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  • Wovor viele Angst haben
    Der Wachtturm 2010 | 1. August
    • Wovor viele Angst haben

      „Man muss nicht religiös sein, um zu glauben, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern“ (STEPHEN O’LEARY, AUSSERORDENTLICHER PROFESSOR AN DER UNIVERSITY OF SOUTHERN CALIFORNIA).a

      SEHEN Sie das auch so? Diese Artikelreihe geht darauf ein, warum viele Angst vor der Zukunft haben. Es wird aber auch gezeigt, warum man sicher sein kann, dass das Leben auf der Erde nicht ausradiert wird. Es gibt sogar allen Grund, optimistisch zu sein — trotz mancher erschreckender Tatsachen.

      Gefahrenherd Atomwaffen. Im Jahr 2007 warnten führende Atomwissenschaftler in einem Newsletter: „Seit Hiroshima und Nagasaki war es für die Welt noch nie so gefährlich wie jetzt“ (Bulletin of the Atomic Scientists). Der Grund? Wie das Bulletin ausführte, gab es 2007 noch immer 27 000 Atomwaffen, von denen 2 000 „innerhalb von Minuten abschussbereit“ waren. Würde auch nur ein Bruchteil davon zum Einsatz kommen, wären die Folgen nicht auszudenken!

      Hat die atomare Bedrohung seitdem nachgelassen? In seinem Jahresbericht für 2009 erklärte das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (SIPRI): „Alle fünf . . . anerkannten Atomwaffenstaaten — China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA — sind entweder dabei, neue Atomwaffensysteme zu stationieren, oder haben ihre Absicht verkündet, dies in Zukunft zu tun.“b In dem Bericht hieß es außerdem, dass noch weitere Länder im Besitz von Nuklearwaffen sind. So geht man davon aus, dass Indien, Pakistan und Israel jeweils 60 bis 80 Atomsprengköpfe besitzen. Insgesamt sollen weltweit 8 392 Sprengköpfe jederzeit einsatzbereit sein!

      Schreckensszenario Klimawandel. „Die Klimaveränderung“, so war im bereits erwähnten Bulletin of the Atomic Scientists zu lesen, „ist fast genauso bedrohlich wie die Gefahr durch Kernwaffen.“ Angesehene Wissenschaftler wie der Astrophysiker Stephen Hawking (ehemals an der Universität Cambridge) und Sir Martin Rees, Direktor des Trinity College (ebenfalls Cambridge), schließen sich diesen deutlichen Warnungen an. Ihrer Meinung nach könnte der verantwortungslose Umgang mit der Technologie und der Eingriff des Menschen in die Umwelt unumkehrbare Veränderungen für das Leben auf der Erde mit sich bringen, möglicherweise sogar die Zivilisation auslöschen.

      Weltuntergangsprophezeiungen — Angstmacher für Millionen. Gibt man die Stichwörter „Ende der Welt“ und „2012“ in eine bekannte Internetsuchmaschine ein, stößt man auf Hunderte von Seiten, in denen über den Weltuntergang im Jahr 2012 spekuliert wird. Wie kommt man darauf? Nach Berechnungen soll ein alter Maya-Kalender (die „Lange Zählung“) in diesem Jahr enden. Viele werten das als Zeichen dafür, dass die Zivilisation, so wie wir sie kennen, 2012 untergeht.

      Etliche gläubige Menschen denken, in der Bibel würde vorausgesagt, dass die Erde eines Tages völlig zerstört wird. Sie glauben, dass dann alle frommen Menschen in den Himmel geholt werden, während der Rest der Menschheit im Chaos auf der Erde versinkt oder in die Hölle kommt.

      Lehrt die Bibel aber wirklich, dass der Planet Erde vernichtet wird? Der Apostel Johannes warnte: „Glaubt nicht jedem, der behauptet, seine Botschaft sei ihm von Gottes Geist eingegeben, sondern prüft, ob das, was er sagt, wirklich von Gott kommt“ (1. Johannes 4:1, Neue Genfer Übersetzung). Sie brauchen sich nicht auf das zu verlassen, was andere sagen, sondern können selbst in der Bibel nachlesen, was dort über das Ende der Welt steht. Wer weiß, vielleicht sind Sie ja überrascht!

