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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1990
w90 15. 12. S. 22-24

Ausgerüstet für den Missionardienst in den 90er Jahren

FÜR den Missionardienst ist eine besondere Ära angebrochen. Da sich an vielen Fronten neue Möglichkeiten eröffnen, sind alle treuen Zeugen Jehovas darauf bedacht, zu vermehrter Tätigkeit voranzudrängen.

Erwartungsvoll wohnten daher die 24 Studenten der 89. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead am 9. September 1990 der Abschlußfeier bei. Zu diesem speziellen Anlaß für die neuen Missionare, die bereits Zuteilungen für zehn Länder erhalten hatten, versammelte sich eine Zuhörerschaft von über 5 000 geladenen Gästen und Gliedern der Bethelfamilie. Das gesamte Programm im Kongreßsaal der Zeugen Jehovas in Jersey City (New Jersey) konnten auch alle mitverfolgen, die im Bethel Brooklyn, auf den Wachtturm-Farmen und im Wachtturm-Schulungszentrum in Patterson (New York) zusammengekommen waren.

Pünktlich um 10 Uhr kündigte der Tagesvorsitzende, Theodore Jaracz, ein Glied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, das Anfangslied an. Arthur Worsley von der Bethelfamilie in Brooklyn sprach anschließend das Gebet. Der Vorsitzende führte dann die Worte des römischen Zenturios Kornelius an, der gemäß Apostelgeschichte 10:33 zu Petrus sagte: „Wir ... [sind] alle vor Gott anwesend, um alles zu hören, was zu sagen dir von Jehova geboten worden ist.“ Er wies darauf hin, daß die historischen Ereignisse in den Tagen des Petrus den Weg ebneten, um Menschen aus allen Nationen die gute Botschaft zu verkünden.

Philip D. Wilcox von den Wachtturm-Farmen hielt die erste von sieben ermunternden Ansprachen. Bezug nehmend auf Philipper 4:7, lautete sein Thema: „Laßt euch in eurer Zuteilung vom Frieden Gottes helfen“. Er sagte: „Jehova Gott ist der Quell allen wahren Friedens. Er hat Frieden in völligem oder absolutem Sinn und kennt keine bedrückende Angst, Besorgnis oder geistiges Unbehagen. Aufgrund dessen ist die strahlende Gegenwart Jehovas von Ruhe und Frieden umgeben, was durch den smaragdgrünen Regenbogen angedeutet wird, den Johannes in einer Vision sah (Offenbarung 4:2, 3). Sein Frieden erstreckt sich über ihn hinaus auf all diejenigen, die sich von ihm helfen lassen. Wirst du dir helfen lassen?“ Bruder Wilcox umriß zwei wichtige Hilfen: das Gebet und die Bereitschaft, auf Jehova zu warten (Micha 7:7; Philipper 4:6). Nichts, was Gott zuläßt, kann für uns von dauerndem Schaden sein, stellte er fest.

Lloyd Barry, ein Glied der leitenden Körperschaft, sprach anschließend über das Thema „Lächelt weiterhin“. Er leitete sich mit dem Spruch ein: „Lachen ist die beste Medizin.“ Er erinnerte sich an diesen Satz, weil er im Jahre 1955 auf der Titelseite der ersten japanischen Erwachet!-Ausgabe stand. Aber welche Art von Lachen ist gemeint? Nicht das prahlerische, sinnlose „Lachen des Unvernünftigen“ (Prediger 7:6). Es ist statt dessen das fröhliche, unbeschwerte Lachen von Missionaren und anderen, die Davids Einladung annehmen, ‘sich in Jehova zu freuen’ (Psalm 32:11). Wie Bruder Barry sagte, konnte Hiob trotz schwerer Prüfungen weiterhin lächeln, weil er wußte, daß er Gott gegenüber die Lauterkeit bewahrte. Missionare, die wie Hiob trotz prüfungsreicher Erfahrungen standhaft bleiben, werden am Ende größeren Segen empfangen (Hiob 29:24; 42:12). Der Redner schloß seine Ausführungen mit den Worten ab: „Bleibt eifrig beschäftigt, lächelt weiterhin, und auch ihr werdet die ewigwährende Anerkennung Jehovas erhalten.“

