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  • „Ich begann Visionen von Gott zu sehen“
    Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
    • Hesekiel hat seine erste Vision mit Wind, einer gigantischen Wolke und zuckendem Feuer.

      KAPITEL 3

      „Ich begann Visionen von Gott zu sehen“

      HESEKIEL 1:1

      FOKUS: Hesekiels Vision vom himmlischen Wagen

      1-3. (a) Beschreibe, was Hesekiel sieht und hört. (Siehe Anfangsbild.) (b) Welche Kraft steckte hinter Hesekiels Erlebnis, und wie berührte es ihn?

      HESEKIEL starrt in die Ferne, über die weite, sandige Ebene. Zuerst kneift er seine Augen zusammen, dann reißt er sie förmlich auf. Er kann kaum glauben, was er da sieht. Am nördlichen Horizont braut sich ein Sturm zusammen. Aber es ist kein normaler Sturm. Schon wird sein Haar zerzaust und seine Kleidung flattert. Eine gigantische Wolke türmt sich auf. Von innen wird sie von zuckendem Feuer erleuchtet und sie glüht wie flüssiges Edelmetall.a Die Wolke rauscht auf ihn zu. Es wird immer lauter – ein Getöse, als sei eine ganze Armee im Anmarsch (Hes. 1:4, 24).

      2 Das ist das erste von vielen unvergesslichen Erlebnissen, die Hesekiel hat. Er ist ungefähr 30 Jahre alt, als zum ersten Mal „die Hand Jehovas über ihn“ kommt – er spürt die unvorstellbare Kraft des heiligen Geistes. Was dieser Geist ihn sehen und hören lassen wird, ist spektakulär. Viel beeindruckender als sämtliche Spezialeffekte von Filmemachern unserer Zeit. Am Ende dieser Vision liegt Hesekiel buchstäblich auf dem Boden, so überwältigt ist er (Hes. 1:3, 28).

      3 Jehova möchte diesen Mann allerdings nicht einfach nur mit Ehrfurcht erfüllen. Hesekiels erste Vision wie auch die anderen Visionen seines aufregenden prophetischen Buches enthalten eine wichtige Botschaft für ihn und für treue Diener Jehovas heute. Sehen wir uns im Einzelnen an, was Hesekiel sieht und hört.

      Der Rahmen

      4, 5. Wie waren die Umstände, als Hesekiel seine Vision erhielt?

      4 Lies Hesekiel 1:1-3. Zuerst einige Hintergrundinformationen. Es war das Jahr 613 v. u. Z. Wie wir im letzten Kapitel gesehen haben, befand sich Hesekiel in Babylon. Er lebte mit anderen Gefangenen in einer Siedlung am Kebar – offensichtlich ein schiffbarer Kanal, der vom Euphrat abzweigte und später wieder mit ihm zusammenfloss.

      Die Siedlung am Kebar, in der Hesekiel lebte.

      Hesekiel lebte mit anderen Gefangenen am Kebar (Siehe Absatz 4)

      Ausschnitt einer Landkarte vom Königreich Babylon.

      KASTEN 3A: Die lange Route nach Babylon

      5 Ihre Heimat, Jerusalem, lag etwa 800 Kilometer entfernt.b Der Tempel, wo Hesekiels Vater als Priester gedient hatte, war durch falsche Anbetung und Götzendienst verseucht. Der Thron, auf dem David und Salomo einst in Herrlichkeit regiert hatten, war jetzt ein Schandfleck. Der untreue König Jojachin befand sich unter den Gefangenen in Babylon. Und sein Nachfolger Zedekia war nichts weiter als eine Marionette und ein schlechter Mensch (2. Kö. 24:8-12, 17, 19).

      6, 7. Warum könnte Hesekiel gedacht haben, dass er in einer dunklen Epoche lebt?

      6 Dem Glaubensmann Hesekiel muss das wie die dunkelste Epoche der Geschichte vorgekommen sein. Einige seiner Mitgefangenen fragten sich vielleicht sogar: „Hat Jehova uns endgültig verlassen? Wird diese böse Macht Babylon mit ihren unzähligen falschen Göttern wirklich die reine Anbetung Jehovas verdrängen und seine Regierung auf der Erde für immer beenden?“

      7 Lies dir doch jetzt, bevor du in dein Studium eintauchst, die anschauliche Beschreibung der ersten Vision Hesekiels durch (Hes. 1:4-28). Behalte dabei die Hintergründe im Sinn. Versuche, dich in Hesekiel hineinzuversetzen, zu sehen, was er sah, und zu hören, was er hörte.

      Der Euphrat in der Nähe von Karkemisch.

      Der Euphrat in der Nähe von Karkemisch (Siehe Absatz 5-7)

      Ein einzigartiges Fahrzeug

      8. Was sah Hesekiel in der Vision, und was stellt es dar?

      8 Was sah Hesekiel? Insgesamt wirkte es wie ein riesiges, Ehrfurcht einflößendes Fahrzeug. Es hatte vier gewaltige Räder, begleitet von vier außergewöhnlichen Geistgeschöpfen – Cherubim, wie Hesekiel später schrieb (Hes. 10:1). Über ihnen erstreckte sich eine weitläufige Plattform, die wie eine Eisfläche aussah. Darüber befand sich der herrliche Thron Gottes, auf dem Jehova höchstpersönlich saß. Wofür steht dieser himmlische Wagen? Es kommt nur der himmlische Teil der großartigen universellen Organisation Jehovas infrage. Warum kann man das sagen? Die drei folgenden Punkte führen zu dieser Schlussfolgerung.

