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Joseph kommt ins GefängnisMein Buch mit biblischen Geschichten
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Eines Tages ärgert sich Pharao über seinen Mundschenken und seinen Bäcker. Er wirft beide ins Gefängnis. In einer Nacht hat jeder von ihnen einen besonderen Traum, aber sie wissen nicht, was die Träume bedeuten. Am nächsten Tag sagt Joseph: »Erzählt mir eure Träume.« Danach erklärt er ihnen mit Gottes Hilfe, was ihre Träume bedeuten.
Zu dem Mundschenken sagt Joseph: »In drei Tagen kommst du aus dem Gefängnis und kannst Pharao wieder zu trinken geben. Aber bitte erzähl dem Pharao dann von mir und hilf mir, dass ich hier rauskomme.« Doch zu dem Bäcker sagt Joseph: »In nur drei Tagen wird Pharao dir den Kopf abschlagen lassen.«
Nach drei Tagen passiert alles so, wie Joseph gesagt hat. Pharao lässt dem Bäcker den Kopf abschlagen. Der Mundschenk dagegen kommt aus dem Gefängnis heraus und darf den König wieder bedienen. Doch er denkt gar nicht mehr an Joseph. Er erzählt dem Pharao nichts von ihm und so muss Joseph im Gefängnis bleiben.
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Pharaos TräumeMein Buch mit biblischen Geschichten
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GESCHICHTE 23
Pharaos Träume
ZWEI Jahre vergehen und Joseph ist immer noch im Gefängnis. Der Mundschenk hat nicht mehr an ihn gedacht. Doch in einer Nacht hat Pharao zwei ganz besondere Träume und fragt sich, was sie bedeuten. Siehst du ihn hier schlafen? Am nächsten Morgen ruft Pharao seine weisen Männer und erzählt ihnen davon. Sie können ihm aber nicht erklären, was die Träume bedeuten.
Da erinnert sich der Mundschenk endlich an Joseph. Er sagt zu Pharao: »Im Gefängnis habe ich einen Mann kennen gelernt, der Träume erklären kann.« Pharao lässt Joseph sofort aus dem Gefängnis holen.
Er erzählt ihm seine Träume: »Ich habe sieben dicke, schöne Kühe gesehen. Aber danach habe ich sieben dünne, magere Kühe gesehen. Und die dünnen Kühe haben die dicken aufgefressen.
In meinem zweiten Traum habe ich sieben reife Ähren mit vielen Körnern an einem einzigen Halm gesehen. Danach habe ich sieben dünne, vertrocknete Ähren gesehen. Und die dünnen Ähren haben die sieben guten Ähren verschlungen.«
Joseph sagt zu Pharao: »Die beiden Träume bedeuten dasselbe. Die sieben dicken Kühe und die sieben guten Ähren bedeuten sieben Jahre. Und die sieben dünnen Kühe und die sieben dünnen Ähren bedeuten noch mal sieben Jahre. Sieben Jahre lang wird in Ägypten ganz viel geerntet werden. Danach kommen sieben Jahre, in denen kaum etwas wächst.«
Joseph gibt Pharao deswegen einen Rat: »Such einen klugen Mann aus, der in den sieben guten Jahren viel Getreide sammelt. Dann brauchen die Leute nicht zu verhungern, wenn in den sieben schlechten Jahren ganz wenig wächst.«
Pharao findet diese Idee gut. Und er möchte, dass Joseph das Getreide sammelt und lagert. Joseph wird gleich nach Pharao der wichtigste Mann in Ägypten.
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