Als nächstes sprach Richard E. Abrahamson über das Thema: „Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden“, gestützt auf Philipper 4:5. Das zugrundeliegende griechische Wort für „vernünftig“ kann den Sinn von „nachgeben“ vermitteln. Die Probleme einiger Missionare waren allein auf persönliche Vorlieben zurückzuführen. Einer war schockiert darüber, wie sich ein anderer Missionar am Tisch ein Stück Käse abschnitt. Nach 22 Jahren im Missionardienst kam derjenige, der schockiert gewesen war, zu dem Schluß, daß die Ursache von Problemen zumeist so unbedeutend ist wie die Art und Weise, wie jemand ein Stück Käse abschneidet. Der Redner gab den Rat: „Lernt, euch anzupassen wie ein Baum im Sturm. Das Nachgeben hat viele Vorteile, beispielsweise daß man Prüfungen besser ertragen und mit Herzensfrieden in seiner Zuteilung bleiben kann.“

Milton G. Henschel von der leitenden Körperschaft sprach über das Thema: „Eine große Tür zur Tätigkeit hat sich geöffnet“. Bruder Henschel sagte, daß Jesus die Menschen liebte, Mitleid mit ihnen hatte und sie viele Dinge lehrte. Von Ephesus aus schrieb der Apostel Paulus an die Korinther: „Eine große Tür, die zur Tätigkeit führt, hat sich mir geöffnet, doch gibt es viele Gegner“ (1. Korinther 16:8, 9). Trotz dieser Gegnerschaft lehrte Paulus zwei Jahre lang im Hörsaal der Schule des Tyrannus, so daß die Königreichsbotschaft im ganzen Bezirk Asien bekannt wurde (Apostelgeschichte 19:9, 10). Die geöffnete Tür bedeutete, daß er in seiner Predigttätigkeit Erfolg hatte. Die Versammlung in Ephesus war auch am Ende des ersten Jahrhunderts noch tätig (Offenbarung 2:1-7).

Jack D. Redford, einer der Unterweiser der Gileadschule, sprach über das Thema: „Prüft immer wieder, was ihr seid“ (2. Korinther 13:5). Gileadmissionare haben neue Gebiete erschlossen und bereits bestehende Versammlungen gestärkt; sie haben viel ertragen und dem Köder widerstanden, den der Teufel ausgelegt hat, um sie fortzulocken. Und Neue schließen sich den Reihen an. Anhand von zwei anschaulichen Erfahrungen zeigte der Unterweiser, wie wichtig es ist, seinen Glauben zu prüfen. Ein Missionar verlor sein Vorrecht, nachdem er hochmütig warnenden Rat wegen eines falschen Verhaltens außer acht gelassen hatte. Eine Missionarin dagegen blieb mit Freuden in ihrer Zuteilung, obwohl sie in den ersten drei Monaten in dem Land aufgrund einer Krankheit bis auf die Knochen abmagerte sowie ihr Haar und ihr Gehör verlor. Nach 42 Jahren ist sie immer noch dort, und sie konnte durch Bibelstudien 156 Personen helfen, sich taufen zu lassen. Bruder Redford sagte abschließend: „Widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen. Fallt nie auf seinen Köder herein. Prüft immer wieder, was ihr seid. Jehova wird für euch sorgen.“