      9. Warum passt das Bild eines Wagens zum Verhältnis zwischen Jehova und seinen treuen Geistgeschöpfen?

      9 Jehovas Verhältnis zu seinen Geschöpfen im Himmel. Ist uns aufgefallen, dass Jehovas Thron in dieser Vision über den Cherubim ist? Dieses Bild taucht in der Bibel öfter auf – Jehova, der über oder zwischen den Cherubim thront (lies 2. Könige 19:15; 2. Mo. 25:22; Ps. 80:1). Natürlich ist damit nicht gemeint, dass Jehova getragen werden muss. Er fährt ja auch keinen buchstäblichen Wagen. Doch die Cherubim unterstützen seine Souveränität. Und Jehova kann sie in jeden Winkel des Universums schicken. Wie alle heiligen Engel führen sie als seine Diener oder Vertreter seinen Willen aus (Ps. 104:4). Alle gemeinsam bilden gewissermaßen ein großes, geeintes Fahrzeug und Jehova als Souverän lenkt sie.

      10. Was lässt darauf schließen, dass zum himmlischen Wagen mehr Geistgeschöpfe gehören?

      10 Offensichtlich gehören zum Wagen mehr Geistgeschöpfe. Hesekiel sah vier Cherubim. In der Bibel ist die Zahl Vier oft ein Hinweis auf Symmetrie oder Vollständigkeit, beschreibt also etwas Allumfassendes. Es würde daher passen, dass die vier Cherubim für alle loyalen Geistsöhne Gottes stehen. Außerdem sind die Räder und selbst die Cherubim voller Augen. Das lässt auf die Wachsamkeit von viel mehr Geistgeschöpfen schließen. Und gemäß Hesekiels Beschreibung muss der Wagen so groß gewesen sein, dass sogar die beeindruckenden Cherubim klein wirkten (Hes. 1:18, 22; 10:12). Auch der himmlische Teil der Organisation Jehovas ist riesig und besteht aus weit mehr als vier Cherubim.

      Hesekiels Vision vom himmlischen Wagen Jehovas.

      Hesekiel war von der Vision vom himmlischen Wagen Jehovas völlig überwältigt (Siehe Absatz 8-10)

      11. Welche Gemeinsamkeiten gibt es zu Daniels Vision, und zu welcher Schlussfolgerung führt uns das?

      11 Der Prophet Daniel hatte eine ähnliche Vision vom Himmel. Auch Daniel, der die lange Gefangenschaft in Babylon überlebte, sah eine Vision vom Himmel. Interessanterweise hatte der Thron Jehovas in seiner Vision ebenfalls Räder. Daniels Vision stellte heraus, wie riesig die Familie Jehovas im Himmel ist. Er sah „1 000 mal 1 000 ... und 10 000 mal 10 000“ Geistsöhne Gottes, die vor Jehova standen. Sie kamen im Himmel als Gericht zusammen, und offensichtlich hatte jeder einen zugeteilten Platz (Dan. 7:9, 10, 13-18). Liegt es da nicht nahe, dass der Wagen in Hesekiels Vision die gleiche Gruppe darstellt?

      12. Warum ist es ein Schutz für uns, über Bibelpassagen wie die vom himmlischen Wagen nachzudenken?

      12 Jehova weiß, dass es für uns ein Schutz ist, wenn wir uns auf Wirklichkeiten konzentrieren, die „man nicht sieht“. Warum ist das so? Als Menschen aus Fleisch und Blut konzentrieren wir uns oft zu sehr auf „das, was man sieht“, obwohl es nur zeitlich ist. (Lies 2. Korinther 4:18.) Das versucht Satan auszunutzen. Er will uns unbedingt dazu bringen, nur noch für unser Verlangen zu leben oder generell eine rein menschliche Sichtweise einzunehmen. Jehova möchte, dass wir uns gegen diesen Druck wehren können. In seiner Liebe hat er deshalb für so packende Bibelpassagen wie die Prophezeiung Hesekiels gesorgt und führt uns so die unglaubliche Pracht und Macht seiner himmlischen Familie vor Augen.

      Die Räder

      13, 14. (a) Wie beschrieb Hesekiel die Räder? (b) Warum ist es passend, dass Jehovas Thron auf Rädern ist?

      13 Hesekiel richtete seine Aufmerksamkeit zuerst auf die vier Cherubim. In Kapitel 4 werden wir erfahren, was wir von diesen Geschöpfen und ihrem bemerkenswerten Aussehen über Jehova lernen können. Neben den Cherubim sah Hesekiel vier Räder, offensichtlich so angeordnet, dass sie ein großes Quadrat bildeten. (Lies Hesekiel 1:16-18.) Es sah so aus, als seien sie aus Chrysolith – ein wunderschöner Edelstein, der vielleicht durchsichtig oder durchscheinend glänzte und gelb oder gelbgrün funkelte.

