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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1989
w89 15. 4. S. 26-27

Der Vatikan in der Zwickmühle

DIE katholische Kirche steht gegenwärtig vor zwei Problemen in Verbindung mit dem Teufel. Einerseits muß sie die unter den heutigen Katholiken herrschende Tendenz bekämpfen, die Existenz des Teufels zu bezweifeln. Andererseits hat sie es mit einer Flut inoffizieller Exorzismen oder Austreibungen böser Geister zu tun.

Papst Johannes Paul II. erinnerte katholische Jugendliche daran, daß sie den Teufel ernst nehmen sollten. In einem Brief schrieb er: „Ihr solltet euch nicht scheuen, den ersten Täter des Bösen beim Namen zu nennen: der Böse. Seine Taktik war und ist es immer noch, sich nicht zu erkennen zu geben.“

Kardinal Joseph Ratzinger, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre in Rom, äußerte sich ähnlich, als er erklärte: „Was weniger tiefsehende Theologen auch immer sagen mögen, der Teufel ist für den christlichen Glauben eine rätselhafte, aber reale, personale und nicht bloß symbolische Präsenz. Und er ist eine mächtige Wirklichkeit.“

Auch darüber, daß Katholiken in vielen Ländern unerlaubte gegen Satan gerichtete Versammlungen abhalten, drückte Kardinal Ratzinger seine große Besorgnis aus. In einem Brief vom 29. September 1985 an alle Bischöfe in der ganzen Welt schrieb er: „Seit mehreren Jahren finden in gewissen kirchlichen Kreisen immer mehr Gebetsversammlungen statt, die darauf abzielen, Menschen von dämonischem Einfluß zu befreien.“ Er erinnerte die Prälaten daran, daß nach kanonischem Recht keine derartigen Versammlungen ohne ausdrückliche Erlaubnis des zuständigen Bischofs stattfinden dürften und daß eine solche Erlaubnis nur Priestern erteilt werden sollte. Kein Laie habe das Recht, „die Exorzismusformel gegen Satan und gefallene Engel“ zu gebrauchen.

Die französische Tageszeitung Le Figaro berichtete: „In den letzten Monaten erleben Exorzismen und andere gegen Satan gerichtete Aktivitäten in Italien einen Boom, ganz besonders in Turin, wo Kardinal Anastasio Ballestrero sechs neue Exorzisten ernannt hat.“ In der Pariser Ausgabe der Tageszeitung International Herald Tribune wurde der Sache ein internationales Ausmaß zugeschrieben, wenn es darin hieß: „Das Interesse an Satans möglicher Präsenz in Turin ist nur Teil einer viel breiteren Diskussion innerhalb der katholischen Kirche über die Personifizierung des Bösen, wie sie verschiedentlich in der biblischen und kirchlichen Lehre als ‚Fürst dieser Welt‘, ‚Macht der Finsternis‘, ‚alte Schlange‘ und ‚Verleumder‘ vorkommt.“

Jean Dutourd, Mitglied der Französischen Akademie, machte eine interessante Bemerkung über derzeitige Zweifel an der Existenz Satans — sogar unter katholischen Prälaten. Er schrieb in der französischen Tageszeitung L’Est-Républicain: „Über den Glauben an Gott runzelt man zwar heutzutage die Stirn, doch wird er mehr oder weniger toleriert. Den Glauben an den Teufel hält man dagegen für vollkommen lächerlich. Allein die Erwähnung des Namens Satan ... ruft bei Intellektuellen, Bürgerlichen, Politikern und zweifellos auch bei einer stattlichen Zahl von Bischöfen Belustigung hervor. Ihre Erheiterung überrascht mich indes um so mehr, als uns der Teufel seit 1914 allem Anschein nach besondere Aufmerksamkeit schenkt.“

Wenn Katholiken — und dazu noch Geistliche — vom Papst und von anderen daran erinnert werden müssen, daß Satan wirklich existiert, ist dies dann nicht dem Umstand zuzuschreiben, daß die Kirche jahrhundertelang mehr Wert auf Tradition, Philosophie und unbewiesene wissenschaftliche Theorien gelegt hat als auf die Bibel?

Der Hinweis auf das Jahr 1914 ist in der Tat passend. Dieses Jahr wird durch die biblische Prophetie als Beginn der „letzten Tage“ gekennzeichnet, in denen der Teufel als „Herrscher der Welt“ einen letzten verzweifelten Versuch unternimmt, die ganze Menschheit zu verderben (2. Timotheus 3:1; Johannes 14:30). In einer katholischen Bibelübersetzung ist zu lesen: „Wehe der Erde und dem Meer; denn hinabgestiegen ist zu euch der Teufel voll grimmigen Zornes; er weiß, daß er eine kurze Frist hat.“ Aufrichtige Katholiken tun gut daran, das Zeugnis der Bibel anzunehmen. Warum? Weil die heutigen Weltverhältnisse beweisen, daß „das Reich Gottes nahe ist“ (Offenbarung 12:7-12; Lukas 21:25-31, Pattloch-Bibel).

Da mit dem Kommen dieses Reiches das verheißene Ende aller Ungerechtigkeit und ihrer Ursachen verbunden ist, steht die Beseitigung des Teufels und seiner Unterstützer nahe bevor. Doch nur derjenige, der weiß, daß der Teufel existiert, kann sich seinem Regiment widersetzen und hoffen, das Ende zu überleben. Wie? Nicht durch Exorzismus, sondern indem er, wie der Apostel Paulus schrieb, „die vollständige Waffenrüstung Gottes“ anlegt. Ja, Gottes Wort sagt unmißverständlich: „Widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen“ (Epheser 6:11-18; Jakobus 4:7).

[Bild auf Seite 26]

Der Teufel und seine Dämonen sind in die Umgebung der Erde hinabgeschleudert worden (Offenbarung 12:9, 12)

[Bildnachweis auf Seite 26]

Picture Book of Devils, Demons and Witchcraft, Ernst und Johanna Lehner, Dover

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