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  • Er hatte Gottes Wohlgefallen
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2017 | Nr. 1
    • „HENOCH HAT AUCH VON IHNEN PROPHEZEIT“

      Henoch hat sich in seinem gottlosen Umfeld wahrscheinlich sehr allein gefühlt. Aber nahm ihn sein Gott Jehova wahr? Absolut. Es kam der Tag, an dem sich Gott direkt an seinen treuen Diener wandte. Henoch sollte eine Botschaft übermitteln. Damit machte Gott Henoch zu einem Propheten. Seine Botschaft ist die älteste Botschaft eines Propheten, die in der Bibel zu finden ist. Sie wurde Jahrhunderte später von Jesu Halbbruder Judas im Auftrag Gottes niedergeschrieben.a

      Wie lautete Henochs prophetische Botschaft? „Siehe! Jehova kam mit seinen heiligen Myriaden, um an allen das Gericht zu vollziehen und alle Gottlosen all ihrer gottlosen Taten zu überführen, die sie auf gottlose Weise begingen, und all der anstößigen Dinge, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben“ (Judas 14, 15). Es fällt auf, dass Henochs Botschaft in der Vergangenheitsform steht, so als ob das, was Gott vorhatte, schon passiert wäre. Nach diesem Muster sind viele Prophezeiungen aufgebaut. Im Grunde wird damit gesagt: Hier wird etwas angekündigt, das so sicher eintreffen wird, als wäre es bereits passiert (Jesaja 46:10).

      Henoch predigt Menschen, die Gott verachten

      Henoch verkündete mutig Gottes Strafgericht

      Wie fühlte sich Henoch, als er den Menschen gegenübertrat und Gottes Botschaft übermittelte? Diese Botschaft hatte es in sich — allein schon, weil das Wort „gottlos“ viermal darin vorkommt. Die Menschen, ihre Taten und die Art und Weise, wie sie sie begingen, werden als „gottlos“ verurteilt. Allen sollte klar werden: Die Gesellschaft, die sich seit der Rebellion in Eden entwickelt hatte, war durch und durch verdorben. Und damit sollte es bald vorbei sein. Jehova würde mit „seinen heiligen Myriaden“ kommen — einem Heer mächtiger Engel —, um dem Ganzen ein jähes Ende zu setzen. Henoch kündigte diese Strafe Gottes mutig an — allein! Wie beeindruckt Lamech doch vom Mut seines Großvaters gewesen sein muss, falls er ihn dabei beobachtete.

      Wenn man über den Glauben Henochs nachdenkt, stellt man sich vielleicht die Frage: Sehe ich die Welt, in der ich lebe, so wie Gott sie sieht? Die Botschaft, die Henoch so mutig weitergab, ist heute immer noch aktuell; unsere Welt ähnelt stark der von Henoch. So wie von Henoch angekündigt, bestrafte Gott die verdorbene Welt, als zur Zeit Noahs die Sintflut kam. Das war allerdings nur eine Vorschau auf ein noch größeres Strafgericht Gottes, das noch vor uns liegt (Matthäus 24:38, 39; 2. Petrus 2:4-6). So wie damals steht Gott auch heute mit einem Heer von Engeln bereit, um eine gerechte Strafe über eine gottlose Welt zu bringen. Deswegen gilt es, Henochs Botschaft ernst zu nehmen und sie mutig an andere weiterzugeben. Vielleicht ziehen sich Freunde und Verwandte dann von uns zurück. Vielleicht fühlen wir uns völlig allein gelassen. Doch Jehova wird seine treuen Diener niemals allein lassen, so wie er auch Henoch nie allein gelassen hat!

  • Er hatte Gottes Wohlgefallen
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2017 | Nr. 1
    • a Manche Bibelgelehrte meinen, dass Judas aus dem apokryphen Buch Henoch zitierte. Doch dieses Buch mit frei erfundenen Geschichten ist von unbekannter Herkunft und wird fälschlicherweise Henoch zugeschrieben. Darin findet man zwar den genauen Wortlaut der Botschaft Henochs, doch wahrscheinlich stammt der Wortlaut aus alten mündlichen oder schriftlichen Überlieferungen, die heute nicht mehr zugänglich sind. Möglicherweise standen diese Quellen auch Judas zur Verfügung. Oder aber er hatte seine Informationen von Jesus, der das Leben Henochs ja vom Himmel aus mitbekam.

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