      14 Die Vision Hesekiels legt besonderen Nachdruck auf die Räder des Wagens. Und ein Thron auf Rädern ist ja auch ungewöhnlich! Normalerweise ist ein Thron ortsgebunden – so wie auch der Einfluss eines Herrschers in der Regel auf ein Gebiet begrenzt ist. Doch die Regierungsgewalt eines Menschen ist mit Jehovas Souveränität gar nicht zu vergleichen. Wie Hesekiel erfahren sollte, sind dem Einfluss Jehovas keine Grenzen gesetzt (Neh. 9:6). Jehova, der höchste Souverän, kann seine Autorität buchstäblich überall ausüben!

      15. Was fiel Hesekiel an den Rädern auf?

      15 Hesekiel war von der Größe der Räder überwältigt. Er schrieb: „Ihre Felgen waren Ehrfurcht einflößend hoch.“ Stellen wir uns vor, wie Hesekiel seinen Kopf in den Nacken legt und mit offenem Mund die gigantischen, funkelnden Felgen bestaunt, die vor ihm in den Himmel ragen. Er erwähnte außerdem etwas Eigenartiges: „Bei allen vier Rädern waren die Felgen ringsum voller Augen.“ Noch eindrucksvoller muss jedoch die außergewöhnliche Form der Räder gewesen sein. Er erklärte: „Ihr Aussehen und ihre Machart wirkten so, als befände sich ein Rad in einem anderen Rad.“ Was bedeutete das?

      16, 17. (a) In welchem Sinn befand sich „ein Rad in einem anderen Rad“? (b) Was sagen die Räder über die Beweglichkeit des Wagens aus?

      16 Offensichtlich bestand jedes Rad aus zwei miteinander kombinierten Rädern, die im rechten Winkel zusammengefügt waren. Das würde zur nächsten Erklärung Hesekiels passen: „Wenn sie sich fortbewegten, konnten sie irgendeine der vier Richtungen nehmen, ohne sich zu wenden.“ Was sagen diese Räder über den himmlischen Wagen aus?

      17 Stellen wir uns die enorme Strecke vor, die solch riesige Räder mit einer einzigen Umdrehung zurücklegen könnten. Wie die Vision andeutet, bewegt sich der Wagen im wahrsten Sinne des Wortes blitzschnell (Hes. 1:14). Außerdem können sich die ungewöhnlichen Räder in jede Richtung bewegen. Von so einer Beweglichkeit können Erfinder nur träumen! Dieser Wagen kann die Richtung ändern, ohne abzubremsen oder sich zu drehen. Doch er bewegt sich nicht blind. Die Augen, die die Felgen bedecken, vermitteln ausdrucksstark, dass der Wagen in alle Richtungen alles deutlich wahrnimmt.

      Die vier riesigen Räder vom himmlischen Wagen Jehovas.

      Die Räder waren unglaublich groß und bewegten sich unvorstellbar schnell (Siehe Absatz 17)

      18. Was sagen uns die Größe der Räder und die Menge der Augen?

      18 Fassen wir kurz zusammen. Was sollte Hesekiel und allen anderen treuen Dienern Jehovas vermittelt werden? Der himmlische Teil von Jehovas Organisation ist herrlich und Ehrfurcht einflößend. Das wird durch das funkelnde Material der Räder und ihre Größe angedeutet. Ihm entgeht nichts. Darauf weisen die vielen Augen an den Rädern hin. Natürlich nehmen allein schon die Augen Jehovas alles wahr (Spr. 15:3; Jer. 23:24). Doch zusätzlich hat er viele Millionen Engel. Diese kann er in jeden Winkel des Universums senden, damit sie etwas gründlich prüfen und ihrem Souverän dann Bericht erstatten. (Lies Hebräer 1:13, 14.)

      Ein Rad in einem anderen Rad mit Augen ringsum, wie in Hesekiels Vision beschrieben.

      Die Form der Räder weist auf vollkommene Wendigkeit hin (Siehe Absatz 17, 19)

      19. Worauf weist die Geschwindigkeit und Wendigkeit des Wagens Jehovas hin?

      19 Der Wagen ist unfassbar schnell und wendig. Wie sehr sich doch der himmlische Teil der Organisation Jehovas von menschlichen Regierungen, Institutionen und Organisationen unterscheidet! Sie schaffen es meist nicht, sich geänderten Umständen anzupassen, und stolpern blindlings von einer Katastrophe in die nächste, bis man sie schließlich nur noch aus Geschichtsbüchern kennt. Jehovas Wagen hingegen spiegelt den vernünftigen, anpassungsfähigen Gott, der ihn lenkt, perfekt wider. Schon sein Name weist darauf hin, dass er zu allem werden kann, um sein Vorhaben wahr zu machen (2. Mo. 3:13, 14). Blitzschnell kann er zu einem mächtigen Krieger werden, der für sein Volk kämpft. Und im nächsten Moment ist er ein barmherziger Vater, der reuevollen Sündern vergibt und ihnen wieder aufhilft, wie verzweifelt sie auch sein mögen (Ps. 30:5; Jes. 66:13).

