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Durch Ausharren den Sieg erringenDer Wachtturm 1991 | 1. November
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9. (a) Inwiefern bekundete der gesalbte Überrest Ausharren, und mit welchem Ergebnis? (b) Was dient uns als Ansporn, den Dienst für Gott treu fortzusetzen?
9 In der Neuzeit wußten gesalbte Christen, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg Gott dienten, daß 1914 die Zeiten der Nationen enden würden, und viele von ihnen erwarteten, in jenem denkwürdigen Jahr ihren himmlischen Lohn zu empfangen. Das geschah jedoch nicht. Wie es sich gezeigt hat, wurden ihnen noch Jahrzehnte hinzugefügt. Während dieser unerwarteten Verlängerung ihres irdischen Lebens unterzog Jehova Gott sie einer Reinigung (Sacharja 13:9; Maleachi 3:2, 3). Fortgesetztes Ausharren machte sie noch wertvoller. Als Diener Jehovas freuten sie sich, als sein Namensvolk bezeichnet zu werden (Jesaja 43:10-12; Apostelgeschichte 15:14). Nachdem sie zwei Weltkriege und zahlreiche kleinere Konflikte überstanden haben, sind sie jetzt begeistert, daß ihnen bei der Verkündigung der guten Botschaft von einer wachsenden großen Volksmenge „anderer Schafe“ geholfen wird, die bereits über vier Millionen zählt.
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Durch Ausharren den Sieg erringenDer Wachtturm 1991 | 1. November
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14. Warum sollten wir nicht denken, die Prüfung des Ausharrens sei endlos und der Lohn eine Illusion?
14 Der gesalbte Überrest hat seit dem Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 — als einige mit der Verherrlichung der wahren Christenversammlung im Himmel rechneten — bereits 77 Jahre vergehen sehen. Wie lange der Überrest noch warten muß, wissen wir nicht. Sollten wir deswegen wanken und meinen, wir müßten endlos warten und die Belohnung sei eine Illusion? Nein. Das würde nie zur Rechtfertigung der Souveränität Gottes und zur Ehre seines Namens beitragen. Er stünde dann vor der Welt nicht gerecht da, wenn er uns den Sieg schenkte und uns den damit verbundenen Preis des ewigen Lebens zuteil werden ließe. Ganz gleich, wie lange es dauern wird, der Überrest und seine mit Schafen vergleichbaren treuen Gefährten sind entschlossen, zu warten, bis Jehova zu seiner Zeit handelt. Durch eine solch beispielhafte Beharrlichkeit ahmen sie die Handlungsweise Abrahams nach (Römer 8:23-25).
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