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Wie denken wir über den Tod?Der Wachtturm 2002 | 1. Juni
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Wie denken wir über den Tod?
DER Tod wirft seine Schatten voraus — auch auf uns, und das bis in unser Alltagsleben hinein, wie gesund oder wohlhabend wir auch sind. Er kann uns ereilen, wenn wir das nächste Mal über die Straße gehen oder wenn wir im Bett liegen. Katastrophen wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington machen uns bewusst, dass der ‘letzte Feind’, der Tod, sich seine Opfer aus allen sozialen Schichten und aus allen Altersgruppen holt, manchmal Tausende von Menschenleben innerhalb von Minuten (1. Korinther 15:26).
Ungeachtet dessen übt der Tod eine gewisse Faszination auf die Menschen aus. Nichts scheint die Auflage der Zeitungen effizienter zu steigern oder mehr Zuschauer vor den Bildschirm zu locken als Todesnachrichten, besonders Nachrichten vom Tod vieler Menschen unter schrecklichen Umständen. Offenbar bekommt man nie genug davon, ganz gleich, ob es sich um Todesfälle durch Krieg, Naturkatastrophen, Verbrechen oder Krankheit handelt. Diese schon zwanghafte Fixierung auf den Tod findet ihren rätselhaftesten Ausdruck in den leidenschaftlichen Gefühlsausbrüchen beim Tod von Personen des öffentlichen Lebens oder anderer Prominenter.
All das ist unbestreitbar. Man ist und bleibt fasziniert vom Tod — vom Tod anderer. Der Gedanke an den eigenen Tod wird dagegen verdrängt. Die meisten von uns weigern sich schlichtweg, an das eigene Ende zu denken.
Verblüfft angesichts des Todes?
Der Gedanke an den eigenen Tod ist immer unangenehm und wird es auch immer sein. Warum? Es ist deshalb der Fall, weil Gott uns das Verlangen eingepflanzt hat, für immer zu leben. „Die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt“, heißt es in Prediger 3:11 gemäß der Zürcher Bibel. Die Unabwendbarkeit des Todes löst daher im Menschen einen inneren Konflikt aus, ein ständiges Gefühl der Unvereinbarkeit. Um damit fertig zu werden, aber auch um die natürliche Sehnsucht nach Leben zu befriedigen, wurden alle möglichen Glaubenslehren erdacht, angefangen von der Lehre der Unsterblichkeit der Seele bis hin zum Glauben an eine Reinkarnation.
Der Tod ist unleugbar ein betroffen machendes, erschreckendes Geschehen, und die Furcht vor dem Tod ist allgemein verbreitet. Wir sollten daher nicht überrascht sein, dass der Tod für die menschliche Gesellschaft im Allgemeinen eine entmutigende Aussicht ist. Er macht zum Beispiel deutlich, wie absolut nichtig ein Leben ist, in dem sich alles um Reichtum und Macht dreht.
Kein Bezug mehr zum Tod?
Einem unheilbar Kranken oder tödlich Verwundeten wurde in früheren Zeiten normalerweise gestattet, in der vertrauten und liebevollen Umgebung seines eigenen Heims zu sterben. In biblischer Zeit war das häufig der Fall, und in manchen Kulturen ist es noch heute üblich (1. Mose 49:1, 2, 33). In solchen Fällen kommt die Familie zusammen, und die Kinder werden in die Gespräche einbezogen. Dadurch wird jedem Familienangehörigen das Gefühl vermittelt, nicht allein bekümmert zu sein, und aus gemeinsamer Verantwortung und Trauer ergibt sich ein gewisser Trost.
Das steht in krassem Gegensatz zu dem, was in einer Gesellschaft geschieht, in der Gespräche über den Tod tabu sind, als morbid gelten und von denen Kinder ausgeschlossen werden, weil man meint, es sei „zu viel“ für sie. Heutzutage stirbt ein Mensch oft unter ganz anderen Umständen und häufig viel einsamer. Obwohl die meisten lieber zu Hause friedlich einschlafen würden, liebevoll umhegt von der Familie, ist es grausame Realität, dass viele Menschen im Krankenhaus sterben, nicht selten qualvoll und allein, angeschlossen an eine erschreckende Vielzahl von Hightechgeräten. Und Millionen finden völlig anonym den Tod — die namenlosen Opfer von Völkermord, Hungersnot, Aids, Bürgerkrieg oder auch nur extremer Armut.