      20. Warum sollte uns Jehovas Wagen Ehrfurcht einflößen?

      20 An diesem Punkt könnten wir uns fragen: „Habe ich wirklich Ehrfurcht vor Jehovas Wagen?“ Warum ist das so wichtig? Weil der Wagen für etwas steht, was heute existiert. Wenn uns ein Problem entmutigt, sollten wir nie denken, Jehova, sein Sohn oder die Engel wären dafür blind. Wir brauchen auch nicht zu befürchten, dass Gott unsere persönlichen Bedürfnisse zu spät wahrnimmt. Oder dass seine Organisation es verpasst, auf Entwicklungen in der sich ständig verändernden Welt zu reagieren. Vergessen wir nie: Jehovas Organisation ist dynamisch, immer in Bewegung. Hesekiel hörte eine Stimme aus dem Himmel: „Räder!“ Offensichtlich wurden die Räder aufgefordert, sich in Bewegung zu setzen (Hes. 10:13). Berührt es dich auch so, wenn du darüber nachdenkst, wie Jehova seine Organisation lenkt? Unsere größte Bewunderung gilt natürlich Jehova selbst!

      Der Wagenlenker

      21, 22. Was hält die einzelnen Teile des Wagens offensichtlich zusammen?

      21 Hesekiels Aufmerksamkeit richtete sich als Nächstes auf das, was oberhalb der Räder zu sehen war: „etwas, das wie eine weite Fläche aussah und wie Ehrfurcht einflößendes Eis glitzerte“ (Hes. 1:22). Hoch über den Köpfen der Cherubim breitete sich eine weite durchscheinende Fläche aus, die funkelte und glitzerte. Doch spätestens jetzt könnte sich ein technisch interessierter Leser wundern. „Was hält die Fläche über den Rädern? Wie funktionieren Räder ohne verbindende Achsen?“ Denken wir daran, dass dieses Fahrzeug nicht an die Gesetze der Physik gebunden ist. Es ist ein Sinnbild, die Darstellung einer unsichtbaren Wirklichkeit. Beachten wir auch folgenden wichtigen Hinweis: „Der Geist, der in den lebenden Geschöpfen wirkte, [war] auch in den Rädern“ (Hes. 1:20, 21). Was ist das für ein Geist?

      22 Keine Frage: Es ist Jehovas heiliger Geist, die stärkste Kraft überhaupt. Diese Kraft hält den Wagen zusammen, treibt ihn an und lenkt die vollkommen aufeinander abgestimmten Bewegungen. Behalten wir das im Sinn, wenn wir jetzt mit Hesekiel einen Blick auf den Wagenlenker werfen.

      Hesekiel musste für etwas schier Unbeschreibliches Worte finden

      23. Mit welchen Formulierungen versucht Hesekiel, Jehova zu beschreiben, und warum?

      23 Lies Hesekiel 1:26-28. Hesekiel benutzt in seiner Vision immer wieder Formulierungen wie „ähnelte“, „glich“ oder „sah aus wie“. Doch in diesen Versen kommen sie besonders häufig vor. Man spürt regelrecht, wie er Worte für etwas schier Unbeschreibliches sucht. Da war „etwas, das wie ein Saphir aussah und einem Thron ähnelte“. Kannst du dir einen Thron vorstellen, der aus einem einzigen riesigen, tiefblauen Saphir gearbeitet ist? Und auf dem Thron saß jemand. Er hatte „die Gestalt eines Menschen“.

      24, 25. (a) Woran erinnert uns der Regenbogen rings um Jehovas Thron? (b) Welchen Effekt hatten solche Visionen oft auf Glaubensmänner?

      24 Jehovas majestätische Gestalt war nur vage zu erkennen, weil seine Herrlichkeit von der Hüfte aufwärts und abwärts wie Flammen ausstrahlte. Wir können uns sicher gut vorstellen, dass der Prophet bei diesem atemberaubenden Anblick seine Augen schützen musste. Nun sieht Hesekiel noch ein faszinierendes Detail. Er sagt über Jehova: „Überall um ihn herum war ein strahlender Glanz wie bei einem Regenbogen, der an einem regnerischen Tag in einer Wolke erscheint.“ Hebt sich deine Stimmung auch gleich, wenn du einen Regenbogen siehst? Sicherlich denkst du jedes Mal an die Herrlichkeit unseres Schöpfers. Dieser bunte Bogen, der so viel Ruhe ausstrahlt, erinnert uns bestimmt auch an Jehovas Friedensbund nach der Sintflut (1. Mo. 9:11-16). Obwohl allmächtig, ist Jehova ein Gott des Friedens (Heb. 13:20). Er trägt tiefen Frieden in sich und überträgt ihn auf alle, die ihm treu dienen.

      Der Regenbogen rings um Jehovas Thron, wie in Hesekiels Vision beschrieben.

      Der malerische Regenbogen rings um Jehovas Thron erinnert uns daran, dass wir dem Gott des Friedens dienen (Siehe Absatz 24)

      25 Wie wirkte sich dieser Eindruck von Jehovas Herrlichkeit auf Hesekiel aus? Er berichtet: „Als ich es sah, warf ich mich auf den Boden.“ Überwältigt und voller Gottesfurcht fiel Hesekiel nieder. Andere Propheten reagierten ähnlich auf Visionen von Jehova. So etwas zu erleben muss derart eindrucksvoll sein, dass man sich unglaublich klein und unbedeutend vorkommt (Jes. 6:1-5; Dan. 10:8, 9; Offb. 1:12-17). Doch später fühlten sich diese Männer von dem, was Jehova ihnen gezeigt hatte, sehr gestärkt. Auch bei Hesekiel war es so. Und wie berührt es dich, in der Bibel solche Berichte zu lesen?

