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Kenia und benachbarte LänderJahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
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Weitere Sonderpioniere wurden eingesetzt, und ein einheimischer Kreisaufseher ermunterte die Versammlungen. Die Brüder predigten mit Mut, denn sie hatten die revidierte Verfassung, die die Grundrechte des Menschen — die Religions-, Rede- und Pressefreiheit — garantierte, im Rücken. Es wurde eine Verkündigerhöchstzahl von 103 erreicht.
Verfolgung! Missionare ausgewiesen!
Diese Tätigkeit und die geistige Wohlfahrt machte die Geistlichkeit der Christenheit wütend. In der Provinzialhauptstadt Däbrä Markos, 280 km nordwestlich von Addis Abeba, waren die Menschen der äthiopischen Kirche noch immer loyal ergeben.
Als dort Sonderpioniere eintrafen, begegnete man ihnen sogleich mit Gewalt. Einflußreiche Männer versammelten auf dem Platz im Zentrum einen Pöbel, der schrie, diese Neuankömmlinge würden das Marienbild mit Füßen treten und Katzen und Hunde essen. Die Polizei mußte einschreiten, sonst wären die Brüder totgeschlagen worden. Die Volksmenge, die sich mit Gewalt einen Weg ins Polizeirevier bahnen wollte, mußte mit vorgehaltener Waffe zurückgehalten werden. In dem Handgemenge verloren die beiden Pioniere alles, was sie bei sich getragen hatten.
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Kenia und benachbarte LänderJahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
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Die Sonderpioniertätigkeit wurde eingestellt, und mehreren ehemaligen Pionieren mußte die Gemeinschaft entzogen werden. Andere hingegen blieben treu. Ein Bruder mußte 42 Tage in Beinschellen zubringen; danach wurde er freigelassen und eindringlich davor gewarnt weiterzupredigen.
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