Ein nachdenkenswertes Thema
Die Bibel rät nicht davon ab, über den Tod nachzudenken. Tatsächlich heißt es in Prediger 7:2: „Besser ist es, in das Haus der Trauer zu gehen, als in das Haus des Festmahls zu gehen, denn das ist das Ende aller Menschen.“ Wenn wir mit der Realität des Todes konfrontiert werden, lassen wir vielleicht einmal von unseren alltäglichen Interessen oder Tätigkeiten ab und konzentrieren uns darauf, wie kurz das Leben doch ist. Das kann uns helfen, es sinnvoller zu gestalten, statt ziellos durch das Leben zu gehen oder es zu verschwenden.
Wie denken wir über den Tod? Sind wir uns im Klaren über unsere Gefühle, Vorstellungen, Hoffnungen und Befürchtungen in Verbindung mit dem Ende des eigenen Lebens?
Genauso wie die Natur des Lebens so übersteigt auch die Natur des Todes menschliches Erklärungs- und Verständnisvermögen. Die einzig zuverlässige Autorität auf diesem Gebiet ist unser Schöpfer. Bei ihm ist „der Quell des Lebens“, und ihm „gehören die Auswege aus dem Tod“ (Psalm 36:9; 68:20). Manch einen wird es überraschen, wie tröstlich und ermunternd eine Untersuchung einiger verbreiteter Ansichten über den Tod sein kann, wenn dabei Gottes Wort berücksichtigt wird. Sie zeigt nämlich, dass der Tod nicht unbedingt das endgültige Ende ist.
[Herausgestellter Text auf Seite 4]
Unsere Sterblichkeit sollte uns veranlassen, ein wirklich sinnvolles Leben zu führen
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Einige Ansichten über den Tod näher betrachtetDer Wachtturm 2002 | 1. Juni
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Einige Ansichten über den Tod näher betrachtet
ZU ALLEN Zeiten hat der Mensch der düsteren Aussicht auf den Tod verwirrt und angsterfüllt gegenübergestanden. Durch eine Mischung aus irrigem religiösen Gedankengut, populärem Brauchtum und tief verwurzelten persönlichen Vorstellungen wird die Furcht vor dem Tod noch geschürt. Dies ist jedoch nicht unproblematisch, weil sie so lähmend sein kann, dass sie jedes Vertrauen in einen Lebenssinn untergräbt und es einem verwehrt, das Leben zu genießen.
Die großen Religionen sind besonders tadelnswert, weil sie eine ganze Reihe verbreiteter irriger Ansichten über den Tod fördern. Einige davon mithilfe der biblischen Wahrheit zu untersuchen gibt Gelegenheit, sich Klarheit zu verschaffen, was die eigene Ansicht über den Tod betrifft.
Irrglaube Nr. 1: Der Tod ist das natürliche Ende des Lebens
„Der Tod . . . ist integraler Bestandteil unseres Lebens“, heißt es in dem Buch Reif werden zum Tode. In solchen Aussagen kommt die Anschauung zum Ausdruck, der Tod sei normal, das natürliche Ende aller lebenden Organismen. Diese Auffassung nährt bei vielen eine nihilistische Lebenseinstellung und ein opportunistisches Verhalten.
Ist der Tod aber wirklich das natürliche Ende des Lebens? Davon sind längst nicht alle Forscher überzeugt. Calvin Harley, ein Biologe, der den menschlichen Alterungsprozess erforscht, sagte zum Beispiel in einem Interview, er glaube nicht, dass der Mensch „darauf programmiert ist, zu sterben“. Der Immunologe William Clark erklärte: „Der Tod ist nicht unlösbar mit der Definition von Leben verbunden.“ Und Seymour Benzer vom California Institute of Technology sinnierte, dass „man das Altern nicht als eine Uhr beschreiben sollte, sondern besser als einen Ablauf von Ereignissen, an dem sich, wie wir hoffen, etwas ändern lässt“.
