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  • Wie man sich auf den Ernstfall einstellen kann
    Der Wachtturm 2011 | 1. Dezember
    • Wie man sich auf den Ernstfall einstellen kann

      In letzter Zeit sind Naturkatastrophen sowohl häufiger als auch schlimmer geworden. Hier einige konkrete Empfehlungen, was man persönlich tun kann:

      Die Gefahrenzone verlassen.

      „Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt, die Unerfahrenen aber sind weitergegangen und müssen die Strafe erleiden“, so heißt es in der Bibel (Sprüche 22:3). Das lässt sich auch auf Katastrophen übertragen. Falls vor einem Vulkanausbruch, einer Flut oder einem Wirbelsturm gewarnt wird, ist es nur vernünftig, die Gefahrenzone zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Das Leben ist mehr wert als ein Haus oder anderer materieller Besitz.

      Manche können es vielleicht vermeiden, in einer Gefahrenzone zu wohnen. In einem Fachartikel ist zu lesen: „Das Katastrophenrisiko ist geografisch äußerst begrenzt. Das Hauptrisiko konzentriert sich auf einen sehr kleinen Teil der Erdoberfläche; die meisten großen Katastrophen von morgen werden sich in diesen Gebieten abspielen.“ Hier ist zum Beispiel an niedrig gelegene Küstenregionen und Bereiche entlang der geologischen Verwerfungslinien zu denken. Solche hochgefährlichen Regionen sollte man zur Sicherheit möglichst verlassen oder von vornherein meiden.

      Einen Notfallplan aufstellen.

      Bei aller Vorsicht lässt sich natürlich ein plötzlicher Ernstfall nie ausschließen. Man tut sich dann leichter, wenn man vorausgeplant hat. Das legt ja auch der eben zitierte Text in Sprüche 22:3 nahe. Es ist gut, eine fertig gepackte Notausrüstung parat zu haben. Empfohlen wird unter anderem: Erste-Hilfe-Material, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel und wichtige Dokumente (1-2-3 of Disaster Education). Für Familien ist es sinnvoll, gemeinsam mögliche Katastrophenfälle durchzusprechen und zu überlegen, was jeweils zu tun ist.

      Eine Familie beim Packen der Notfalltasche

      Es ist gut, eine fertig gepackte Notausrüstung parat zu haben

      Sich immer eng an Gott halten.

      Das ist in jeder Lage gut. Die Bibel bezeichnet Gott als den „Vater inniger Erbarmungen“ und den „Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Drangsal“. An anderer Stelle wird von ihm gesagt, dass er „die Niedergeschlagenen tröstet“ (2. Korinther 1:3, 4; 7:6).

      Gott kennt genau die Umstände derer, die an ihn glauben. Er ist ein Gott der Liebe, der uns auf verschiedene Weise Mut macht und uns aufrichtet (1. Johannes 4:8). Wir können in jeder Situation zu ihm beten — aber nicht um ein Wunder, sondern um seinen heiligen Geist. Diese starke Kraft kann uns an Stellen in der Bibel erinnern, die in schweren Zeiten wie Balsam sind und uns trösten. Treue Diener Gottes, die Schlimmes durchmachen, können sich wie König David in Israel fühlen, der sagte: „Auch wenn ich im Tal tiefen Schattens wanderte, fürchte ich nichts Böses, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich“ (Psalm 23:4).

      Wir können in jeder Situation zu Gott beten — aber nicht um ein Wunder, sondern um seinen heiligen Geist

      Christen helfen einander.

      Der Prophet Agabus, ein Christ im 1. Jahrhundert, sagte voraus, „dass eine große Hungersnot über die ganze bewohnte Erde zu kommen im Begriff sei, die dann in der Zeit des Claudius tatsächlich eintrat“. Viele Jünger Jesu in Judäa hatten es in der Zeit sehr schwer. Was taten ihre Glaubensbrüder, die nicht betroffen waren, als sie von ihrer Not hörten? Die Bibel berichtet: „Da bestimmten die Jünger, dass jeder von ihnen, so wie er es sich leisten konnte, den in Judäa wohnenden Brüdern als Dienstleistung eine Unterstützung sende“ (Apostelgeschichte 11:28, 29). Diese Christen liebten einander und halfen sich gegenseitig materiell aus.

