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Warum kann sich Afrika nicht selbst ernähren?Erwachet! 1987 | 8. März
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Vernachlässigung der Kleinbauern
Bauern wie Idris, der eingangs erwähnte Äthiopier, brauchen Saatgut und einfache landwirtschaftliche Geräte. Nahrungsmittelhilfe allein ist von begrenztem Wert. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Schenkst du einem Menschen einen Fisch, so hat er Speise für einen Tag; lehrst du ihn fischen, so hat er Speise sein Leben lang.“ Im allgemeinen wird afrikanischen Kleinbauern nicht geholfen, in der Landwirtschaft Erfolg zu haben, obwohl es in einigen afrikanischen Ländern Ausnahmen gibt.
Seit der Kolonialzeit wird das beste Land in Afrika für den Anbau von Erzeugnissen genutzt, die für den Export bestimmt sind. Außerdem hat man große landwirtschaftliche Projekte entwickelt, um die wohlhabenderen Städte mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Die Kleinbauern hat man oft von gutem Land vertrieben und gezwungen, auf weniger produktivem Land ihr Dasein zu fristen. Sich selbst überlassen, haben die afrikanischen Bauern den ohnehin schon humusarmen Boden durch Überkultivierung, Überweidung und Rodung noch verschlechtert. Große Gebiete Afrikas sind von der Wüstenausbreitung bedroht.
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Warum kann sich Afrika nicht selbst ernähren?Erwachet! 1987 | 8. März
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Es ist kein Zufall, daß in den afrikanischen Ländern, die am meisten unter Hungersnot leiden, auch Bürgerkrieg herrscht. Obwohl der Regen in Äthiopien, im Sudan und in Moçambique Erleichterung gebracht hat, wird die Nahrungsmittelproduktion in diesen Ländern weiterhin durch den Bürgerkrieg behindert, und Millionen verhungern.
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