Königreichsverkündiger berichten
Sie fanden einen Grund, sich zu ändern
KÖNNEN sich Gewalttätige und Bandenmitglieder ändern? Was könnte ihnen dabei eine Hilfe sein? Drastische Verhaltensänderungen sind möglich, wie das der Fall des Saulus von Tarsus zeigt, der die Christen verfolgt hatte, dann aber selbst ein Christ wurde und als der Apostel Paulus bekannt geworden ist (Galater 1:13, 14; 1. Timotheus 1:13). Von einer ähnlichen drastischen Verhaltensänderung wird aus Kenia berichtet.
◻ Ein junger Mann, der zu einer Bande im Raum Nairobi gehörte, wurde nach Westkenia geschickt, um dort die Möglichkeiten für Banküberfälle auszukundschaften. Er fand Unterkunft bei einem älteren Mann, in dessen Wohnung er einen Stapel älterer Ausgaben der Zeitschrift Erwachet! entdeckte. Die Lektüre dieser Zeitschriften fesselte ihn so sehr, daß er überhaupt nicht mehr an seine Pläne für Banküberfälle dachte. Als er alle Ausgaben gelesen hatte, bat er um weitere. Der ältere Mann erklärte ihm, daß alle zwei Wochen eine Zeitschrift per Post eintreffe. Der junge Mann bat seinen Gastgeber jeden Tag flehentlich, zum Postamt zu gehen und nachzusehen, ob eine neue Zeitschrift eingetroffen sei. Gleichzeitig beschloß er, seine schlechte Handlungsweise aufzugeben, das zu befolgen, was er durch die Zeitschriften kennengelernt hatte, und ein Zeuge Jehovas zu werden. Nachbarn gegenüber sagte er sogar, er sei ein Zeuge Jehovas. Ein Sonderpionier, der das Gebiet nach einiger Zeit bearbeitete, war überrascht, als er hörte, daß dieser junge Mann behauptete, ein Zeuge Jehovas zu sein. Es wurde ein Bibelstudium mit ihm begonnen, er machte Fortschritte zur Reife, und heute ist er allgemeiner Pionier. Eine genaue biblische Erkenntnis hat ihm einen Grund geliefert, sein Leben zu ändern.
◻ Auch ein Mann aus Argentinien fand einen Grund, seine gewalttätige Lebensweise zu ändern. Zwanzig Jahre lang hatte er seine Frau — eine Zeugin Jehovas — schlimm mißhandelt. Man erzählte sich von ihm sogar, er habe in seinem Hof eine Grube ausgehoben und ein Kreuz dahinter aufgestellt, weil er jeden Hühnerdieb töten und dort begraben wolle. Wegen seines niederträchtigen Charakters mieden ihn alle Nachbarn.
Der Kreisaufseher besuchte ihn und bot ihm bei dieser Gelegenheit ein Bibelstudium an. Zur großen Überraschung des Kreisaufsehers sagte der Mann, er würde gern die Bibel studieren. Ein Bruder betrachtete mit ihm die Broschüre Für immer auf der Erde leben! Der Mann machte gute Fortschritte im Erlangen biblischer Erkenntnis und geistigen Verständnisses. Jetzt besucht er alle Zusammenkünfte. Das Programm und die Gemeinschaft mit den Brüdern gefallen ihm so sehr, daß er einmal sagte: „Hier möchte ich wohnen.“
Die Änderung bei diesem Mann war derart auffallend, daß die Nachbarn seine Frau fragten, bei welchem Arzt er in Behandlung sei. Als sie erklärte, die Änderung sei aufgrund eines Bibelstudiums mit Jehovas Zeugen eingetreten, war eine Nachbarin so beeindruckt, daß sie um eine Bibel bat. Eine andere Nachbarin abonnierte eine unserer Zeitschriften.
Eine genaue biblische Erkenntnis lieferte diesen Männern einen Grund, ihre Lebensweise zu ändern. Sie kann auch für jeden anderen, der heute ein sinnvolleres Leben führen und die Hoffnung haben möchte, ewig in Gottes glücklicher neuer Welt zu leben, eine Hilfe sein. (Johannes 17:3).