      Karla

      „Ich fühlte mich sicher und geliebt“

      Das ist heute ebenfalls zu beobachten. Jehovas Zeugen sind dafür bekannt, dass sie einander bei Katastrophen helfen. So zum Beispiel bei dem schweren Erdbeben in Chile am 27. Februar 2010. Jehovas Zeugen waren schnell zur Stelle. Karla, deren Haus von einem Tsunami weggeschwemmt wurde, erzählt über ihre Glaubensbrüder: „Gleich am nächsten Tag kamen sie von allen Ecken und Enden und packten mit an. Das hat uns getröstet und uns richtig Auftrieb gegeben. Alle waren so gut zu uns. Ich fühlte mich sicher und geliebt. Ich habe deutlich Jehovas Hand gespürt.“ Karlas Großvater, der kein Zeuge ist, hat die Hilfsaktionen beobachtet. Er sagte: „Da habe ich in meiner Kirche in all den Jahren etwas ganz anderes gesehen.“ Er bat Jehovas Zeugen, ihm die Bibel zu erklären.

      Christen packen gemeinsam an, um einander bei Katastrophen zu helfen

      Es ist eine enorme Stütze, in schweren Stunden Menschen an der Seite zu haben, die Gott lieben. Die Frage ist aber: Wird jemals die Zeit kommen, wo die Erde nicht mehr von Katastrophen heimgesucht wird? Was hat denn die Bibel dazu zu sagen?

  • Eine Welt ohne Katastrophen!
    Der Wachtturm 2011 | 1. Dezember
    • Eine Welt ohne Katastrophen!

      WIE würden Sie reagieren, wenn jemand zu Ihnen sagt, dass es bald keine Katastrophen mehr gibt? Vielleicht antworten Sie: „Das ist doch völlig utopisch! Katastrophen hat es schon immer gegeben.“ Oder Sie sagen sich: „Der macht wohl Witze! Das kann er jemand anders erzählen.“

      Auch wenn es so aussieht, als würden wir mit Naturkatastrophen einfach leben müssen, gibt es doch echte Gründe zur Hoffnung. Die nötigen Veränderungen kommen jedoch nicht durch Menschen. Sie verstehen nicht bis ins Detail, was in der Natur vor sich geht und warum; und in den Griff bekommen oder ändern können sie es noch viel weniger. Der israelitische König Salomo, ein weiser Mann und guter Beobachter, schrieb: „Die Menschen [können] das Werk, das unter der Sonne getan worden ist, nicht herausfinden . . .; wie sehr die Menschen auch ständig hart arbeiten, um es zu suchen, finden sie es doch nicht heraus. Und selbst wenn sie sagen sollten, sie seien weise genug, es zu erkennen, würden sie es nicht herausfinden können“ (Prediger 8:17).

      Wenn der Mensch Naturkatastrophen nicht begrenzen kann, wer dann? Wie die Bibel zeigt, kann unser Schöpfer da etwas machen. Er hat die Ökosysteme der Erde geschaffen und zum Beispiel den Wasserkreislauf in Gang gesetzt (Prediger 1:7). Außerdem hat er im Gegensatz zum Menschen unbegrenzte Kraft. Der Prophet Jeremia bezeugte dies mit den Worten: „O Souveräner Herr Jehova! Siehe, du selbst hast die Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm. Die ganze Sache ist nicht zu wunderbar für dich“ (Jeremia 32:17). Da Gott die Erde und alle Elemente geschaffen hat, kann er den Menschen logischerweise auch ein Leben in Frieden und Sicherheit garantieren (Psalm 37:11; 115:16).

      Wie wird Gott die nötigen Veränderungen auf den Weg bringen? Im zweiten Artikel wurde erwähnt, dass die katastrophalen Entwicklungen heute ein „Zeichen“ bilden, an dem man den „Abschluss des Systems der Dinge“ erkennen kann. Jesus sagte: „Wenn ihr diese Dinge geschehen seht, erkennt, dass das Königreich Gottes nahe ist“ (Matthäus 24:3; Lukas 21:31). Das Königreich Gottes — eine Regierung, die Gott im Himmel eingesetzt hat — wird für große Veränderungen auf der Erde sorgen; es wird sogar die Naturelemente unter Kontrolle halten. Jehova Gott könnte das zwar selbst in die Hand nehmen, doch er hat seinen Sohn damit beauftragt. Über ihn schrieb der Prophet Daniel: „Ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten“ (Daniel 7:14).