      26. Warum hat die Vision Hesekiel sicher gestärkt?

      26 Sollte die Lage des Volkes Gottes in Babylon bei Hesekiel Zweifel oder innere Unruhe ausgelöst haben, dann hat ihm die Vision bestimmt sehr gutgetan. Es spielte eindeutig keine Rolle, ob Gottes treue Diener in Jerusalem, in Babylon oder irgendwo anders waren. Niemals wären sie außer Reichweite des phänomenalen Wagens Jehovas! Welche böse Macht könnte es jemals mit dem Gott aufnehmen, der solch eine Organisation lenkt? (Lies Psalm 118:6.) Hesekiel sah den himmlischen Wagen außerdem ganz in der Nähe der Menschen. Seine Räder berührten sogar die Erde! (Hes. 1:19). Offensichtlich lag Jehova viel an seinen treuen Dienern in Babylon. Ihr liebevoller Vater würde immer für sie da sein!

      Der Wagen und du

      27. Welche Bedeutung hat Hesekiels Vision für uns?

      27 Ist Hesekiels Vision für uns von Bedeutung? Auf jeden Fall! Denken wir daran, dass Satan immer größere Angriffe auf die reine Anbetung Jehovas inszeniert. Er will jedem von uns einreden, wir wären ganz allein und verlassen – abgeschnitten von unserem Vater im Himmel und seiner Organisation. Gib solchen Lügen niemals auch nur den Hauch einer Chance! (Ps. 139:7-12). Wie Hesekiel haben wir allen Grund, mit Ehrfurcht erfüllt zu sein. Vielleicht werfen wir uns nicht nieder. Doch auch wir sehen, wie mächtig, schnell, wendig, anpassungsfähig und herrlich der himmlische Teil der universellen Organisation Jehovas ist. Versetzt dich das nicht auch in Staunen und Ehrfurcht?

      28, 29. Was zeigt, dass Jehovas Wagen schon die ganzen letzten 100 Jahre in Bewegung ist?

      28 Und dann ist da noch etwas: Jehovas Organisation hat auch einen irdischen Teil. Natürlich besteht er aus unvollkommenen Menschen. Aber denken wir daran, was Jehova auf der Erde alles bewirkt hat. Überall hat er Menschen befähigt, Dinge zu tun, die sie allein nie geschafft hätten (Joh. 14:12). Schon beim Durchblättern des Buches Gottes Königreich regiert! bekommen wir eine Vorstellung von dem erstaunlichen Ausmaß der Predigttätigkeit in den letzten 100 Jahren. Und was hat Jehovas Organisation in dieser Zeit nicht alles unternommen! Sie hat für Schulung und Anleitung gesorgt, vor Gericht Erfolge erzielt und die neueste Technik eingesetzt, um Gottes Willen auszuführen.

      29 Wenn wir darüber nachdenken, was in den letzten Tagen des heutigen verdorbenen Systems alles getan wurde, um die reine Anbetung wiederherzustellen, dann wird uns immer klarer: Jehovas Wagen ist stets in Bewegung! Was für eine unglaubliche Ehre, zu dieser Organisation zu gehören und solch einem Souverän zu dienen! (Ps. 84:10).

      Aufnahmen für JW Broadcasting mit Stephen Lett von der leitenden Körperschaft.

      Der irdische Teil der Organisation Jehovas ist immer in Bewegung (Siehe Absatz 28, 29)

      30. Was erwartet uns im nächsten Kapitel?

      30 Aus Hesekiels Vision können wir aber noch mehr lernen. Im folgenden Kapitel beschäftigen wir uns intensiver mit den vier beeindruckenden „lebenden Geschöpfen“, also den Cherubim. Was vermitteln sie uns über Jehova Gott, unseren unvergleichlichen Souverän?

      a Hesekiel schrieb, dass es „wie Elektrum aussah“, eine Legierung aus Silber und Gold.

      b Das war die Luftlinie. Die Route, die die Gefangenen wahrscheinlich genommen haben, war fast doppelt so lang.

  • „Ich begann Visionen von Gott zu sehen“
    Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
  • „Ich begann Visionen von Gott zu sehen“
    Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
  • Wofür stehen die „lebenden Geschöpfe mit den vier Gesichtern“?
    Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
    • Eins der vier lebenden Geschöpfe mit vier Gesichtern.

      KAPITEL 4

      Wofür stehen die „lebenden Geschöpfe mit den vier Gesichtern“?

      HESEKIEL 1:15

      FOKUS: Die lebenden Geschöpfe und was wir durch sie lernen

      1, 2. Warum verwendet Jehova manchmal Bilder, um uns etwas zu vermitteln?

      ES IST Familienstudium. Die Eltern sitzen mit ihren kleinen Kindern am Küchentisch und studieren eine Passage aus der Bibel. Die Kinder machen begeistert mit. Offensichtlich hat ihr Vater ihnen alles gut erklärt. Wie ist ihm das gelungen? Er hat einfache Bilder verwendet. So konnte er ihnen etwas über Jehova vermitteln, was sie sonst noch nicht verstanden hätten.

