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Die Hingabe an Jehova: Warum so wichtig?Der Wachtturm 2010 | 15. Januar
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Die Hingabe: für uns zum Guten
4. Was zeichnete die Freundschaft zwischen David und Jonathan aus?
4 Christen dürfen die Hingabe an Jehova nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil es sich um mehr handelt als um eine Selbstverpflichtung. Warum ist die Hingabe eigentlich zu unserem Guten? Auch in menschlichen Beziehungen spielen Verpflichtung und Bindung eine wichtige Rolle. Denken wir einmal an eine Freundschaft: Freund zu sein erfordert Engagement und die Bereitschaft, sich zu binden. Für wahre Freunde ist es ganz selbstverständlich, sich umeinander zu kümmern. Eine der außergewöhnlichsten Freundschaften, von denen die Bibel berichtet, ist die Bindung zwischen David und Jonathan. Die beiden besiegelten ihre Freundschaft sogar mit einem Bund. (Lies 1. Samuel 17:57; 18:1, 3.) Heute wird zwar selten so viel in eine Freundschaft investiert, doch die meisten Freundschaften vertiefen sich, wenn der eine für den anderen da ist (Spr. 17:17; 18:24).
5. Was musste ein Sklave tun, der für immer bei einem guten Herrn bleiben wollte?
5 Das Gesetz, das Gott Israel gab, beschreibt eine ganz andere Situation, in der die Beteiligten von einer verbindlichen Zusage profitierten. Diente ein Sklave einem guten Herrn, konnte er sich freiwillig verpflichten, sein ganzes Leben bei ihm zu bleiben. Die entsprechende Passage lautet: „Wenn aber der Sklave beharrlich sagen sollte: ‚Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Söhne wirklich; ich will nicht als ein Freigelassener ausgehen‘, dann soll ihn sein Herr nahe vor den wahren Gott bringen und soll ihn an die Tür oder den Türpfosten heranführen; und sein Herr soll sein Ohr mit einem Pfriem durchbohren, und er soll auf unabsehbare Zeit sein Sklave sein“ (2. Mo. 21:5, 6).
6, 7. (a) Warum sind feste Versprechen von Vorteil? (b) Was bedeutet das für unser Verhältnis zu Jehova?
6 Ein Beispiel für eine besonders bindende Verpflichtung ist die Ehe: Sie ist ein festes Versprechen gegenüber einem Menschen und nicht gegenüber einem Stück Papier. Wer unverheiratet zusammenlebt, verzichtet für sich und seine Kinder auf die Sicherheit, die eine Ehe bietet. Sind zwei Menschen jedoch bereit, sich durch eine Ehe aneinander zu binden, haben sie zwingende biblische Gründe, bei Problemen liebevoll miteinander umzugehen und sich um eine schnelle Lösung zu bemühen (Mat. 19:5, 6; 1. Kor. 13:7, 8; Heb. 13:4).
7 In biblischer Zeit waren verbindliche Vereinbarungen im Geschäftsleben und in der Arbeitswelt von Vorteil (Mat. 20:1, 2, 8). Das ist auch heute noch der Fall — man denke nur an Geschäfts- und Arbeitsverträge. Wenn ein festes Versprechen oder eine bindende Zusage schon einer Freundschaft, einer Ehe und dem Arbeitsverhältnis Stabilität verleiht, wie positiv muss sich dann erst unsere rückhaltlose Hingabe auf unser Verhältnis zu Jehova auswirken! Was hatten die Menschen in früheren Zeiten davon, Gott hingegeben zu sein? Warum ging es schon damals um mehr als um eine Selbstverpflichtung?
