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  • Wann hast du das letzte Mal jemand ermuntert?
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1995
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1995
w95 15. 1. S. 21-23

Wann hast du das letzte Mal jemand ermuntert?

ELENA war gerade 17 Jahre alt, als die Ärzte bei ihr ein Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) feststellten. Mari, ihre Mutter, mußte mit ansehen, wie furchtbar sich Elena quälte.

Schließlich überführte man Elena in ein Krankenhaus in Madrid (Spanien), etwa 1 900 Kilometer von ihrer Heimat, den Kanarischen Inseln, entfernt. In Madrid war ein Ärzteteam bereit, sie ohne Blut zu operieren (Apostelgeschichte 15:28, 29). Doch schon kurz nach Beginn der Operation erkannte man, daß Elenas Zustand hoffnungslos war. Der Krebs hatte sich bereits im ganzen Körper verbreitet, und die Chirurgen konnten nicht mehr viel tun. Elena starb acht Tage nach ihrer Ankunft in Madrid.

Mari war in dieser schweren Prüfung nicht allein. Zwei christliche Älteste begleiteten sie und ihren ältesten Sohn auf eigene Kosten nach Madrid und blieben bis zu Elenas Tod bei ihr. „Sie halfen mir, die furchtbare innere Leere auszufüllen“, sagte Mari. „Ich werde ihre ermunternden Worte nie vergessen. Ihre Unterstützung in geistiger Hinsicht und ihre praktische Hilfe waren von unschätzbarem Wert. Sie waren ein echter ‚Bergungsort vor dem Wind‘“ (Jesaja 32:1, 2).

Jehova freut sich über solch liebevolle Hirten wie diese beiden, die sich voll zarten Erbarmens um seine Schafe kümmern (Sprüche 19:17; 1. Petrus 5:2-4). Andere zu ermuntern ist jedoch nicht nur das Vorrecht der Ältesten. Alle Christen kommen zusammen, um in geistiger Hinsicht belehrt zu werden und um ‘einander zu ermuntern’ (Hebräer 10:24, 25). Die gegenseitige Ermunterung ist ein wesentlicher Bestandteil der christlichen Gemeinschaft.

Was schließt Ermunterung alles ein?

So, wie eine schöne Blume welkt, wenn sie nicht begossen wird, kann es auch passieren, daß ein geliebter Mensch, wenn er nicht ermuntert wird — sei es innerhalb der Familie oder in der Versammlung —, den Kopf hängen läßt. Andererseits kann ein Wort der Ermunterung zur rechten Zeit jemand, der vor einer Versuchung steht, stärken, Niedergedrückte aufrichten und treuen Dienern Gottes neuen Mut geben.

Das mit „Ermunterung“ übersetzte griechische Wort schließt den Gedanken des Zuspruchs, der Ermahnung und des Trostes ein. Jemand zu ermuntern beschränkt sich daher nicht nur darauf, ihm zu sagen, daß er etwas gut macht. Wahrscheinlich schließt es auch praktische Hilfe und geistigen Beistand ein.

Eigentlich bedeutet das griechische Wort, das mit „Ermunterung“ wiedergegeben wird, wörtlich „jemand an seine Seite rufen“. Mit unseren Glaubensbrüdern und -schwestern Seite an Seite zu gehen ermöglicht es uns, ihnen unverzüglich zu helfen, wenn einer von ihnen ermüdet oder strauchelt (Prediger 4:9, 10). Interessanterweise wird von Jehovas Volk gesagt, es diene Gott „Schulter an Schulter“ (Zephanja 3:9). Und der Apostel Paulus nannte einen bestimmten Christen einen ‘echten Jochgenossen’ (Philipper 4:3). Zusammen unter demselben Joch Schulter an Schulter zu dienen macht die Last leichter, besonders für die, die in geistiger Hinsicht nicht allzu stark sind. (Vergleiche Matthäus 11:29.)

Sie ermunterten andere

Da es so wichtig ist, andere zu ermuntern, wollen wir in diesem Zusammenhang einige biblische Beispiele betrachten. Als Gottes Prophet Moses seinem Lebensende entgegensah, setzte Jehova Josua zum Führer der Israeliten ein. Damit übertrug er ihm keine leichte Aufgabe, was Moses selbst genau wußte (4. Mose 11:14, 15). Darum sagte Jehova zu Moses: „Beauftrage Josua, und ermutige ihn, und stärke ihn“ (5. Mose 3:28).

