsätze. Mit dieser reinen Sprache preisen sie Jehova weltweit, und das in immer noch größerem Maße.
19. Was schließt das Sprechen der reinen Sprache ein?
19 Die reine Sprache zu sprechen beschränkt sich jedoch nicht darauf, der Wahrheit zu glauben und sie andere zu lehren, sondern schließt auch ein, seinen Lebenswandel nach Gottes Gesetzen und Grundsätzen auszurichten. Die gesalbten Christen sind führend darin vorangegangen, Jehova zu suchen und die reine Sprache zu sprechen. Denken wir nur einmal an das, was erreicht worden ist! Die Zahl der Gesalbten ist zwar auf unter 8 700 gesunken, doch etwa 6 Millionen andere ahmen ihren Glauben nach, indem sie Jehova suchen und die reine Sprache sprechen. Es ist die an Zahl zunehmende große Volksmenge aus allen Nationen, die an Jesu Loskaufsopfer Glauben ausübt, in dem irdischen Vorhof des geistigen Tempels Gottes heiligen Dienst verrichtet und die die „große Drangsal“, die bald über die ungerechte Welt von heute kommt, überleben wird (Offenbarung 7:9, 14, 15).
20. Was steht den treuen Gesalbten in Aussicht, und was denjenigen, die zur großen Volksmenge gehören?
20 Die große Volksmenge wird in Gottes gerechte neue Welt geführt werden (2. Petrus 3:13). Jesus Christus und die 144 000 zu himmlischem Leben auferweckten Gesalbten, die mit ihm als Könige und Priester dienen, werden die neue Regierung über die Erde bilden (Römer 8:16, 17; Offenbarung 7:4; 20:6). Die Überlebenden der großen Drangsal werden die Erde in ein Paradies umgestalten und weiterhin die reine Sprache sprechen, die Gott ihnen gegeben hat. Im Grundsatz gelten auch für sie die Worte: „Alle deine Söhne [und natürlich auch Töchter] werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein. In Gerechtigkeit wirst du dich als fest gegründet erweisen“ (Jesaja 54:13, 14).
Das größte Lehrwerk der Geschichte
21, 22. (a) Wem muß die reine Sprache gelehrt werden, wie aus Apostelgeschichte 24:15 hervorgeht? (b) Welches einmalige Lehrwerk wird unter der Königreichsherrschaft auf der Erde durchgeführt werden?
21 Eine sehr große Gruppe, die in der neuen Welt Gelegenheit erhält, die reine Sprache zu erlernen, besteht aus Menschen, von denen in Apostelgeschichte 24:15 die Rede ist. Dort wird gesagt, daß „es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“. In der Vergangenheit lebten und starben Milliarden Menschen, ohne eine genaue Erkenntnis über Jehova erlangt zu haben. Gott wird sie in einem geordneten Ablauf wieder zum Leben bringen. Und diesen Auferstandenen muß die reine Sprache gelehrt werden.
22 Welch eine Ehre es doch sein wird, bei diesem großen Lehrwerk mitzuwirken! Ja, es wird das größte Bildungsprojekt in der Menschheitsgeschichte sein. Unter der wohlwollenden Herrschaft Christi Jesu in Königreichsmacht wird all das durchgeführt werden. Demzufolge wird die Menschheit schließlich die Verwirklichung von Jesaja 11:9 erleben, wo es heißt: „Die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken.“
23. Warum können wir sagen, daß wir als Volk Jehovas überaus große Vorrechte haben?
23 Welch eine ehrenvolle Aufgabe es doch ist, uns in den gegenwärtigen letzten Tagen auf diese herrliche Zeit vorzubereiten, wo die Erkenntnis Jehovas die Erde wirklich erfüllen wird! Und welch ein Vorrecht es für uns heute ist, zu Gottes Volk zu gehören, zu denjenigen, die die Erfüllung der prophetischen Worte aus Zephanja 3:20 erleben! Dort finden wir die Zusicherung Jehovas: „Ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde.“
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