      [Fußnoten]

      a Aus dem Artikel „Disasters Fuel Doomsday Predictions“ (Katastrophen geben Weltuntergangsprophezeiungen neue Nahrung) auf der MSNBC-Website (19. Oktober 2005).

      b Dieser Beitrag im SIPRI-Jahresbericht 2009 stammt von Shannon N. Kile (führende Atomwaffenexpertin und Leiterin des SIPRI-Rüstungskontrollprogramms) in Zusammenarbeit mit Vitaly Fedchenko (ebenfalls SIPRI-Rüstungsexperte) und Hans M. Kristensen (Chef des Kernwaffen-Informationsprojekts des Bundes amerikanischer Wissenschaftler).

      [Bildnachweis auf Seite 4]

      Atompilz: U.S. National Archives photo; Hurrikan: WHO/League of Red Cross and U.S. National Archives photo

  • „Das Ende der Welt“: Vier Fragen — vier Antworten
    Der Wachtturm 2010 | 1. August
    • „Das Ende der Welt“: Vier Fragen — vier Antworten

      WIE Jesus Christus voraussagte, wird eines Tages „das Ende kommen“. Er beschrieb diese Zeit so: „Dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird“ (Matthäus 24:14, 21).

      Die Aussagen Jesu und der Bibel generell zum Thema „Ende der Welt“ werfen ein paar wichtige Fragen auf. Nehmen Sie doch einmal Ihre eigene Bibel zur Hand und sehen Sie selbst, was sie darauf antwortet.

      1 Was wird enden?

      Die Bibel lehrt nicht, dass der Planet Erde vernichtet wird. In einem Psalm heißt es: „[Gott] hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden“ (Psalm 104:5). Die Bibel lehrt auch nicht, dass alles Leben in einem weltweiten Inferno ausgelöscht wird (Jesaja 45:18). Wie Jesus selbst sagte, werden Menschen das Ende überleben (Matthäus 24:21, 22). Was genau wird also enden?

      Das gescheiterte Regierungssystem. Gott ließ den Propheten Daniel aufschreiben: „Der Gott des Himmels [wird] ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen“ (Daniel 2:44).

      Kriege und Umweltverschmutzung. Psalm 46:9 schildert, was Gott tun wird: „Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; die Wagen verbrennt er im Feuer.“ Außerdem sagt die Bibel, dass Gott entschlossen ist, „die zu verderben, die die Erde verderben“ (Offenbarung 11:18).

      Verbrechen und Ungerechtigkeit. In Gottes Wort finden wir die Zusage: „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrig bleiben werden. Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen“ (Sprüche 2:21, 22).a

      2 Wann wird das Ende kommen?

      Jehova Gott hat eine „bestimmte Zeit“ festgesetzt, zu der seine Regierung — sein Königreich — die Regierungen auf der Erde ablösen und allem Schlechten und Bösen ein Ende machen wird (Markus 13:33). Die Bibel macht jedoch klar, dass man diesen Zeitpunkt nicht errechnen kann. Jesus sagte: „Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Matthäus 24:36). Allerdings beschrieben Jesus und seine Jünger, wie es kurz vor dem Ende auf der Erde aussehen würde. Das Ende steht vor der Tür, sobald weltweit und zeitgleich die folgenden Entwicklungen eintreffen:

      Es kommt zu politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Umwälzungen, wie es sie in dieser Form noch nicht gegeben hat. Als die Jünger Jesus fragten, wann das Ende kommen würde, gab er ihnen zur Antwort: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, es wird an einem Ort nach dem anderen Erdbeben geben, Lebensmittelknappheit wird eintreten. Diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen“ (Markus 13:8). Und der Apostel Paulus schrieb, „dass in den letzten Tagen kritische Zeiten da sein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott“ (2. Timotheus 3:1-5).