Die Hingabe an Gott: zum Guten für Israel
8. Was bedeutete die Hingabe an Gott für das Volk Israel?
8 Ganz Israel wurde zu einer Gott hingegebenen Nation, als das Volk vor Jehova ein feierliches Versprechen ablegte. Jehova hatte angeordnet, die Israeliten am Berg Sinai zu versammeln, und zu ihnen gesagt: „Wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen anderen Völkern werden.“ Das Volk antwortete wie aus einem Mund: „Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun“ (2. Mo. 19:4-8). Dieses Hingabeversprechen bedeutete für Israel weit mehr, als sich zu einer bestimmten Handlungsweise zu verpflichten. Es bedeutete, dass die Israeliten von nun an Jehova gehörten und von ihm als sein „besonderes Eigentum“ behandelt wurden.
9. Warum war es gut für Israel, Gott hingegeben zu sein?
9 Jehova zu gehören war das Beste, was den Israeliten passieren konnte. Er hielt immer fest zu ihnen und sorgte für sie wie liebevolle Eltern für ihr eigenes Kind. Das unterstreichen seine Worte: „Kann eine Frau ihren Säugling vergessen, sodass sie sich nicht des Sohnes ihres Leibes erbarmte? Selbst diese Frauen können vergessen, doch ich, ich werde dich nicht vergessen“ (Jes. 49:15). Jehova gab dem Volk Anleitung durch das Gesetz, er sandte Propheten, die ihm Mut machten, und er ließ es durch seine Engel beschützen. Ein Psalmist schrieb: „Er tut sein Wort Jakob kund, seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen Israel. Er hat keiner anderen Nation so getan“ (Ps. 147:19, 20; lies Psalm 34:7, 19; 48:14). So, wie Jehova damals für sein Volk sorgte, wird er auch heute für jeden sorgen, der sich ihm hingibt.
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Die Hingabe an Jehova: Warum so wichtig?Der Wachtturm 2010 | 15. Januar
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Die Hingabe an Gott: ein Schritt, der glücklich macht
16, 17. Warum macht die Hingabe an Jehova glücklich?
16 Jehova hingegeben zu sein macht glücklich, weil man dann von sich selbst gibt. Jesus äußerte den Leitsatz: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apg. 20:35). Während seines Dienstes auf der Erde erlebte er besonders, wie viel Freude es macht, zu geben. Um anderen zu helfen, den Weg zum Leben zu finden, nahm er Härten auf sich und verzichtete wenn nötig auf Ruhe und Nahrung (Joh. 4:34). Jesus hat es glücklich gemacht, das Herz seines Vaters zu erfreuen. Er erklärte: „Ich [tue] allezeit das . . ., was ihm wohlgefällig ist“ (Joh. 8:29; Spr. 27:11).
17 Jesus wies also auf einen befriedigenden Lebensweg hin, als er sagte: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst“ (Mat. 16:24). Setzen wir das um, begeben wir uns in Jehovas Hand und kommen ihm immer näher. Gibt es irgendjemand, der sich liebevoller um uns kümmern könnte?
18. Warum ist ein Leben der Hingabe an Jehova allem anderen vorzuziehen?
18 Wenn wir uns Jehova hingeben und für ihn leben und nicht für irgendjemand oder irgendetwas anderes, werden wir ein weit glücklicheres Leben führen, als es sonst der Fall wäre. Jagen nicht viele Menschen ihr ganzes Leben lang nach materiellem Wohlstand, ohne dabei aber wirklich glücklich oder zufrieden zu sein? Ein Leben der Hingabe an Jehova dagegen macht dauerhaft glücklich (Mat. 6:24). Doch so froh wir über die Ehre sind, „Gottes Mitarbeiter“ zu sein — wir haben uns nicht einem Werk hingegeben, sondern unserem Gott, der unsere Hingabe würdigt und zu schätzen weiß (1. Kor. 3:9). Niemand schätzt unsere Opferbereitschaft mehr als Jehova. Er wird seinen Treuen sogar ihre Jugendkraft zurückgeben, sodass sie für immer seine Fürsorge genießen können (Hiob 33:25; lies Hebräer 6:10).
19. Was steht all denen offen, die sich Jehova hingeben?
19 Die Hingabe an Jehova ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem vertrauten Verhältnis zu ihm. Die Bibel rät: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jak. 4:8; Ps. 25:14).
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