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Anderen helfen, Gott anzubetenDer Wachtturm 1988 | 15. November
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16, 17. (a) Welche zwei Situationen könnten Grund zu einer anderen Bekanntmachung sein? (b) Was besagt diese Bekanntmachung?
16 Es kann sein, daß ein ungetaufter Verkündiger, der sich einer Verfehlung schuldig gemacht hat, nicht auf liebevollen Beistand eingeht. Oder vielleicht möchte er keine weiteren Fortschritte im Hinblick auf die Taufe machen und erklärt den Ältesten, er möchte nicht mehr als Verkündiger gelten. Was ist dann zu tun? Jemandem, der in Wirklichkeit Gottes Wohlgefallen noch nicht erlangt hat, braucht nicht die Gemeinschaft entzogen zu werden. Die Forderung, reuelosen Übeltätern die Gemeinschaft zu entziehen, gilt nur im Falle von Personen, die „Bruder“ genannt werden, also bei Getauften (1. Korinther 5:11). Bedeutet das aber, die Verfehlung werde ignoriert? Nein.
17 Die Ältesten haben die Verantwortung, ‘die Herde Gottes zu hüten, die in ihrer Obhut ist’ (1. Petrus 5:2). Wenn die beiden Ältesten, die einem ungetauften Übeltäter zu helfen suchen, feststellen, daß dieser nicht bereut und nicht mehr die Voraussetzungen erfüllt, ein Verkündiger zu sein, werden sie ihm das sagen.d Oder wenn ein Ungetaufter den Ältesten erklärt, er möchte nicht mehr als Verkündiger betrachtet werden, werden sie seine Entscheidung akzeptieren. In beiden Fällen ist es angebracht, daß das Versammlungsdienstkomitee zu einer passenden Zeit eine einfache Bekanntmachung mit folgendem Wortlaut geben läßt: „... ist kein Verkündiger der guten Botschaft mehr.“
18. (a) Was werden Christen nach einer solchen Bekanntmachung bei ihrem Verhalten bedenken? (b) Muß man Ungetaufte, die sich in der Vergangenheit einer Verfehlung schuldig gemacht haben, vollständig meiden?
18 Wie wird der Betreffende danach von Jehovas Zeugen betrachtet? Nun, anfangs war er ein „Ungläubiger“, der die Zusammenkünfte besuchte. Er hatte dann den Wunsch, ein Verkündiger der guten Botschaft zu sein, und erfüllte auch die Voraussetzungen dafür. Das ist nun nicht mehr der Fall. Daher ist er wieder ein Weltmensch. Die Bibel verlangt von Zeugen nicht, daß sie es vermeiden, mit ihm zu sprechen, denn ihm ist nicht die Gemeinschaft entzogen worden.e Dennoch werden Christen — genauso wie die Israeliten hinsichtlich unbeschnittener ausländischer Ansiedler — gegenüber einem solchen Weltmenschen, der nicht Jehova anbetet, Vorsicht walten lassen. Dadurch kann die Versammlung vor verderblichen Elementen geschützt werden, auch wenn es sich nur um „ein wenig Sauerteig“ handeln würde (1. Korinther 5:6). Falls der Betreffende später den aufrichtigen Wunsch nach einem Bibelstudium zum Ausdruck bringt und die Ältesten nichts dagegen einzuwenden haben, kann ihm vielleicht geholfen werden, für das Vorrecht, Jehova in Gemeinschaft mit seinem Volk zu dienen, wieder Wertschätzung zu bekunden (Psalm 100).
19. Wie können die Ältesten in einigen Fällen privat weitere Hilfe bieten?
19 Stellen die Ältesten fest, daß eine solche Person für die Herde eine außerordentliche Gefahr ist, so können sie diejenigen, die es besonders betrifft, persönlich warnen. Bei dem früheren Verkündiger könnte es sich beispielsweise um einen Jugendlichen handeln, der der Trunkenheit oder der Unsittlichkeit verfallen ist. Womöglich versucht er trotz der Bekanntmachung, daß er kein ungetaufter Verkündiger mehr ist, mit Jugendlichen in der Versammlung gesellschaftlich zu verkehren. In einem solchen Fall würden die Ältesten mit den Eltern der Gefährdeten privat sprechen und möglicherweise auch mit den betreffenden Jugendlichen (Hebräer 12:15, 16; Apostelgeschichte 20:28-30).
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Anderen helfen, Gott anzubetenDer Wachtturm 1988 | 15. November
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e Früher wurden ungetaufte reuelose Sünder vollständig gemieden. Dies ist zwar gemäß der obigen Änderung nicht erforderlich, doch sollte der Rat aus 1. Korinther 15:33 beachtet werden.
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