      Rund um die Erde wird in unzähligen Sprachen gepredigt. Jesus erklärte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14).

      3 Was kommt nach dem Ende?

      Die Bibel lehrt nicht, dass alle guten Menschen von der Erde in den Himmel geholt werden, um dort für immer in Glückseligkeit zu leben. Stattdessen erklärte Jesus, dass Gott das umsetzen wird, was er von Anfang an mit den Menschen vorhatte. Er sagte: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5; 6:9, 10). Außerdem verspricht die Bibel, dass jemand zum Leben zurückgebracht werden kann, falls er vor dem Ende sterben sollte (Hiob 14:14, 15; Johannes 5:28, 29). Doch wie wird das Leben auf der Erde dann aussehen?

      Jesus regiert vom Himmel aus als König von Gottes Königreich. Der Prophet Daniel schrieb: „Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn [Jesus nach seiner Auferstehung]; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen [Jehova Gott], und man brachte ihn nahe heran, ja vor ihn. Und ihm [Jesus] wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird“ (Daniel 7:13, 14; Lukas 1:31, 32; Johannes 3:13-16).

      Unter dieser Regierung wird man sich rundum sicher fühlen und braucht nie mehr Angst zu haben, krank zu werden oder zu sterben. „Sie werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen“, liest man im Propheten Jesaja, „und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen“ (Jesaja 65:21-23). Der Apostel Johannes schrieb über diese Zeit: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4).

      4 Was muss man tun, um das Ende zu überleben?

      Der Apostel Petrus wusste schon im Voraus: In der Endzeit würden viele den Gedanken belächeln, dass sich Gott einschaltet und dem schlimmen Treiben auf der Erde ein Ende macht (2. Petrus 3:3, 4). Er appellierte an alle, die in dieser Zeit leben, sich von solchen Spöttern nicht beeindrucken zu lassen, sondern die richtigen Schritte zu unternehmen. Welche?

      Aus der Geschichte lernen. „[Gott] hielt sich nicht davon zurück, eine ehemalige Welt zu strafen“, erklärte Petrus, „sondern hielt Noah, einen Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben anderen in Sicherheit, als er eine Sintflut über eine Welt gottloser Menschen brachte“ (2. Petrus 2:5). Über die Spötter sagte er: „Ihrem Wunsch gemäß entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, dass es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt herausstand aus dem Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; und durch diese Dinge wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erdeb, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (2. Petrus 3:5-7).

      Nach Gottes Moralgesetzen leben. Alle, die das Ende überleben möchten, forderte Petrus zu „heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit“ auf (2. Petrus 3:11). Interessant sind hier die Begriffe „Handlungen“, „Wandel“ und „Taten“. Das hört sich nicht so an, als ob ein reines Lippenbekenntnis genügen würde oder man gerade noch in letzter Minute mit Gott ins Reine kommen könnte.

      Welche Taten wünscht sich Gott denn von uns? Werfen Sie doch auch dazu einmal einen näheren Blick in die Bibel. Jehovas Zeugen stehen Ihnen jederzeit für Ihre Fragen zur Verfügung und zeigen Ihnen gern die Antworten aus Ihrer eigenen Bibel. Sie werden sehen: Obwohl es heute alles andere als rosig aussieht, können Sie voller Zuversicht und ohne Angst in die Zukunft blicken.

      [Fußnoten]

      a Siehe auch den Artikel „Haben alle Menschen die gleiche Chance, Gott kennenzulernen?“ auf Seite 22.

      b Petrus sprach hier in Bildern. Er meinte nicht die Vernichtung des Planeten Erde, sondern gottloser Menschen. Auch der Bibelschreiber Moses gebrauchte das Wort „Erde“ für Menschen, als er sagte: „Die ganze Erde nun hatte weiterhin e i n e Sprache“ (1. Mose 11:1).

      [Herausgestellter Text auf Seite 7]

      Das Ende kommt nicht für die Erde, sondern für die, die sie „verderben“

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