Jephthas Tochter, die zur Zeit der Richter lebte, war bereit, das Gelübde ihres Vaters zu erfüllen und darauf zu verzichten, eine eigene Familie zu haben, so daß sie beim Heiligtum Jehovas dienen konnte. Blieb ihr Opfer unbeachtet? Nein, denn in Richter 11:40 heißt es: „Von Jahr zu Jahr gingen die Töchter Israels jeweils hin, um der Tochter Jephthas, des Gileaditers, vier Tage im Jahr Lob zu spenden.“ Diese Besuche müssen die opferbereite Tochter Jephthas sehr ermuntert haben.

Andere zu ermuntern erfordert manchmal Mut. Auf seiner ersten Missionsreise wurde der Apostel Paulus in verschiedenen Städten Kleinasiens heftig angegriffen. In Antiochia trieb man ihn aus der Stadt hinaus; in Ikonion entging er nur mit knapper Not der Vollstreckung des Todesurteils, und in Lystra wurde er gesteinigt und, da man meinte, er sei tot, liegengelassen. Kurz danach kehrten Paulus und seine Reisegefährten jedoch in diese Städte zurück und „stärkten die Seelen der Jünger, indem sie sie ermunterten, im Glauben zu bleiben, und sagten: ‚Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen‘“ (Apostelgeschichte 14:21, 22). Paulus war bereit, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um diese neuen Jünger zu ermuntern.

Neue Jünger sind jedoch nicht die einzigen Christen, die ermuntert werden müssen. Jahre später befand sich Paulus auf der beschwerlichen Reise nach Rom, wo er vor Gericht erscheinen sollte. Kurz vor dem Ziel seiner Reise mag er etwas entmutigt gewesen sein. Nachdem er aber eine Stelle, 74 Kilometer südöstlich von Rom, erreicht hatte, faßte er Mut. Wieso? Weil ihm Brüder aus Rom bis zu dem Marktplatz des Appius und den Drei Schenken entgegengekommen waren. „Als Paulus sie erblickte, dankte er Gott und faßte Mut“ (Apostelgeschichte 28:15). In ähnlichen Fällen kann schon unsere Gegenwart für unsere Glaubensbrüder eine Ermunterung sein.

Gelegenheiten nutzen, andere zu ermuntern

Es gibt tatsächlich viele Gelegenheiten, andere zu ermuntern. Hast du dich nicht schon von Herzen über eine gute Studierendenansprache gefreut, die ein Bruder oder eine Schwester in der Theokratischen Predigtdienstschule gehalten hat? Freust du dich, daß ihr in der Versammlung so viele glaubensstarke Jugendliche habt? Bist du von der Standhaftigkeit der Älteren beeindruckt? Bewunderst du die Art und Weise, wie ein Pionier im Haus-zu-Haus-Dienst die Bibel gebraucht? Dann spende ein Lob und sage etwas Ermunterndes.

Ermunternde Worte spielen sowohl in der Familie als auch in der Versammlung eine wesentliche Rolle. Sie können Eltern helfen, ihre Kinder „in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas“ aufzuziehen (Epheser 6:4). Wenn man einem Kind sagt, es habe seine Sache gut gemacht, und ihm den Grund erklärt, kann es dadurch sehr ermuntert werden. In den Entwicklungsjahren, in denen Jugendliche vielen Versuchungen und Belastungen ausgesetzt sind, müssen sie ständig ermuntert werden.

Wenn ein Kind nicht genügend ermuntert wird, kann sich das nachteilig auswirken. Michael, ein christlicher Ältester, ist heute zwar ein aufgeschlossener Mann, aber er sagte: „Mein Vater lobte mich nie. Deshalb hatte ich als Jugendlicher keine Selbstachtung. ... Jetzt bin ich 50, doch ich schätze es immer noch, wenn meine Freunde mir versichern, daß ich als Ältester gute Arbeit leiste. ... Meine eigene Erfahrung hat mich gelehrt, daß es wichtig ist, andere zu ermuntern, und ich gebe mir alle Mühe, es zu tun.“

Wer benötigt Ermunterung?

Hart arbeitende christliche Älteste verdienen es, ermuntert zu werden. Paulus schrieb: „Wir bitten euch nun, Brüder, die zu respektieren, die unter euch hart arbeiten und die euch vorstehen im Herrn und euch ernstlich ermahnen, und ihnen um ihres Werkes willen über die Maßen Achtung zu zollen in Liebe“ (1. Thessalonicher 5:12, 13). Es ist einfach, die harte Arbeit der Ältesten als selbstverständlich hinzunehmen. Worte aufrichtiger Dankbarkeit und der Ermunterung könnten ihnen die Last jedoch leichter erscheinen lassen.