Als nächstes sprach Ulysses V. Glass, ein anderer Unterweiser, über das Thema: „Weisheit ist bei den Bescheidenen“ (Sprüche 11:2). Er verwandte eine Armbanduhr mit einer Solarbatterie, um zu veranschaulichen, daß uns das Licht des Wortes Gottes „aufladen“ kann. „Doch Erkenntnis allein gibt keine Weisheit“, führte er aus. „Gott fordert auch Bescheidenheit“ (Micha 6:8). Bescheidenheit wird uns veranlassen, Gott zu fürchten, und die „Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang“ (Sprüche 9:10). Zugegeben, wir müssen auch etwas an uns denken; Selbstverurteilung kann zerstörerisch sein. Jehova hat einigen besondere Fähigkeiten verliehen, wie zum Beispiel bei der Errichtung der Stiftshütte, aber an Treue in Bescheidenheit muß man arbeiten. „Während des Unterrichts“, sagte Bruder Glass zu den Studenten, „habt ihr eure Vertrauenswürdigkeit und euren Respekt bewiesen. Bekundet in eurer Zuteilung dieselbe Treue, und Gott wird euch segnen.“

Albert D. Schroeder von der leitenden Körperschaft hielt den Hauptvortrag mit dem Thema: „Gut ausgerüstet für den Missionardienst in den 90er Jahren“. Er begann wie folgt: „Die 90er Jahre hatten einen stürmischen Beginn. Viele osteuropäische Nationen sind erschüttert worden. Vor einigen Monaten wurde die Berliner Mauer geöffnet. Die New York Times trug die Schlagzeile: ‚August 1990 — der Monat, der die Welt erschütterte‘. Ihr Absolventen lebt somit in einer Zeit der Erschütterungen. Haben euch die fünf Monate des Studiums darauf vorbereitet? Ganz bestimmt!“ Er nannte dann einige der hilfreichen Merkmale der Neuen-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen und zeigte, wie durch ihr Studium Gottes Wort lebendig wurde. Ein anderes machtvolles Instrument, das die Studenten ausgerüstet hat, war das Buch „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“, dessen revidierte Ausgabe von 1990 jetzt zur Verfügung steht. Die neue Publikation Die Suche der Menschheit nach Gott wird für die Missionare sicher ebenfalls eine große Hilfe sein. Zum Abschluß sagte Bruder Schroeder: „Nun, Brüder, dankt Jehova für die wunderbare, kostbare Schulung, die ihr erhalten habt — eine festgegründete Schulung, die nicht erschüttert werden kann. Fahrt fort mit dem Segen Jehovas, und habt volles Vertrauen zu ihm sowie zu unserem wunderbaren Führer, Jesus Christus. Die Worte der Bibel sind wirklich inspiriert, und sie werden euch im Missionardienst leiten und führen.“

Nachdem Grüße aus 11 Ländern vorgelesen worden waren, erhielten die Studenten ihr Diplom, und einer von ihnen las einen zu Herzen gehenden Brief an die leitende Körperschaft und die Bethelfamilie vor.

Das Nachmittagsprogramm schloß ein verkürztes Wachtturm-Studium ein, das David L. Walker, ein Glied des Komitees der Wachtturm-Farmen, leitete. Die Studenten spielten dann unter dem Thema „Die Kraft des Gebets beim Predigen“ Erfahrungen aus dem Predigtdienst nach. Eine örtliche Versammlung führte das aufrüttelnde Drama Befreit, um die gute Botschaft zu fördern auf, in dem es um Esras Rückkehr nach Jerusalem ging, die dazu diente, die wahre Anbetung zu fördern. Bruder Frederick W. Franz, der Präsident der Gileadschule, schloß mit einem bewegenden Gebet ab.

[Bild auf Seite 24]

Absolventen der 89. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead

In der Namenliste sind die Reihen von vorn nach hinten numeriert und die Namen von links nach rechts aufgeführt. (1) Ahr, K.; Johnston, L.; Ng Ying Kin, V.; Sukkau, A.; Rodriguez, A.; Myklebust, N. (2) Ahr, H.; Verbeek, P.; Verbeek, K.; DeBolt, S.; DeBolt, S. (3) Sukkau, W.; Ayala, L.; Ayala, S.; Jenson, R.; Ng Ying Kin, J.; Myklebust, T. (4) Rodriguez, C.; Ferlisi, G.; Ferlisi, L.; Tank, J.; Jenson, K.; Tank, J.; Johnston, P.

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