      Gott hat seinem Sohn, Jesus Christus, die Macht gegeben, alles in die Wege zu leiten, damit die Erde zu einem wunderschönen Ort wird. Als Jesus vor zweitausend Jahren auf der Erde lebte, zeigte er im Kleinen seine Macht über die Naturgewalten. Einmal war er mit seinen Jüngern in einem Boot auf dem Galiläischen Meer unterwegs. „Da brach ein heftiger Windsturm los, und die Wellen schlugen immer wieder in das Boot, sodass sich das Boot beinahe füllte.“ Die Jünger gerieten in Panik und dachten, das wäre ihr Ende. Verzweifelt wandten sie sich an Jesus. Was tat er? Für ihn war das kein Problem. Er „schalt den Wind und sprach zum Meer: ‚Schweig! Sei still!‘ Und der Wind legte sich, und eine große Stille trat ein.“ Ganz perplex fragten sich die Jünger: „Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?“ (Markus 4:37-41).

      Inzwischen ist Jesus im Himmel und hat noch größere Macht und weitreichendere Befugnisse. Als König von Gottes Königreich kann und soll er alle nötigen Änderungen herbeiführen, damit die Menschen in Frieden und Sicherheit auf der Erde leben können.

      Aber nun sind ja viele der Probleme und Katastrophen hausgemacht — verursacht oder verschlimmert durch die Habgier und Selbstsucht der Menschen. Wie wird Gottes Regierung mit denen verfahren, die sich nicht ändern wollen, sondern stur den falschen Weg weitergehen? Die Bibel spricht davon, dass der Herr Jesus „vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln in flammendem Feuer“ kommt und „an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“. Er wird „die . . . verderben, die die Erde verderben“ (2. Thessalonicher 1:7, 8; Offenbarung 11:18).

      Danach wird Jesus Christus, der „König der Könige“, die Naturgewalten voll unter Kontrolle halten (Offenbarung 19:16). Er wird dafür sorgen, dass den Untertanen des Königreiches nie mehr etwas geschieht. Er wird das Klima regulieren, damit Wind und Wetter und der Wechsel der Jahreszeiten sich immer gut auswirken. Dann erfüllt sich, was Jehova Gott seinem Volk vor langer Zeit versprochen hat: „[Ich] werde . . . bestimmt eure Regenschauer zu ihrer rechten Zeit geben, und das Land wird wirklich seinen Ertrag geben, und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben“ (3. Mose 26:4). Man wird Häuser bauen können, ohne zu befürchten, dass sie in Trümmer gelegt werden. Die Bibel sagt: „Sie werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen“ (Jesaja 65:21).

      Was ist zu tun?

      Viele sind von dem Gedanken begeistert, in einer Welt zu leben, in der es keine Katastrophen mehr gibt. Aber wie kommt man dahin? Diejenigen, die Gott „nicht kennen“ und „der guten Botschaft . . . nicht gehorchen“, dürfen nicht in dieser Welt leben. Deshalb ist das Gebot der Stunde: Gott kennenlernen und die Regierung, die er über die Erde eingesetzt hat, unterstützen. Gott erwartet von uns, dass wir immer mehr über ihn dazulernen und auf die gute Botschaft von dem Königreich hören, das er durch seinen Sohn aufgerichtet hat.

      Das geht am besten durch eine systematische Bibelbetrachtung. Dabei lernt man, was man tun muss, um unter dieser himmlischen Regierung in völliger Sicherheit zu leben. Jehovas Zeugen würden Ihnen wirklich gern die Bibel erklären. Sprechen Sie sie doch einfach an. Eins ist sicher: Wenn Sie sich einen Ruck geben, Gott gut kennenzulernen, und sich nach der Botschaft der Bibel ausrichten, dann werden Sie selbst erleben, wie sich Sprüche 1:33 erfüllt: „Was den betrifft, der auf mich hört, er wird in Sicherheit weilen und nicht beunruhigt sein wegen des Unglücks Schrecken.“

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