Wissenschaftler, die sich mit der Beschaffenheit des Menschen beschäftigen, stehen immer wieder vor Rätseln. Wie sie feststellen, sind wir mit Ressourcen und Fähigkeiten ausgestattet, die weit über die Bedürfnisse unserer Lebenslänge von 70 bis 80 Jahren hinausgehen. So haben Forscher herausgefunden, dass das menschliche Gehirn über eine enorme Speicherkapazität verfügt. Ein Forscher schätzte, dass unser Gehirn Informationen speichern kann, die „gut zwanzig Millionen Bände füllen und mithin eine der größten Bibliotheken der Welt darstellen [würden]“. Einige Neurowissenschaftler meinen, dass ein Mensch, der ein durchschnittliches Alter erreicht, in seinem Leben nur 0,1 Promille (ein Zehntausendstel) des Fassungsvermögens seines Gehirns nutzt. Angesichts dessen drängt sich die Frage auf: „Wozu hat unser Gehirn solch eine große Kapazität, wenn wir in einem Leben von normaler Länge kaum einen Bruchteil davon nutzen können?“
Bedenken wir auch, dass die Menschen keineswegs so auf den Tod reagieren, als sei er etwas Natürliches. Für die meisten ist der Tod der Frau, des Mannes oder eines Kindes das Erschütterndste, was sie im Leben durchmachen. Der Tod einer von ganzem Herzen geliebten Person bringt die Psyche eines Menschen häufig für längere Zeit aus dem Gleichgewicht. Selbst denjenigen, nach deren Ansicht der Tod für den Menschen ganz natürlich ist, fällt es schwer, sich mit der Vorstellung abzufinden, dass mit dem Tod alles vorbei sein soll. Gemäß dem British Medical Journal ist es „eine allgemeine Expertenmeinung, dass jeder so lange wie möglich leben möchte“.
Ist es angesichts der normalen Reaktion des Menschen auf den Tod, angesichts seines erstaunlichen Potenzials für das Erinnern und das Lernen sowie angesichts seines inneren Verlangens nach Ewigkeit nicht offensichtlich, dass er geschaffen wurde, um zu leben? Tatsächlich erschuf Gott den Menschen nicht mit dem Tod als natürlichem Ende vor Augen, sondern mit der Aussicht, für immer zu leben. Beachten wir, welche Zukunftsaussichten Gott dem ersten Menschenpaar gab: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt“ (1. Mose 1:28). Welch eine wunderbare, gesicherte Zukunft!
Irrglaube Nr. 2: Gott lässt Menschen sterben, um sie zu sich zu nehmen
Eine 27-jährige Mutter von drei Kindern, die im Sterben lag, sagte zu einer Nonne: „Kommen Sie mir nicht damit, es sei Gottes Wille für mich. . . . Ich könnte ausrasten, wenn jemand das sagt.“ Doch genau das lehren viele Religionen in Bezug auf den Tod — dass Gott die Menschen wegnimmt, um sie in seiner Nähe zu haben.
Ist der Schöpfer tatsächlich so grausam, dass er gefühllos den Tod über uns bringt, obwohl er weiß, welch ein Herzeleid dadurch ausgelöst wird? Nein, jedenfalls nicht der Gott der Bibel. In 1. Johannes 4:8 heißt es, dass „Gott Liebe ist“. Beachtenswerterweise wird nicht gesagt, Gott habe Liebe oder Gott sei liebevoll. Stattdessen wird erklärt, dass Gott Liebe ist. So stark, so rein, so vollkommen ist Gottes Liebe, so vollständig durchdringt sie seine Persönlichkeit und seine Handlungen, dass von ihm zu Recht als von der wahrhaftigen Verkörperung der Liebe gesprochen werden kann. Er ist nicht ein Gott, der Menschen sterben lässt, damit sie in seiner Nähe sind.
