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  • Ägypten, Ägypter
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Joseph in Ägypten. Nahezu 200 Jahre nach Abrahams Aufenthalt in Ägypten wurde Jakobs junger Sohn Joseph an eine midianitisch-ismaelitische Karawane verkauft, die ihn dann (1750 v. u. Z.) in Ägypten wiederum an einen Hofbeamten Pharaos verkaufte (1Mo 37:25-28, 36). Wie Joseph später seinen Brüdern erklärte, hatte Gott dies zugelassen, um die Familie Jakobs während einer außergewöhnlichen Hungersnot am Leben zu erhalten (1Mo 45:5-8). Der Bericht über die wichtigsten Ereignisse im Leben Josephs vermittelt ein durchaus genaues Bild von Ägypten. (Siehe JOSEPH Nr. 1.) Beamtentitel, Bräuche, Kleidung, Zauberei und viele andere in dem Bericht erwähnte Einzelheiten werden durch ägyptische Denkmäler, Bilder und Urkunden bestätigt. Die Einsetzung Josephs als Vizekönig von Ägypten zum Beispiel (1Mo 41:42) entspricht genau der in ägyptischen Inschriften und Wandmalereien dargestellten Verfahren (1Mo, Kap. 45 bis 47).

      Die Abneigung der Ägypter, mit Hebräern zu essen, wie etwa bei dem Mahl, das Joseph für seine Brüder veranstaltete, mag auf ein religiöses Vorurteil, einen gewissen Nationalstolz oder auf ihren Abscheu vor Hirten zurückzuführen gewesen sein (1Mo 43:31, 32; 46:31-34). Vielleicht ging diese Einstellung auch lediglich auf ein ägyptisches Kastensystem zurück, bei dem die Hirten anscheinend zur niedrigsten Stufe gehörten; oder es könnte sein, dass das Ackerland knapp war und Hirten, die Weiden für ihre Herden suchten, deshalb sehr unbeliebt waren.

      „Hyksoszeit“. Viele Kommentatoren sind der Ansicht, dass Joseph und sein Vater Jakob mit seiner Familie während der sogenannten Hyksoszeit nach Ägypten kamen. Merrill Unger schreibt jedoch: „Leider liegt [diese Zeit der ägyptischen Geschichte] ... fast völlig im Dunkeln, und man weiß über die Eroberung durch die Hyksos noch sehr wenig“ (Archaeology and the Old Testament, 1964, S. 134).

      Gemäß einigen Gelehrten gehörten die Hyksos zu der „13.–17. Dynastie“ und herrschten 200 Jahre. Andere rechnen sie zur „15. und 16. Dynastie“, deren Herrschaft sich über eineinhalb Jahrhunderte oder nur über ein Jahrhundert erstreckte. Der Name „Hyksos“ soll nach einigen „Hirtenkönige“ bedeuten, nach anderen „Herrscher der Fremdländer“. Die Mutmaßungen über ihre Abstammung oder ihre Nationalität sind noch unterschiedlicher, denn einige halten sie für Indoeuropäer aus dem Kaukasus oder aus Zentralasien, andere für Hethiter oder syrisch-palästinische Herrscher (Kanaaniter oder Amoriter) oder auch für arabische Stämme.

  • Ägypten, Ägypter
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Joseph wurde durch göttliche Vorsehung zum Segen Israels in seine Machtstellung erhoben. Daher besteht keine Notwendigkeit, eine andere Ursache zu suchen, etwa in der Form von freundlichen „Hirtenkönigen“ (1Mo 45:7-9). Es ist jedoch möglich, dass es sich bei Manethos Bericht, auf dem die Hyksos-Theorie beruht, einfach um eine entstellte Überlieferung handelt, die auf frühere Bemühungen der Ägypter zurückgeht, die Ereignisse wegzuerklären, die sich während des Aufenthalts der Israeliten in ihrem Land abspielten. Die gewaltigen Auswirkungen, die Josephs Erhebung in die Stellung eines Herrschers auf das Land hatte (1Mo 41:39-46; 45:26); die tief greifende Veränderung, die seine Verwaltung mit sich brachte, indem die Ägypter ihr Land und schließlich auch sich selbst dem Pharao verkauften (1Mo 47:13-20); die 20-Prozent-Abgabe, die sie danach von ihrem Ertrag abliefern mussten (1Mo 47:21-26);

  • Ägypten, Ägypter
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • – all das erforderte einen Erklärungsversuch der ägyptischen Regierung.

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