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ScherbeEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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In Ägypten haben Archäologen zahlreiche Kalksteinbrocken und Tonscherben mit Zeichnungen und mit Inschriften entdeckt, die (meist in kursiven Hieroglyphen) mit Tinte geschrieben wurden und in vielen Fällen ungefähr aus dem 16. bis 11. Jahrhundert v. u. Z. stammen sollen; das würde bedeuten, dass einige der Fundstücke bis in die Zeit Mose und der Knechtschaft Israels in Ägypten zurückreichen. Bei diesen auf Bruchstücken gemachten Aufzeichnungen handelt es sich manchmal um Geschichten, Gedichte, Hymnen oder Ähnliches und hierbei wiederum teilweise wahrscheinlich um Schülerarbeiten. Anscheinend dienten Tonscherben allgemein als Schreibmaterial – etwa so wie heute Notizblöcke und anderes Schreibpapier –, auf dem man Buch führte sowie Verkäufe, Eheverträge und andere Rechtsangelegenheiten festhielt, um nur einiges zu nennen.
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ScherbeEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Zu den in Ägypten gefundenen griechischen Ostraka gehören verschiedene Arten von Dokumenten, doch hauptsächlich Bestätigungen von Steuereinnahmen. Die Dokumente geben einen gewissen Einblick in die griechische Sprache, wie sie vom Volk jenes Landes zur Zeit der Ptolemäer, des Römischen und des Byzantinischen Reiches gesprochen wurde, und sind deshalb beim Studium des Koine-Griechisch, dessen sich die Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften bedienten, von Nutzen. Zwanzig griechische in Oberägypten gefundene Ostraka, die wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert u. Z. datieren, waren mit Teilen der vier Evangelien beschrieben.
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