      2 Auch unser Vater, Jehova, nutzt Bilder und vermittelt uns dadurch eine Vorstellung von unsichtbaren Wirklichkeiten, die wir sonst nicht begreifen könnten. Jehova zeigte Hesekiel zum Beispiel eine Vision mit vielen ausdrucksstarken Bildern, um einen tieferen Einblick in seine Persönlichkeit zu ermöglichen. Im letzten Kapitel dieses Buches haben wir uns mit solch einem Bild beschäftigt. Greifen wir jetzt einen speziellen Teil dieser faszinierenden Vision heraus. Ihn zu verstehen hilft uns, Jehova näherzukommen.

      „Ich ... sah ... etwas, das vier lebenden Geschöpfen glich“

      3. (a) Was sah Hesekiel gemäß Hesekiel 1:4, 5? (Siehe Anfangsbild.) (b) Was fällt an Hesekiels Beschreibungen auf?

      3 Lies Hesekiel 1:4, 5. Hesekiel beschreibt „etwas, das vier lebenden Geschöpfen glich“. Sie hatten Merkmale von Engeln, Menschen und Tieren. Ist uns in Hesekiels Beschreibung das Wort „glich“ aufgefallen? Liest man die Vision in Hesekiel, Kapitel 1 am Stück, fällt auf, dass der Prophet Formulierungen wie „glich“, „es war wie“ und „ähnelte“ wiederholt verwendete (Hes. 1:13, 24, 26). Hesekiel war also bewusst: Was er sah, war lediglich ein Bild für unsichtbare Wirklichkeiten im Himmel.

      Eine antike Statue eines geflügelten Stiers mit Menschenkopf.

      KASTEN 4A: Die lebenden Geschöpfe

      4. (a) Welchen Eindruck hinterließ die Vision bei Hesekiel? (b) Was wusste Hesekiel bestimmt über die Cherubim?

      4 Die Anblicke und Geräusche in der Vision müssen bei Hesekiel einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Die vier lebenden Geschöpfe „sahen wie glühende Kohlen aus“ und ihre schnellen Bewegungen „wie Blitze“. Ihre Flügel hörten sich an „wie das Rauschen von Wassermassen“ und ihre Bewegungen „wie das Geräusch eines Heeres“ (Hes. 1:13, 14, 24-28; siehe Kasten „Die lebenden Geschöpfe“). In einer späteren Vision bezeichnete Hesekiel diese mächtigen Engelgeschöpfe als „Cherubim“ (Hes. 10:2). Da Hesekiel aus einer Priesterfamilie stammte, wusste er bestimmt, dass Cherubim auf die Gegenwart Gottes hinweisen und Jehova immer zu Diensten stehen (1. Chr. 28:18; Ps. 18:10).

      „Jedes hatte vier Gesichter“

      5. (a) Warum sagen die vier Gesichter der Cherubim etwas über Jehovas Macht und Herrlichkeit aus? (b) Warum erinnert uns dieser Teil der Vision an die Bedeutung des Namens Gottes? (Siehe Fußnote.)

      5 Lies Hesekiel 1:6, 10. Hesekiel fiel auf, dass jeder Cherub vier Gesichter hatte – ein Menschen-, ein Löwen-, ein Stier- und ein Adlergesicht. Dieses Bild muss Hesekiel eindrucksvoll verdeutlicht haben, wie überlegen Jehovas Macht und Herrlichkeit sind! Warum? Jedes Gesicht gehört interessanterweise zu einem Geschöpf, das Majestät, Stärke und Macht verkörpert. Der Löwe ist ein majestätisches Wildtier, der Stier ein kraftstrotzendes Haustier, der Adler ein gewaltiger Vogel und der Mensch, die Krone der irdischen Schöpfung, steht über allen anderen Geschöpfen auf der Erde (Ps. 8:4-6). Und trotzdem wurden all diese mächtigen Geschöpfe unterhalb von Jehovas Thron dargestellt. Zeigt das nicht anschaulich, dass Jehova als höchster Souverän seine Schöpfung gebrauchen kann, um sein Vorhaben wahr zu machen?a Es ist wirklich so, wie der Psalmist über Jehova sagte: „Seine Königsherrschaft erstreckt sich über alles“ (Ps. 103:19; 148:13).

      Eins der vier lebenden Geschöpfe mit vier Gesichtern und ausgebreiteten Flügeln.

      Was offenbaren die vier lebenden Geschöpfe mit ihren vier Gesichtern über Jehovas Herrlichkeit, seine Macht und seine Persönlichkeit? (Siehe Absatz 5, 13)

      6. Wie könnte Hesekiel geschlussfolgert haben, was die Gesichter noch darstellen?

      6 All diese Eindrücke musste Hesekiel erst einmal verarbeiten. Vielleicht erinnerte er sich an Diener Gottes, die vor ihm lebten und auch schon Tiere als Vergleich gebrauchten. Der Patriarch Jakob zum Beispiel verglich seinen Sohn Juda mit einem Löwen und seinen Sohn Benjamin mit einem Wolf (1. Mo. 49:9, 27). Wieso? Der Löwe und der Wolf stehen für Persönlichkeitsmerkmale, durch die sich diese Männer und ihre Nachkommen auszeichnen würden. Möglicherweise schlussfolgerte Hesekiel mit solchen inspirierten Beispielen im Sinn, dass die Gesichter der Cherubim ebenfalls außergewöhnliche Eigenschaften oder Merkmale darstellen. Aber welche?