Die falsche Religion lässt die Menschen über den Aufenthaltsort und den Zustand der Toten im Unklaren. Himmel, Hölle, Fegefeuer, Limbus — diese und verschiedene andere so genannte Bestimmungen sind entweder kaum fassbar oder flößen Angst und Schrecken ein. Die Bibel zeigt dagegen, dass die Toten ohne Bewusstsein sind; sie befinden sich in einem Zustand, der am besten mit dem Schlaf vergleichbar ist (Prediger 9:5, 10; Johannes 11:11-14). Wir brauchen daher nicht besorgt zu sein, was nach dem Tod mit uns geschieht, genauso wenig, wie wir uns Sorgen um jemand machen würden, der friedlich schläft. Jesus sprach von einer Zeit, in der „alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, . . . herauskommen werden“, um dann auf einer paradiesischen Erde zu leben (Johannes 5:28, 29; Lukas 23:43).
Irrglaube Nr. 3: Gott nimmt kleine Kinder als seine Engel zu sich
Elisabeth Kübler-Ross, bekannt für ihre Forschungsarbeit über Todkranke, erwähnte eine weitere verbreitete Vorstellung unter religiösen Menschen. In Verbindung mit einer tatsächlichen Begebenheit erklärte sie, dass es unklug ist, „ein kleines Kind über den Verlust eines Bruders mit der Behauptung zu ‚trösten‘, der liebe Gott habe die kleinen Jungen so lieb, dass er Johnny zu sich geholt habe“. Solch eine Aussage vermittelt einen falschen Eindruck von Gott und widerspricht völlig seiner Persönlichkeit und seinem Verhalten. Dr. Kübler-Ross schrieb weiter: „Noch die erwachsene Frau, die man als kleines Mädchen damit abgespeist hatte, konnte den Groll gegen Gott nicht verwinden, und als sie selbst ihren kleinen Sohn verlor, reagierte sie mit einer krankhaften Depression.“
Warum sollte Gott Eltern das Kind wegnehmen, um einen weiteren Engel zu haben — als ob Gott Kinder mehr benötigte, als deren Eltern sie brauchen? Wenn es wahr wäre, dass Gott Kinder zu sich holt, würde ihn das nicht zu einem lieblosen, selbstsüchtigen Schöpfer machen? Im Gegensatz zu solchen Vorstellungen heißt es in der Bibel, dass „die Liebe aus Gott ist“ (1. Johannes 4:7). Würde ein Gott der Liebe einen Verlust verursachen, den selbst Menschen mit einem nur wenig ausgeprägten Sittlichkeitsempfinden nicht einfach so hinnehmen?
Warum sterben Kinder dann? Einen Teil der biblischen Antwort finden wir in Prediger 9:11 aufgezeichnet: „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle.“ Und gemäß Psalm 51:5 ist jeder unvollkommen, sündig von der Empfängnis an, und es gibt viele verschiedene Todesursachen, mit denen man heute rechnen muss. Manchmal tritt der Tod schon vor der Geburt ein, was zu einer Totgeburt führt. In anderen Fällen sterben Kinder unter tragischen Umständen oder an den Folgen eines Unfalls. Gott ist dafür nicht verantwortlich.
Irrglaube Nr. 4: Manche Menschen werden nach dem Tod gequält
Viele Religionen lehren, die Bösen kämen in ein Höllenfeuer und würden darin für immer und ewig gequält. Ist diese Lehre logisch oder biblisch? Ein Menschenleben ist auf 70 bis 80 Jahre begrenzt. Selbst wenn sich jemand sein Leben lang extremer Bosheit schuldig gemacht hätte, wäre dann eine ewige Qual eine gerechte Strafe? Nein. Es wäre äußerst ungerecht, einen Menschen für immer zu quälen wegen Sünden, die er während seiner kurzen Lebenszeit begangen hat.
Gott allein kann uns sagen, was nach dem Tod eines Menschen geschieht, und das hat er durch sein geschriebenes Wort, die Bibel, getan. Es heißt darin: „Wie der eine [das heißt das Tier] stirbt, so stirbt der andere [der Mensch]; und sie alle haben nur e i n e n Geist . . . Alle gehen an e i n e n Ort. Sie alle sind aus dem Staub geworden, und sie alle kehren zum Staub zurück“ (Prediger 3:19, 20). Hier wird nirgendwo ein Höllenfeuer erwähnt. Wenn Menschen sterben, kehren sie zum Staub zurück — zur Nichtexistenz.
