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Erst frei, dann wieder verbotenJahrbuch der Zeugen Jehovas 2015
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Hetzkampagne der Geistlichkeit
Toledanos Memorandum enthielt Pläne, wie man die Einfuhr von Literatur verhindern konnte
Die katholische Geistlichkeit fing sofort damit an, Jehovas Zeugen hinterhältig in Verruf zu bringen. Bestärkt durch das Konkordat, das Trujillo mit dem Vatikan geschlossen hatte, bedrängte sie die Regierung immer mehr, die Zeugen auszuschalten. Der katholische Priester Oscar Robles Toledano sandte ein Memorandum an Virgilio Álvarez Pina, den Staatssekretär des Innern. Darin bat er die Regierung um Unterstützung, das „Bewusstsein der Dominikaner für die Gefahren zu schärfen, die von der Sekte der ‚Zeugen Jehovas‘ ausgehen“.
Toledano erklärte, sein Hauptziel bestehe darin, „die Proselytenmacherei von Jehovas Zeugen ins Leere laufen zu lassen“. In seinem Gesuch sprach er sich außerdem dafür aus, die Publikationen der Zeugen im Land zu verbieten, „besonders das Buch ‚Die Wahrheit wird euch frei machen‘ und die Zeitschrift Der Wachtturm“.
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