      Merkmale, die Jehova und seine Familie im Himmel auszeichnen

      Ein Löwe, ein Stier, ein Adler und ein Mensch.

      7, 8. Welche Eigenschaften verbinden wir schon lange mit den vier Gesichtern der Cherubim?

      7 Bibelschreiber, die vor Hesekiel lebten, brachten Löwe, Adler und Stier mit bestimmten Merkmalen in Verbindung. So lesen wir von einem „Mann, der so mutig ist wie ein Löwe“ (2. Sam. 17:10; Spr. 28:1). Über den Adler heißt es: „Seine Augen blicken weit in die Ferne“ (Hiob 39:27, 29). Und: „Die Kraft eines Stieres bringt reiche Ernte“ (Spr. 14:4). Aufgrund dieser Bibeltexte wird in unseren Veröffentlichungen schon seit Langem erklärt, dass der Löwe für Mut zur Gerechtigkeit steht, der Adler für Weitsicht und Weisheit und der Stier für unbändige Macht.

      8 Und was ist mit dem Menschengesicht? (Hes. 10:14). Es muss für eine Eigenschaft stehen, die nicht durch ein Tier dargestellt werden kann, sondern nur durch den Menschen, erschaffen im Bild Gottes (1. Mo. 1:27). Diese typisch menschliche Eigenschaft wird durch die Gebote Gottes betont: „Liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen“, und: „Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“ (5. Mo. 6:5; 3. Mo. 19:18). Wenn wir uns danach ausrichten und andere selbstlos lieben, spiegeln wir Jehovas Liebe wider. Der Apostel Johannes schrieb: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat“ (1. Joh. 4:8, 19). Das Menschengesicht steht also für Liebe.

      9. Wessen Eigenschaften stellen die Gesichter der Cherubim dar?

      9 Wen zeichnen diese Eigenschaften aus? Es geht ja um die Gesichter der Cherubim. Damit haben alle, die durch die Cherubim dargestellt werden, diese Eigenschaften – Jehovas gesamte Familie von loyalen Geistgeschöpfen im Himmel (Offb. 5:11). Doch das ist noch nicht alles. Da die Cherubim ihr Leben Jehova verdanken, verdanken sie ihre Eigenschaften ebenfalls ihm (Ps. 36:9). Die Gesichter der Cherubim stehen also auch für Eigenschaften, die Jehova höchstpersönlich auszeichnen (Hiob 37:23; Ps. 99:4; Spr. 2:6; Mi. 7:18). Wie zeigen sich Jehovas herausragende Eigenschaften? Hier einige Beispiele.

      10, 11. Wie kommen uns Jehovas vier Haupteigenschaften zugute?

      10 Gerechtigkeit. Jehova „liebt Gerechtigkeit“ und ist ein „Gott, der niemand parteiisch behandelt“ (Ps. 37:28, Fn.; 5. Mo. 10:17). Jeder, unabhängig von sozialer Stellung oder Herkunft, kann deshalb sein Diener werden und bleiben – und einmal ewig leben. Weisheit. Jehova „hat ein weises Herz“ und vermittelt uns durch ein besonderes Buch viel „praktische Weisheit“ (Hiob 9:4; Spr. 2:7). Wenn wir den weisen Rat der Bibel befolgen, können wir Probleme besser meistern und ein sinnvolles Leben führen. Macht. Jehova „hat große Macht“ und gibt uns durch seinen heiligen Geist „Kraft, die über das Normale hinausgeht“. Das stärkt uns so sehr, dass wir alles ertragen können, ganz gleich wie schwierig oder schmerzlich es sein mag (Nah. 1:3; 2. Kor. 4:7; Ps. 46:1).

      11 Liebe. Weil Jehova „reich [ist] an loyaler Liebe“, lässt er seine treuen Diener nie im Stich (Ps. 103:8; 2. Sam. 22:26). Vielleicht bist du traurig, weil du krank oder schon älter bist und nicht mehr so viel für Jehova tun kannst. Tröstet dich dann nicht der Gedanke, dass Jehova sich an deinen Einsatz und all die Liebe, die du gezeigt hast, genau erinnert? (Heb. 6:10). Es steht außer Frage: Schon heute kommen uns Jehovas vier Haupteigenschaften Gerechtigkeit, Weisheit, Macht und Liebe zugute. Und daran wird sich auch nie etwas ändern.

      12. Was muss uns klar sein, wenn wir über Jehovas Eigenschaften nachdenken?

      12 Das, was wir als Menschen über Jehovas Persönlichkeit verstehen, sind natürlich „nur die Säume seiner Wege“ (Hiob 26:14). „Den Allmächtigen zu verstehen ist für uns unerreichbar“, denn „seine Größe ist unerforschlich“ (Hiob 37:23; Ps. 145:3). Uns ist daher bewusst, dass sich Jehovas Eigenschaften mit ihren unendlich vielen Facetten weder zählen noch eingruppieren lassen (lies Römer 11:33, 34; Ps. 139:17, 18). Das wird auch in der Vision Hesekiels deutlich. Wie?