Auch diejenigen unter uns, die mit schwierigen Verhältnissen fertig werden müssen, haben es nötig, ermuntert zu werden. Die Bibel gibt den Rat: „Redet bekümmerten Seelen tröstend zu, steht den Schwachen bei“ (1. Thessalonicher 5:14). Alleinerziehende Eltern, Witwen, Jugendliche, Ältere und Behinderte gehören zu denen, die hin und wieder deprimiert sein oder sich für glaubensschwach halten mögen.

María ist eine Christin, die von ihrem Mann eines Tages unerwartet verlassen worden war. Sie sagte: „Es gab Zeiten, in denen ich wie Hiob am liebsten gestorben wäre [Hiob 14:13]. Doch dank der Ermunterung, die mir zuteil wurde, gab ich nicht auf. Zwei Älteste, die ich gut kannte, sprachen stundenlang mit mir, um mir zu zeigen, von welchem Nutzen es für mich sein würde, wenn ich im Vollzeitdienst bliebe. Und zwei verständnisvolle Schwestern trösteten mich, indem sie mir geduldig zuhörten, wenn ich ihnen mein Herz ausschüttete. Anhand der Bibel halfen sie mir, die Dinge von Jehovas Standpunkt aus zu sehen. Ich weiß nicht, wie oft wir zusammen Psalm 55:22 gelesen haben, aber ich weiß, daß ich durch die Anwendung dieses Bibeltextes nach und nach mein geistiges und seelisches Gleichgewicht wiedererlangt habe. Das alles geschah vor 12 Jahren, und zu meiner Freude kann ich sagen, daß ich immer noch im Vollzeitdienst stehe. Mein Leben befriedigt mich und macht mich glücklich trotz des Kummers, den ich gelegentlich empfinde. Ich bin überzeugt, daß in solchen Zeiten ein Wort der Ermunterung im Leben eines Menschen viel bewirken kann.“

Manch einer muß ermuntert werden, weil er irgendwelche Fehler begangen hat und sich nun bemüht, sie wiedergutzumachen. Vielleicht ist er liebevoll zurechtgewiesen worden (Sprüche 27:6). Die Ältesten, die die Zurechtweisung erteilen, sollten ein Lob aussprechen, wenn sie sehen, daß der biblische Rat befolgt wird. Ihre ermunternden Worte werden einem doppelten Zweck dienen: Einerseits beweisen die Ältesten dadurch ihre Liebe zu dem Betreffenden und vermeiden so, daß er von seiner „übergroßen Traurigkeit“ verschlungen wird, und andererseits wird er dadurch an den Nutzen erinnert, den die Befolgung des Rates hat (2. Korinther 2:7, 8).

Ein Ältester beging einen schwerwiegenden Fehler und verlor sein Aufseheramt in der Versammlung. „Nach der Bekanntmachung, daß ich als Ältester entbunden worden war, dachte ich, die Brüder würden sich nun in meiner Gegenwart nicht mehr wohl fühlen“, sagte er. „Doch die Ältesten behandelten den Grund streng vertraulich und scheuten keine Mühe, mich zu ermuntern. Auch die übrigen in der Versammlung erwiesen mir Liebe und Gastfreundschaft, was alles zur Wiederherstellung meiner geistigen Gesundheit beitrug.“

Bemühe dich, andere zu ermuntern

In unserem hektischen Leben kann es leicht passieren, daß wir vergessen, andere zu ermuntern. Wieviel Gutes kann ein Wort der Ermunterung jedoch bewirken! Um wirklich zu ermuntern, muß man zwei Dinge im Sinn behalten: Erstens sollte man über das, was man sagen möchte, nachdenken, damit man Einzelheiten erwähnen kann. Zweitens sollte man nach Gelegenheiten Ausschau halten, Personen, die es verdienen, zu loben, oder solche, die es nötig haben, zu erbauen.

Je öfter wir jemand ermuntern, desto glücklicher werden wir sein. Jesus bestätigte dies mit den Worten: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Wenn wir andere ermuntern, werden wir selbst ermuntert. Warum sich also nicht vornehmen, täglich jemand zu ermuntern?

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