Damit jemand gequält werden könnte, müsste er bei Bewusstsein sein. Doch können die Toten irgendetwas wahrnehmen? Auch darauf gibt die Bibel die Antwort: „Die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des Geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen“ (Prediger 9:5). Es ist unmöglich, dass Tote, die sich „nicht des Geringsten bewusst“ sind, irgendwo Qualen erleiden.
Irrglaube Nr. 5: Der Tod bedeutet das endgültige Ende unserer Existenz
Beim Tod endet zwar unsere Existenz, aber das bedeutet nicht, dass damit alles vorbei ist. Der treue Hiob wusste, dass er nach dem Tod in das Grab oder den Scheol kommen würde. Doch hören wir einmal, was er im Gebet zu Gott sagte: „O dass du mich im Scheol verbärgest, dass du mich verborgen hieltest, bis dein Zorn sich abwendet, dass du mir eine Zeitgrenze setztest und meiner gedächtest! Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? . . . Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten“ (Hiob 14:13-15).
Hiob glaubte, dass Gott sich an ihn erinnern und ihn zu gegebener Zeit auferwecken würde, wenn er bis zum Tod treu bliebe. Davon waren alle Diener Gottes in alter Zeit überzeugt. Jesus selbst bestätigte diese Hoffnung und zeigte, dass Gott ihn gebrauchen wird, um die Toten aufzuerwecken. Christi eigene Worte geben uns folgende Zusicherung: „Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5:28, 29).
Binnen kurzem wird Gott alle Bosheit beseitigen und eine neue Welt unter himmlischer Herrschaft herbeiführen (Psalm 37:10, 11; Daniel 2:44; Offenbarung 16:14, 16). Eines Tages wird sich ein Paradies über die ganze Erde erstrecken, bewohnt von Menschen, die Gott dienen. In der Bibel lesen wir: „Ich [hörte] eine laute Stimme vom Thron her sagen: ‚Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen‘ “ (Offenbarung 21:3, 4).
Frei von Furcht
Das Wissen um die Auferstehungshoffnung, verbunden mit einer Erkenntnis über denjenigen, der sie gegeben hat, kann uns trösten. Jesus versprach: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Sie befreit uns auch von der Furcht vor dem Tod. Jehova ist der Einzige, der an dem Alterungs- und Sterbeprozess tatsächlich etwas ändern und uns ewiges Leben geben kann. Können wir an Gottes Verheißungen glauben? Aber ja, denn Gottes Wort bewahrheitet sich stets (Jesaja 55:11). Wir ermuntern jeden, mehr über Gottes Vorsätze bezüglich der Menschen kennen zu lernen. Jehovas Zeugen sind gern dabei behilflich.
[Herausgestellter Text auf Seite 6]
Die Furcht vor dem Tod ist nicht unproblematisch, weil sie so lähmend wirkt, dass man sein Leben gar nicht mehr genießen kann
[Übersicht auf Seite 7]
EINIGE VERBREITETE IRRTÜMER ÜBER DEN TOD WAS SAGT DIE BIBEL?
● Der Tod ist das natürliche Ende 1. Mose 1:28; 2:17; Römer 5:12
des Lebens
● Gott lässt Menschen sterben, Hiob 34:15; Psalm 37:11, 29; 115:16
um sie zu sich zu nehmen
● Gott nimmt kleine Kinder Psalm 51:5; 104:1, 4;
als seine Engel zu sich Hebräer 1:7, 14
● Manche Menschen werden Psalm 146:4; Prediger 9:5, 10;
nach dem Tod gequält Römer 6:23
● Der Tod bedeutet das endgültige Hiob 14:14, 15; Johannes 3:16; 17:3;
Ende unserer Existenz Apostelgeschichte 24:15
[Bild auf Seite 8]
Die Wahrheit über den Tod zu kennen befreit uns von Furcht
[Bildnachweis auf Seite 5]
Barrators—Giampolo/The Doré Illustrations For Dante’s Divine Comedy/Dover Publications Inc.
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