      „Vier Gesichter ... vier Flügel ... vier Seiten“

      Eins der vier lebenden Geschöpfe mit vier Gesichtern; seine Flügel sind ausgebreitet.

      13, 14. Was stellen die vier Gesichter der Cherubim dar, und wie kommen wir darauf?

      13 Jeder Cherub in Hesekiels Vision hatte vier Gesichter. Was deutet das an? Wie bereits erwähnt, weist die Zahl Vier in der Bibel oft darauf hin, dass alles eingeschlossen ist (Jes. 11:12; Mat. 24:31; Offb. 7:1). Auffälligerweise kommt diese Zahl in Hesekiels Vision zehn Mal vor (Hes. 1:5-18). Was lässt sich daraus ableiten? Wie wir bereits verstanden haben, stellen die vier Cherubim alle loyalen Geistgeschöpfe dar. Bei den vier Gesichtern ist es ähnlich. Zusammengenommen weisen sie auf alle Eigenschaften oder Merkmale Jehovas hin.b

      14 Um das zu verdeutlichen: Denken wir noch einmal an die vier Räder in der Vision. Schon jedes Rad für sich ist beeindruckend. Als Einheit ergeben sie jedoch mehr als vier beeindruckende einzelne Räder – sie bilden die Grundlage für den himmlischen Wagen. Ähnlich ist es mit den vier Gesichtern. Als Einheit ergeben sie mehr als vier beeindruckende einzelne Eigenschaften – sie bilden die Grundlage für Jehovas Ehrfurcht einflößende Persönlichkeit.

      Jehova ist allen seinen treuen Dienern nahe

      15. Was lernte Hesekiel durch seine erste Vision?

      15 Durch seine erste Vision wurde Hesekiel sehr gestärkt, weil er etwas Elementares über sein Verhältnis zu Jehova lernte. Was? Das kommt in den einleitenden Worten seines prophetischen Buches zum Ausdruck. Wie Hesekiel erklärte, befand er sich „im Land der Chaldäer“ und „dort kam die Hand Jehovas über ihn“ (Hes. 1:3). Hesekiel erhielt die Vision also nicht in Jerusalem, sondern dort – in Babylon.c Was sagt uns das? Als unbedeutender Gefangener war Hesekiel zwar abgeschnitten von Jerusalem und dem Tempel. Aber nicht von Jehova und dessen Anbetung. Dass Jehova Hesekiel in Babylon erschien, zeigte ihm eindrucksvoll: Jehova reine Anbetung darzubringen hängt nicht davon ab, wo man lebt oder welche Stellung man hat. Es zählt nur, wie es im Herzen aussieht und wie sehr man sich wünscht, Jehova zu dienen.

      16. (a) Warum kann uns Hesekiels Vision trösten? (b) Warum möchtest du Jehova mit ganzem Herzen dienen?

      16 Warum tröstet das, was Hesekiel erlebte, auch uns heute? Es gibt uns die Sicherheit: Wenn wir Jehova mit ganzem Herzen dienen, bleibt er uns nahe. Und zwar ungeachtet dessen, wo wir leben, wie niedergeschlagen wir sind oder von welchen Umständen wir überrascht werden (Ps. 25:14; Apg. 17:27). Jehova empfindet für jeden seiner Diener überströmende loyale Liebe und deshalb gibt er niemand einfach auf (2. Mo. 34:6). Er wird also mit seiner loyalen Liebe immer bei uns sein (Ps. 100:5; Röm. 8:35-39). Außerdem erinnert uns diese begeisternde Vision von Jehovas Heiligkeit und unendlicher Macht daran, wie sehr Jehova unsere Anbetung verdient (Offb. 4:9-11). Wie dankbar wir Jehova doch sind, dass wir ihn durch solche Visionen näher kennenlernen und ein wenig besser verstehen dürfen! Je klarer unser Bild von Jehovas liebenswerter Persönlichkeit wird, desto mehr fühlen wir uns zu ihm hingezogen. Wir können dann gar nicht anders, als ihn zu preisen und ihm mit ganzem Herzen und ganzer Kraft zu dienen (Luk. 10:27).

      Fotocollage: Wir sind von Jehovas loyaler Liebe nie abgeschnitten. 1. Eine verwitwete Schwester sieht aus dem Fenster und hält ein Hochzeitsfoto fest. 2. Zwei Älteste trösten die Schwester. 3. Eine Familie lädt die Schwester zum Familienstudium ein.

      Wir sind von Jehovas loyaler Liebe nie abgeschnitten (Siehe Absatz 16)

  • Es „öffnete sich der Himmel“
    Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
    • Hesekiel sieht, wie der himmlische Wagen Jehovas mit einem stürmischen Wind herabkommt.

      TEIL EINS

      Es „öffnete sich der Himmel“

      HESEKIEL 1:1

      FOKUS: Ein Einblick in den himmlischen Bereich

      Kein Mensch kann Jehova, den allmächtigen Gott, sehen und am Leben bleiben (2. Mo. 33:20). Doch Jehova ließ Hesekiel Visionen von sich und dem himmlischen Teil seiner Organisation sehen – Visionen, die uns mit Ehrfurcht erfüllen und unsere Wertschätzung dafür steigern, dem einen wahren Gott dienen zu dürfen.

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